Frage von salomedelrey, 27

Eure Erfahrungen in diesem Gebiet?

Hallo ich bin zwar erst 16, aber ich interessiere mich sehr für den Beruf als Psychologe, gerade im Bereich Essverhalten. Da ich selber noch mit so einigen Problemen zu kämpfen habe macht dieses thema und allgemein alles was mit der Psyche eines Menschen zu tun hat für mich umso interessanter. Nun wollte ich mal fragen ob jemand Erfahrungen in diesem Bereich hat (Beruf) oder gerade was das Studium angeht ob es eher langweilig ist oder so.

Antwort
von marcussummer, 27

Der direkte Anwendungsbezug kommt im Studium bei fast allen Fachrichtungen wenn überhaupt erst sehr spät zum Vorschein. Soll heißen: Die ersten Semester sind Grundlagen, da gibts ganz wenig direkt anwendbare Inhalte. Erst in späteren Semestern, Seminararbeiten und Praktika wird es lebensnäher. Das gilt aber eigentlich für jedes Studium.

Kommentar von salomedelrey ,

darüber bin ich mir bewusst, ich denke grundsätzlich egal was man studiert kann das ziemlich eintönig sein, da man eben viel zu lernen hat. trotzdem danke für deine Antwort :)

Antwort
von greulinchen, 15

Psychologie zu studieren, weil man sich selbst besser verstehen und therapieren will ist immer ein schlechter Grund.
Das Studium ist sehr anspruchsvoll, alles andere als "langweilig" - aber durch das Bachelor/Mastersystem sehr verschult. Das heisst, du hast ein sehr hohes theoretisches Lehrpensum. Die Zugangsvoraussetzungen sind nach wie vor ein überdurchschnittliches Abitur (NC je nach Uni 1,0-1,3) - und eine, so rate ich dir, stabile, ausgeglichene Persönlichkeit.
Mit de BSc kannst du in der Praxis, was therapeutisches Arbeiten angeht, nicht viel anfangen. Dafür muss schon ein Master und anschliessende Weiterbildung sein. Masterstudienplätze sind rar, so dass du auch im Bachelor überdurchschnittliches leisten musst, um weiterzukommen.
Selbst nach erfolgreicher Psychotherapeutischer Ausbildung ist es nicht einfach beruflich Fuss zu fassen. Die Krankenkassen geizen mit (neuen) Kassenzulassungen - wenn du eine Anstellung in einer Klinik findest, bist du gut bedient. Aber das ist wahrscheinlich auf Dauer nicht das, wofür man so lange studiert und soviel investiert hat. Kassenzulassungen kannst du aber auch von zugelassenen Therapeuten "erben" - sprich für gutes Geld kaufen.
Du ahnst bestimmt schon, der Weg ist steinig und lang, aber wenn du wirklich mit Herz und Seele dabei bist ist es eine Berufung, für die sich dieser Aufwand lohnt.

Kommentar von Micromanson ,

Der erste Satz ist doch unsinnig - der Beruf ist umso besser wenn man selbst Erfahrungen auf dem Gebiet hat. Dann ist man ein umso besser Therapeut, weil man sich in die Patienten besser hinein versetzen kann.

Kommentar von salomedelrey ,

ja ich bin mir darüber bewusst, dass solch ein Studium sehr anspruchsvoll und lehrreich ist trotzdem bin ich immer noch sehr angetan davon das eventuell als Beruf zu machen zudem habe ich Probleme mit mir selber allerdings wäre ich niemals in der Lage mir geschweige denn anderen Menschen etwas anzutun, gerade durch meine Probleme entstand diese Interesse anbder Psychologie ich beschäftige mich täglich mit solchen Themen indem ich im Internet recherchiere um Menschen besser einschätzen zu können und zu erkennen was sie für Probleme haben. Danke für deine Antwort :)

Kommentar von greulinchen ,

Der erste Satz ist unsinnig? Warum? Es steht dort nicht, dass dass du keine eigenen Erfahrungen haben sollst oder darfst, sondern die Motivation sich selbst "therapieren" zu wollen ist nicht gerade zielführend. Absolut nicht. Ich rate dir, Salomedelrey, dich bevor du dein Abitur machst selbst eine Therapie in Anspruch zu nehmen. Eben damit du diesen Pensum, welches oft auch an den eigenen Problemen kratzt (und da du dir deiner bewusst bist, hast du schon einen großen Vorteil) besser bewältigen kannst. Das man "jemandem etwas antut" muss leider garnicht immer bewusst passieren. Durch ungelöste/unbearbeitete eigene Konflikte begeben wir uns in ein bestimmtes Verhaltens- und evtl. Vermeidungsverhalten, dass anderen evtl. Schaden kann. Unter anderem darum gibt es die Supervision. Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg beim erreichen deiner Ziele.

