Frage von EmilySaphira, 210

Es läuft alles schief?

Gibt es hier jemanden der mir die Karten legen kann, bitte. Es läuft so viel schief in meinem leben, zu viel um davon zu erzählen oder es aufzuschreiben. Es ist auch zu kompliziert um es zu erklären, auch meine Gefühle zu beschreiben. Ich weiß dass ich depressiv bin, aber ich möchte in keine Therapie. Sehr oft wünsche ich mir einfach zu sterben. Ich halte es nicht mehr aus und ich weiß nicht wie es besser werden kann.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MissMarplesGown, 100

Liebe Emily,

eine psychische Erkrankung geht nicht weg, indem man sich Tips holt. Es gibt da keine schnellen Tricks, Tips und Hilfen, sondern es ist professionelle Behandlung nötig. Depressionen verschwinden nicht einfach, indem man dies oder das tut oder anders macht. Depression bedeutet, dass man weder Überblick noch Energie und Kräfte hat, dieses oder jenes überhaupt zu unternehmen und erfolgreich durchzuziehen. Weil die Dinge so sinnlos und einheitlich "grau" erscheinen, dass jeder gewollte Antrieb immer wieder an den Möglichkeiten abrutscht, die Dir vor der Nase stehen.

Ich weiß dass ich depressiv bin, aber ich möchte in keine Therapie. Sehr oft wünsche ich mir einfach zu sterben

Man kann in einer Depression auch höllisch darunter leiden, "nicht zu
wollen". Weil hier ein Zustand des "Abgerissenseins" von sich selbst das
gesamte Lebensgefühl beherrscht. Längeres "Abgetrenntsein" von sich
selbst, den eigenen Emotionen, dem eigenen Wünschen und Wollen, kann
dann zu dem Gedanken und Eindruck führen, dass Sterben leichter wäre als
den langen Weg zu sich selbst zurück zu finden. Man denkt, von dort, wo
man ist, muss man "allein" wieder weg kommen - oder nie wieder - und je
festgefahrener und aussichtsloser man seine innere und äußere Situation
erlebt, desto mehr Angst hat man vor erneutem aktiven Handeln, das wieder schief gehen könnte - bis man letztlich mit "allem" aufgehört hat.

Depression bedeutet auch, dass man einen ganz bestimmten, nicht mehr realistischen und auch sehr einseitigen Blickwinkel eingenommen hat - und dieser bewirkt, dass man nicht mehr in der Lage ist, Gutes als gut, Sinnvolles als interessant und lohnenswert und Chancen als reizvoll, real und nutzbar wahrzunehmen.

Man kann sich aus eigener Kraft keine Ziele mehr stecken und nichts energisch beginnen und erfolgreich zu Ende oder die Dinge zu einer Veränderung bringen, weil man sich selbst nicht mehr wirklich "im Leben sieht". Depression ist wie eine innere "Isolierstation" und eine "Lähmung" der
eigenen Energie, des Willens und des klareren Blicks auf Probleme bzw. Möglichkeiten "da draussen".

Ich lege seit 27 Jahren professionell Karten, biete Lebensberatung an und habe hier viel Erfahrung. Ich kann, darf und werde Dir keine Karten legen und möchte Dir auch dringend davon abraten, Dich an andere Kartenleger zu wenden, die Dir gegenüber möglicherweise nicht so konsequent sind.

Depression ist eine ernsthafte psychische Erkrankung. Und Menschen in akuter psychischer Erkrankung sind KEINE Kandidaten, denen man die Karten legen sollte. Nicht wenige Kartenleger wissen nicht genug über psychische Erkrankungen und / oder ignorieren diese und beraten dann trotzdem über Kartenlegen. Das ist nicht nur moralisch nicht in Ordnung, sondern es ist auch riskant für Menschen in Deinem aktuellen Zustand. Weder Du noch ein Kartenleger kann hier für Dich und die Folgen die Verantwortung übernehmen.

Was immer man Dir über Karten sagen könnte: Du trägst zurzeit eine depressive Brille und Deine Wahrnehmung ist entsprechend einseitig negativ gefärbt. Du verarbeitest die Dinge psychisch nicht gesund und ordnest sie emotional nicht so zu, wie es sein sollte. Deiner Wahrnehmung fehlen zurzeit die positiven Aspekte. Dazu kommt: Niemand fängt Dich auf, wenn das Kartenlegen Deinen Gesundheitszustand noch verschlechtert - und damit musst Du rechnen.

Gutes Kartenlegen zielt NICHT auf Zukunfts-Orakelei ab (das ist KLISCHEE,
dessen Bedienung von Kunden oft gefordert und daher genauso oft geliefert wird), sondern gutes und verantwortungsvolles Kartenlegen analysiert die Umstände und Ursachen JETZT bestehender innerer und äußerer Situationen und Lebensumstände. Es zeigt auf, wie die Dinge liegen, wer und was daran auf welche Weise beteiligt ist und welches positive oder negative Potenzial in der Situation steckt.

Meine Erfahrung zeigt, dass akute depressive Verstimmungen sehr deutlich von Kartenlegern erkannt werden, sie sind sichtbar. Einem aufmerksamen und erfahrenen Kartenleger kannst Du hier eine Depression nicht
verschweigen. Es macht also keinen Sinn, eine länger anhaltende Depression, die bereits auf das allgemeine Lebensgefühl und sämtliche
Alltagsbereiche Einfluss nimmt, nicht zu erwähnen. Sie würde beim
Kartenlegen Hauptthema werden, da sie alle Bereiche des Kartenbildes -
wie auch im echten Leben - durchfärbt und berührt.

Wenn Du Deine Depression verschweigst, schießt Du Dir selbst in den psychischen Rücken, denn ein Kartenlegen würde Dir jetzt nicht guttun - und es würde doch zutage kommen, dass Du nicht gesund bist.

Wenn es nicht auffällt und bemerkt wird, dass Du an einer Depression leidest, bist Du an jemanden geraten, dessen Kartenlege-Qualitäten nicht viel hermachen - und somit könntest Du auch alles weitere mit großer Vorsicht genießen, was er / sie Dir sagt. Die Ergebnisse wären also nutzlos für Dich, sie würden Dich irritieren und verunsichern, aber nicht aufbauen oder Dir Sicherheit bzw. Orientierung geben, so wie Du es Dir vom Kartenlegen erhoffst.

Zum Kartenlegen solltest Du Dir jemanden suchen, der bei akuter psychischer Problematik ebenso wie bei aktiver Sucht (verbaut ebenso den realistischen Blick auf die eigene Situation und das Reflektionsvermögen wie eine Depression) oder bei schwerer körperlicher Krankheit einem Kunden das Kartenlegen verweigert.

Suche Dir also jemanden, der diese Regeln verantwortungsbewusst einhält, da dies bedeutet, dass sich hier jemand auch psychologisch auskennt. Gläubige, tief esoterisch veranlagte Kartenleger, die naiv und verantortungslos alles bedienen, was erbeten wird, sind gerade in Deinem Fall nicht das Richtige! Kartenlegen kann auch sehr sachlich und realitätsbezogen mit Deiner Alltagsproblematik umgehen und muss nicht zwingend auf einem Glauben an "Schicksal", "Glück" und "Unglück" basieren, dies musst Du wissen.

ABER: Jetzt ist erst einmal wichtig, dass Du nicht noch weiter in die Depression hinein fällst, denn weder Du allein noch Tips von GF halten diese auf oder bringen Dich da wieder hinaus.

In Depression wirken oft die kleinsten Dinge bereits überfordernd. Da ist
ein so wichtiger und wesentlicher Schritt wie die Aufnahme einer
Psychotherapie z.B. sehr mit Angst und Verweigerung besetzt: Man hat
Angst, emotional überfordert zu werden und das, was da auf einen
zukommt, nicht überblicken zu können. Oft ist aber gerade eine Therapie,
die das aktive Angehen der Ursache der Depression bedeutet, der beste
und nicht selten auch einzige Schritt zum Gesundwerden.

Die Karten kannst Du Dir später legen lassen, wenn Du Deine Depression (mit professioneller Hilfe!) in den Griff bekommen hast und Dich selbst, Dein
Leben, Deine Situation und Deine Möglichkeiten wieder realistisch betrachten kannst. Bis dahin können die Karten weder Orientierung noch
Hilfe für Dich sein.

Dass Du unter Depressionen leidest, weißt Du auch bereits ohne Karten - und wie Die einzelnen Lebensbereiche wieder positiv zum Funktionieren gebracht werden könnten, damit wirst Du mitten in einer akuten und unbehandelten Depression nichts anfangen können, da Du gar nicht voll handlungs- und entscheidungsfähig bist und Deine Kräfte blockiert sind.

Bitte nimm Deinen Mut zusammen und wende Dich zunächst einfach mal an Deinen Hausarzt. Erzähle ihm / ihr einfach, wie es Dir geht. Er kann Dich überweisen und es könnten Dir erst einmal Medikamente verschrieben werden, die das Ganze in ein anderes Licht bringen. Müssen musst Du aber gar nichts. Ob dann eine Therapie ebenfalls nötig ist oder ob Du womöglich einfach einmal einige wohltuende Gespräche bekommst, wird sich dann zeigen. Wichtig ist, dass Du hier den ersten Schritt machst. Vielleicht nimmst Du Dir eine Freundin oder jemand anders, mit, dem Du vertraust und der Dich hier ein wenig anschubsen kann. Alles Gute für Dich!

Kommentar von PeVau ,

Mal wieder ein hervorragende Antwort, aber ich wiederhole mich ...

Antwort
von jumper121, 121

Mir geht es wieder ganz gut seit dem ich viel sport treibe und schlagzeug spiele oder auch einfach ein tagebuch führe wo man alles rein schreibt. Ich habe sogar das gefühl,dass die Depressionen garnicht mehr da sind. So gut habe ich mich noch nie gefühlt. Vielleicht hilft dir das auch (vielleicht ein hobby was dir spaß macht) Aber falls es garnicht mehr geht dann solltest du lieber zu einer Therapie. Ich wollte ja auch zu einer Therapie falls es schlimmer wird aber es geht mir zum glück wieder gut. Ich bin mir sicher,dass du das schaffst.

Antwort
von Exitussi, 95

Wenn ein medial empfänglicher Mensch dir Karten legt, wird die Antwort eher das sein was du im Leben gerade anziehst und erlebst, was nicht unbedingt positiv sein muss.

Auch den Trost den du dir erhoffst wird es nicht bringen, weil Kartenlegen nichts mit der positiven Beeinflussung der Zukunft zu tun hat.

Auch ohne Karten kannst du dir vorstellen, was dich richtig glücklich machen würde. Stell dir das jeden Tag so vor, als ob es bereits bei dir wäre...bis dein Herz vor Freude klopft. Das ist ein guter Weg.

Wir ziehen das an was wir fühlen. Bitte deinen Engel der bei dir ist und immer bei dir sein wird um Hilfe. Vielleicht hast du ihn bisher nicht beachtet, doch er wartet darauf. Du brauchst sonst niemanden der dir was vorzaubert, denn dafür haben wir Gott!

Schau dir mal eine sehr tröstliche Seite an, auf youtube...mit Akiane Kamarik. Lass mal dieses, inzwischen große, Mädchen auf dich wirken, dann weisst du was ich meine.

Viel Glück

Antwort
von paranomaly, 74

Vielleicht solltest du dir eine Beschäftigung suchen.

Manche wollen beispielsweise alles über die Landesgeschichte wissen, lesen Bücher usw. Ich hab mir zur Aufgabe gemach mich mit dem Übernatürlichen auseinander zu setzen und Beweise zu finden dass es nicht Fiktion ist.

Antwort
von Mysticum, 70

Karten legen wird dir da wahrscheinlich nicht groß helfen. Ich weiß ja nicht was so alles schief läuft in deinem Leben, aber hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du vielleicht auch einen Fluch auf dir haben könntest? Das zu betrachten, schadet ja nicht. Ein guter Magier könnte das für dich abchecken oder gar auflösen (falls da was vorliegt). Ich schick dir mal ne Freundschaftsanfrage.

Kommentar von EmilySaphira ,

ich habe momentan nur diese APP aber sobald ich am PC online bin werde ich sie annehmen.

Kommentar von MissMarplesGown ,

Oben schrieb ich mir die Finger wund über VERANTWORUNG, die esoterische Anbieter gegenüber Menschen haben, die psychisch nicht auf der Höhe sind.

Meine Antwort hatte auch gezeigt, dass die Behauptung, Esoteriker würden sich die psychische Labilität ihrer "Opfer" zunutze machen, längst nicht auf alle Anbieter zutrifft - denn ich BIN eine, die auch Kunden die Karten legt und diese in Lebenskrisen berät - seit 27 Jahren.

WAS weißt Du inhaltlich vom Kartenlegen, dass Du sagen kannst: "Kartenlegen wird wahrscheinlich nicht groß helfen"? Und vielen Dank für die Gegendemonstration. Es ist absolut schwierig, die "Esoterik" und ihre Anbieter zumindest ein wenig aus der Schmuddelecke zu heben - dies hatte ich mit meiner Antwort nebenher versucht.

Wo Probleme auf mehreren Lebensebenen vorhanden sind, ist vor allem diese Erkenntnis auf psychologischer Ebene wichtig:

Dass die Dinge ihre Ursachen in inneren Fehlhaltungen sowie in äußeren Fehlentscheidungen und ungünstigen Handlungen oder Passivität zur falschen Zeit haben. Ausgrechnet hier "Magie" als Mittel der Stunde vorzuschlagen und in Aussicht zu stellen, dass ein "Fluch" das Leben vermurkst und blockiert, ist absolut kontraproduktiv.

Warum?

Weil DIES den Betroffenen immer noch weiter von jeder Eigenverantwortung und somit auch von jeder Erkenntnis, hier selbst in Aktion kommen zu müssen und die Dinge selbst zu bewegen, wegbringt.

"Wenn ein Fluch Schuld ist, brauche ich ja nur abzuwarten und andere das Problem erledigen zu lassen."

EXAKT DIESE HALTUNG führt zu weiteren und neuen Lebensproblemen.

Aus psychologischer Sicht unverantwortlich - egal, was man ansonsten über Magie denken mag. Ich kritisiere hier nicht Magie, sondern meine dies:

Auch für Dich gilt: Hände weg von Menschen, die psychisch labil bzw. mit depressiver Brille unterwegs sind. ERST wird psychische Gesundheit hergestellt, DANN kann und sollte ein Mensch entscheiden, ob er esoterische Angebote welcher-Art-auch-immer für sich nutzen möchte.

Absolute Bedingung: Psychische Gesundheit.

Du kannst nicht verantworten, auf welche Weise Du ihren Blickwinkel für eine Zuständigkeit bezüglich Problemlösung umleitest. Die Wiedergewinnung der Fähigkeit zur Eigenhandlung und das Wieder-Hineinfinden in Eigenverantwortung sind das A und O, wenn eine Depression überwunden werden soll. Wie ich in meiner Antwort schrieb:

Es ist fatal, dass viele esoterisch denkende und handelnde Menschen ohne jedes psychologische Basiswissen unterwegs sind und ihre "Künste" anderen Leuten wahllos anbieten. Unter anderem ist es dies, was die Esoterik derart in Verruf bringt. Das war ein Schuß ins esoterische Knie. Danke für dieses anschauliche Beispiel.

Kommentar von Mysticum ,

Oh je, da hast du mich glaub ich komplett falsch verstanden, MissMarplesGown. Ich bitte um Entschuldigung, dass mein Satz so pauschal verneinend daher kam. Ich glaube sehr an Tarot und dass es wichtige Erkenntnisse liefern kann. Aber eben auch nur das.?  Was ich halt viel mehr meinte ist, dass es keine Ultimativlösung sein kann (weil so hörte sich das in ihrer Fragestellung an). Wie auch? Wenn alles in ihrem Leben schief läuft, dann wird das ja wahrscheinlich viele Faktoren haben - eine Kartenlegung könnte da höchstens Einblicke geben, welche diese sind und wo die etwaigen Ursachen liegen. Sie würden diese aber nicht auflösen. Wenn du deine Kartenlegungen mit Lebensberatung verknüpfst, könnte ihr das natürlich hilfreich sein.

