Frage von AnikaTieger, 186

Erziehung beim Welpen - was muss werden?

Hallo, Ich bin auf der Suche nach einen Berner Sennenwelpen. Wenn ich ihn habe was muss ich da alles beachten...? Treppe ist mit Babygatter schon abgesperrt. Hundebett in Lieferung sowie Fress- und Trinknapf.

Was darf man einem Welpen zu futtern geben sodass er groß und stark wird und sich auch alles entwickeln kann...

Barft ihr oder gebt ihr Trockenfutter...? Wie kann man die Knochenbildung unterstützen...?

LG Anika 

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Berni74, Community-Experte für Hund, 96

Meine Berner bekommen schon immer Fertigfutter, wobei auch mein Züchter grundsätzlich BARF bevorzugt.

Beim Berner muß man auf jeden Fall darauf achten, daß er nicht zu schnell wächst. Muskeln und Bänder sind noch nicht dafür ausgelegt, einen zu schweren Körper zu tragen, weshalb es die Gelenke belastet und nachhaltig schädigen kann, wenn Dein Berni zu schnell zu viel Gewicht bekommt.

Daher sind Welpen- und Junghundfutter mit einem Rohproteinanteil von mehr als 25 % (bei Trockenfutter) nicht für die Aufzucht von Hunden so großer Rassen geeignet.

Entscheidest Du Dich fürs BARFen, solltest Du Dich auf jeden Fall im Vorfeld darüber schlau machen und einschlägige Internetseiten und Bücher studieren, was Du Deinem Hund geben darfst / sollst und was nicht.

Du schreibst, Du bist auf der Suche nach einem Welpen.

Ich möchte Dir dringend empfehlen, Dir einen Hund von einem dem VDH angeschlossenen Zuchtverein (SSV) oder einem ausländischen, der FCI angegliederten Zuchtverein zu holen. Da meine Hunde aus einer Zuchtstätte in Österreich kommen, haben sie keine VDH-Papiere, sondern ihre Ahnentafeln sind im VSSÖ, dem Österreichischen "Gegenstück" zum SSV ausgestellt.

Auf keinen Fall solltest Du zu sogenannten Hobbyzüchtern gehen oder Dir einen Welpen bei ebay kaufen.

Wichtig bei der Auswahl der richtigen Zuchtstätte ist es, möglichst viel über die Vorfahren Deines Potentiellen Welpen zu erfahren. Berner Sennenhunde sind leider von vielen Erbkrankheiten belastet (Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie, OCD (Knorpelabschuppung) in der Schulter, Maligne Histozythose (ein sehr aggressiver und bösartiger Krebs), Degenerative Myeleopathie (eine Art Rückenmarksauflösung) usw.).

Von Seiten der großen Zuchtvereine (SSV, VSSÖ) wird mittlerweile sehr gut gegen die Weitervererbung dieser Krankheiten angegangen. Zuchttiere müssen im Vorfeld Röntgenuntersuchungen und Gentests machen, um überhaupt zur Zucht zugelassen zu werden.

Schau Dir am besten mehrere Zuchtstätten an. Das kannst Du auch schon machen, bevor die überhaupt Welpen haben. Schau, wie die Hunde aufwachsen. Wichtig ist, daß sie eine abwechslungsreiche Umgebung haben und die erwachsenen Tiere Fremden gegenüber möglichst freundlich und entspannt sind. Wenn die Kleinen in einem solchen Rudel ihre ersten Wochen verbringen, ist schonmal der Grundstein dafür gelegt, daß auch sie entspannte und selbstbewußte Zeitgenossen werden.

Achte bei den Verpaarungen auf die Lebensdauer der Eltern, Großeltern, Urgroßeltern. Je älter die geworden sind, umso mehr deutet das auf eine gewisse Langlebigkeit in der Zuchtlinie.

Bezüglich der Erziehung des kleinen ist es wie bei jedem Welpen - mit Liebe und Konsequenz. Verlange nichts, was Du nicht durchsetzen kannst, und überfordere den Zwerg nicht. Am besten ist es, wenn Du Dir eine gute, gewaltfrei arbeitende Hundeschule suchst, wo Du mit dem Zwerglein dann in die Welpengruppe gehen und einen Kurs besuchen kannst.

