Frage von akaruikage, 34

Evangelische Kirche verlassen. Aber wie?

Moin erstmal. Ich bin als Evangelisch eingetragen. Hatten auch meine Konfirmation und alles drum herum. Jetzt sieht es so aus. Ich glaube nicht an den einen Gott bzw. auch nicht an andere Göttliche geschöpfe. Sprich also Atheist. Nun habe ich kein Problem damit als Evangelisch eingetragen zu sein, wogegen ich aber was habe ist, dass ich trotzdem Kirchensteuer bezahlen muss. Nun die Frage: Wie kann ich die Evangelische Kirche verlassen. Danke im vorraus und lasst euch euer Knoppers schmecken!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LiselotteHerz, 17

Nichts leichter als das, Du gehst zum Amtsgericht und sagst, Du willst aus der Kirche austreten, kostet im allgemeinen 25,-- Euro Bearbeitungsgebühr

http://www.kirchenaustritt.de/hessen

Heb diese Bescheinigung gut auf. Es gab schon Fälle, wo die Kirche noch nach Jahren plötzlich ankam und rückwirkend Kirchensteuer haben wollte.

lg Lilo

Antwort
von Twitizen, 14

Wie Du austreten kannst hat man Dir ja schon mehrfach beantwortet. Aber noch kurz ein paar Gedanken zum Austritt, die Du dir vielleicht noch machen solltest:

  • Mit Deiner Kirchensteuer finanzierst Du nicht einfach nur goldene Wasserhähne von Bischöfen. Du finanzierst auch den Unterhalt von sozialen Werken wie der Diakonie, Caritas, Altenheimen, Kitas und einiges mehr. Du magst heute nichts davon brauchen, aber je älter Du wirst, desto wahrscheinlich ist es, dass Du oder ein Familienmitgleid mal auf etwas davon angewiesen ist. Beschwer Dich in ein paar Jahren also nicht allzu laut, wenn Dein Kind keinen Kitaplatz oder Oma keinen Heimplatz findet.
  • Wenn Du austrittst, kannst Du nie Taufpate werden.
  • Kirchlich heiraten oder bestattet werden fällt ebenfalls flach.

Ich will Dich hier nicht vom Austritt abhalten, das ist ganz allein Deine Sache. Aber lass Dir gesagt sein: Man kann auch ohne Gottesglauben in der Kirche bleiben, weil man die christliche Wertevorstellung gut findet und damit auch etwas für die Gemeinschaft tut. Nur wirtschaftliche Aspekte anzuführen greift zu kurz.

Kommentar von naaman ,

Hast du nicht gelesen, er ist Atheist, und will sich die Kirchensteuer sparen. Ich finde das Klasse.

Warum einem Weltkonzern das Geld in den Rachen werfen. Wenn er Pech hat, wird er, wenn er später eine Einrichtung nutzen will, abgeleht, weil er zu viel verdient.

Kommentar von Twitizen ,

Ich hab seine Frage sehr wohl vollständig gelesen, Du aber scheinbar meine Antwort nicht. Ich urteile, im Gegensatz zu Dir, nicht über seine Einstellung, sondern gebe ihm einfach noch ein paar Gedanken mit auf den Weg, die er vielleicht so nicht bedacht hat.

Der Rest Deiner Antwort ist schlicht Quatsch.

Kommentar von naaman ,

Die Kirche ist kein Weltkonzern ???

Du bist ein Witzbold

Kommentar von Twitizen ,

Darf... den Troll... nicht... füttern... Argh!

Kommentar von Zicke52 ,

@Twitizen: 

Zu 1: Diese Einrichtungen kann man auch durch Direktspenden unterstützen. Ausserdem finde ich die Erpressung "heuchel gefälligst Glauben, wenn du einen Kitaplatz möchtest" schäbig. Sollte der Staat nicht für flächendeckende Kinderbetreuung sorgen?

Zu 2: Schon die Ehrlichkeit gebietet, dass ein Atheist nicht Taufpate wird.

Zu 3: Warum sollte ein Atheist Wert auf kirchliche Hochzeit oder kirchliches Begräbnis legen?

Kommentar von Twitizen ,

1) Würde Diakonie & Co nur auf Direktspenden fußen, könnte man sie auch gleich dicht machen. Die 20 € einmal zu Weihnachten unterhalten keinen laufenden Betrieb. Außerdem: Wie wahrscheinlich ist eine regelmäßige Direktspende von jemandem, der aus finanziellen Gründen ausgetreten ist? Und es "erpresst" hier auch niemand jemanden - ich sage lediglich, dass man sich zumindest hinterher nicht wundern muss, wenn plötzlich Leistungen fehlen, die man als (gott-)gegeben hingenommen hat. Dass der Staat deutlich mehr tun sollte, als er tatsächlich tut, ist unstrittig.

