Frage von Uniteressant, 91

Ethik: Hätte man die Flugzeuge am 11.9.2001 abschießen dürfen?

Glaubt ihr man hätte die Flugzeuge am 9.11 abschießen dürfen, obwohl man alle unschuldigen Passagiere in den Flugzeugen getötet hätte, um viel mehr Menschen in den Word Trade Towers das Leben gerettet hätte.

(Diese Umfrage ist für meine MSA Präsentationprüfung)

Vielen Dank im Vorraus!!!!!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ramay1418, Community-Experte für Flugzeug & Pilot, 20
Muss man von Situation zu Situation enscheiden

Wer weiß das schon? Die Amis haben ja immer gerne den Finger am Abzug und schießen erst und fragen hinterher. Abe kennen wir deren genaue Rechtslage? 

Aber hier war die Sachlage eine andere: 

1. Vier Flugzeuge, die nicht das tun, was die Flugsicherung sagt. Dann wird erst einmal gefunkt, gerufen, recherchiert. Dann passiert nichts. Also wird eine Alarmrotte alarmiert. 

2. Die Alarmrotte steigt auf, fliegt welches Flugzeug zuerst an? 

3. Kontaktaufnahme negativ. Meldung an den Jägerleitoffizier. Entscheidungen müssen getroffen werden. 

4. Währenddessen fliegen die anderen und unser Zielflugzeug weiter. Was nun? Mehr Jäger alarmieren > Zeitverlust. 

5. Warum soll man ein Flugzeug - oder mehrere - über einer dichtbesiedelten Millionenstadt abschießen, wenn es dann tonnenschwere Trümmer und brennendes Kerosin vom Himmel regnet und dabei halt nicht Leute in Gebäuden, dafür aber auf den Straßen Unbeteiligte verletzt und getötet werden? 

Wäre der Effekt bei vier Flugzeugen - wenn man alle rechtzeitig erreicht hätte - am Ende nicht der gleiche gewesen wie es dann passierte? 

Seltsam, dass so etwas selbst nach 15 Jahren gar nicht zur Sprache kommt. Wenn es also nach US-Recht erlaubt ist, ein Flugzeug abzuschießen, muss sowieso von Fall zu Fall entschieden werden. 

Eine pauschale Antwort kann es gar nicht geben, da jede Situation anders ist. Bei uns wurde der Abschuss durch das BVerfG verboten, aber wird sind nicht die USA. 

Antwort
von conelke, 45

Die Frage kommt gar nicht zum Tragen, da der Angriff keinen Raum für eine solche Entscheidung gelassen hat. Der Angriff kam zu überraschend. Wenn man es jedoch vorher gewusst hätte und gewusst hätte, dass es sich um ein Attentat handelt, wäre es mit Sicherheit legitim gewesen, die Flugzeuge zum Abschuss frei zu geben - doch keiner hätte mit Sicherheit diese Entscheidung fällen wollen.

Antwort
von Hardware02, 31
Nein

Nein. Grund: Die Zeit zwischen dem Zeitpunkt, an dem man sich relativ sicher sein konnte, dass hier etwas nicht stimmte und dem Abschuss, wäre zu kurz gewesen. 

Ein Flugzeug fliegt mit ca. 750 km/h. Das sind etwa 208 m/s. Und wann entscheidest du, dass dieses Flugzeug nichts gutes im Schild führt, und dass es auch kein technischer Fehler oder ähnliches ist? Vielleicht 800 m vor dem WTC? Also vier Sekunden. Wie lange brauchst du, bis du dein Gewehr anlegst, zielst und abdrückst, und wie lange braucht das Geschoss, bis es das Flugzeug erreicht? Zwei Sekunden?

Was meinst du, passiert mit den Trümmern? Wir sind nicht bei Star Trek, wo sich alles in Luft auflöst, sobald es getroffen wird. 

Das ist das Problem an deiner Überlegung.

