Frage von Beenthere95, 32

Essigsäure leitet nur gering strom. welche Schlussfolgerung kann man daraus ziehen?

was genau bedeutet das? hat es Auswirkungen auf die Säurestärke oder so?

Antwort
von Bounty1979, 21

Daraus lässt sich folgern, dass nur sehr wenige Ionen in der Lösung vorliegen.

Das wiederum bedeutet, dass die Essigsäure sehr rein ist, da keine
elektrolytische Dissoziation stattgefunden hat.

Essigsäure ist also ein potenzielles Elektrolyt, als Reinsubstanz ist sie ein Nichtleiter. Erst mit Zugabe eines Lösungsmittels, in diesem Fall Wasser, erfolgt die Bildung von Ionen.

In diesem Fall ( Essigsäure und Wasser ) bilden sich H3O+ Kationen und H3C-COO- Anionen.


Kommentar von Beenthere95 ,

Danke, das ganze hat aber nichts mit der Säurestärke zutun?

Kommentar von Bounty1979 ,

Von der Leitfähigkeit kann bei einer Lösung unbekannter Zusammensetzung nicht grundsätzlich auf den pH-Wert geschlossen werden.

In diesem Fall wissen wir aber , dass es sich um Essigsäre handelt. Interessant wäre aber, ob es sich um reine oder verdünnte Essigsäure handelt. Denn nur, wenn es sich um verdünnte Säure handelt, kann man aus der geringen Leitfähigkeit schließen, dass es sich um keine starke Säure handelt.

Denn:

In der Lösung einer starken Säure liegen viele positiv geladene
Oxonium-Ionen (H3O+) vor, daher ist auch die elektrische Leitfähigkeit besonders groß. In der Lösung einer schwachen Säure liegen viel weniger Oxonium-Ionen vor, entsprechend gering ist die elektrische Leitfähigkeit.

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