Es ist ein Unterschied zwischen ritzen und schneiden?

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10 Antworten

Meiner Meinung nach gibt es da keinen Unterschied, egal wie tief die Schnitte sind.

Alle Therapeuten bei denen ich war haben es schneiden genannt, "ritzen" ist einfach ein unprofessioneller und abwertender Ausdruck und finde es unverschämt, wenn eine Fachperson sich so ausdrückt.

Den Begriff Ritzen höre ich überwiegend von Leuten, die sich mit psychischen Krankheiten nicht auskennen und meinen ihren Senf dazugeben zu müssen wie z.B. "Oh Gott ritzt du dich etwa?", "Ritzen ist einfach nur sinnlos" usw.

Also im Unterschied zu den anderen Antworten finde ich, dass es da inhaltlich keinen Unterschied gibt.

Übrigens: Selbstverletzungen, egal ob man es jetzt Ritzen oder Schneiden nennt, hat nichts mit der Tiefe zu tun. Es ist eine psychische Störung egal ob es sich um oberflächliche Kratzer oder klaffende Wunden handelt.

Liebe Grüße

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 12:09

Vielen herzlichen Dank für deine Antwort! das stimmt das es meistens abwertend ist das Wort ritzen, in meiner Psychiatrie wurde es aber auch nur ritzen genannt. ja leider hat es mit schweren psychischen Erkrankungen zu tun

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Kommentar von Nitra2014
26.04.2016, 13:23

Ich stimme dir zu, dass es so oder so eine psychische Störung ist. Aber es macht sehr wohl einen Unterschied, ob jemand sich verletzt oder umbringen will, und es macht auch einen Unterschied wie tief die Verletzungen sind. Je tiefer die Wunde, desto größer der Schmerz, der zu dieser Tat geführt hat.

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Es ist ein Unterschied ja das sogennate 'ritzen ' ist meist nur oberflächlich , und das ' Schneiden ' geht mehr in die tiefe

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 11:04

ach so, okay danke, dann schneide ich mich aber immer

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Ich könnte mir vorstellen, dass verschiedene Erkrankungen/Störungen gemeint sind.

"Ritzen" kommt häufiger bei Menschen mit zB Border-Line-Erkrankung vor.

Wirklich "schneiden" mit der Absicht den eigenen Tod herbeizuführen, ist vielleicht häufiger bei Menschen mit tiefen Depressionen der Fall, oder auch bei Bipolar-Affektiver-Störung.

Eventuell ist die Aussage Deiner Therapeutin so zu verstehen...

Um ganz sicher zu gehen, kannst Du sie aber auch bitten, ihre Aussage zu definieren.

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 11:00

Danke, ja das kann ich nächstes mal machen. ich habe aber Borderline und Depressionen, wie ist es da?

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Ich denke, es geht hier nicht um die Begrifflichkeit, also ob die S*lbstv*rletz*ng nur die Haut betrifft oder tiefer geht, ob ein Verband reicht oder g*n*ht werden muss.

Es geht darum, ob es sich um SVV handelt oder um einen S**z*dversuch.

Bei SVV, also r*tz*n, ist eine ambulante Therapie gängig.

Bei Szdversuchen besteht aber Lebensgefahr. Da schrillen bei einer Therapeutin ziemlich laut die Alarmglocken und sie überlegt, ob eine ambulante Betreuung noch sicher genug für dich ist. Sie ist ja für dein Leben mitverantwortlich, wenn sie von der Gefahr weiß. Da schlielt sie schweren Herzens nach dem Formular für die Klinikeinweisung.

Erspare ihr das.

Erspare DIR das!

Bitte triff konkrete Vereinbarungen mit der Therapeutin. Verabrede mit ihr, unter welchen Voraussetzungen sie dich zu deinem eigenen Schutz in die Psychatrie überweist und unter welchen Bedingungen sie dich weiter ambulant (ohne Einweisung) betreut.

Schließe einen Vertrag mit ihr, in dem du unterschreibst, keinen Szd zu begehen. Arbeitet gemeinsam einen Notfallplan aus, in dem ihr vereinbart, was genau zu passieren hat, wenn dich doch konkrete Szdgedanken überkommen.