Antwort
von Topotec, 26

Dieses Thema lief letzte Woche als Film im Ersten und danach bei einer dieser Propaganda-Sendungen der ARD als Meinungsaustausch! Aber das nur so nebenbei!

Abgesehen davon, dass in der Ausgangsfrage das falsche Datum steht: Man kann das nicht beantworten! Sich hinterher hinzustellen und zu sagen, die hätten wir abschießen können, dann wären wenige zum Wohle vieler gestorben, scheint für manche einfach! Aber das wusste man nicht und die Entscheidung kann man auch nicht vorher treffen, denn man weiß nicht, ob so ein Flugzeug in letzter Sekunde noch abdreht, weil der Pilot ein schlechtes Gewissen kriegt oder von anderen überwältigt wird oder oder oder...

Eine von beiden Meinungen kann  man sicher immer vertreten, doch man muss sich auch mal das ganze so denken: Stelle man sich vor, man hat Angehörige im Flugzeug? Würde man die Meinung für einen Abschuss vertreten? Und stelle man sich vor, man hat Angehörige in den Türmen? Würde man die Meinung für einem Abschuss vertreten?

Es wird auf diese Frage nie eine eindeutige Antwort geben .....

Antwort
von Majorleon43, 28
Ja

Na klar, die haben ja auch F-16 Kampfjets losgeschickt, und rate mal was die für eine Mission hatten...

Antwort
von wilees, 38

Allein Deinen Ausgangspunkt finde ich schon schlimm. Der Terrorangriff ereignete sich am 11.September !! und nicht am 9. November !!

Kommentar von ES1956 ,

9/11

Kommentar von wilees ,

ES1956    -     9/11 -

und was möchtest Du jetzt mit einem solchen Kommentar zum Ausdruck bringen?

Kommentar von Hardware02 ,

Stimmt. Da hat jemand bei seiner Hausaufgabe nicht aufgepasst.

Kommentar von Uniteressant ,

Übrigens ist das (9.11.) eine englische Schreibweise. Es wird erst der Monat, und dann der Tag geschrieben

Kommentar von TimeosciIlator ,

Unglaublich, dass man sich bei einer solch interessanten Frage über die unwesentlichen Details derart kleinlich streiten muss...

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 17
Nein

Gugel mal "Weichenstellerfall" oder "trolley-Problem", das ist ein deinem Flugzeugfall vergleichbarer Fall, über den haben sich schon Generationen von Philosophen und Juristen gestritten. 

Kommentar von Uniteressant ,

Danke, ich habe es aber hier trotzdem nochmal reingeschrieben, weil ich die Meinung von anderen Leuten, zu diesem Zeipunkt, wissen wollte.

Kommentar von furbo ,

Ich denke, dass die Meinung sich nach dem Film "Terror" geändert hat (wobei nach meinem Erachten über 80 % eine falsche Meinung hatten).

Antwort
von gromio, 25
Ja

Evolutionsbiologisch betrachtet: Ja, das Opfer weniger DNA-Träger zugunsten einer Mehrheit von DNA-Trägern, dies dürfte in die gängige Denkweise der Evolution zugeneigter Personen passen.

Ethisch ist dies schon schwieriger zu beurteilen. Grundsätzlich dürfte es nicht angemessen sein, die Ethik zum Schutz des einzelnen Lebens zugunsten einer Mehrheit-/Minderheit-Betrachtung aufzuheben.

Anders ist dies sicher, wenn die Betroffenen dem Opfer des eigenen Lebens zugunsten der Mehrheit, die dadurch geschützt wird, zustimmen. Hier dürfte allerdings entscheidend sein, welche WERTE diejenigen, die sich für eine Mehrheit opfern wollen/sollen, als Motiv für dieses Opfer akzeptieren.

cheerio

Kommentar von Waaaas ,

Es sind also keine Menschen, sondern DNA-Träger? Okay...

Kommentar von gromio ,

Ja, Evolutionsbiologen wie Dawkins sehen das so! Lies mal sein Buch "das egoistische Gen".

