Frage von DerFruchtzwerf, 16

Etwas gerne aber nicht gut tun?

Guten Abend, bekanntlich sagt man, was man gern macht macht man gut.

Nun könnte es sein, dass dieses Sprichwort nicht immer zutrifft? Also, ich interessiere mich sehr für Physik. Insbesonders Astrophysik. Ich überlege ob ich es studieren will. Auch die "Schulphysik" interessiert mich sehr...

Doch habe ich immer nur 3er und so weiter ... Mich interessiert die Relativitätstheorie und andere komplexe Themen sehr, doch finde ich sie oft unlogisch und unverständlich ... Ich bin ein Mensch der etwas nur dann kann wenn er es versteht...Ausweniglernen bringt bei mir 0. Dasselbe gilt für Mathematik, ich finde sie faszinierend und dennoch habe ich nur mittelprächtige Noten, weil mir der Stoff oft absolut nicht logisch erscheint.

Natürlich ist mir bewusst, dass man für Astrophysik logischer Weise Physik Mathe und Informatik braucht...und all diese Themen mag ich, bin aber schlecht was die Ausführung angeht.

Also Astrophysik/ Atsronomie wäre mein Traumstudium, doch befürchte ich, wieder bestimmte Themen und Bereiche nicht verstehen zu können und dann überall negativ zu sein.

Vermutlich ist Was man gern macht macht man gut ,einfach verkehrt?

Denn was man gut macht macht man gern?

Eventuell habt Ihr schon so etwas ähnliches erlebt und könnt mir helfen. Danke vielmals.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Kocacola97, 15

Wenn der Eigenantrieb bei dir da ist, sich mit den Themen zu beschäftigen, bis du sie verstehst, dann kommt der Rest ja von alleine.

Von Schulnoten darfst du dich auf keinen Fall verunsichern lassen! Nur weil du in der Schule 3 stehst, heißt das nicht, dass du schlecht in irgendwas bist. Das heißt lediglich, dass du dich wohl eher weniger "streberhaft" am Unterricht beteiligst.

Wenn du in den Arbeiten die Aufgaben nicht so gut lösen kannst, muss das auch nicht heißen, dass du nichts auf die Kette bekommst. Gerade bei Physik und Mathe ist oft das Problem, dass die Lehrer ihr Wissen einfach nicht rüber bringen können und die Schüler dann dumm aus der Wäsche gucken.

Ich finde wenn dein Interesse so groß ist, dann solltest du dem definitiv nachgehen. Du wirst dich doch dann auch in deiner Freizeit mit den Themen beschäftigen, die dich interessieren; dann kommt wie gesagt eins zum anderen: du erlangst Wissen, ohne dir gequält sinnloses Zeug in den Kopf zu trichtern und schneidest mit Leichtigkeit gut bei Prüfungen ab. Mündliche Beteiligung hin oder her ;)

Du solltest mal an einer Uni oder Fachhochschule in eine Vorlesung schnuppern, aber wenn es dich so sehr interessiert, wie du schreibst, dann nichts wie los und bewerben! :) Wenn du was nicht verstehst, dann hakst du nach, bis es Klick macht - dafür werden die Lehrer und Professoren doch bezahlt ^^

Es ist noch kein Genie vom Himmel gefallen und die Genies der Geschichte waren alle nicht die besten in der Schule - das als kleines Plädoye :)

Kommentar von DerFruchtzwerf ,

Ich danke Dir vielmals für Deine Antwort.


Ich habe ganz einfach das Gefühl, dass eben schon ein Meister vom Himmel gefallen ist. Ich bilde mir ein, dass sämtliche Physiker als Physiker geboren sind. Man das sozusagen in die Wiege gelegt bekommt. Ich denke Albert Einstein hat sich seine Theorien nicht angelernt... Und wenn doch dann war es im angeboren dass er es lernen kann....


Vermutlich denke ich ganz einfach zu viel darüber Nach... 

Kommentar von Kocacola97 ,

Einstein hat in die Wiege gelegt bekommen zu denken und zu lernen. Und genau das hast du doch auch!

Nachdenken ist im übrigen nichts schlechtes - du darfst dabei nur nicht so viel zögern ;)

Antwort
von alvajaro, 16

Die Aussage "Was man gern macht, macht man gut." stimmt schon. Denn mit Dingen, die einen interessieren und begeistern, beschäftigt man sich in der Regel auch viel. Und dadurch wird man immer besser darin.

Schulnoten sind nicht ausschlaggebend, ob du in einer Disziplin brillieren kannst, oder nicht. Lass dich davon also nicht entmutigen.

Verfolge weiterhin deine Interessen. Lies soviel darüber wie nur möglich. Irgendwann macht es dann Klick.

Etwas wirklich zu begreifen ist viel zielführender als auswendig gelerntes Wissen abzurufen.

Kommentar von DerFruchtzwerf ,

Ich danke vielmals für deine Antwort. 

In der Tat bereitet mir die jetzige Mittelmäßigkeit in einigen Fächern sorgen und verunsichert mich enorm. 

Vor allem weil manche Menschen meinem, dass das angeboren ist. Also, also Physiker ist man "geboren" 

Genauso wie man Kunst nicht erlernen kann. Entweder man ist ein Leonardo Da Vinci oder eben nicht. 

Entweder die Linke Gehirnhälfte dominiert und man denkt logisch, oder eben nicht. 

Wie gesagt, es interessiert mich sehr und ich beschäftige mich mit den Themen...

Dennoch werde ich das Gefühl nicht los das es hoffnungslos ist. Vielleicht einfach ein Minderwertigkeitskomplex.. 

Kommentar von DerFruchtzwerf ,

Wenn ich mir einen Physikstundenten vorstelle sehe ich einen genialen logisch Denkenden "Computer-Menschen" vor mir, mit dem ich mich null identifizieren kann ... ( Sheldon Cooper )... .. Das bereitet mir Sorgen.

Antwort
von Accountowner08, 7

Warum verstehst du Mathe nicht? Eigentlich beim Schulstoff bis abi ist alles noch recht einfach zu verstehen... wenn du da schon mühe hast...

Was fasziniert dich an Astrophysik? vielleicht ist es etws, was du mit einem Hobby besser abdecken kannst?

Aber grundsätzlich finde ich: wo ein wille ist, ist ein weg... wenn es dich wirklich interessiert, dann mach nur...

mathe in quantenphysik ist ziemlich anders als in der schule, mit Matrizen und so...

Antwort
von birne25, 13

Der Punkt ist doch: Wenn man etwas gerne macht, hat man sehr viel Motivation. Und egal wie viel oder wenig Talent du in Physik hast - wenn du die Motivation hast, dich mal ein paar Tage hinzusetzen und ein paar Dinge verstehen zu wollen, dann wirst du wesentlich besser sein als jemand, der zwar Talent hat aber keine Lust was zu tun.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten