Frage von Sesshomarux33, 300

Eure Meinungen zum Thema Impfen?

Hallo liebe Community,

in letzter Zeit lese und höre ich immer wieder, dass Impfungen nicht ihren Zweck erfüllen, letztendlich mehr schaden als nützen und auch nie 100%ig Sicherheit bieten. Drum wäre es sinnvoller von abzusehen. Zudem sterben bei manchen hergestellten Impfstoffe andere Tiere, sei es jetzt über Tierversuche oder Stoffgewinnung (z.B bei Cunivak - wird aus der Leber absichtlich infizierter Kaninchen gewonnen). Letzteres ist fragwürdig ein Leben auszulöschen um ein anderes zu retten?

Bis jetzt wurden bei mir immer schön alle Tiere brav geimpft. Habe mir bereits länger Gedanken diesbezüglich gemacht und mit unserem Tierarzt gesprochen. Bei Kaninchen: Er hält es nicht unbedingt für nötig, solange man nicht in einem RHD/RHD² oder Myxomatose - gefährdetem Gebiet lebt. Kaninchenschnupfen ist ja sowieso Humbug. Bei Hunden eben die Grundimmunisierung. Ansonsten ist es bei Auslandsreisen ja Pflicht.

Ich würde jetzt mal gerne eure Meinung hören: Impft ihr eure Tiere? Was haltet ihr davon? Unterscheidet ihr beim impfen einzelne Krankheiten, wo es auf jeden Fall gemacht werden muss? Gab es schon mal Fälle, wo die Impfung nicht angeschlagen hat oder wo es zu stärkeren Nebenwirkungen kam?

Würde mich einfach mal interessieren. Je nachdem möchte ich das auch so einführen.

Danke im voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ostereierhase, Community-Experte für Kaninchen & Tiere, 86

Hi Sess,

bei mir wurden und werden auch in Zukunft alle Tiere bedarforientiert geimpft.

Das heißt für die Vermittlungskaninchen RHD und Myxo. Da ich die Seuchenzüge kenne, die über das Land schwappen können, halte ich von diesen Gebietseinschränkungen nicht viel. Wenn ein sonst freies Gebiet "erkrankt", geht das wie ein Lauffeuer rum, weil die Wildpopulation sich in Windeseile ansteckt.

Meine 2 Katzen kann ich leider wegen ihrer FIV+FelLV-infektion und dem chronischen Katzenschnupfen nicht impfen. Das Immunsystem würde vermutlich zu sehr geschwächt und es käme zu verstärkten Symptomen. Dazu ist die Frage, ob sie überhaupt genügend Antikörper bilden würden.

Ansonsten halte ich für Freigänger Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut für Pflicht, bis auf den Katzenschnupfen kann man dieses auch alle 3 Jahre impfen, es ist also finanziell verkraftbar. Leukose würde ich auch jedem empfehlen, aber dazu muss man die Katze zuvor auf Freiheit von FeLV testen lassen. Auch in der Wohnung sollte Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft werden, da der Infektionsdruck aber niedriger ist, kann man die Katzenschnupfenimpfung auf 2 Jahre strecken. Für FIP hat mir noch nie jemand belastbare Belege vorgewiesen, daher halte ich von dieser Impfung gar nichts.

Bei Hunden sollten es Staupe, Hepatitis contagiosa, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut sein. Bis auf Leptospirose wird das alles im Dreiajahresrhythmus aufgefrischt. Leptospirose ist aber gerade auch für den Halter selbst sehr wichtig, da er sich an seinem eigenen Hund mitanstecken kann und die Verbreitung durch Kleinnager wie Ratten und Mäuse nicht so selten ist wie Tollwut. Für sehr junge, alte und sehr kontaktreiche Tiere ist auch Zwingerhusten u.U. sinnvoll. Je nach Region oder Urlaubsland kann es weitere sinnvolle Impfungen geben. Staupe schwappt mittlerweile auch wieder zu uns herein. In Anbetracht dessen, dass die wenigsten Tierärzte die Krankheitsbilder aus mehr als Büchern kennen, doppelt gefährlich, oft wird erst nach anderen Problemen gesucht, bevor solche Impfkrankheiten in den Blick rutschen.