Bei Welpengruppen ist es wichtig, daß nicht mehr als 4 - 5 Welpies auf einen Trainer kommen, weil man sonst schnell den Überblick verlieren kann und nicht unbedingt mitbekommt, welche Erfahrungen der Hund im Zusammensein mit den anderen Welpen macht.

Außerdem liegt es mir sehr am Herzen, darauf aufmerksam zu machen, daß Berner keinesfalls träge und gemütliche Zeitgenossen sind. Die meisten Vertreter dieser Rasse sind absolut agil, bewegungs- und vor allem arbeitsfreudig. Wenn Du mit Deiner Fellnase später irgendwas im Hundesport machts (nicht unbedingt Agility oder Turnierhundesport), wird sie es Dir danken. Besonders geeignet sind sie für Nasenarbeit jeder Art (Fährten, Rettungshundearbeit, Mantrailing, ZOS) oder Obedience.

So - ich glaube, das war die längste Antwort, die ich hier je geschrieben habe. :-) Wenn Du noch mehr Fragen hast, immer raus damit. :-)

Außerdem wird Dir ein guter Züchter vor der Anschaffung und auch später immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Eine schöne Rassebeschreibung findest Du auch hier:

http://issnruede.de/der-berner-sennenhund-gemuetlicher-familienhund/


Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 95

Du bist auf der Suche und rüstest dich schon mal aus? Bisschen voreilig, oder?

Erst Hund dann Ausrüstung. Man weis ja nie was man alles vom Züchter mitbekommt.

Als Ausrüstung für jetzt genau in 5 Minuten empfehle ich dir auf Amazon dir die verschieden Hundebücher anzusehen. Es gibt eine vielzahl von Büchern, die sich mit Ernährung, Erziehung, Haltung, Sicherheit, Krankheiten, Umgang usw. beschäftigen.

In vielen kann man Probelesen und sich mal einlesen was richtig ist.

Bücher wie Katzen würden Mäuse kaufen, oder Barf Junior, oder die Ernährungslehre für Hunde und Haustiere, oder Welpen von Clarissa Reinhard, sind schon mal ein Anfang.

Dann geht man im Bekanntenkreis herum (bei all denen wo einen gut erzogenen Hund haben) und informiert sich bei denen.

Dann hat man in der Regel noch den Züchter, an den man sich immer wieder gerne wenden darf.

Und dann wenn du all das durchgelesen und verstanden hast, dann kauft man sich ein Tier.

Antwort
von brandon, 35

Ich möchte Dir raten eins oder auch zwei dicke Bücher über Hundehaltung und Hundeerziehung zu lesen, da werden alle Deine Fragen beantwortet.

Was man alles über Hunde wissen sollte kann man hier nicht in ein paar Sätzen aufzählen da ist ein Buch praktischer außerdem ist es auch interessant wenn man sich für Hunde interessiert.

Du kannst auch dem Züchter Fragen zur Ernährung stellen, dazu würde ich Dir auch raten wegen der Futterumstellung. 

Außerdem gibt es auch über Hundeernährung zahlreiche Bücher in denen Du Antworten findest.

Ich finde es gut das Du Dir solche Gedanken machst und es wäre schön wenn das alle Leute tun würden bevor sie sich einen Hund nach Hause holen.Dann würden in den Tierheimen nicht so viel Hunde sitzen die unüberlegt gekauft wurden.

Ich wünsche Dir viel Freude mit Deinem Vierbeiner.

LG

Antwort
von adventuredog, 62

Berni74 hat schon das WIchtigste geschrieben.

Ich möchte dich ebenfalls bitten nur einen Welpen aus einer kontrollierten VDH - Zucht zu kaufen, denn auch bei den Berner Sennehunden wird viel Schindluder getrieben und nur fürs Portemonaie vermehrt.

Lass dir immer alle Unterlagen (Zuchtzulassungen, vorgeschriebene Gesundheitsuntersuchungen, Wurfabnahmeprotokolle etc) zeigen und erklären. Löcher die Züchter mit Fragen, ein seriöser Züchter hat nichts zu verbergen und wird dich ebenso über deine Lebensumstände ausfragen.

