Hallo,
ich interessiere mich sehr für Geschichte besonders für den Nationalsozialismus, was mich jetzt besonders interessiert ist die Euthanasie - Menschen mit Behinderung. Ich habe schon überall Recherchiert über dieses Thema aber was ich genau wissen möchte noch nicht gefunden. Vielleicht könnt ihr mir da helfen vielleicht kennnt sich jemand mit diesen Thema gut aus.
Mich berührt dieses Thema sehr, weil ich selber Schwerbehindert bin (60 %), habe auch solchen Ausweis.
Meine Frage, wurden alle Behinderten Menschen umgebracht? Hätte ich eine überlebens Chance in dieser Zeit gehabt? Weil das habe ich leider noch nicht rausfinden können.
Ich hoffe ihr könnt mir da helfen. Würde mich sehr interessieren.
Gruß
Greenpeace

mit dem begriff "gnadentod" hatten die nazis diese morde verschleiern wollen. tatsächlich ging es um die ausrottung von "volksschädlingen": dazu dienten auch filme und schriften in denen die volkswirtschaftlichen kosten, die für einen behinderten aufzubringen sind, dem restlichen volk vorgesetzt wurden, um damit schon mal vorsorglich nachzufragen, ob es nicht "menschlicher" sei, diese "einschlafen zu lassen" dazu gab es dann immer bilder von sabbernden spastischen und schniefenden menschen, die, wenn sie überhaupt stehen konnten nur mit stock oder irgendwo angelehnt herumstanden.zu meinem glück (100%schwerbehindert) ist diese art von "menschlichkeit" weltweit als mord geächtet.eine aktuellere diskussion ergibt sich aus der sicht schwerstkranker, die um hilfe bei der selbsttötung bitten. vielleicht kommt durch den aktuellen englischen "fall" auch bewegung in die deutsche diskussion

Eine etwas seltsame Frage,ob du gerade überlebt hättest,wer soll dier darauf antworten?Es ging ja auch um den Scheregrad der Behinderung,den Ort der Klinik,den jeweiligen Verantwortlichen(Ärzte etc.),es gab Menschen welche die Betroffenen zu schützen suchten und andere eben genau nicht.

Gucke hier:http://de.wikipedia.org/wiki/Kinder-Euthanasie

Ich bin Heilerzieherin und habe bis zur Elternzeit in einem großen Heim für geistig Behinderte gearbeitet. Die älteste Bewohnerin (inzwischen verstorben) erzählte immer wieder von den Männern mit den schwarzen Autos, die kommen, um sie zu holen. Mir läufts grad wieder kalt den Rücken runter. Die Ordensschwestern haben damals Behinderte im Wald versteckt. Anderen konnte das Schreiben ihres Namens und ihrer Adresse beigebracht werden, die wurden dann nicht "mitgenommen".
Schau mal bei wiki unter aktion t4 (odder google mal nach dem Begriff), da ist ne ganze Menge an Informationen zu dem Thema.
das thema war damals, reinhaltung der arischen Rasse von Missbildungen bzw. Menschen mit Behinderung, egal welchen Grades. Ärzte waren angewiesen, solche Menschen zu sterilisieren und an die SS weiterzumelden. Orginaltext aus einem damaligen medizinischen Handbuch für Orthopäden.

wenn die Eltern das Kind gut versteckt haben ,konnte es überleben.