Zum Thema Pferd wurde ja unten sehr gut die Erklärung geliefert. Ich hab  Tetanus übrigens schon live gesehen. Es ist grauenvoll. Die Angst in den Augen des Patienten und oft der Tod, trotz intensiver, medizinischer Maßnahmen, sind schockierend.

Zu guterletzt. Ich kann mich nicht impfen. Mein Immunsystem funktioniert nicht. Es würde keine Antikörper produzieren. Sowas gibt es durchaus öfter.  Früher hab ich mich mit meiner Tollwutimpfung (ehemaliger Tierarzt) immer schwer getan, mein Arm fühlte sich stets eine Woche lang an, als würde er Abfallen, mir war es das allerdings wert. Heutzutage bin ich auf mein Umfeld angewiesen um mich zu schützen. Wenn sie mir Masern und Co. nicht vom Leib halten, habe ich keinen Schutz dagegen.

Heutzutage wird jeder Impfzwischenfall oder jener, welcher für einen Gehalten wird, weil er in der Nähe der letzten Impfung lag, an die große Glocke gehängt. Internet und Fernsehn verbreiten solche schnell und effektiv. Von den Millionen geimpften, denen nichts fehlt, erzählt keiner.

Natürlich ist es nicht schön oder in Ordnung, wenn heutzutage immer noch Tiere als Testobjekte herhalten müssen, wo es meist Alternativen gibt. Was deine Anmerkung zu Cunivac angeht. Wäre es eins zu eins, dann würde der Impfstoff jedes Kostenmaß sprengen. Es ist ein Leben für hundert andere. Dieses Prinzip ist nicht fair, aber i.d.R. ruft keiner hier, wenn es darum geht, selbst als Versuchskaninchen herzuhalten.

Expertenantwort
von palusa, Community-Experte für Katzen, 127

die krankheiten gegen die wir impfen sind schlimm. meistens hohe todesraten oder schlimme mögliche langzeitfolgen.

durch die impfungen sind sie nahezu vollständig verschwunden. und wir vergessen warum sie so schlimm sind. masern zb ist nur noch ein seltsames wort. nicht eine krankheit für die es keine virostatika gibt, bei der man als elternteil hilflos vor dem krankenhausbett eines kindes steht und zusieht wie es dem kind mies geht

und wir fangen an darüber zu diskutieren ob die 2 bis 3 schweren impfreaktionen die es im jahr gibt (es sind in der tat nicht viele, es kann passieren, es ist aber selten) das risiko wert sind. und imemr mehr entscheiden sich nicht zu impfen. das problem ist, in dem moment wo wir aufhören zu impfen kommen die krankheiten wieder. das ist normal.

wenige nicht geimpfte kinder haben sog gruppenschutz: wenn ein individuum nicht geimpft ist, alle anderen in der gemeinschaft aber schon, gibt es niemanden der dieses individuum anstecken könnte (denn durch die impfung sind alle anderen immun) und es ist quasi passiv geschützt. 

und jetzt gibt es einen blöden effekt. diese individuen sagen: "schau ich bin nicht geimpft aber mir gehts bestens, alles kein problem!". und immer mehr hören zu. und impfen nicht. und der gruppenschutz wird immer schwächer.
mit der natürlichen konsequenz: es gibt immer mehr die sich anstecken.


impfungen sind, von der idee her, ne tolle und sehr wichtige sache. meine katzen sind auch gegen tollwut geimpft obwohl das risiko dass sie sich damit irgendwie anstecken sehr gering ist

mit kaninchenimpfungen kenne ich mich nciht aus

Antwort
von michi57319, 59

Lass es mich so sagen:

Ich bin ein absoluter Gegner von jährlichen Impfungen.

Ich bin aber ein absoluter Verfechter der Grundimmunisierung, Titerbestimmung und Auffrischungen, die notwendig sind.

Meine verstorbene Hündin hatte ja eine Autoimmunerkrankung, in deren Folge sie aus dem üblichen Impfschema herausgenommen wurde. Das war mein Wunsch und meine TÄ hatte überhaupt keine Bedenken, das umzusetzen.

Es geht also, den Hund mit so wenig wie möglich zu belasten. WENN dieser eine gescheite Grundimmunisierung hat.

Lediglich bei der Tollwutimpfe war ich immer pünktlich zur Stelle. Auch, wenn Deutschland als tollwutfrei gilt.

