Flüchtlingspolitik - warum finden sich keine gemeinsamen Lösungen ?

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7 Antworten

Flüchtlingspolitik - warum finden sich keine gemeinsamen Lösungen?

Die Frage ist eigentlich falsch gestellt und muss um das Wort "bisher" korrigiert werden. Denn auch wenn es bisher noch keine Lösungen gegeben hat, so bedeutet das nicht, dass es überhaupt keine Lösungen geben wird! Manche Dinge erfordern eben Zeit und Geduld.

Die deutsche Regierung arbeitet daran, dass sich alle europäischen Länder endlich solidarisch verhalten. Man wird sehen, welche Erfolge möglich sein werden. Warum also sollte man so schnell aufgeben, ohne alles versucht zu haben?

ich habe Angst, dass wir scheitern werden

Das ist verständlich und normal. In einer krisenhaften Situation besteht immer auch die Möglichkeit des Scheiterns, wenn die angedachten politischen Maßnahmen nicht umsetzbar sind.

Aber es gibt keine Notwendigkeit des Scheiterns! Statt immer gleich zu verzweifeln, sollte auch daran gelegentlich mal gedacht werden.

die Länder beschuldigen sich gegenseitig statt Lösungen zu finden .

Man wird sehen. Jedenfalls gehört das drohende Aufplustern als Imponiergehabe zum Leben wie zur Politik dazu. Manche Länder müssen ihrem Wahlvolk doch wenigstens eine gewisse Show bieten. Schauen wir mal, wann denen, die sich jetzt aufblasen, die Luft ausgeht und sie wieder auf Normalmaß kleinschrumpfen.  :-))

Was meint ihr, wie könnte eine vernünftige Lösung aussehen?

Angesichts der Dimensionen der Flüchtlingszahlen wird es nur eine Lösung geben: die europäische. Diese gebietet die Vernunft, und das riesige Europa kann die Aufnahme der vielen Flüchtlinge gemeinsam leicht organisieren und bewältigen. Und wenn es keine großeuropäische Lösung geben wird, dann eben eine kleineuropäische - die EU kann auch gut mit nur vielleicht 20 Mitgliedsstaaten leben, wobei dieser Schritt allerdings keine anzustrebende Lösung ist.

Außerdem finden sich im Hauptkrisengebiet Syrien durch den ausgerufenen Waffenstillstand wenigstens erste Ansätze, die Lage zu beruhigen und humanitäre Hilfe vor Ort zu leisten, sodass viele Menschen nicht mehr zu fliehen brauchen. Sollten sich dauerhafte Lösungen der dortigen Konflikte finden, dann werden viele Flüchtlinge Europa auch wieder verlassen und am Wiederaufbau ihres Landes mitwirken.

MfG

Arnold

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Wir haben kein vereinigtes Europa, sondern nur ein Konstrukt an Staaten die sich möglischst viel Geld in Brüssel abholen. Solange das funktioniert, bleibt man in der EU. Würde man den Geldhahn zudrehen,würde dieses Konstrukt recht schnell zusammen fallen. Hinzu kommt, dass sich kein Staat von der Merkel vorschreiben lässt, wieviele Flüchtlinge er aufzunehmen hat. Jeder EUStaat ist nach wie vor souverän und nicht dem Diktat der Merkel unterworfen. Jeder EU Staat kann selber entscheiden, ob er Flüchtlinge aufnimmt oder nicht. Die Polen lehnen ab, weil sie bei überwiegend katholischer Bevölkerung keine Moslems aufnehmen möchten. Die Engländer weigern sich ebenfalls, denn die haben schon genug "Fremdpersonal" durch ihre Kolonien im Land. Für andere Länder ist das eine Frage der Kosten. Österreich macht es eigentlich richtig. Es entscheidet selber, wieviele Flüchtlinge man aufnehmen will und lässt sich von Merkel nicht aufdiktieren, wieviele Flüchtlinge sie aufzunehmen haben. Sie nehmen wenigstens einige auf. Hier spätestens merkt Frau Merkel, dass sie nicht die Kaiserin Europas ist und selbstherrlich entscheiden kann, wer was machen muss. Hier werden ihr Grenzen aufgezeigt. Was bei all dem viel schlimmer ist, ist die Erpressbarkeit der sich Merkel ausgesetzt hat. Sie hat Erdogan besucht und ihm Geld angeboten, damit er die Flüchtlinge nicht weiter schickt. Es geht um 3 Milliarden Euro. Doch recht schnell liess Erdogan verlauten, dass diese Summe nicht reicht. Gleiches Problem haben wir in Griechenland. Da warten auch Tausende auf eine Weiterreise Richtung Norden. Wenn Tsipras auch auf die Idee kommt, Milliarden für die Flüchtlinge zu fordern wird das echt teuer. Wird nicht gezahlt, öffnet man die Grenzen und lässt die Flüchtlinge ziehen. Was sich daraus entwickeln kann, mag sich jeder selber vorstellen. De Maiziere ist nach Nordafrika unterwegs. Dort konnte er mit der marokkanischen Regierung vereinbaren, dass diese ihre Wirtschaftsflüchtlinge wieder zurücknehmen. Sicher fliessen da auch wieder Millionen, wovon man nichts hört um wieviel Geld es da geht. Tunesien und Algerien sind weitere Staaten die Flüchtlinge zurücknehmen sollen. Einigt man sich mit denen auch, werden weitere Millionen fällig. Wo das am Ende hinführt und wer das alles bezahlen soll , keine Ahnung.Ob das mit dem "wir schaffen das schon" abgetan ist, wage ich zu bezweifeln.

