Frage von jagut, 17

Was sind ethische Werte aus der Sicht der Utilitaristen?

Hallo,

ich muss ein Kurzreferat über die ethischen werte aus der sicht der Utilitaristen halten, leider finde ich einfach nichts im Internet und vielleicht kann mir ja jemand helfen.

Danke im vorraus

Antwort
von berkersheim, 17

Im Utilitarismus geht es darum - ähnlich wie in der Philosophie der Antike und nach dem Vorbild der Epikureer - ein ausgeglichenes Maß zwischen dem Wohl der Allgemeinheit und dem Wohl des Individuums zu finden. In der ganzen Antike war zentrales Thema aller Philosophen, nach welchen Maßstäben man ein gelingendes, erfülltes Leben erreicht. Die Betonung der Philosophie lag auf dem aktuellen Leben und der Sorge, dass dies in den Wirren des Lebens gelingen möge. Das hat sich mit dem Christentum geändert. Die Aufmerksamkeit richtete sich auf das ewige Leben und was im jetzigen, aktuellen Leben dazu zu erfüllen war, wurde durch die Kirche mit göttlicher Macht und Wahrheit vorgeschrieben. Das war so bis zur Aufklärung. Ab der Aufklärung, mit der in England der Utilitarismus beginnt, beanspruchten die Philosophen und danach die aufgeklärten Bürger wieder die Eigenmächtigkeit über ihr Leben. Jahrhunderte lang hatten Klerus und Adel in göttlicher Vertretung vorgeschrieben, wie zu leben sei. Nun wollte man das wieder selbst in die Hand nehmen. Die Diskussionen des Utilitarismus in England gab es auch in Frankreich und abgeschwächt in Deutschland (Kant), in denen es darum ging, nach welchen Maßstäben die bürgerliche Gemeinschaft selbst Werte setzen und deren Gültigkeit beantspruchen kann. Die alten Tugenden der Antike wurden wieder diskutiert und einige "Tugenden" des Feudalismus, wie z.B. Gehorsam gegen die Obrigkeit, Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit usw. wurden natürlich gestrichen. Davon hatten die Leute genug. Wenn Du Dir

https://de.wikipedia.org/wiki/Tugend

anschaust, dann beachte a) die Kardinaltugenden und b) die bürgerlichen Tugenden als modernere Ergänzung.

Kommentar von berkersheim ,

Fortsetzung: Ein wichtiger Beitrag in der Diskussion ist der kantche kategorische Imperativ, der ebenfalls den Abgleich zwischen allgemein menschlichen Werten und individueller Bewertung anstrebt. Die Utilitaristen bewerten die Werte stärker als Ausdruck des praktischen Handelns in der Gesellschaft, während Kant z.B. sie über die allgemeine Vernunft begründet.

Antwort
von Ezgiozr, 14

Der Utilitarismus von Jeremy Betham auch das Prinzip der Nützlichkeit genannt untersucht Handlungen auf ihre moralische Richtigkeit. Bei dieser Methode überprüft man die Auswirkung der Handlung auf jede einzelne Person, die es betrifft. Mann summiert also die Freude und das Leid der Beteiligten und wenn am Ende die Freude gegenüber dem Leid überwiegt, ist die Handlung moralisch vertretbar ! :)

Antwort
von Panazee, 15

Auf einen Satz gebracht "Was allen nutzt ist ethisch in Ordnung"

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