Evangelische Kirche fortschrittlicher als Römisch-Katholische Kirche?

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9 Antworten

wenn die von dir beschriebenen Aspekte die einzigen wichtigen im Bereich des Fortschritts sind, dann hast du deine Frage schon selber mit ja beantwortet

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Kommentar von FanFicfan
11.09.2016, 22:39

ich meine das eher allgemein nicht NUR auf die von mir bereits genannten Gründe sondern was die allgemeinen Unterschiede zwischen diesen beiden Kirchen betrifft

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Ich habe nämlich den Eindruck, dass sich die Katholische Kirche seit der Zeit Jesu Christi nicht wirklich weiterentwickelt hat

Die Katholische Kirche nennt sich ja selbst in aller Selbstverständlichkeit "die" Kirche und beansprucht damit, genau die Kirche zu sein, die auf Jesus Christus und die Apostel zurückgeht. Tatsächlich wurden aber schon von der Zeit der Evangelien bis zum Ende des Römischen Reiches dramatische Änderungen an der Organisiation der Christenheit und an der Kirchenlehre vorgenommen. Zu den folgenschwersten dieser Änderungen gehören:  im zweiten Jahrhundert ab der Judenverfolgung unter Kaiser Hadrian, die Distanzierung von den Juden und der Beginn gehässiger antijüdischer Hetze in den Schriften der Kirchenväter, die Verstaatlichung der Kirche unter Kaiser Konstantin und ihre Ausrichtung unter die imperialistische Staatsraison, der Aufbau einer Hierachie von Klerikern, die wie Aristokraten über die Gläubigen herrschten. Francis A. Schaeffer hat in den Anfangsfolgen seiner Filmserie "How should we then live?" auf einige der tiefgreifenden Veränderungen in der christlichen Kultur dieser Zeit hingewiesen.


dass es Katholischen Priestern immer noch nicht erlaubt ist zu heiraten

In der heute geübten Striktheit wurde dieses Eheverbot erst im 12. Jahrhundert verhängt, auch wenn Tendenzen in diese Richtung schon Jahrhundertelang vorher wirksam waren. Paulus hingegen beschreibt im 1. Timotheusbrief den vorbildlichen Bischof als verheirateten Mann und Leute, die das Heiraten verbieten wollen, als Abgefallene und Lügenredner. Der Apostel Petrus, der den Katholiken als der erste Papst gilt, hatte, wie die Evangelien berichten, eine Schwiegermutter.

Dies und manches andere, was zur kritischen Auseinandersetzung nötigt, ist für manche heutige Katholiken ein Stein des Anstoßes. Andere empfinden, da sie sich mit ihrer Kirche tief identifizieren und sie idealisieren, die Kritik an ihr als persönliche Kränkung und als ein mit Schmutz beworfen werden. Das kann einen offenen Dialog darüber schwierig machen.


Ist die Evangelische Kirche fortschrittlicher und zeitgemäßiger, als die Römisch-Katholische

In mancher Hinsicht sicherlich schon. Aber was die Unduldsamkeit und Grausamkeit gegen Andersdenkende angeht, standen die Protestanten den Katholiken in der Geschichte in nichts nach. Das haben sie etwa im Dreißigjährigen Krieg gezeigt, im Englischen Bürgerkrieg und bei dem Feldzug der Puritaner in Irland. Besonders entlarvend ist, daß Protestanten und Katholiken in gleicher Weise die pazifistischen Freikirchenchristen des 16. Jahrhunderts, die Täufer, verfolgten und ermordeten. Auch bei der Ermordung und Mißhandlung von Bewohnern anderer Erdteile, beim Ausplündern ihrer Länder, bei den Verbrechen des Nationalsozialismus, bei der psychischen Mißhandlung, Manipulation und materiellen Ausbeutung von Gläubigen, waren Leute aus allen Kirchen dabei.

Egal in welcher Glaubensgemeinschaft, wie konservativ oder fortschrittlich:
Christen müssen wachsam zu sein. Bei seiner Abschiedspredigt in Ephesus (Apg 20) warnte Paulus vor den Wölfen.

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Kommentar von WALDFROSCH1
12.09.2016, 19:49

Du verdrehst ganz schon frech , die allgemein bekannten  Historischen Tatsachen ,denn in den Anfängen waren die Christen Teil der Synagoge und es war kein Problem Judenchrist zu sein .