Wir sind mittlerweile in Deutschland viel zu bequem und impfmüde geworden, weil es keine verkrüppelten Mitmenschen, oder viele Todesfälle durch Seuchenausbruch gibt. Die Flüchtlinge bringen aber gerade alles wieder, was wir seit ca. 20-30 Jahren durch ERHÖHTE IMPFRATEN in den Griff bekommen haben. Das lässt sich auf die Tiere übertragen.

Kauf dir mal das Buch "Haustiere impfen mit Verstand" von Monika Peichl. Da wird sehr gut erklärt, was wichtig ist und auf was man mit gutem Gewissen verzichten kann.

VLG Michi

Expertenantwort
von Negreira, Community-Experte für Katzen, 69

Was ist im Leben schon 100 %ig sicher? Nichts, außer, daß wir irgendwann sterben müssen. Wie palusa schon sagte, wenn es die Impfungen nicht gegeben hätte, würden die Krankheiten, wie Kinderlähmung, Masern, Miphterie u. a. unter uns wüten und würden zum allgemeinen Alltag gehören.

In Ländern, in denen z. B. keine Tollwutimpfungen durchgeführt wurden, gibt es die Haustiertollwut bis heute. Wir Menschen können Viren von einem Land ins andere schleppen und Du siehst ja selbst, wie hektisch alle werden, wenn alljährlich irgendwo eine Krankheit ausbricht, die nicht behandelbar ist. Ebola z. B. ist so eine Sache.

Der Mensch kann ablehnen, geimpft zu werden, ein Tier, mit dem wir zusammenleben, kann das nicht, es ist uns auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Impfen wir es nicht, kann es krank werden, impfen wir es, ist die Krankheit deswegen auch nicht ausgeschlossen. So kann man gegen 7 verschiedene Katzenschnupfenarten impfen, es gibt aber 23. Wie sagt schon die Werbung? Es gibt 37 Arten von Kopfschmerzen, gegen 23 hilft Aspirin oder so ähnlich.

Wir sollten im Hinblick auf die Ansteckungsmöglichkeiten impfen, Mensch und Tier. Es geht ja nicht nur um uns selbst sondern auch um andere Menschen oder andere Tiere. Du kannst Katzenseuche-oder Katzenschnupfenviren mit hineinbringen. Ist Dein Tier ungeschützt, setzt Du es Gefahren aus. Gehst Du zu anderen Leuten mit Tieren, kannst Du auch dort ansteckend sein.

Es geht nicht unbedingt ums Ausrotten, aber zu minimieren sollten wir schon versuchen, wenn es in unseren Möglichkeiten ist, meinst Du nicht?

Expertenantwort
von MissDeathMetal, Community-Experte für Pferde, 129

Impfungen können v.a. dann krank machen wenn der zu Impfende bereits kontakt mit der Krankheit hatte. Impft man eine Katze gegen FIP und diese trägt den Erreger bereits in sich (nur ist er noch nicht ausgebrochen) dann bricht es mit der Impfung doch aus und das Tier stirbt früher oder später daran, da die Krankheit nicht heilbar ist. Hatte die Katze aber recht sicher noch keinen Kontakt zum FIP, dann kann eine Impfung dagegen sehr sinnvoll sein, v.a. wenn sie viel Kontakt zu fremden Katzen hat.

Es gibt Impfgegner, ja. Aber sie tragen auch dazu bei dass gewisse Krankheiten nicht eingedämmt werden. Vllt wäre manch Krankheit ausgerottet in bestimmten Gebieten wenn alle impfen lassen würden. Und wir hatten schon oft den Fall, dass sich Leute dagegen entschlossen haben ihr Tier zu impfen, es dann aber doch daran erkrankte und sie sich lange starke Vorwärfe gemacht haben, das Tier könnte jetzt noch gesund leben wenn sie doch geimpft hätten. 

Tollwut sollte man bei Hunden immer impfen, auch der liebste Hund schnappt wenn man ihn lange genug ärgert und wenn er dann nicht gegen Tollwut geimpft ist hat man den Salat. U.U kommen die Tiere dann auch in Quarantäne, sprich in Einzelhaft. Wie schön das für sie ist kann man sich ja vorstellen... 