Kommentar von MissMarplesGown ,

Oh je, da hast du mich glaub ich komplett falsch verstanden, MissMarplesGown.

Ich denke nicht, Mysticum. Ich hatte Dich gefragt, wieviel Du vom Kartenlegen verstehst, dass Du so pauschal sagen kannst, dies würde [in schwierigen u. überfordernden Lebenslagen, wie die Fragestellerin ihre Situation beschreibt] wohl nichts bringen. Ich habe nicht heraus gelesen, dass Du generell etwas gegen Kartenlegen hast und habe daher diesen Eindruck auch nicht geäußert. Aber wie ich schon schrieb: Gutes Kartenlegen kann sehr wohl die Problematik im Detail beleuchten - und es wird bei vernünftigen Kartenlegern immer auch eine Besprechung dessen geben, was nun in einzelnen Schritten unternommen werden kann, um die Dinge nach und nach wieder aufzufangen und in besseres Fahrwasser zu bringen. Aber: Bei Depression kommen diese Hilfen nicht an. Siehe meine Beschreibung dessen, was Depression ist.

Ich glaube sehr an Tarot

Ich nicht. Ich bin aus ganz konkreten Gründen gegen ein gläubig-verklärtes Nutzen solcher Mittel. Und ich berate auch sehr ungern auf diese Art gläubige Kunden, weil sie romantische und mystische Fantasien darüber haben, was Kartenlegen ist und die Dinge daher in den falschen Hals bekommen. Das sind die Leute, die einen Kartenleger nach der "Trefferquote" fragen, weil sie denken, der Prozess des Kartenlegens sei mit Dosenwerfen vergleichbar - und weil sie ihren eigenen großen Anteil an den Vorgängen beim Kartenlegen nicht begreifen. Kartenlegen ist keine Las Vegas Show und ein Kartenleger ist kein guter oder schlechter Zauberer.

Ich schrieb daher der FS, dass man nicht gläubig sein, sprich kein esoterisches Weltbild bedienen muss, um sich die Karten legen zu lassen. Ich lege Tartot, aber auch Lenormand, das ein ganz anderes System beinhaltet (welches ich in einem solchen Fall eindeutig für geeigneter halte) - und an beides glaube ich nicht.

Kartenlegen ist keine Glaubenssache - es sei denn, man MUSS glauben, weil man nicht weiß, wie Kartenlegen "funktioniert" - oder die Psyche - oder Bewusstsein und Medialität, welche natürliche menschliche Dinge und Vorgänge sind.

Karten sind nichts Mystisches und ihnen liegt keine "Magie" zugrunde, sie sind als ein tiefenpsychologisches System konzipiert, das mit dem Fragenden interagiert und sie sind bedruckte Pappe. Was hier aktiv wird, sind die Schichtungen des Bewusstseins des Fragenden. Die Karten sind nur ein Spiegel, in dem sich das Ganze sozusagen "niederschlägt". Ablesbar wird es über die Kartenlegerin, die das Kartenbild interpretieren kann und die Erfahrung dazu mitbringt. Bei diesem gesamten Prozess bis zur vollständigen Deutung ist nichts "magisch", "wundersam" oder "paranormal". Ebenso würde man nicht an eine Glühbirne "glauben"  - es sei denn, man versteht Elektrizität und die Funktion eines Schalters nicht. Dann ist natürlich alles "Magie".

Du glaubst an Magie. Und an Flüche. Und Du weißt genau, dass es DIESES THEMA war, wozu ich Dir so kritisch schrieb. Der Punkt sind nicht die Karten, denn wir beide werden ihr jetzt keine legen - aus verschiedenen Gründen. ;-) Ich ging davon aus, dass Du verstanden hast, warum ausgerechnet Dein Angebot, ihre Situation auf einen "Fluch" abzuchecken, während sie mit Depressionen zu tun hat, fatal ist.

Noch einmal daher, weil es so wichtig ist:

Depressive haben den eigenen Antrieb, die Fähigkeit und den Impuls, ihre Probleme eines nach dem anderen aktiv und selbst anzupacken, verloren.