Du musst übrigens gar keinen Glauben heucheln, um in eine christliche Kita zu kommen, die nehmen oft auch Konfessionslose auf. Der Punkt ist, dass die christliche Kita gar nicht da ist, wenn sie nicht finanziert werden kann.

2) Stimmt. Aber dessen ist sich der angehende Atheist vielleicht nicht bewusst. Die landläufige Meinung "Keine Kirchensteuer zahlen müssen? Atheist werden!" deckt sich eben nicht mit "Ich will zwar keine Kirchensteuer zahlen, aber doch schon Pate werden, irgendwie, weil das macht man halt gerne".

3) Siehe 2. Hätte ich den Eindruck, dass der Fragesteller ein absolut überzeugter, eiserner Atheist ist, der all diese Anmerkungen längst bedacht hat, hätte ich mich überhaupt nicht zu Wort gemeldet. So aber erschien mir meine Antwort angemessen. akaruikage hat sie übrigens mit "Danke" markiert.

Kommentar von RonnyFunk ,

Lieber Twitizen, der Sinn einer Mitgliedschaft in einer Gemeinde ist nicht, irgendwelche Dinge zu finanzieren.

"Wenn Du austrittst, kannst Du nie Taufpate werden."

Ja und? Jemand, der nich an Gott glaubt, soll jemanden zum Glauben an Gott führen? Was soll das?

"Kirchlich heiraten oder bestattet werden fällt ebenfalls flach."

Aha, also ist es wichtig, dass ein Gott, an den man nicht glaubt, seinen wirkungslosen Segen auf eine Ehe gibt?

Und bei der Beerdigung sollen dann die Menschen so tun, als würde der Atheist, der sich gegen Gott entschied, in den Himmel kommen?

Wunderbar! Zeige mir mal bitte die Bibelverse, die das nahelegen.

Kommentar von Twitizen ,

der Sinn einer Mitgliedschaft in einer Gemeinde ist nicht, irgendwelche Dinge zu finanzieren.

Wieso denn nicht? Die Gemeindearbeit (finanziell) zu unterstützen ist selbstverständlich ein Teil der Sache. Nur von guten Absichten am Sonntagmorgen kannst Du keinen Notfall-Seelsorger und keine Kita-Erzieherin bezahlen.

Jemand, der nich an Gott glaubt, soll jemanden zum Glauben an Gott führen? Was soll das?

Eine Patenschaft ist nicht einfach nur die Weitergabe von Glauben - man geht damit eine moralische Verpflichtung ein, für das Kind da zu sein. Und das kann ja auch für jemanden eine Herzensangelegenheit sein, selbst wenn er nicht gläubig ist. Siehe auch meine Antwort an Zicke52.

also ist es wichtig, dass ein Gott, an den man nicht glaubt, seinen wirkungslosen Segen auf eine Ehe gibt?

Nein, ist es nicht. Das kann dem angehenden Atheisten (zu recht) völlig schnurz sein. Aber er sollte nicht heute aus unüberlegten Gründen austreten und sich dann morgen wundern, wenn aus der großen Kirchenhochzeit, die sich seine Verlobte so gewünscht hat, nichts wird, weil er nicht über alle Konsequenzen nachgedacht hat.

Und bei der Beerdigung sollen dann die Menschen so tun, als würde der Atheist, der sich gegen Gott entschied, in den Himmel kommen?

Nein. Nochmal: Es geht nicht darum, dass irgendwer etwas gegen seinen Willen tun soll. Mir geht es darum, dem Fragesteller aufzuzeigen, dass rein steuerrechtliche Aspekte nicht das Gesamtbild sind, und dass er mit einem Austritt vielleicht unwissentlich auch etwas aufgibt, was er gerne noch gehabt hätte, selbst als Nicht-Gläubiger.

Zeige mir mal bitte die Bibelverse, die das nahelegen.

Die gibt es nicht. Das ist schlicht gesunder Menschenverstand, gewürzt mit etwas Empathie.

Antwort
von gromio, 8

Na das ist ganz einfach: Ab zum Standesamt, Kirchenaustritt beantragen und ca. 30-40€ zahlen, schon bist Du ausgetreten. Und zahlst keine Kirchensteuer mehr.

Antwort
von Othetaler, 18

Gehe zu deinem Bürgeramt / Standesamt, fülle das entsprechende Formular aus, bezahle deine Gebühr und du bist (nachdem es endlich bearbeitet ist) draußen.

Kommentar von akaruikage ,

In unserer Stadt haben wir ein Bürgerbüro. Ist des das gleiche oder kann ich das da auch machen?