Bei uns sind Hund, Katze und Menschen gegen alles geimpft was nötig ist. Gegen ausländische Krankheiten muss man sich ja nicht impfen wenn man da nicht hinfährt... Auch das Pferd wird geimpft, inwiefern ich da was spritzen werde muss ich dann gucken. Erstmal mit ein paar Tierärzten quatschen was die davon halten und entsprechende Lektüre besorgen und lesen. 

Kommentar von Ostereierhase ,

Eine FIP-Impfung ist leider nicht sinnvoll. Selbst bei eindeutig nicht infizierten Tieren kommt es manchmal nach einer FIP-Impfung zu einem Krankheitsausbruch. FIP ist bis heute leider immer noch nicht gut genug erforscht, um dagegen einen guten Impfstoff zu entwickeln. Ansonsten hast du aber absolut Recht.

Kommentar von Goodnight ,

Nicht zu vergessen die vielen illegal eingeführten Hunde und die rückdatierten Impfungen oder oder die bloss auf dem Papier geimpften Tiere. 

Antwort
von Michel2015, 86

Wer schon einmal gesehen hat wie ein Mensch oder ein Tier an Tetanus gestorben ist, wobei "gestorben" ist noch milde ausgedrückt ist, man kann wohl eher von einem Fegefeuer reden, der ist recht schnell bereit, das nachgewiesene Restrisiko zu tragen.

Herpes führt bei Pferden schneller zum Tod, das Leiden zieht sich nur über wenige Tage hin.

Die Influenza ist hochansteckend. Ich würde jeden bei uns im Stall auf Schadensersatz und mit Erfolg verklagen, der eine Influenza fahrlässig oder bewusst einschleppt. Allerdings haben wir im Stall bei den Pferden eine vertragliche vereinbarte Impfpflicht mit Ersatzvornahme. Also wenn man als Besi dem nicht nachkommt kümmert sich ein anderer oder man kann gehen.

Das Risiko ist ja bekannt, ob Mensch oder Tier, auch machen die Hersteller ein Bombengeschäft damit. In der Schweiz wird manche Impfung anders gehandhabt, also kann man ruhig fragen warum es auch anders geht.
Impfungen sind teilweise Pflicht bei Tieren, dem hat man nachzukommen oder man wandert einfach in ein Land aus, wo es keinen interessiert. Freiwillige Impfungen liegen im Ermessen eines jeden selbst. Ein Pro zeigt auch, dass viele Krankheiten dank der Impfungen ausgerottet wurden und erst jetzt zu Zeiten des lockeren Umgangs damit wiederaufkommen.

Das Kontra zu den Impfungen kann mich selbst in keiner Weise von meiner Meinung abbringen, über die Spielchen der Hersteller von Impfstoffen sollte man dennoch nachdenken.

Auch sollte man sich die Lage des deutschsprachigen Raums mal genauer ansehen, wir haben die meisten Staatsgrenzen auf der ganzen Welt und sind Transitland Nummer eins. Konfrontationen mit Erregern sind hier aus der geographischen Lage gesehen, zwangsläufig höher.

Island ist eine Ausnahme, da wird nicht geimpft, jedoch passen die auch auf, dass keiner was einschleppt, das kann man schon bei den gesonderten Einreisebestimmungen für Reiter erkennen. In manchen Reiseforen kann man auch lesen, dass sich einige mit Gleichgültigkeit darüber hinwegsetzen und trotzdem schmutzige Reitsachen einführen.

Impfen MUSS bei uns sein.

Kommentar von MissDeathMetal ,

dem kann ich voll zustimmen!

Antwort
von beglo1705, 81

Das denke ich ist schwer zu beantworten und das muss auch jeder für sich selbst abwägen. Ich persönlich lasse mich, meine Kinder (sorry, wenn ich das jetzt in einem Atemzug nenne) auch meinen Hund und meine Pferde impfen, denn es gibt einfach Krankheiten, die unter Umständen tödlich verlaufen können, Tetanus zum Beispiel.

Viele Reitvereine oder auch Hundeschulen haben es zur Pflicht gemacht, die Tiere entsprechend impfen zu lassen und auch wenn man in´s Ausland möchte ist ein entsprechender Nachweis erforderlich.

