Frage von BuddhishiUsermod Junior, 111

EU - Türkei Sollten die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei jetzt beigelegt werden?

Natürlich kann ein Beitritt sowieso nur erfolgen, wenn alle EU-Mitgliedsstaaten dem zustimmen würden, aber wäre es aktuell ein adäquates 'Signal'? Wie ist Eure Meinung dazu?

Bitte nur ernstgemeinte Antworten, gerne international.

Danke und LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sonja66, 46
Ja, sofort beilegen

Hallo Buddhishi  :-)

Die aktuellen Beitrittsverhandlungen sollten sofort mutig eingestellt werden.
Auch wenn dies Nachteile für D hätte (weil er z.B. sehr wütend wird / oder schon ist, und Drohgebärden auffährt, und andere Sachen...), so sollten wir mutig und ehrlich zu unseren Werten stehen.
Wir sollten uns keinesfalls einschüchtern lassen.
Sicherlich gibt es Alternativen, um Nachteile davon zu kompensieren.

Weiter denke ich, dass die Verhandlungen doch schon soooo lange gehen, keiner wollte es doch bisher wirklich.
Das sind wohl zu unterschiedliche Kulturen und sicherlich wäre dies eigentlich für alle bereichernd, diese näher kennen- und schätzen zu lernen, aber da fehlt es uns wohl allen noch an Weisheit und Größe, um optimal damit umzugehen....., vielleicht wann anders mal.....  ;-)

Die Flüchtlingsfrage sollten wir selbst lösen, auch wenn es dabei nötig
ist, nein zu sagen, Grenzen zu ziehen. Das sollten wir uns erlauben.

Weiter läuft meiner Ansicht nach Europa Gefahr, sich tot zu wachsen.....

Bei allem sollten uns nicht Ängste oder mögliche Verluste motivieren, sondern die Treue zu uns selbst und unseren Werten.
Denn wenn andere drohen und aggressiv sind, so hilft es recht effektiv für einen selbst dann bzw. D, mutig zu sein, sich nicht von Ängsten steuern zu lassen.

Erdowahn befindet sich in einem Machtrausch.
Diese Entwicklung sollte man abwarten und beobachten.

Antwort
von Schwoaze, 41

Meiner persönlichen Meinung nach hat die Türkei eigentlich in der EU nix verloren. Das hatte sie auch nicht, bevor die Flüchtlingsproblematik die Tür ein bisschen aufgestoßen hat.

Gut, dass jetzt die Maske gefallen ist und endlich das wahre Gesicht dieses Herrn sichtbar geworden ist.

Antwort
von BerlinEastside, 58
Andere Meinung, bitte begründen

Beilegen oder nicht, ist vielleicht gar nicht wichtig. Selbst wenn man von der aktuellen Situation mal absieht, hat die Türkei noch nie die Kriterien, für einen EU Beitritt erfüllt. 

Ich persönlich glaube nicht, dass irgendjemand innerhalb der EU einen Beitritt wirklich will. Oder jemals gewollt hat.

Sie verhandeln seit Jahrzehnten. Von mir aus können sie auch noch Jahrzehnte weiter verhandeln. Aus der Türkei wird niemals ein EU Mitglied.

Das wissen auch die Türken. Aber es gibt ja jedes Jahr Geld von der EU, als Heranführen Hilfe. Das nehmen sie gerne. Und die EU gibt sich weiterhin den Anschein, dass eine demokratische Türkei (nach unserem Standard), ein gern gesehenes Mitglied wäre. Diese Augenwischerei (auf beiden Seiten), ist gut für die Wirtschaft.

Kommentar von KaeteK ,

Ich kann mich deinem Beitrag nur anschließen ...

Antwort
von RuedigerKaarst, 3

Was kann sich die Türkei eigentlich noch alles erlauben?

Jetzt sollten endlich die Samthandschuhe ausgezogen werden.
Und wenn man das wirklich machen sollte, dann bitte strafffällig gewordene Türken ohne deutsche Staatsbürgerschaft in den nächsten Flieger stecken und nach Hause schicken.
Dort eerden sie bestimmt herzlichst begrüßt.

Jetzt ist endlich mal Schluss mit dem Kuschelkurs!

http://nr.news-republic.com/Web/ArticleWeb.aspx?regionid=9&articleid=7024174...

Antwort
von Dragon257, 51

Natürlich sollten die Verhandlungen auf Eis gelegt werden!
Als ersten um Erdogan ein Signal zu senden, dass er sich nicht alles erlauben kann und glaubt alle pfeifen nach seiner Nase!
Und unter den derzeitigen Umständen die herrschen, das Zeitungen gestürmt werden die dem werten Herren nicht passen usw......
braucht man auch in Zukunft nicht über einen Beitritt der Türkei reden, zumindest solange er an der Macht ist!

Antwort
von kami1a, 3
Ja, sofort beilegen

Hallo Sie sollten sofort beendigt werden.

Kommentar von Buddhishi ,

Aufgrund der aktuellen Situation stimme ich Dir vorbehaltlos zu.

Antwort
von marcussummer, 65
Nein, noch abwarten

Aber es muss auch von den Verhandlungsführern der EU deutlich ausgesprochen werden, dass die aktuelle politische Situation in keiner Weise beitrittsförderlich ist.

Antwort
von BTyker99, 15
Ja, sofort beilegen

Dazu hätte es schon seit vielen Jahren genug Gründe gegeben.

Antwort
von Klaraaha, 28
Ja, sofort beilegen

Alle Beitrittskandidaten erhalten Fördergelder von der EU um ihr Land "europafähig" zu machen. Das Geld ist zu Fenster hinausgeworfen worden und damit sollte Schluß sein. 

Antwort
von soissesPDF, 20
Ja, sofort beilegen

Erdogan errichtet gerade eine faschistische Diktatur, schon das allein reicht als Grund, ihm zu zeigen wo der Bartl den Most holt.

Antwort
von wfwbinder, 35
Nein, noch abwarten

Wenn man jetzt abbrechen würde, wäre es ein weiteres Argument für Erdogan, dass Europa etwas gegen ihn hat.

Also weiter verhandeln und beobachten, ob die Türkische Seite auch Interesse am Fortkommender Verhandlungen signalisiert.

Antwort
von Modem1, 23
Ja, sofort beilegen

Beilegen ,wenn so ein Stänker im EU Parlament was zu sagen hat dann gut Nacht.

Antwort
von voayager, 36

Tatsache ist die, das der Sultan nicht groß an einem EU-Beitritt interessiert ist.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 41
Andere Meinung, bitte begründen

Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen - Herbert Wehner.

Es macht keinen Sinn, die Beitrittsverhandlungen zur Türkei komplett ad acta zu legen.

Erstens liegt das Handelsvolumen mit der Türkei bei mittlerweile vermutlich ca. 35 Mrd. Euro - nur für Deutschland. Wir exportieren dabei deutlich mehr in die Türkei als umgekehrt. Das basiert auf dem begünstigten Handelspartnerstatus, den die Türkei als Beitragskandidat genießt. Wird die Türkei zurückgestuft, bleibt das nicht ohne Auswirkungen für die heimische Wirtschaft.

Zweitens verliert man damit völlig ohne Not ein Instrument, auf dem man viel feiner und abgestimmter die Notenskala der Einflußnahme spielen kann alls durch einen hemdsärmeligen Totalbruch der bisherigen Beziehungen.

Daher ein klares Nein!

Antwort
von maddin80, 30
Ja, sofort beilegen

Ja die sollten beigelegt werden.

Der Erdogan will doch gar nicht mehr in die EU. Er will die Todesstrafe, will alle, die eine andere Meinung haben ins Gefängnis stecken oder enteignen und den Islam zur Staatsreligion machen. Er selber will Obermufti oder Sultan werden.

Wir wollen den Erdogan auch nicht bei uns haben. Wir wollen eine Meinung sagen dürfen und haben seine Ehrenkäsigkeiten und arroganten Sprüche satt.

Wir hätten die Türken gerne bei uns in die EU geholt, wenn sie unsere Werte teilen. Aber nicht, wenn sie mit Mehrheit dem Erdogan nachlaufen.

Wir werden sehen, dass Erdogan jetzt die türkische Wirtschaft ruiniert. Wir wollen nicht, dass Erdogan mit seinen Wahnvorstellungen die europäische Wirtschaft herunter zieht.

Sobald die Türkei eine echte Demokratie und ein laizistischer Staat mit Grundrechten ist, und Erdogan im Gefängnis sitzt, dann soll die Türkei in die EU. Vorher nicht.