Kommentar von Othetaler ,

Wahrscheinlich schon. Aber um es genau zu wissen, musst du da anrufen. Vielleicht steht es auch auf der Homepage deine Stadt.

Kommentar von akaruikage ,

Danke :3

Antwort
von cooper1810, 16

Du kannst aus der Kirche austreten....meistens stellt man dafür einen Antrag beim Einwohnermeldeamt ( je nach Stadt, Gemeinde ) kostet 10-50 €

Antwort
von PatrickLassan, 18

Wie kann ich die Evangelische Kirche verlassen.

Indem du austrittst. Je nach Bundesland musst du dafür zum Standesamt oder zum Amtsgericht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenaustritt

Ich bin als Evangelist eingetragen.

Glaube ich nicht. Du gehörst lediglich der evangelischen Konfession an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelist


Antwort
von FelixFoxx, 9

Geh zum Amtsgericht, zumindest musste ich damals dorthin, um aus der Kirche auszutreten.

Schade, dass ich kein Knoppers essen darf...

Kommentar von PatrickLassan ,

Der Austritt muss in Deutschland je nach Bundesland entweder vor dem Amtsgericht (in Berlin,[20] Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen) oder vor dem Standesamt (andere Bundesländer) erklärt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenaustritt#Zust.C3.A4ndige_Beh.C3.B6rde

Kommentar von FelixFoxx ,

OK, ich komme aus NRW, wusste nicht, dass das nicht einheitlich geregelt ist...

Antwort
von Nemesis900, 14

Kommt auf das Bundesland drauf an. In der Regel kann man einen Kirchenaustritt beim Standesamt oder beim Amtsgericht machen.

Antwort
von Kleckerfrau, 10
Antwort
von Andreaslpz, 16

Du gehst zum Bürgeramt und sagst du willst aus der Kirche austreten. 20€ später hat es sich dann erledigt

Antwort
von GanMar, 12

Eingetragener Evangelist? Sorry, aber der ist gut!

NRW? http://www.kirchenaustritt.de/nrw - Da mußt Du also zum Amtsgericht.

Antwort
von Guekeller, 18

Du bist Evangelist? Respekt. Aber wahrscheinlich bist Du bloß evangelisch. Kirchenaustritte sind Sache des Standesamts. Du musst also in Dein örtliches Rathaus und Deinen Austritt erklären.

Kommentar von kubamax ,

Wenn er der fünfte Evangelist ist, werden sich evangelische und katholische Kirche bemühen, dass er bleibt.

Kommentar von akaruikage ,

Bester Kommentar xxDD

Kommentar von PatrickLassan ,

In einigen Bundesländern muss er zum Amtsgericht.

Der Austritt muss in Deutschland je nach Bundesland entweder vor dem Amtsgericht (in Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen) oder vor dem Standesamt (andere Bundesländer) erklärt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenaustritt#Zust.C3.A4ndige_Beh.C3.B6rde

Kommentar von akaruikage ,

Das zweite trifts eher. Wusste nicht wie ich mich außdrücken sollte, bin zu müde um gescheite sätze zu produzieren :)

Antwort
von Charlybrown2802, 11

musst aus der kirche austreten

Kommentar von akaruikage ,

Ja super vielen Dank für diese erleuchtung. Ich hab nicht gefragt was ich machen muss, sondern wie. :3

Antwort
von botanicus, 16

Knoppers gab's keins ... :-)

Evangelisten gab es nur vier, aber als Evangelischer kannst Du bei der Kirche den Dienst quittieren. Austritt geht auf dem Standesamt, ganz unbürokratisch.

Obgleich ich selber gläubiges Mitglied der Kirche bin und immer bleiben werde, stimme ich Dir zu: Wer nicht dran glaubt, braucht nicht dabei zu sein.

Alles Gute weiterhin :-)

Antwort
von Griesuh, 11

Je nach Bundesland,  entweder zum Amtsgericht oder Standesamt. Dort liegen diese Austrittsformulare bereit.

Kostet so zwischen 20 und 30€.

Die Austrittsbescheinigung bitte sehr gut aufheben.

Du bist sicher, dass du evangelist bist?

Oder meinst du du gehörst der evangelischen Kirche an? So zu sagen protestantisch.

Antwort
von josef050153, 5

Ganz einfach: Du gehst zu Standesamt und lässt das Ändern.

Antwort
von 01AndiPlayz, 11

Ich würde mal einen Brief an die Kirche senden, das du gerne austreten würdest.

Kommentar von PatrickLassan ,

Falsche Adresse.

Kommentar von botanicus ,

Im Grunde höchst vernünftig, funktioniert nur leider nicht.

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