Was mich eher bei der Sache wurmt: Katzen, Pferde, Hunde etc muss alles durchgeimpft sein, bei Kindern interessiert es niemanden wirklich, ob gegen Tetanus, Polio, Diphtherie etc. geimpft ist. Mir scheint, Impfgegner zu sein ist ein neues Luxusproblem, in einer Welt in der es (vermeintlich) keine Krankheitserreger mehr gibt.

Antwort
von MiraAnui, 105

Alle meine Katzen werden nur die ersten Jahre geimpft dann nicht mehr. Davon sind/waren die meisten Freigänger.

Meine Hunde lass ich impfen allein weil ich regelmäßig ins Ausland fahre und in den meisten Hundeschulen ist es Pflicht 

Nebenwirkungen hatte noch keiner meiner Tieren  

Antwort
von Calim8, 90

Also ich persönlich habe seit fast 30 Jahren Katzen. Alle habe ich und lasse ich jedes Jahr gegen Katzenseuche- und schnupfen impfen. Habe noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Aber es soll ja strikte Impfgegner geben, die sogar das Impfen beim Menschen gegen alles mögliche als Mist anprangern. Also- wer z.B. gegen eine Impfung gegen Kinderlähmung ist, der hat sie meiner Meinung nach nicht mehr alle auf dem Sträußchen.

Kommentar von spikecoco ,

seit wann lassen sich Menschen jährlich impfenß

Kommentar von palusa ,

der impfrhythmus hängt von dem ab gegen das man impft

grippe zb wird beim menschen jährlich gemacht

Antwort
von Flupp66, 41

Hey,

Ich kann meine Tiere leider nicht impfen. Als ich noch gesunde Tiere hatte, habe ich es aber gemacht. Ich lebte aber auch in nem gefährdeten Gebiet.

Ich habe schon Tiere daran verenden sehen. Ich benutze extra das Wort, weil es einfach grausame Krankheiten sind. Und ich glaube, ich hätte zuviel Angst. dass meinen Tiere es doch mal erwischt und ich dann nicht alles getan hätte.

Sche*** Bilder die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

Irgendwie habe ich immer wieder arme Wesen da, die so krank sind, dass sie nicht geimpft werden können, so wie jetzt wieder. Lange werde ich ihn zumindest nicht mehr haben :'( *seufz... 

Passiert ist zumindest in der Richtung einglück noch nie etwas.

Liebe Grüße, Flupp

Antwort
von spikecoco, 79

Ich lasse meine Hunde nicht mehr impfen. Die Impfstoffe sind meist für mehrere Jahre ausgelegt und gegen die Tollwut muss man nur noch alle 3 Jahre auffrischen lassen. Da ich mit einen Hunden aber nicht ins Ausland fahre, gibt es diese auch nicht. Menschen werden auch nicht jährlich geimpft. Seren gegen Staupe, Parvovirose und Hepatitis halten über Jahre. Meine Hunde sind grundimmunisiert und die letzte Impfung hatten sie mit 3 Jahren.   

Kommentar von MalNachgedacht ,

Und wenn eine Impfung für 3 Jahre ausgelegt ist dann ist das ein Argument dafür den Hund gar nicht mehr impfen zu lassen?

Antwort
von wotan0000, 84

Unser Kleiner (fast 13 J.) wurde bis 2014 jährlich durchgeimpft (alles was in Deutschland für Hunde vorgesehen ist).

Da er das aber nicht mehr so locker wegsteckt haben wir 2015 Tollwut ausgesetzt (jetzt alle 3 Jahte).

Im Juni/Juli d. J. sind wieder Impfungen fällig und wir werden dann im Gespräch mit dem TA abklären, was wirklich noch nötig ist.

PS: auch unsere Katze wurde jährlich  17 Jahre lang kompl. geimpft.

Kommentar von michi57319 ,

Dein TA hat dich aber kräftig über den Leisten gezogen :-(

Kommentar von wotan0000 ,

Nein, denn er hat das gemacht was wir wollten.

Das sind unsere Entscheidungen und ich würde es weiter so handhaben.

