Frage von kokusnuesschen, 138

Ausländer,Flüchtlinge&Rassismus - Könnte man diese 3 Themen in eine Schublade packen?

Hey, ich beschäftige mich in letzter Zeit sehr viel mit dem Thema  Ich würde mir gerne mal ein paar Meinungen anhören.. Meine Geigenlehrerin ist gegen Flüchtlinge,dass macht mich immer irgendwie traurig&auch ein bisschen wütdend. Ich bin übrigens christlich,also evangelisch & fühle mich sehr wohl in meinem Glauben.Ich will jetzt keinen Pfarrer spielen,aber die Jahreslosung dieses Jahr finde ich abselut passend & schön.(Nehmt einander an,wie Christus euch angenommen hat.) Wir(ich mit ein paar Freunden)haben auch schon oft mit Asylbewerbern Fußball gespielt,sie waren extrem nett.. Naja,würde einfach gerne eure Meinung zu diesen Themen hören,Danke!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von IchFrageEinfach, 68

Mir tun die Menschen leid, die so ein Hass auf Menschen empfinden, die in ihrem Leben nur Zerstörung und Tod gesehen haben, und vor dessen fliehen. Da muss etwas gewaltig schief gelaufen sein. Ich hoffe, diese Menschen werden irgendwann wieder zur Vernunft kommen und sich schämen für das was sie geschrieben haben. Noch steht die Vernunft über dieser Hetze. Doch wie lange wird das so bleiben? Noch heisst es "ich bin zwar kein Nazi", doch wenn das so weiter geht schämen die sich auch nicht mehr, sich als Rechte zu bekennen.

Kommentar von kokusnuesschen ,

👌

Antwort
von OhneRelevanz, 59

"Gegen Flüchtlinge zu sein" lässt sich nicht rechtfertigen.

Zwar wehren sich Rechte gerne gegen den Rassismus-Vorwurf, aber wer gegen eine bestimmte Menschengruppe ist, ist nun mal am ehesten ein Rassist. Und er ist es dann definitiv, sobald er nicht einmal ansatzweise einen ausreichenden Grund hat, gegen diese Gruppe zu sein. Man kann nicht gegen Flüchtlinge sein. Denn Flüchten zu sein bedeutet vor Krieg, Armut, Folter, Verfolgung, Mord, Vergewaltigung und ähnlichem gezwungenermaßen das Land zu verlassen - wer gegen solche Menschen ist, der hat, auf gut deutsch, nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Leider ist diese Denkweise in Deutschland aber viel zu selten vertreten, wenngleich offenbar die Mehrheit noch einen gewissen Verstand aufweist. Es mag verwundern, aber gut achtzig Jahre nach dem zweiten Weltkrieg finden menschenfeindliches Denken und menschenverachtende Ideologien wieder mehr Gehör in diesem Land und auch im Rest der westlichen Welt. Die Menschen sind zu verwöhnt und haben Angst, dass man ihnen etwas wegnehmen würde. So manch ein Europäer (zumeist wird er sich "Patriot" nennen), so scheint es, würde lieber einen Flüchtlinge sterben lassen, als dass er auch nur einen Tag einen Leib Brot weniger haben könnte. Lange Zeit hat man sich über Rechte und Rechtsextreme sowie ihre Tendenzen lustig gemacht, man tut es immer noch, weil es ihrer Weltvorstellung einfach an jedem Verstand und jeder Empathie fehlt - doch mittlerweile sind die Zustände ganz und gar nicht mehr lustig.

Dabei ist allein schon der moralische Hintergrund Grund genug, um den Flüchtlingen zu helfen. Wären wir Flüchtlinge, so würden wir auch Hilfe in anderen Ländern suchen. Würde man uns dort ablehnen, und das ohne akzeptablen Grund, würden wir uns vermutlich sogar auflehnen (was tatsächlich aber sehr selten bei den jetzigen Flüchtlingen der Fall ist). Dass sollte eigentlich jedem klar sein, ob man nun als Glaubender an die Nächstenliebe hält oder als Atheist an den Kategorischen Imperativ.

Auch darüber hinaus sprechen die Fakten auch für die Aufnahme von Flüchtlingen, meint man damit nun die, die nach der Schuld fragen oder die, die sich auf die Folgen oder Sinn der Aufnahme beziehen. Auch wenn es im Grunde traurig ist, dass man überhaupt über Wirtschaft und Luxuserhalt in der jetzigen Situation nachdenkt. Niemand hat behauptet, dass alles gut würde, dass alles besser würde, wenn die Flüchtlinge hier sind - aber letztendlich geht es um Menschenleben und selbst wenn jedes noch so absurde Vorurteil der Rechtspopulisten stimmen würde, so wären sie immer noch nicht Grund genug, um tausende von Menschen einfach sterben zu lassen. 

