Frage von JonasAsk, 64

Es reicht mir (Zolpidem,Diazepam) Mutter noch eine Chance geben?

Meine Mutter hatte so ziemlich alles, sie ist trockene Alkoholikerin, war früherer oft in Kliniken wegen Depressionen und Soizitgedanken. Meine Eltern haben sich damals jeden Tag gestritten, es war echt keine schöne Kindheit für mich. Nun bin ich 17 meine Eltern sind jetzt schon etwas länger getrennt. Ich wohne bei meinem Vater. Meine Mutter kriegt Betreuer Hilfe bei sich zuhause und geht regelmäßig zum Psychologen. Früher war meine Mutter diazepam abhängig, wir haben sie in eine Entzugsklinik geschickt. Sie hat lange zeit nichts mehr genommen.

Vor kurzer Zeit habe ich gemerkt das sie komisch ist, ich habe sie gefragt ob sie wieder Diazepam nimmt. Sie meinte ich bilde mir das ein, bis ich die Tabletten irgendwann bei ihr mal fand. Ich habe ihr gesagt, das ich möchte, das sie einen Entzug macht. Ich habe auch dabei geheult, weil ich nicht wollte, dass alles wieder so wird wie früher und habe ihr die Entscheidung gegeben, entweder sie geht in die Entzugsklinik oder ich möchte nichts mehr von ihr wissen. Im Endeffekt habe ich ihr doch die letzte Chance gegeben. Nun heute habe ich in Ihrer Handtasche Zolpidem gefunden, ich bin ausgerastet und habe sie zur rede gestellt, sie hat mir gesagt das eine Freundin ihr die Tabletten aus Tschechien mit geschickt hat. Ich weiß jetzt nicht mehr was ich machen soll ich würde sie am liebsten einfach rauswerfen, aber ich kann das nicht es ist ja meine Mutter... :(

Antwort
von Raider49, 27

Ich kenne so ähnliche Probleme aus eigener Erfahrung. Es ist immer sehr schwer solche Entscheidungen zu treffen wenn die Eltern betroffen sind, denen gegenüber man sich natürlich verpflichtet fühlt.

Aber grade bei Suchtkranken ist es so, dass man sie wirklich, auch wenn es einem persönlich weh tut, fallen lassen muss. Ein Suchtkranker wird erst dann ernsthaft Hilfe suchen wenn sein ganzes Konstrukt von Co-Abhängigen, zu denen auch du gehörst und die ihn stützen, wegbricht und sie quasi alles verloren  haben. Das ist traurig aber wahr.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass deine Mutter mit ihren Problemen, die letztendlich ihr Leben betreffen, dein Leben kaputt macht.

Mein Psychologe hat mir den Tipp gegeben, und es ist mir sehr schwer gefallen, meine Mutter einfach fallen zu lassen. Ich habe, ob meiner Erziehung, die es mir gebietet mich um meine Mutter zu kümmern, letztendlich diesen Rat befolgt.

Nicht jeder versteht es und manch einer verurteilt mich sogar deswegen aber es geht mir besser denn je und ich habe sogar den Eindruck meine Mutter ist selbstständiger geworden.

Wie du dich auch immer entscheidest ich wünsche dir viel Glück.

Antwort
von RicVirchow, 41

Hey,

hast du schon versucht mit dem Jugendamt darüber zu reden? Vielleicht finden sie Wege, wie deine Mutter es in die Entzugsklinik schafft und was du in so einer Situation tun solltest.

Sowas ist sehr schwer. Ich denke daher solltest du professionellere Hilfe ins Spiel holen.

Ich drücke dir wirklich die Daumen dafür, dass deine Mutter aus dieser Krise kommt. Vielleicht hilft es auch, wenn ihr mehr gemeinsam unternehmt und du sie dadurch ablenkst, sodass sie einfach nicht mehr so viel daran denkst, denn so ein Konsum ist oft ein Resultat aus Langeweile, Sucht und Einsamkeit. 

Was meinst du dazu, wenn ihr mal im Sommer zusammen Urlaub macht? Und du packst die Koffer? Oder dass sie mal auf Kur geht oder mal versucht einen neuen Mann kennen zu lernen? Sei oft für sie da und lass sie nicht alleine, bis eine proffessionelle Hilfe es schafft ihr in die Entzugsklinik zu helfen und danach wendet sich hoffentlich alles zum Besseren und sie findet neue und bessere Menschen.

Viel Glück!

Kommentar von Leadieerste ,

Selten so eine gute Antwort bei solchen Fragen gelesen ✌🏼️

Kommentar von JonasAsk ,

Danke für deine schnelle und gute Antwort. Ich weiß ja nicht ob die wirklich süchtig ist, sie sagt sie wäre es nicht. Sie wohnt für eine Woche bei mir, weil mein Vater im Urlaub ist. Aber ich frage mich was werden soll, wenn ich 18 bin? Ich kann mich doch nicht immer um sie kümmern und ich möchte auch nicht immer diese Angst haben. Zum Beispiel, wenn ihre Eltern sterben, ob sie dann wieder Alkohol trinkt, vor solchen Dingen habe ich Angst.

Kommentar von RicVirchow ,

Es kann alles passieren. Die Zukunft ist ein Rätsel und daher sollte man sich dadurch auch nicht den Kopf zerbrechen. Du solltest auch nicht mehr tun, als in deiner Macht steht und deine eigene Lebensfreiheit nicht endlos einschränken. Auch wenn es deine Mutter ist, denn irgendwann wirst du mit deinen eigenen Grundansprüchen konfrontiert und deine Mutter wird das einsehen müssen. Du solltest einfach versuchen in solchen schweren Situationen, wenn sie trauert, für sie da zu sein und ihr zu helfen, damit sie als Trauermittel keinen Alkohol nehmen muss und du solltest ihr ins  Gewissen reden, dass du dir wirklich wünschst, dass sie es endlich schafft unabhängig von diesen Stoffen zu werden, weil du sie liebst und sie es daher wenigstens für dich tun sollte. Und wenn sie dich liebt, wird sie das zu Herzen nehmen. Und ich denke wenn dein Vater da ist, dann wirst du noch weiter unterstützt.

Alles Gute

Antwort
von Methaman1982, 3

Bin selber von Diazepam Lorazepam Methadon abhängig und wohne mit 34 Jahren noch bei meinen Eltern da ich alleine gar nicht klar kommen würde.Was du durch machst machen meine Eltern mit mir durch ich als abhängiger kann nur dazu raten halte zu deiner Mutter um so mehr Druck um so öfter greift sie zu den Tabletten versuche ihr Zeit zu widmen und überrede sie sich mal bei einer Suchtambulanz an zu melden natürlich solltest du dabei sein damit du weißt das sie da war dort werden ihre Sorgen Probleme besprochen und ob sie diese lösen möchte erst danach sollte man an eine Entzugsklinik denken sei tapfer schließlich ist sie deine Mutter und hat dir dein Leben geschenkt.

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