Frage von Geunther123, 29

Ethnische Frage?

Ich habe letztens ne Serie gesehen in der die Frage aufkahm ob es ok ist das Leben weniger für das Leben vieler zu Opfern (also ohne das diese wissen das sie "geopfert" werden) und da habe ich mich gefragt was ich in dieser Situation machen würde und mich würde interessieren was ihr darüber so denkt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Matschpfirsich, 28

Das ist eine ethische Frage. Keine ethnische ;) Und diese Ansicht, also das größte Wohl / kleinste Leid von vielen Menschen, nennt man Utilitarismus. Nach dieser Ansicht ist es okay, wenige Menschen zu opfern, wenn dafür sehr viele weniger leiden.

Oder auch bei einem Autounfall würde nach dem Utilitarismus zuerst ein Arzt gerettet werden, zB, da er noch vielen Menschen helfen kann. Der Manager zum Beispiel würde vernachlässigt werden, wenn es in diesem Auto auch Menschen wie Ärzte, Lehrer und so gäbe.

Die deontologische Ansicht gleichberechtigt jeden Menschen. Da würde ein Arzt zum Beispiel nicht bevorzugt werden, auch wenige Menschen würden nicht zum Wohl voeler geopfert werden. Das Menschenrecht jedes einzelnen steht hier im Vordergrund

Kommentar von Geunther123 ,

Ich hab das vlt etwas komisch geschrieben idk aber ich meinte es nicht so objektiv, eher so was würde man selbst machen würde ich selbst sagen können ja ich lasse wenige sterben und viele Leben oder egal ich versuche alle zu retten auch wenn es das große Risiko birgt das alle sterben werden.

Kommentar von Matschpfirsich ,

Das ist immer schwer zu sagen... Grundsätzlich würde ich wenige opfern, um viele retten zu können.

Aber dann muss man sich fragen: will man selbst unter denen sein, die geopfert werden?

Kommentar von Askomat ,

..und will man schuldig sein geopfert zu haben. Und was ist wenn der Ausgang nicht so klar anzunehmen ist (nach dem Opfer überleben alle) wie in einem Gedankenexperiment.

Antwort
von Starjuice, 14

Eine schwierige Frage wenn auch interessante und andere User hier haben bereits gute Antworten gegeben bezüglich der Notwendigkeit. Kennst du den Film "Batman the drak Knight" ? Gegen Ende des Filmes hat der Joker eine Falle gestellt. Da sind 2 Passagierschiffe, auf dem einen sind ausschließlich Sträflinge, während auf dem anderen die Gutmenschen sind. Auf beiden Schiffen befindet sich eine Bombe und jedes Schiff birgt einen Auslöser um das andere in die luft zu sprengen. Der Joker stellt die beiden Gruppen vor die Wahl, entweder eine Partei sprengt das andere in die luft bis Null Uhr oder der Joker sprengt sie beide in die Luft. Was meinst du passiert ? Auch wenn der Film älter ist, vielleicht kennst du ihn ja aber spoilern möchte ich an dieser Stelle nicht. Bei interesse schau ihn dir an und find es raus ;)

Antwort
von lumi2000, 26

Ich würde berechnen, wie viele Lebensjahre bei voller Gesundheit ( quality adjusted life year - QUALY) bei beiden Optionen herauskommen und dann entsprechend handeln.

Da kann ein junger Mensch, das Leben von vielen sehr alten Menschen aufwiegen.

Grüße

Lumi


Kommentar von Askomat ,

good point

Kommentar von Realisti ,

Da hätten es aber Leute wie Stephen Hawking schwer auf die Liste zu kommen und Männer wie Baschar al-Assad kämen problemlos drauf.

Weisheit kann wichtiger sein als Kraft und blinder Aktionismus.

Kommentar von lumi2000 ,

Ich würde so handeln, wenn ich die beteiligten Personen nicht kenne. Sind Freunde oder Famile dabei, dann sieht das natürlich anders aus.