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Kommentar von BaracudaGeist
03.03.2016, 10:32

Hallo User Ontario danke um deine nette Antwort und danke um deinen Beitrag was mich sehr fasziniert hat.Die Spielen mit den Millionen und Milliarden wie wir mit 10 .- € herum , nur wir müssen die 10.- €  sparen. Von wo die Milliarden genommen werden weiß niemand , vermutlich von den was Steuer Zahlen wie du und ich . Mir kommt es so vor das die Leute keine Interesse zeigen an der Wahrheit oder sie haben Angst vor der Wahrheit und verstecken sich wie die Maus. Wenn man hier die Wahrheit sagt wird man als böser Mensch angepöbelt , leider haben wir eine reale Zeit mit Problemen und keiner weiß und hat keine Lösungen mehr vorhanden und die Länder schieben sich gegenseitig die Schuld zu . Klar kein EU- Land lässt sich etwas vorschreiben von unserer Kanzlerin die mit den Wörter kommt " wir schaffen das " - in der Realität haben wir schon längst die Kontrolle über die Lage verloren . Es gibt schon so viele Nationen in Deutschland das wir sie nicht mal mehr aufzählen können , geschweige von der Registrierung . Die Türken lassen die Muskeln spielen in der Arbeit und werden über Nacht Team Capo die Polen versuchen dasselbe und versuchen die anderen Arbeiter raus zu mobben , auf der Straße sieht man nur noch Mix Max und ab und zu noch einen deutschen was nicht mal die Courage mehr hat zu reden . Immer wenn ich an der Tankstelle vorbei fahre am Abend sieht man da 10 bis 20 Jugendliche Türkische Abstammung mit dicken BMW und Mercedes und wo sie ihre Muskeln spielen lassen mit lauten Motor und  der Tankstelle Wirt traut sich nichts zu sagen weil die Aggressiv werden . Griechenland fordert ( so wie ich jetzt gelesen hab ) auch Geld an wegen den Flüchtlingen , aber von wo es kommen soll wird gestritten . Wehe das Griechenland und Mazedonien die Grenzen öffnen , dann ist Chaos Nummer  1 in Europa und in Deutschland zusätzlich auch. Denn geschehen muss was den sie können die Flüchtlinge nicht ständig da halten am Zaun wie die Tiere, entweder es entsteht ein Gewalt ohne Kontrolle oder die suchen andere alternativen aus. Schade um die Kinder. 

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Frau Merkel ist daran schuld! Statt sich mit den anderen Staatschefs Europas abzustimmen, hat sie einfach autonom beschlossen, Hunderttausende Flüchtlinge in Deutschland einreisen zu lassen, in der (gefühlsmäßigen und fahrlässigen) Erwartung, die anderen europäischen Staaten würden schon mit der Verteilung dieser eingereisten Flüchtlinge in ganz Europa bereit sein. Damit hat sie Deutschland unermesslichen Schaden zugefügt, denn sie musste zu ihre Überraschung und Empörung erleben, dass die europäischen Länder mitnichten bereit sein, eine nennenswerte Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen. Frau Merkel kommt mir immer mehr wie ein fremdes (undeutsches) „Gewächs“ vor; denn ein deutscher Bundeskanzler, der die Interessen Deutschlands wahrnimmt (wahrnehmen muss!), hätte schon längst, wie die anderen Länder (z.B. Österreich), die Reißleine gezogen und entweder (aus Notwehr) die Grenzen dicht gemacht oder zumindest den Flüchtlingsstrom an der deutschen Grenze streng kontrolliert. Merkel aber hält stur an den offenen Grenzen und an der unkontrollierten Einwanderung fest und verursacht damit in Deutschland zunehmend ein Chaos und in Europa eine Spaltung. Sie agiert wie ein Agent einer fremden Macht (ein Schläfer), der den Auftrag hat, Deutschland zu destabilisieren und Europa zu spalten.