Kommentar von kheido ,

Schön zu sehen, wie du hier quasi mit Wonne die dir gebotenen Gelegenheit nutzst, den angeblich" Rechten " mal richtig so eins überzubraten.....

Dabei verwendest du kritiklos die Behauptung des  Fragestellers, nachdem angeblich die Geigenlehrerein " gegen Flüchtlinge " ist.

Normalintelligente Menschen wissen bei dieser Formulierung sofort, daß da jemand ( die Geigenlehrerin ) offenbar eine kritische Haltung zur derzeitigen Zuwanderungspolitik hat, was von der / dem ( warscheinlich minderjährigen ) Fragestelle-rin einfach mal eben als " gegen Flüchtlinge "  massiv vereinfacht zusammengewurstelt wird.

Aber du willst ja eh bloß deine Rassistenbeschimpfungen loswerden ( für´s persönlich-moralische Belohnungsgefühl...) oder sonstige linke Lebensweisheiten verbreiten.

Kommentar von Apfelkind1986 ,

Normalintelligente Menschen wissen bei dieser Formulierung sofort,

Du meinst wohl eher:

"Sympathisanten mutmaßen bei dieser Formulierung sofort..." denn wissen kannst du aus dieser Aussage nur, dass sie "gegen Flüchtlinge ist", denn genau das steht dort geschrieben und nichts anderes.

Kommentar von OhneRelevanz ,

"Normalintelligente" Menschen würden oben beschriebene Verhaltensweisen weder an den Tag legen, noch gut heißen. Aber danke für deinen Kommentar, kheido.

Kommentar von tanztrainer1 ,

Vertippt? Meintest wohl 70 Jahre nach dem Krieg.

Kommentar von OhneRelevanz ,

Nicht vertippt, sondern Denkfehler. Danke für die Richtigstellung.

Antwort
von Lukasx97, 135

Ich bin auch Christ, bin aber hier in anderer Meinung als du. Das heißt nicht dass ich ein Rassist bin und eine Mauer um Europa bauen will, es heißt einfach, daqs wir nicht ewig so weiter machen können. Klar jetzt gehts noch, aber unsere Kapazitäten werden nicht ewig halten und der Wille der Bevölkerung auch nicht. Einzig helfen kann man die Menschen IN Syrien etc. Die Integration sehe ich bereits jetzt als gescheitert an. 

Antwort
von smillakatze, 138

Hi ich bin der meinung das das mit den Flüchtlingen eine sehr schwirige sache ist aber mal ganz ehrlich würden wir aus europa in einer solchen situation stecken würden wir auch über die Grenzen wollen .

Aber ich finde es widerum sehr schwirig mit dem ganzen Terror das geht natürlich auch überhaupt nicht!!!

Kommentar von tanztrainer1 ,

Wenn man wieder mal die Menschen, die aus Syrien fliehen, sei es wegen Assad und/oder IS, mit Terroristen in einen Topf wirft, da kann ich darüber nur den Kopf schütteln.

Antwort
von keineahnungaf, 115

Naja die Flüchtlingspolitik ist totaler Müll. Aber trotzdem müssen wir die Kriegsflüchtlinge helfen- so wie es in der Losung steht.. bin ja auch evangelisch

Antwort
von KUMAK, 104

Wenn wir den Krieg indirekt mitfinanzieren haben wir auch die Konsequenzen zu tragen! Flüchtlinge sind willkommen, egal in welche Anzahl und in welchem Land. Deutschland hat auf ihre Einwohner gerechnet gar nicht mal die meisten Flüchtlinge aufgenommen also soll Deutschland nicht einen auf Unschuldslamm machen.

Kommentar von OhneRelevanz ,

Und, wenn ich das kurz anmerken darf, Deutschland hat auch nicht die meisten Flüchtlinge in absoluten Zahlen aufgenommen. Viel mehr haben da die Türkei oder der Libanon beispielsweise.

Kommentar von KUMAK ,

Nagut, die meine ich jetzt nicht. Die Türkei z.B. ist ein Land, bei dem die Flüchtlinge sowieso durch müssen. Und viele bleiben dann auch dort.

Kommentar von kheido ,

Wenn wir den Krieg indirekt mitfinanzieren haben wir auch die Konsequenzen zu tragen!

Ja genau....., diese hohlen Phrasen dürfen natürlich nicht fehlen.Zum Glück muß man solchen Unsinn aber nirgendwo belegen......

Selbsthass als Krücke zur Erzeugen eines moralischen Überlegenheitsgefühls......

Bravo.

Flüchtlinge sind willkommen, egal in welche Anzahl und in welchem Land.