Was dringend nötig ist, wenn alles nicht noch schlimmer werden soll (liegengelassene Probleme haben dies so an sich):

Dass man versteht, dass man selbst verantwortlich ist und dass das Leben AKTIV ZU LEBEN IST - und die Probleme sich nur dann bewegen, wenn man sich selbst wieder bewegt.

Wenn man aber gesagt bekommt, dass das Chaos entstanden ist, weil ein Fluch schuld ist - und dass man diesen jetzt aber "entschärft" hat und alles wieder gut ist - dann verschafft man dem Depressiven ein Alibi  dafür, selbst im eigenen Leben passiv bleiben zu dürfen, da jemand anders ja das Problem beseitigt. In diesem Fall würde "passiv bleiben" bedeuten, in der Depression bleiben zu können.

Daher: Keine Magie für Menschen, die psychisch angeschlagen sind - und erst Recht nicht bei Depression. Du verankerst ihr ihre kranken psychischen Mechanismen, die sie aber ablegen muss, wenn sie sich ihrem Leben wieder gewachsen fühlen möchte - und ein Therapeut darf sich dann daran abarbeiten, diesen Mist wieder zu lösen. Mach das Problem nicht noch größer, sie kann das nicht gebrauchen. Du hast bemerkt, wie sie den Gedanken gleich interessant fand, dass ein Fluch die Ursache sein könnte. WEIL DIES BEDEUTET, dass Zuständigkeit, Verantwortung und auch die Lösung der Problematik nicht bei ihr, sondern ganz woanders liegen könnten. Wie bequem kann man dann genau da bleiben, wo man ist und passiv auf Veränderung warten. Bis man reif ist für die Klinik. Diese Verantwortung hast Du, solange Du Menschen mit Lebensproblematik ausgerechnet "Magie" anbietest u. von Flüchen sprichst.

Kommentar von EmilySaphira ,

vielen dank missmarplesgown

Antwort
von newbie80, 119

Steck dir kleine Ziele auf dem Weg zum Grossen. Und nie den Kopf hängen lassen, hey, es geht aufwärts. Nach jedem Dunkel kommt ein Licht, aber du musst es selbst sehen wollen. 

Das Leben ist manchmal hart, aber es will dir eigentlich nur lernen stark zu sein und Erfahrungen zu machen. 

No Rainbow without Rain ! 

*drückdich*

Antwort
von SchizoSync, 102

Ich bin bald in Therapie (Tagesklinik) und vermutlich auch depressiv und evtl. sogar sozialphobisch. Versuch dir einfach zu sagen, dass Hilfe in Form einer Therapie sehr viel gewinnbringender ist, als sich selbst abzumurksen, weil du das positive Erleben nach einer erfolgreichen Behandlung noch gar nicht kennst. Ich finde zur Zeit auch, dass tot vieles leichter sein würde, aber wo liegt denn im Stillstand der Fortschritt? Richtig, nirgendwo. So far..

Antwort
von meini77, 92

Emily - "Kartenlegen" wird Dir nicht helfen. Auch wenn Du daran glaubst, daß Dir da vielleicht die Zukunft vorhergesagt wird: Du hast Dein Leben selbst in der Hand! Nur Du kannst was draus machen.

Ein Gespräch beim Psychologen muss nicht gleich in eine Therapie gehen - es hilft oft, einfach mal mit jemandem quatschen zu können und sich die Sorgen von der Seele zu reden.

Antwort
von Borowiecki, 85

Suche nach eignen Fehler . Schalte aus alle Sachen die bei dir depressiv wirken . Suche neu Freunde und Spaß am Leben das alte vergessen . Mann kann es Schafen . Viel Glück

Antwort
von DesbaTop, 91

Tja es kann nicht besser werden, wenn man absolut keine Lust auf Besserung hat.

Du willst, dass man dir hilft, lehnst aber Hilfe (Therapie) ab. Was möchtest du jetzt von uns?

Kommentar von EmilySaphira ,

ein paar Tipps wie es ohne Therapie besser werden kann :/

Kommentar von DesbaTop ,

Garnicht. So einfach ist das. Tut mir Leid, aber ohne geht es nicht.

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