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Hallo 

die Lösung wäre sehr einfach, würde die EU Druck auf Länder wie Polen machen und mit finanziellen Einschränkungen drohen würden sehr schnell alle mitmachen. 

Es kann nicht sein das alle Länder der EU Kohle kassieren aber nichts dafür tun. Da sieht man sehr deutlich wie Korrupt diese Regierungen sind. Man hätte diese Länder niemals in die EU ausnehmen dürfen. 

Europa ist ein weiteres mal gescheitert. 

°LG

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Kommentar von egglo2
03.03.2016, 08:33

In welchem EU-Vertrag steht geschrieben, dass andere Länder machen müssen, was unsere Regierung beschließt?

Die beiden Angelegenheiten haben nichts miteinander zu tun!

Haben wir in der Vergangenheit Solidarität gezeigt, als Italien und Griechenland um Hilfe baten, weil sie mit den Flüchtlingen, die über das Mittelmeer kommen nicht mehr vernünftig umzugehen wussten?

Nein, da hat sich unsere Regierung auf das Dublin-Abkommen berufen und denen den Mittelfinger gezeigt.

Jetzt wundern und empören wir uns, dass fast alle Länder nicht das machen, was wir wollen?

Vielleicht sollten wir uns mal hinterfragen, wenn es offensichtlich fast alle Länder anders machen als wir.....und es sind nicht nur die Osteuropäer!!!

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Die EU ist doch nur ein Kunstprodukt, geschaffen zum Wohle der Konzerne. Unter dieser gemeinsamen Decke brodelt es natürlich, denn die EU-Staaten bestehen ja schließlich nicht nur aus Konzernen.

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Und jetzt stell bitte deine Frage, denn daraus ist nicht herauszulesen was du eigentlich möchtest.

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Hallo,

die EU ist unfähig. Der rechte Rand (PEGIDA; AfD,...) schimpft stets gegen Merkel, aber die EU trägt eine große Mitschuld an der Flüchtlingskrise.

Die Staaten in Osteuropa weigern sich, Flüchtlinge aufzunhemen und begründen dies mit der Kultur.

Die westliche/abendländsiche Kultur gründet sich auf Hilfsbreitschaft (Jesus: "Liebe deine(n) Nächste(n) wie dich selbst.")

Osteuropa und Bayern machen auf christlich, machen aber das Gegenteil ihrer Kultur.

Man sollte alle EU-Staaten, welche sich weigern Flüchtlinge aufzunehmen, rausschmeißen. Damit würden sie keinen Anspruch auf Subventionen haben und merken, wie es ihnen ohne EU geht.

V.a. Großbritannien, dessen Premierminister sagte: "Ich denke es ist für uns Briten richtig, uns das von Europa zu nehmen, was wir brauchen." GB bekommt ständig Extrawürste: Bei der Bankenregulierung, Grenzkontrollen, keine Aufnahme von Flüchtlingen,...

Nach einem halben Jahr würden alle wieder kommen, aber ich kann mir zumindest bei Großbritannien vorstellen, wie das abgehen würde:

1. Referendum (GB entschiedet sich für den Austritt)

2. Der Wirtshaft geht es von Monat zu Monat schlechter.

3. Nach einem halben Jahr würde Gb wieder darum bitten, wieder aufgenommen zu werden. Und es würde genauso weitergehen, wie bisher: Sonderregelungen für GB bis zum abwinken.

Kurz: Es gibt nur eine europäische Lösung, aber die EU ist schlicht und einfach unfähig, zu eienr Lösung zu kommen.

MfG

Steven Armstrong

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Kommentar von egglo2
03.03.2016, 07:48

Man sollte alle EU-Staaten, welche sich weigern Flüchtlinge aufzunehmen,
rausschmeißen. Damit würden sie keinen Anspruch auf Subventionen haben
und merken, wie es ihnen ohne EU geht.

Na, dann wäre die EU auf einen Schlag deutlich kleiner.

Ich finde deine Antwort auch ziemlich anmaßend! Warum sollten wir Deutsche bestimmen können, was in der EU zu machen ist? Immerhin steht Deutschland (insbesondere Mekerl) mit ihrer Position in der gesamten EU ziemlich alleine da. Auch im Vergleich zu den Ländern, die NOCH aufnehmen.

Die Meinung zu vertreten, dass alle anderen Regierungen die Angelegenheit falsch angehen und wir Deutsche als einzige Nation den Richtigen Weg gefunden haben, ist doch etwas weltfremd und arrogant.

So werden wir sicher keine Lösung finden!

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