Auch besucht man "seinen" Welpen vorher einige Male und lernt dabei die Hunde und deren Umfeld, sowie den Umgang der Züchter mit ihren Tieren kennen. Alles was du wissen musst, damit aus dem kleinen Fellknäuel ein großer, gesunder, freundlicher Hund wird, erklärt dir der Züchter. Auch wie man einen Berner Sennenhund ernährt. Ausserdem gibt es meistens das gewohnte Futter für die erste Zeit mit. Zu frühe Ernährungsumstellungen verursachen meistens Probleme, damit sollte man warten bis der Hund sich eingelebt hat und etwas größer ist. 

Wie andere Hundehalter füttern oder erziehen oder sonstwas mit ihrem Hund machen ist nicht relevant. Jeder Hund (Rasse) ist anders und was dem einen guttut, kann dem anderen schaden. Dein 1.Ansprechpartner sollte stets der Züchter sein. Viee Infos fidest du auch auf den Seiten des Vereins und bei Treffen und Ausstellungen. Fahr ruhig mal hin, denn es gibt auch innerhalb eienr rasse Unterschiede im Aussehen und Verhalten der Hunde/Zuchtlinien.

Für Deutschland http://www.ssv-ev.de/

Viel Spass bei der Auswahl des richtigen Welpen!


Kommentar von adventuredog ,

Für die Schweiz  http://kbs.5t5.ch/?page\_id=615

(lesenswerter Artikel über Welpenvermittlung)

Kommentar von adventuredog ,

Informationen über den Dachverband VDH

http://www.vdh.de/welpen/das-vdh-guetesiegel

Antwort
von dogmama, 58

Was darf man einem Welpen zu futtern geben

zuerst mal sollte weiterhin so gefüttert werden wie es der Welpe gewöhnt ist.

Deshalb lass Dir vom Züchter einen Futterplan geben mit genauer Angabe wie oft welches Futter und Menge gefüttert wurde/wird.

Eine Futterumstellung sollte immer langsam Schritt für Schritt erfolgen. Und das auch erst nach einigen Wochen, wenn sich der Welpe vollkommen ein-und umgewöhnt hat.

Antwort
von BS3BM, 24

Wie alt bist du? Wer ist verantwortlich für den Welpen? Die erste Zeit darf der Welpe nicht alleine sein und erst allmählich an das Alleinsein gewöhnt werden. Wenn man anfangs beim Welpen sehr dahinter ist, geht es schnell mit der Stubenreinheit. Bei meinen Welpen ging es erstaunlich fix, nur meine arme ängstliche Vermehrerhündin brauchte dazu lange. Sie kannte es ja all die Jahre nicht anders, sie war ja nur eingesperrt und hatte kein schönes Hundeleben.

Also zur Zeit habe ich Bernersennenhündin Nummer 4 und 5. Die ersten 3 Bernermädels kamen alle als Welpen vom Züchter (SSV). Die letzten beiden Bernermädels habe ich über einen TS-Verein vom Ausland (eine Vermehrerhündin mit 4 Jahren und eine total vernachlässigte und halbverhungerte Bernerin, die nur im Zwinger war mit 2,5 Jahren).

Ich kann nur sagen, einmal Berner immer Berner!

Da ich im Rentenalter bin und somit immer zuhause, koche ich das Hundefutter selbst  (Rindfleisch, Kartoffel, Karotten oder anders Gemüse, Obst, Hüttenkäse, unterschiedliche Öle, ab und an mal ein Eigelb dazu).

Ich füttere morgens, mittags und abends, da ich ihnen nicht so viel Futter auf einmal geben möchte. Große Hunde sind sehr anfällig für Magendrehung.

Hier gab es schon ganz tolle Ratschläge bezüglich Erziehung und Fütterung von Welpen, also halte dich daran. Ich hoffe sehr, dass es der Hund bei dir gut haben wird.

Kommentar von Berni74 ,

Ich kann nur sagen, einmal Berner immer Berner!

Willkommen im Club :-)

Kommentar von BS3BM ,

Danke, Du verstehst mich!