Antwort
von Spiky2008, 100

Hi,

Also mein Kater wird nur geimpft,wenn die Sachen wirklich wichtig sind. Ein Stoff gibt es zbs. wo es reicht,wenn du den 3 Jahre oder so hinter einander impfst.
Das ist denke ich ein Absprachssache mit dem Zuständigen Tierarzt:-)
Wenn du in einem Gebiet wohnst,wo irgendwas ist,wo sich deine Tiere sich eher infizieren können,wäre es wohl sinnvoll diese Impfung zu vollziehen. Ansonsten würde ich nur das nötigste Impfen:-)
Am besten besprichst du das genauere mit deinem Tierarzt,der sich mit deinem Tier und deiner Umgebung auskennt:-)

Liebe Grüße:-)

Antwort
von JULES280489, 90

Unsere Katzen bekommen keine Impfungen, da sie nicht rausgehen und wir das Risiko für gering halten.

Für den Hund habe ich als Welpe die Grundimmunisierung machen lassen, aber das jährliche Nachimpfen ist Geldmacherei, ich würde sagen nach 7-8 Jahren nochmal und gut is. Nur Tollwut lass ich alle drei Jahre auffrischen, weil das Vorschrift in machen Ländern ist (falls wir mal spontan nach Holland ans Meer wollen oder so)

Bei den Kaninchen hab ich es auch nicht für nötig gehalten, Habe aber alle einmal gegen China-Seuche und Myxomathose (?) impfen lassen, weil das Krankheitsbild einfach grauenhaft ist.

Kommentar von MissDeathMetal ,

alle 7-8 Jahre kann man sich sparen, da müsste neu grundimmunisiert werden. Wie gering das Risiko ist kann man schwer einschätzen, viele Krankheiten kann man auch über Kleidung und Schuhe einschleppen. Kenne leider einige Katzen die nicht geimpft wurden weil sie nur in der Wohnung waren. Diese sind dann nach ein oder zwei Jahren jämmerlich eingegangen... natürlich nicht alle, aber es gibt diese Fälle leider einfach. 

Kommentar von palusa ,

katzenschnupfen und -seuche sollten auch bei wohnungskatzen gemacht werden weil beides in die wohnung getragen werden kann. insbesondere katzenseuche ist eine ziemlich schlimme krankheit. im extremfall sieht es so aus dass man abends mit gesunden katzen ins bett geht und morgens mit katzenleichen im bett aufwacht. das nennt sich perakuter verlauf. der tod tritt ohne irgendeine ankündigung nach wenigen stunden ein.

Kommentar von Ostereierhase ,

Die Logik hinter: Grundimmunisierung ja, Auffrischung nein, erschließt sich mir nicht. Da kann man sich auch das Geld komplett sparen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Krankheiten wie Leptospirose nicht gut immunisieren, deswegen sind die Zeitfenster dafür auch mit 1 Jahr angesetzt. Da diese Krankheit auch noch auf den Halter übertragbar ist, wäre eine Impfung schon als Selbstschutz empfehlenswert. Und wenn nun das Argument mit der Geldmacherei kommt: Früher wurde auch Tollwut jährlich geimpft, der Dreijahresrhythmus hat sich durch neue wissenschaftliche Analysen ergeben, wie bei vielen anderen Impfbestandteilen auch.

Kommentar von JULES280489 ,

Ist mir alles bekannt, was ihr mir sagt, und Danke für die gut gemeinten Ratschläge, aber wir haben uns informiert und machen es seit Jahren so.

Das ist eine Entscheidung, die wir auf Grund von Recherche und gründlicher Überlegung getroffen haben und wir werden das auch nicht ändern.

Ich wollte hier auch nur sagen, wie wir es mit dem Impfen halten, keine Rechtfertigung abgeben. Die Frage allein zeigt ja schon, dass es nicht "den richtigen Weg" gibt.

Antwort
von 5000steraccount, 91

Ich lebe in der Stadt und habe reine Wohnungskatzen. Bei uns ist das Ansteckungsrisiko also relativ gering. Im Internet gibt es ja alle möglichen Studien darüber, ob jährliche Impfungen für Hauskatzen sinnvoll sind oder nicht, und fast alle sind sich einig, dass den einzigen Vorteil daraus die Tierärzte ziehen. Nach der Geburt wurden meine Katzen gegen alles mögliche geimpft, seitdem frische ich das etwa alle 2 Jahre mal auf. Ich bin kein Impfgegner, ich will den Tieren einfach nur den Stress ersparen (sie kommen aus einer Tierschutzorganisation, waren beim Einzug komplett traumatisiert und hassen den Käfig immer noch ganz fürchterlich). Und es ist ehrlich gesagt auch etwas teuer, ich habe 3 Katzen und nicht viel Geld. Ich selbst lasse mich auch nicht jedes Jahr impfen. 

Kommentar von MissDeathMetal ,

Naja den einzigen Vorteil ziehen daraus sicherlich nicht nur die Tierärzte, sondern auch die Pharmafirmen, die die Impfstoffe herstellen. So viel verdient der TA an der Impfung nämlich auch nicht. Viele Präperate sind darauf ausgelegt mehrere Jahre zu halten, bspw einige Tollwutimpfungen, die halten 3 Jahre. Es gibt auch TÄ die die Leute öfter zur Impfung herbeordern, das muss aber nicht daran liegen dass man den Leuten nur die Impfung aufzwingen will, sondern dass das Tier auch regelmäßig angeguckt wird. Oft kommen die Leute erst wenn gar nichts mehr geht oder die Beule schon Walnussgroß ist. Dann ist es häufig schon zu spät. Der TA schreibt sich ja auf wie das befinden des Tieres bei der Untersuchung ist und kann Veränderungen feststellen. Auch so Sachen wie Zähne und Gewicht sollte man im Auge behalten, da gucken viele Tierbesitze nicht so drauf. 

Natürlich will der Tierarzt Geld verdienen. Will ja jeder mit seinem Beruf, oder? Sonst würde man das ja nicht tun, und tierarzt ist auch kein Zuckerschlecken. Und irgendwie muss sich so eine Praxis mit Angestellten ja auch finanzieren. Finde es manchmal schon lustig wenn Leute immer sagen der Tierarzt will ihnen nur Geld aus der Tasche ziehen und das ist alles soo überteuert. Müssten die Leute ihre Behandlung beim Arzt selber zahlen wüssten sie vllt auch, dass auch soeine Behandlung nicht billig ist. Aber da gibts ja keine Vorstellungkraft und Tierärzte wollen nur Geld. (5000steraccount das war jetzt nicht auf dich bezogen sondern nur allgemein gesagt :) )

Antwort
von Sandkorn,

Leider bin ich erst jetzt auf Deine Frage gestossen, möchte Dir aber trotzdem meine Erfahrung mit dem Impfen mitteilen.

Ich habe seit ca. 35 Jahren Hunde und habe diese auch nie impfen lassen - und keiner ist jemals krank geworden. Seit 2010 habe ich vier Hunde (teils von Tierschutzorganisationen aus Spanien und Rumänien) und lasse diese auch regelmäßig 1x jährlich impfen (Impftermin war gestern). Ich fühle mich einfach sicherer wenn ich weiß, daß meine Hunde einen gewissen Schutz haben vor den teils gefährlichen Krankheiten die gerade durch die vielen Tiere aus dem Ausland zu uns nach D eingeschleppt werden. 

Es ist ja nur 1 kleiner Piecks (Mehrfachimpfung) der bei meinen Hunden bisher noch zu keinerlei Reaktionen oder Nebenwirkungen geführt hat.

Antwort
von babyschimmerlos, 86

Das ist sehr individuell. Es kommt drauf an, wie das Tier gehalten wird und welche Tierart es ist, bzw. was du mit dem Tier vorhast. 

Ich habe zwei Katzen. Die haben die Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und Leukose. Da meine beiden reine Wohnungskatzen sind (BKH, die wollen einfach nicht nach draußen), sind alle weiteren Auffrischimpfungen völlig überflüssig, ebenso wie die Tollwutimpfung. 

Bei Freigänger-Katzen würde das aber wieder anders aussehen. Ebenso bei einem Hund. Das kann man nicht pauschalisieren.

Kommentar von Ostereierhase ,

Man kann Katzenschnupfen oder Seuche auch ins Haus holen. Einen Schutz haben deine Tiere ohne Auffrischung allein durch eine Grundimmunisierung nicht, daher sollten auch Hauskatzen alle 2 Jahre gegen Katzenschnupfen und alle 3 gegen Katzenseuche nachgeimpft werden.

Antwort
von marianne2014, 133

Impfen hilft, sowohl Mensch als auch Tier. Es gibt paar Impfgegner ja, manche von denen leugnen auch Krankheiten wie Ebola, Masern oder Krebs (wären Krankheiten die man sich ausgedacht hat), aber das sind Menschen mit begrenzten Verstand.

Ja, es gibt Menschen die nach einer Impfung krank geworden sind. Dann muss man sich mal Statistiken angucken, wie viele das sind - und wie viele krank geworden wären wenn man nicht geimpft hätte.

Du Dir, deinen Kindern & Tieren einen Gefallen und lasse dich impfen.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Mich macht es nur skeptisch, dass es richtige Berichte z.T von Ärzten bestätigt, gibt die dagegen sprechen. Ich denke auch das da vieles übertrieben ist. Aber es gibt bestimmt auch überflüssige Impfungen. Von irgendeiner Impfung riet die Kinderärztin meines Cousins ab, weiß leider nicht mehr welche. 

Kommentar von MissDeathMetal ,

klar gibt es überflüssige Impfungen. Wie sollte die reine Wohnungskatze an Tollwut erkranken? So gut wie unmöglich, also muss man nicht gegen Tollwut impfen. Bei der Freigängerkatze ist das evtl anders, obwohl das Risiko in Deutschland mittlerweile mehr als gering ist. Leishmaniose muss man im hohen Norden auch nicht impfen, wo soll denn die Sandmücke herkommen? :D Sowas muss man den individuellen Gegebenheiten des Tieres und des Menschen anpassen. Wer als Tierarzt in Gebiete fährt wo es noch viele Tollwutfälle gibt, der sollte sich evtl impfen lassen. Hier in D ist das für TÄ keine Pflicht (und die meisten impfen sich ja iwann doch ausversehen selbst ^^) 

Wenn ein Impfstoff neu ist, viele Nebenwirkungen hat und die Gefahr, sich an der Krankheit anzustecken gering ist, dann würde ich mich vermutlich auch dagegen entscheiden. Aber mit den normalen Impfungen haben die wenigsten Probleme, und wenn, dann beläuft es sich meist bei einem Tag Mattheit und appetitlosigkeit. Das ist noch akzeptabel und auch dem kann man durch eine Aufteilung der Impfung auf verschiedene Termine gegenwirken. Bei sehr alten Tieren verzichten viele TÄ gerne auf Impfungen, weil ein Infekt dann a) unwahrscheinlich ist und b) naja, vllt auch in ganz bisschen egal wäre wenn das tier eh nicht mehr lang hat. Außerdem ist das Tier meist so gut grundimmunisiert dass es unnötig ist. 

Pauschal kann man da nicht unbedingt sagen welche Impfung komplett unnötig ist, kommt immer drauf an wer, wann, wo und wie die Wahrscheinlichkeit für die Erkrankung ist

Kommentar von spikecoco ,

auch Tierärzte nehmen immer mehr Abstand von den jährlichen Auffrischungen.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Selbst herausgefunden oder gibt es auch eine halbwegs seriöse Quelle?

Kommentar von Goodnight ,

Nein tun sie nicht. Ich kenne doch einige Tierärzte, auch angestellt in leitender Position in Tierkliniken und Universitätsklinik. Sie alle haben  selber durchgeimpfte Hunde.

Man kann Kombi- Impfungen auseinander nehmen und jede Krankheit nach einem anderen Rhythmus impfen. Dann hast du zwar nicht eine Kombi- Impfung pro Jahr, dafür rennst du aber ständig wegen einer anderen Impfung zum Tierarzt und lässt wesentlich mehr Geld liegen und oft genug werden dann Nachimpfungen verschlampt und müssen neu grundimmunisiert werden. 

Zwingerhusten zum Beispiel hält nicht mal ganz ein Jahr.

In unserer Tierklinik gibt es häufig den Satz bei Fragestellungen ob ein Eingriff nötig ist oder nicht:" Wenn sie meine Taschen füllen wollen machen wir das, ich würde es bei meinem Hund nicht tun."

Bei der Impffrage sieht die Meinung anders aus. Bei Kaninchen wird abgewogen wann Impfungen Sinn machen.

Gerade haben wir in der Schweiz ein Problem, dass sämtliche Kleintierschauen abgesagt wurden, weil ein Züchter in Zürich innerhalb weniger Tage rund 60 Tiere verloren hat. Nicht schön so etwas.. Impfstoff  den wir in der Schweiz nicht gebraucht haben muss beschafft werden.

 

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