Wenn man einen Durchschnittsmenschen rettet, weiß man nicht, ob dieser  sich später zu einem Diktator oder Wissenschaftler mit bahnbrechnenden Überlegungen entwickelt

Man könnte in die Berechnung auch noch mit einbeziehen, wie viele QALYs die jeweiligen Personen mit welcher Wahrscheinlichkeit für andere Personen schaffen bzw. vernichten werden.

Dann kommt der Kriegsteiber schlechter weg, als der Krebsforscher oder Physiker.

Grüße

Lumi

Antwort
von Almalexian, 28

Das ist die klassische Ausgangsfrage des Utilitarismus. Folgt man dieser Überzeugung, was auf den Fall angewandt recht oft so ist, ist es ethisch akzeptabel.

Antwort
von buma1978, 16

Die Frage kann man nicht allgemein beantworten, denn mit genau diesem Argument kann man auch grausam Schindluder treiben.

Es mag Fälle geben in denen es notwendig ist, oft ist es aber sinnlos oder aus heutiger Sicht wäre eine andere Lösung sinnvoll gewesen.

Man beachte auch das dies auf Soldaten per Definition zutrifft.

Antwort
von chooney, 28

Logisch gesehen es ist besser wenige als alle sterben zu lassen. Allerdings kann ich jetzt leicht reden da ich nicht in der Situation bin. Es zu verantworten Leute sterben zu lassen können nicht viele. Allerdings kann man auch nicht alle sterben lassen!

Kommentar von Geunther123 ,

Ja genau das meinte ich, ich wollte einfach nur wissen wie viele es machen würden oder wie viele es (auch wenn es aussichtslos ist) versuchen würden alle zu retten.

Kommentar von chooney ,

ich glaube das man das so nicht bestimmen kann. nur die wenigsten waren/werden in so eine Situation kommen.

Antwort
von DorkasHDSV, 29

Zu allererst ist es eine ethische Frage, da eine ethnische Frage sich auf die, durch die Herkunft bedingten Körpermerkmale bezieht. Es steht für mich je nach dem Sinn der Opferung, ergo würde es sich tatsächlich lohnen diese Menschen zu opfern, wobei dieses Urteilsvermögen durch die Wahl der Opfer verfälscht wird.

Kommentar von Geunther123 ,

Ich meinte das viel subjektiver also eher so würdest DU es über dich bringen können z.B.eine unschuldige Familie zu erschießen damit ein ganzes Dorf überlebt oder würdest du versuchen einfach alle zu retten egal wie aussichtslos es auch ist.

Antwort
von kindgottes92, 24

Ich denke, dass die Ethnie der Menschen auf ethische Entscheidungen keinen Einfluss haben sollte.

Antwort
von Realisti, 27

Ethnische oder ethische Frage?

Bei dieser Frage ist das ein wichtiger Unterschied.

Kommentar von Geunther123 ,

etnksch ohne N

Kommentar von Realisti ,

????? XD

Antwort
von thetee99, 27

Haha xD ja, für einige Menschen ist es tatsächlich eher eine "ethnische" Frage, ob das Leben vieler für das Leben weniger geopfert werden sollte. Ethisch wäre es eher andersherum.

Kommentar von Geunther123 ,

sry aber ich dachte das beides das gleiche ist und nur ne andere Grammatikform. >_<

Kommentar von thetee99 ,

Klingt ja auch beides sehr ähnlich ;) aber "ethnisch" bedeutet eine Völkergruppe betreffend und "ethisch" ist eben sowas wie "sittlich/korrekt".

Zur Frage: wenn eine einzige Person in die Situation kommen sollte, sowas alleine entschieden zu müssen... würde ich diese Person erstmal nicht beneiden - und dann denke ich das es schon logisch wäre, wenige für viele zu "opfern"...

Kommentar von Geunther123 ,

Aber könnte man in so einer Situation logisch handeln?

Kommentar von Geunther123 ,

Ja aber ich meinte wenn du nicht nur derjenge wäre der es zu entscheiden hätte sondern auch der der den Abzug drücken muss.

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