Das änderte sich als die Juden ca 60 nach Christus des  Tempels verlustig gingen,es waren die Juden selbst die nun die Judenchristen aus der Synagoge ausgeschlossen hatten .

Denn sie suchten sich selber neu zu definieren .

Daher ist das reine Antikatholische Propaganda .

Mit Wölfen meint Jesus Christus die jenigen die ein neues Evangelium verkündigen wo es keine Sünde mehr zu geben scheint und Abtreibung und Scheidung etc erlaubt sind ,wie es gang und Gäbe in der Evangelischen Theologie heute ist .

Wo hat die R,K.Kirche behauptet es wäre vorgeschrieben nicht zu heiraten für Priester ? 

Aber sicher erachtest du geschiedene Evangelische Pfarrer dann für ein besseres Vorbild ...obwohl Jesus die Scheidung verboten hat ?

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Kommentar von martin7812
14.09.2016, 18:59

Die Katholische Kirche nennt sich ja selbst in aller Selbstverständlichkeit "die" Kirche ...

Im CiC, sozusagen der "Verfassung" der röm-.kath. Kirche, ist davon die Rede, dass die katholische Kirche eine "Teilkirche" (also nur ein Teil) der "Kirche" ist.

Das Wort "Kirche" ist dort nicht genau definiert, es ist jedoch wohl die Zusammenfassung aller Christen weltweit gemeint.

Womit folgende Punkte dann wohl ebenfalls geklärt sind:

... und beansprucht damit, genau die Kirche zu sein, die auf Jesus Christus und die Apostel zurückgeht ...

... dramatische Änderungen an der Organisiation der Christenheit ...

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Nein sie sind nicht fortschriftlicher und wenn man die Arbeitsbedingungen einiger evangelischer Pfarrer in ihren Gemeinden betrachtet, dann leben die katholischen Pfarrer in einer modernen Welt.

Man sollte die Zeitmässigkeit einer Kirche nicht von Äußerlichkeiten abhängig machen, sondern auf den Kern des Glauben sehen und da ist die evangelsiche Kirchen genause aktuell wie die katholische. Die Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse, daher gibt es auch unterschiedliche Weisen den Kern mitzuteilen.

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In der Evangelischen Kirche können Schwule teils sogar Heiraten. (In manchen Gemeinden)... In der Katholischen dürfen diese nicht mal im Kindergarten, in der Schule oder sonst wo arbeiten

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Kommentar von hummel3
14.09.2016, 18:24

Was findest du jetzt bei wem gut oder schlecht? Deine Antwort ist keine Antwort auf die Frage, sondern lässt alles offen.

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Im Gegensatz zu der katholischen Kirche gibt es in der evangelischen Kirche keine zentrale Institution.

Es gibt also evangelische Kirchen die recht progressiv sind und protestantische Kirchen, die erzkonservativ bzw. reaktionär sind. Beispielsweise viele Kirchen in den USA.

Die katholische Kirche ist da wahrscheinlich eher ein Mittelding.

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beide konfessionen werden "aussterben", wenn die ihren zweck erfüllt haben.

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Die evangelischen Kirchen stehen für alles und für nichts - Kirche der Beliebigkeit, Hauptsache, es sitzt noch wer in der Kirchenbank. Aufgrund der vielen Moschee-Führungen, die die gemacht haben, wird's wohl die nächsten Jahre eine Fusion mit dem Islam geben. Christus raus, Mohammed rein - wen scherts.

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Kommentar von hummel3
14.09.2016, 18:22

Christus raus, Mohammed rein - wen scherts.

Ganz so schlimm wird's hoffentlich nicht kommen. Aber sie hat was deine Kritik. Wenn ich an Bedford-Strom oder Frau Käsmann denke, frage ich mich auch stets wofür die beiden eigentlich stehen. 

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Ich glaube man kann die evangelische Kirche schon als fortschrittlicher betrachten als die röm.-katholische Kirche.

Allerdings ist dieser Fortschritt nicht immer gleichbedeutend mit besser. Konservatismus hat durchaus auch seine Reize, weil er die Beständigkeit demonstriert und darauf kommt es bei Religionen besonders an.

Die evangelische Kirche ist inzwischen so modern und "weichgespült", dass sie damit jegliche interessante Konturen und Reibungsflächen verloren hat. - Man möge sich auf der persönlichen Schiene nur ihren Ratsvorsitzenden oder auch Frau Käsmann zum Beispiel nehmen.

LG hummel3

(kein Katholik, sondern Protestant)

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