Klar....., ob das eigene Sozialsystem oder der gesellschaftliche Friede  dabei draufgeht oder kolabiert ist egal, Hauptsache möglichst viele " KUMAKS " können sich als Wohltäter der Menschheit aufspielen und auf Kosten der Allgemeinheit ihre frisch entdeckte Menschenfreundlichkeit ausleben.

Deutschland hat auf ihre Einwohner gerechnet gar nicht mal die meisten Flüchtlinge aufgenommen also soll Deutschland nicht einen auf Unschuldslamm machen.

Ich versuche dir mal zu erklären, warum der Vergleich von aufgenommenen " Flüchtlingen " im Verhältnis zur Einwohnerzahl verschiedener Staaten so nicht haltbar ist ( ohne viel Hoffnung das du es verstehst....).....:

- In der Türkei bekommt ein " Flüchtling " einen Schlafplatz, Verpflegung und medizinische Minimalversorgung, das kostet die Türkei pro Person und Monat ca. 120€, was angesichts der Masse und der Wirtschaftskraft der Türkei zusammengerechnet echt viel Geld ist.

- In Deutschland bekommt der " Flüchtling " Vollversorgung bezüglich Unterkunft, Verpflegung, Gesundheitsversorgung, Taschengeld, Sprachkurs, freier ÖPNV, ect. in Höhe von mehr als dem 10-fachen Betrag den er in der Türkei kosten würde.

Das Verhältnis von Flüchtlingsanzahl zur Bevölkerungszahl ist demnach völlig nebensächlich.

Kommentar von KUMAK ,

Wenn du es wirklich versuchst zu leugnen, dass Deutschland sich nicht am Krieg im nahen Osten beteiligt, dann kann ich dir auch nicht's dazu sagen. Hast du dir mal angesehen wie es in einem Flüchtlingslager aussieht? Da ist nicht's mit Luxus und das 10 fache. Wieso stört es dich, wenn Deutschland Flüchtlinge aufnimmt, du aber mit deinen Steuergelder den Krieg unterstützt. Ich geb's zu, ich setze mich recht wenig dafür ein, aber ich zahle meine Steuern und da gibt es nicht's zu meckern. Soviel zu dem: "Demokratischen" Deutschland.

Antwort
von kheido, 29

Es würde mich wundern, wenn deine Geigenlehrerin tatsächlich " gegen Flüchtlinge " ist.

Der Normalbürger in Deutschland hat grundsätzlich kein Problem mit tatsächlichen Flüchtlingen, aber er hat zu recht ein Problem mit ungebremster Zuwanderung von Armutsmigranten die den größten Teil der angeblichen " Flüchtlinge " ausmachen die zur Zeit hier ins Land drängen.

Hast du dir eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, warum tausende Menschen die schon in Österreich sind eigentlich noch weiter nach Deutschland " flüchten " müssen...?

Griechenland, Italien, Ungarn und  Österreich sind alles Länder, in denen weder Krieg herrscht, noch Syrer...Afghanen....Iraker...ect. verfolgt werden.

Warum müssen die unbedingt noch weiter nach Deutschland.....?

Rate mal.......


Kommentar von tanztrainer1 ,

Und rate mal, warum viele eigentlich weiter nach Schweden wollen! Werden halt in Deutschland entdeckt.

Antwort
von ThePsilosopher, 89

Stehe ziemlich neutral zu Flüchtlingen und Ausländern. Finde es schade, dass es überhaupt welche gibt. Flüchtlinge deshalb, weil Krieg echt doof ist und Ausländer, weil Staaten und Grenzen echt doof sind.

Von mir aus kann jeder herkommen, der es für nötig hält. Ich bin übrigens Agnostiker, genauer gesagt agnostischer Atheist, falls das wichtig ist.

Kommentar von kokusnuesschen ,

Ja,ich finde es schade für die Menschen aus diesen Kriegsgebieten,dass sie überhaupt flüchten müssen..

Kommentar von ThePsilosopher ,

Ich finde es schade, dass sich so viele Menschen über eine sogenannte "Flüchtlingskrise" echauffieren, wobei der Begriff schon impliziert, dass denen die Ursachen jener ziemlich egal sind oder es die meiste Zeit waren.

Kommentar von tanztrainer1 ,

Was würde man erst dann sagen, wenn 14 Millionen kämen? Jetzt sind es nicht mal 10 % davon und da spricht man von Krise!

Das hatten wir nämlich kurz nach dem WK2, und da hat man das in Deutschland geschafft, obwohl es dem Land da gar nicht gut ging! Jetzt haben einige Angst, dass sie ein wenig von ihrem Luxus abgeben müssen. Typischerweise sind meist diejenigen den Flüchtlingen besonders aufgeschlossen gegenüber, denen es selbst auch nicht so gut geht, sie können sich eben in die Situation der Flüchtlinge besser hineindenken, haben also mehr Empathie! Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht.

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