ICH sehe das nicht so.

cheerio

Kommentar von Mark1616 ,

Es ist zu köstlich wie du hier versuchst mit hahnebücherner Rechtfertigung die Evolutionsbiologie mit einem ethischem Dilemma zu verknüpfen.

Vor allem, da du an anderer Stelle argumentierst, dass die Evolutionsbiologie falsch ist. Ist dein Beitrag also nur zusammenhanglose Hetze? Ja, ist er.

Kommentar von gromio ,

ICh habe NIEMALS geschrieben und/oder behauptet, das die wissenschaftlichen FAKTEN, verwendet auch von der Evolutionsbiologie, falsch sind. 

Allerdings vertrete ich die - persönliche - Ansicht, das die ANGEBLICH bewiesene MAKRO-Evolution nicht stattgefunden hat.

Hanebüchen sind DEINE Versuche, die Wahrheit der tatsächlich vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Fakten als Beweise für eine MakroEvolution zu verkaufen. Aber das ist Deine Sache, aufgeklärte Leser werden Deiner Propaganda - und der anderer Jünger der Evolutionstheorie -  NICHT auf den Leim gehen.

Und das hier von mir beantwortete ETHIK-Problem wurde vom Fragesteller angesprochen, ich habe nur nach meiner Ansicht geantwortet. DAS kannst Du ja auch noch tun......

Kommentar von Mark1616 ,


Allerdings vertrete ich die - persönliche - Ansicht, das die ANGEBLICH bewiesene MAKRO-Evolution nicht stattgefunden hat.

Und damit beweist du, dass du keinerlei Ahnung hast, weder von der Evolutionstheorie, noch von der so oft beschworenen "Ewigkeit" im christlichen Paradies. Ziemlich schwach für einen Christen.

Was sollten Milliarden von "mikroevolutionären Entwicklungen" daran hindern über Milliarden von Jahren hinweg in "Makroevolution" überzugehen?


Hanebüchen sind DEINE Versuche,


Mimimi Selbeeeer!!!1

Sind wir hier im Kindergarten?!

Zum Rest:

Schön formuliert. Schön nachgeplappert. Wo ist dein Nobelpreis für die Widerlegung einer weltweit anerkannten wissenschaftlichen Theorie, für die es mehr Beweise als für die Gravitation gibt?

von mir beantwortete ETHIK-Problem

Wo hat der Fragesteller die "Evolutionsbiologie" erwähnt? Der erste Teil deiner Antwort tut nichts zur Beantwortung der Frage bei, er ist reine Hetze.

Antwort
von Lycaner1985, 22

Letzte Woche lief auf ARD genau ein Film dazu und 83% hätten das Flugzeug abgeschossen.

Kommentar von Uniteressant ,

Habe ich auch angeschaut

Antwort
von TimeosciIlator, 23

Die Frage ob man ca. 300 Menschen töten sollte um 3000 eventuell vor dem Tod zu bewahren möchte und kann ich nicht beantworten. So etwas gehört für mich zu den verflixten konstruierten Fragen, die einem ganz und gar nicht behagen.

Ein rationelles Denken a la Mr.Spock, für den dies vollkommen logisch wäre, liegt uns Menschen einfach nicht. Ähnlich geht es übrigens auch in diesem Song zu (--> Video)

FRANZ JOSEF DEGENHARDT - "Befragung eines Kriegsdienstverweigerers"

Kommentar von Agentpony ,

Die Frage stellt sich allerdings nicht mehr, sobald man zur Überzeugung gerät, daß die Flugzeuge definitiv als Waffe genutzt , die 300 Menschen daher unweigerlich sterben werden. Ein Abschuss ist dann die leidige, aber einzig vertretbare Möglichkeit.

Der Knackpunkt ist also eigentlich, wie sicher man diesen Plan vorhersagen kann.

Kommentar von furbo ,

Ein Abschuss ist dann die leidige, aber einzig vertretbare Möglichkeit.

Würdest du das auch sagen, wenn du im Flugzeug sitzt?

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