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 11:55

Danke, dass kann sein, dass sie es so meinte, wir haben einen Vertrag geschlossen, die Idee hatte sie gestern auch Danke

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Die auslösenden Probleme sind sicherlich ähnlich.

Ist das wirklich wichtig, wie man das nun nennt? Es würde nichts ändern, selbst wenn man es "pupedupe" nennen würde.

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 11:01

aber irgendeinen Unterschied muss es ja geben, sonst hätte sie es nicht gesagt

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 11:11

ich glaub, dass sie es gesagt hat weil ich gesagt hatte ritzen ist ja nichts schlimmes und gefährliches Danke

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Ritzen, finde ich, ist sowas wie kratzen. Also nur etwas leicht oberflächliches.

Schneiden ist es, wenn die Wunde klafft und wirklich Hautschichten durch sind.

- Ich, zum Beispiel, hasse es, wenn wer sagt dass ich mich geritzt habe. Mein Arm hatte keine Kratzer, sondern tiefe Schnitte. Außerdem wird das Wort Ritzen, immer ins Lächerliche gezogen. Mein Psychiater sagt deshalb, bei mir, auch lieber schneiden.

Vielleicht ist das gemeint? Frag doch nach!

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 11:08

Danke, ja werde ich machen, das kann gut sein bei mir klafft es auch immer oberflächlich gibt es bei mir nicht. seit Anfang an bleiben Riesen Narben

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Kommentar von skogen
26.04.2016, 11:13

Ich hab mich mal geritzt, bis ich rausgefunden habe, wie ich tiefer gehen kann. War nicht so toll, hab oft was getroffen und hat sich oft entzündet. Kann von Glück reden, dass ich keine Blutvergiftung bekommen habe. Bin heutzutage froh, dass ich es nicht geschafft habe zu sterben oder irgendwas passiert ist. Alles wird gut, aber halt nicht von heut auf morgen! Setz dir ein Ziel im Leben! (: Liebe Grüße aus Schweden!

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 11:14

Vielen Dank! bist du davon weg gekommen?

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Kommentar von skogen
26.04.2016, 11:20

Naja, manchmal hab ich so Gedanken, wo ich es nochmal gerne machen würde, aber ich war nie süchtig danach. Wenn du willst, können wir mal schreiben? Schick mir einfach ne FA, wenn du willst. ^^

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im prinzip liegt der unterschied zwischen autogressivem verhalten (auch selbstverletzendes verhalten, also SVV genannt) und suizidalem verhalten.

autogressives verhalten zeigt sich dadurch aus, dass man sich verletzen aber nicht umbringen will. häufig werden für SVV oberflächliche schnitte zugeführt (sogenanntes ritzen). bei einem suizidalen verhalten hingegen fügt man sich ziefe schnitte zu, mit dem ziel die pulsadern zu kappen.

ich persönlich verstehe die aussage so, dass es ein unterschied ist, ob man sich selbst verletzt (also ritzt) oder einen suizidalen versuch mittels schneiden macht.

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 15:12

Ach so, dass kann sein hat ja leider nicht geklappt, dieses Mal .....

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Ritzen ist aus meiner Sicht  eine eher oberflächliche Schädigung der Hautschichten. Das Schneiden geht in die Tiefe.

Auch bin ich der Meinung,  das Wort "Ritzen" wird oft verniedlichend gebraucht.... Die Schitte manches Borderliners sind echt tief und sind kein Geritze mehr.

Zudem kommt, es ist das eine sich zu ritzen um etwas bestimmtes zu fühlen und es ist etwas anderes, sich das Leben nehmen zu wollen. Ich denke, das meinte deine Therapeutin.


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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 11:12

Danke, ja das stimmt oberflächlich ist es bei mir nicht ......

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Ich glaube der Unterschied liegt darin, dass man sich ungewollt schneiden kann.
Ritzen muss gewollt sein.

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Schneiden kannst du auch eine Tomate. Ritzen hingegen ist ein Zeichen von Borderline, also eine psychische Erkrankung.

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Kommentar von marla80
26.04.2016, 12:10

Nicht jeder der sich ritzt, hat Borderline und möcht jeder Borderline ritzt sich... Wann lautete kapieren das die Leute endlich

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
26.04.2016, 12:55

Danke Marla 80! Endlich jemand der es versteht

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