Antwort
von qHallo2000, 58
Nein, auf keinen Fall beilegen

Hi,

Also die Beirittsverhanlungen dürfen nicht ausgesetzt werden. Die Türkei wird sowieso nie der EU beitreten, auch wenn die EU was anderes sagt. Allein schon, weil die EU-Außengrenzen dann im Irak & in Syrien wären; das würde die Strukturfonds plündern. Wirtschaftlich steht aber zuviel auf dem Spiel, allein 5% der Deutschen Exporte gehen in die Türkei. Die Türkei bräuchte die EU nicht wirklich; würde aber Handelsvorteile schaffen. EU aber die Türkei schon. Schon das Strageische Potenzial ist zu wichtig um es in Gefahr zu bringen.

Was vermutlich geschehen wird, ist dass der Status Quo beibehalten wird, also einfach so weitergemacht wird.

Kommentar von maddin80 ,

Gute Idee. Du solltest Politiker werden. Weiterverhandeln obwohl  die nie beitreten werden.

Aber das ist doch eine unredliche Taktiererei. Was soll dazu ein ehrlicher Mensch sagen?

Kommentar von qHallo2000 ,

Naja, traurig ist aber so. Der Pragmatismus der EU. Alles wissen das, nur will keiner so richtig darüber sprechen. Aber Politiker waren ja nie die Ehrlichsten Menschen oder ?

Kommentar von wfwbinder ,

   5% der Deutschen Exporte gehen in die Türkei. 

Das sind relativ gesehen Peanuts und zweitens nicht richtig, es sind nur 1,87 % (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/75567/umfrage/anteile-der-wichtigs...) Die Exporte nach Deutschland sind mit ca. 17 % der wichtigste Exportmarkt und mit 13 % der Importe auch der größte Lieferant.

   Die Türkei bräuchte die EU nicht wirklich; würde aber Handelsvorteile schaffen. EU aber die Türkei schon.

Warum? wieso braucht Deutschland einen Exportmarkt, der weniger als 2 % ausmacht mehr, als das betreffende Land für die diese Exporte mehr als 1/6 der Gesamtexporte sind?

Kommentar von qHallo2000 ,

Ich kann irgendwie nicht auf die Statistik zugreifen, aber selbst wenn man davon ausgeht, dass jene Zahlen stimmen, gibt es noch weiteres zu beachten. Erstmal kauft die Türkei ja nicht irgendwas, sondern Maschinen, Rüstungsgüter und weiteres, welches ein hohe Technische Entwicklung voraussetzt. Diese kauft nicht jedes Land und die Länder, die es kaufen würden, habe entweder eine eigene Rüstungsindustrie; "man bringt ja nicht seinen Sand zum Stand mit" (USA, Frankreich), können sie aufgrund Politscher Verwicklungen nicht kaufen (Russland derzeit, öfters Arabische Staaten) oder wollen ihre eigne stärken (China, Israel). Die Restlichen Staaten, haben schlicht die Mittel nicht dazu.

Zudem würde ein Aussetzten die Türkischen Kurs nur noch mehr in die Arme anderer Staaten treiben, da dies eine starke Schlappe für die Türkei wäre. Die Zypern- Flüchtlings- und weitere Konfliktthemen könnten nicht mehr behandelt werden oder nur noch schwer. Zudem würde auch die Türkei vermutlich mit der Schließung Incirliks drohen (auch wenn das mehr NATO als EU ist) und sich allgemein die Zusammenarbeit mit der Türkei würde sich verschweren.

Vorallem aber gäbe es dann überhaupt kein Halten mehr für die Türkei auch nur Ansatzweise irgendwie auf Europa zu hören, geschweige denn etwas wie Menschenrechte oder eine Unabhängige Justiz waren.

Kommentar von dataways ,

Ich komme laut Adam Riese auf einen Wert von ca. 3% der deutschen Exporte, die auf die Türkei fallen. Das sind fast 35 MRD Euro. Wieviele Arbeitsplätze müssten unsere Hidden Champions abbauen, wenn dieses Sümmchen wegfallen würde?

Antwort
von hauseltr, 29
Nein, auf keinen Fall beilegen

Du hast mir grade noch zu meinem Glück gefehlt, ...


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