Antwort
von Sesshomarux33, 71

Hallo, 

alles was du wissen und beachten musst findest du in den Büchern vom Verlag Animal Learn. Speziell zum Thema Welpen - "Welpen" von Clarissa Reinhardt.

Am besten man ernährt den Hund mit BARF. Wie das geht findest du auf artgerecht-tier.de Wenn du aus irgendeinem Grund nicht barfen solltest, dann nimm hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil z.B Wolfsblut. Trockenfutter bitte nicht füttern, schadet nur. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Kommentar von friesennarr ,

DH, aber wieso erwähnt jeder dieses Wolfsblut - lies mal die neuen Deklarationen durch - da ist weit weniger Fleisch drin als noch letztes Jahr. Das Trofu ist um einiges schlimmer geworden und sie schmeisen immer noch wahllos irgendwelche Kräuter rein.

Du im besonderen müsstest verstehen, wie sinnlos Kräutergaben sind, wenn sie ständig zu hauf gegeben werden.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Ich empfehle es eigentlich nur, weil es mir vor paar Jahren als hochwertiges Futter empfohlen wurde, habe mir das noch nicht durch gelesen. Schade, dass es immer mehr zur Pflanzen-Pampe wird... 

Im Prinzip ist kein Dosenfutter gut. Es ist lediglich eine faule Ausrede für faule Frauchen und Herrchen.

Antwort
von MiraAnui, 51

Trockenfutter ist müll, egal wie hochwertig. Entweder Nassfutter oder barf. 

Junior oder Welpenfutter ist unnötig. Große Rassen sollen langsam wachsen.

Am anfang Das selbe Futter wie beim Züchter.

Antwort
von LukaUndShiba, 83

Was das fressen angeht informierst du dich am besten über das Barf. Da bekommt ein Hund dann wirklich alles was er braucht. 

Antwort
von Segnbora, 33

Und du bleibst 3 Monate durchgehend zuhause, um dich um das Hundebaby zu kümmern?

Wie soll das funktionieren, du gehst doch noch in die Schule. Du kannst den Hund nicht 6 Stunden allein lassen.

DAS ist erstmal das Wichtigste, vor allem Zubehör und aller angelesenen Erziehung

Antwort
von KUMAK, 72

Du kaufst dir Sachen bevor du den Hund hast?

Kommentar von cuppychg ,

das ist glaube ich normal...

Kommentar von KUMAK ,

Nein, weil sie ja noch nicht mal sicher einen Welpen hat, da sie ja noch auf der Suche ist. Man sollte sich erst Sachen kaufen wenn man den Welpen sicher hat.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

 Es sollte immer alles vorbereitet sein, wenn ein neues Tier kommt.

Kommentar von KUMAK ,

Lies mal meine Antwort.

Kommentar von friesennarr ,

Aber nicht so schon - was ist wenn es nachher doch kein Berner wird sondern doch ein Chi - dann wäre alles zu groß.

Kommentar von Berni74 ,

:-)

Wenn man sich im Herzen für einen Berner entschieden hat, wird es dann kein Chi - höchstens als Zweitund ;-)

Kommentar von friesennarr ,

Ob es im Herzen wirklich der Berner ist? Dann ja.

Ich hatte mal einen Friesenhengst zu verkaufen - der Interessent wollt zu 100 % einen Friesen - Hengst sollte er sein - jung sollte er sein - Gesund. All das passte, er war auch hin und weg von dem Pferd. Aber er hatte noch einen anderen Termin schon ausgemacht und wollte erst diesen Friesen auch noch ansehen.

7 Tage später rief er micht an, das er mein Pferd nicht kaufen würde, obwohl der so toll sei, aber er habe sich bei einem Händler in eine 8 jährige Paintstute verliebt und diese gekauft.

Jetzt sag nochmal, wenn dein Herz am .... hängt dann ...... oder auch nicht. Wie man sieht.

Kommentar von Berni74 ,

OK... hab wieder mal von mirvauf andere geschlossen :-)

Kommentar von Berni74 ,

Hab ich auch so gemacht damals. Ich finde das besser, als sich erst zu informieren, wenn der Hund quasi schon eingezogen ist.

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