Antwort
von Emimae2002, 16

Hallo salomedelrey,

Ich mache zur Zeit ein Praktikum in einer Tagesstätte für Chronisch- und Psychischkranke. Es ist sehr interessant auf diesem Gebiet zu arbeiten. Die meisten sind einfach depressiv. Manche sind etwas schwierig, da sie einfach nicht mehr selbstständich sind. Andere sind etwas einfacherer und kommen Morgens einfach nur nicht aus dem Bett. Gewisse Leute können sich nach einiger Zeit wieder mit dem Thema Arbeitsmarkt befassen andere können nicht einmal mehr über einen Abschluss nachdenken. Auch haben wir in der Klinik zwei Mörder (Auch die gehören zu den schwierigeren Fällen). Diese entwickeln sich gut aber mehr darf ich dazu nicht sagen. Du siehst die Menschliche Psyche ist schwer zu erklären und schon garnicht an nur einem Menschen. Ich finde es gut das du diesen Beruf erfassen willst Vorallem weil du den Menschen damit hilfst. Leider kann ich dir zu dem Thema Essstörung nicht viel sagen, trotzdem noch viel Glück🍀 ich hoffe ich konnte helfen

LG Emimae2002

Kommentar von salomedelrey ,

du könntest mir eindeutig helfen, ich finde es sejr interessant über die Psyche eines Mensch etwas zu erfahren und sich vorallendingen damit zu befassen. Du hast mir damit einen guten Eindruck in diesen Beruf geben. Danke für deine Antwort :)

Antwort
von Herb3472, 12

Psychologiestudium ist nicht gleich Psychologiestudium. Je nach Universität werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Wenn Du z.B. an einer Uni studierst, in der der Schwerpunkt auf Statistik und Demoskopie liegt und nicht auf psychologischer und psychotherapeutischer Behandlung, oder auf Werbepsychologie etc., wird das wohl nicht ganz dem entsprechen, was Du Dir unter einem Psychologiestudium vorstellst.

Es ist also zweckmäßig, wenn Du Dir bereits vor Studienbeginn einen Überblick verschaffst, wo die jeweiligen Schwerpunkte liegen.

Ganz allgemein wird es als äußerst problematisch angesehen, wenn das Motiv für ein Psychologiestudium eine eigeme psychische Störung ist - wie Du oben geschrieben hast. Da solltest Du Dir offen gesagt was anderes überlegen.

Kommentar von salomedelrey ,

klar ich bin erst 16 somit hab ich noch genug zeit um mich damit beschäftigen zu können worauf ich mich spezialisieren will. Momentan ist es nicht ganz einfach für mich aber ich bin keine Person die anderen Menschen als auch mir selber etwas antun würde von daher würd da kein Risiko bestehen und gerade durch meine eigenen Probleme wurde diese Interesse an der Psychologie geweckt. Danke für deine Antwort :)

Kommentar von Herb3472 ,

Es geht nicht darum, dass Du Dir oder jemandem anderen was antun würdest, sondern darum, dass für den Beruf des klinischen Psychologen und Psychotherapeuten nur Menschen geeignet sind, die selbst psychisch sehr stabil sind und selbst keine psychischen Probleme haben.

Kommentar von salomedelrey ,

Natürlich weiß ich das, aber ich bin durchaus in der lage sowas zu verdrängen klar manche sagen jetzt wieder ich müsse zum Psychologen abrr ich kann das sehr gut mit meinem gewissen vereinbaren und noch keiner in meiner Umgebung hat jemals etwas von meinem Problemen mitbekommen, ich dass für diesen Beruf stabile Menschen gefordert sind aber das bin ich, ich bin nämlich ziemlich abgehärtet was einige dinge betrifft

Kommentar von Herb3472 ,

Verdrängen wäre der absolut falsche Weg.

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