Frage von BetterBeGood, 49

Es befinden sich doch auf jedem Flug Sky Marshalls, warum eigentlich nicht auch Sky Docs - für medizinische Notfälle. Kommen häufiger vor als Terroristen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ramay1418, Community-Experte für Flugzeug, 14

Erstens sind die Flugbegleiter in Erster (und letzter) Hilfe ausgebildet - und diese Ausbildung ist schon sehr umfassend und in der EU-OPS 1 mit allen Themen vorgegeben. 

Zweitens gibt es Umfragen bzw. Statistiken. So sagt LH etwa, dass sich auf rund 70 % ihrer Flüge ein Arzt an Bord befindet, der im Notfall helfen kann. Ärzte, die Interesse haben, können sich beim Programm "Arzt an Bord" anmelden und werden mit 5.000 Meilen belohnt. 

Außerdem gibt es die Möglichkeit, "gegen Gebühr am Kursangebot beim Medizinischen Dienst der Lufthansa in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Flugmedizin bei Lufthansa teilzunehmen und dabei CME-Punkte zu erwerben." (LH-Begleittext zu ihrem "Arzt an Bord"-Programm) 

Zusätzlich hat LH eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die den behandelnden Arzt gegen Regressansprüche des Passagiers absichert. 

Ich glaube, mehr kann man in vernünftigem Rahmen nicht machen (nicht auf jedem Flug muss ein Kranker versorgt werden) und es zeigt wieder einmal, dass es Unterschiede zwischen einer renommierten Liniengesellschaft und einem Billigflieger gibt, zumal LH für die Übernachtungsstationen auch Verträge mit deutsch sprechenden Ärzten geschlossen hat. 

OK, der Standard-Pax, der lieber 5 Euro sparen will, muss natürlich u. U. beim Billigflieger auf so eine Unterstützung im Notfall verzichten, dafür fliegt er halt billiger. 

Wie das bei anderen Airlines ist, kann ich aber nicht sagen, denke aber, dass es bei der Linie so etwas in ähnlicher Form überall gibt. 

Kommentar von ramay1418 ,

Danke für den Stern! 

Antwort
von Hardware02, 14

Und wer soll das bezahlen? Wie viel soll ein Flugticket denn dann kosten? Diese "Sky Docs" müssten ja nicht nur bezahlt werden, sondern sie würden zahlenden Passagieren auch einen Platz wegnehmen. Keine gute Idee.

Antwort
von kohoki666, 28

weil die Leute keine Angst haben vor jemandem der einen Herzinfarkt hat. Und wer soll die Kosten tragen ?

Kommentar von BetterBeGood ,

Die Airline natürlich.



weil die Leute keine Angst haben vor jemandem der einen Herzinfarkt hat.

Es geht bei meiner Frage nicht um "wovor hat man mehr Angst" sondern um den Service für Fluggäste und ein Sicherheitsgefühl gut aufgehoben zu sein bei medizinischen Notfällen. Hat wie gesagt nix mit Angst und Schrecken zu tun.

Kommentar von kohoki666 ,

Ja, ganz sicher werden die das machen. Da würden ja die armen armen Aktionäre weniger Rendite ausbezahlt bekommen. Und wenn man es auf die Kunden abwälzt müssten die ja mehr für Ticket bezahlen. Will auch keiner. Ergo, kein Doc

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