Frage von Draggyblackdots, 138

Erziehung abgeschlossen, was tun mit der Frage ob ich etwas falsch gemacht habe?

Hallo an alle :)

Meine Tochter wurde von mir und meinem Ex-Mann gemeinsam erzogen, wir waren schon früh geschieden aber haben uns immer gut verstanden. Vom11.-17. Lebensjahr war ich ziemlich alleinerziehend da er leider sehr weit weg gezogen ist.

Zum 17. Geburtstag ist sie zu ihm gezogen, Begründung einfach, dass sie ja die 5 Jahre jetzt bei mir war seit er weg ist.

Tochter ist ein netter Mensch und besucht ein Gymnasium. Sie hatte aber eine Kriese bevor sie zum Vater zog. Diese Kriese ging so aus, dass sie plötzlich glaubte sie sei transsexuell. Sie läuft jetzt "als Junge" rum, sagt aber dass sie nicht wirklich weiß, was mit ihr los sei. Sie geht zum Psychologen.

Grade sagte sie mir aber wieder, dass es ihr gut ginge. Der Vater würde ihr helfen mit Gespräch, seine Frau und seine Freunde auch.

Wir fanden es alle ganz gesund, dass sie mal sagt, sie bräuchte Abstand von mir. In gewisser Weise war ich ja doch die ganze Zeit alleinerziehend durch den Alltag mit ihr. Nicht so, wie "richtige" Alleinerziehende denn wie gesagt bis zum 11. Lebensjahr hat sie ihn ja viel besucht. Es war dann die 6 Jahre, wo er weg war, auch sehr eng. Von dem her fanden wir es eben ganz gut, dass sie mal andere Ansichten hören möchte für ihr Problem und überhaupt mal andere Lebensansichten.

Nur eben dass sie zum Psychologen muss und sogar an diese Operation zum Mann denkt, macht mir Sorge. Alle Erwachsenen meinen, dass das keine "normale" Transsexualität sei, da sie als Kind nicht so war, dass es eher ein Problem ist mit dem Frau-Werden. Das würde ja auch festgestellt werden, das heißt die Psychologen werden ihr das schon sagen, wenn alles gut geht.

Nun bin ich alleine und ab und zu kommen nur noch Erinnerungen und ich denke so Gedanken, wie "Habe ich das gut gemacht einigermaßen?" usw. Sie muss immerhin zum Psychologen . Wie gesagt wir wären sehr erstaunt wenn uns die Psychologen sagen würden, die Diagnose wäre einfach Transsexualität, die angeboren ist. Bzw wir haben auch Sorgen, dass sie sich operieren lässt und dann unglücklich ist. Wie gesagt wir sind überzeugt, dass sie damit irgendetwas kompensiert und es auch aus den Medien übernommen hat.

In Bezug auf andere Themen ist sie total vernünftig, z. B. will sie kein Smartphone da sie schon selbst merkt, dass sie zuviel am Laptop "hängt". Dort macht sie aber auch keine unvernünftigen Sachen. Und sie ist eben nett und hat nie Stress gemacht.

Frage besonders an erfahrene Eltern: Wie "schlimm" schätzt ihr ihre Situation ein? Und wie komme ich mit den Gedanken klar, dass ich vielleicht etwas falsch gemacht habe? Ich habe sehr viel für sie getan....ich lasse schon viel los, es ist Vergangenheit, das ist ein anderer Mensch, den ich nun nicht mehr beeinflussen kann. Trotzdem ist der Wunsch natürlich groß, es möge ein Mensch werden, der klar kommt im Leben. Dass sie wieder so fröhlich wird, wie als Kind.... bzw er....

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nashota, 81

Also: Eltern haben nie etwas falsch gemacht, wenn ihr Kind eine andere Sexualität entwickelt oder eine andere Identität fühlt. Das sind Prozesse in der Entwicklung der Kinder, auf die Erziehung so gar keinen Einfluss hat.

Und aus den Medien übernimmt auch keiner mal eben so das Denken "Hm, ab heute fühle ich mich mal als Mädchen/Frau bzw. Junge/Mann".

Wenn deine Tochter im Moment unsicher ist und dafür Hilfe in Anspruch nimmt, ist das alles andere als ein Makel. Es ist im Gegenteil sehr gut. Würde sie alles in sich reinfressen, wäre es ein viel größeres Drama.

Du solltest deiner Tochter vertrauen. Selbst wenn sie wirklich transsexuell sein sollte, sollte das an eurem Verhältnis nichts ändern oder trüben. Das Äußere würde sich zwar verändern, aber nicht das Wesen und der Charakter.

Lasse ihr Zeit, sich zu finden.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Danke :) 

Es ist nur so, das befreundete Psychologen uns schon gesagt haben, dass sie nicht erwarten, dass die Diagnose "Transsexualität" sein wird, sondern eben, dass gesagt werden wird, dass sie etwas kompensiert. Sie ist sich ja selbst unsicher, ob sie trans ist und eben solche Leute bekommen eh keine Hormone, sondern werden Psychotherapeutisch behandelt.

Ja, sie sagt auch, dass ich ihr vertrauen soll, dass sie nichts dummes tut, damit meint sie Hormone und OP ohne sich sicher zu sein...

Ich lasse sie weitgehend in Ruhe momentan, sie will nicht viel mit mir sprechen. Es ist mehr mein Selbstbild, meine Selbst-Bilanz. Ich habe mich gefühlt sehr angestrengt. Ich finde erziehung in der heutigen Zeit schwierig weil die Schule so enorm fordernd ist...

Kommentar von Nashota ,

Eine Trennung der Eltern ist natürlich für jedes Kind ein einschneidendes Erlebnis, das auch jedes Kind für sich verarbeitet.

Wenn dein Ex und du euch aber über eure Trennung hinaus gemeinsam um eure Tochter gekümmert habt, war der einzige Unterschied nur der, dass ihr nicht mehr zusammenwart. Viele andere Kinder erleben da weitaus andere Szenarien.

Die Pubertät als solche ist ein Selbstfindungstrip für jeden Heranwachsenden. Wo der Weg sie hinführt, wissen sie selbst nie so genau. Und ihre sexuelle Orientierung ist weniger eine Sache von irgendwas kompensieren, sondern eine Sache des Gefühls.

Wenn sich Menschen im falschen Körper fühlen, dann ist das ein innerer Konflikt mit ihrer eigenen Identität. Aber das kommt nicht mal eben über Nacht, sondern zeichnet sich schon länger ab. Sowohl vom Äußeren her, als auch vom Verhalten.

Kennst du den Film "Mein Sohn Helen"? Falls nicht, schau ihn dir mal an. Sehr berührend, sehr tiefgehend, die ganze Palette des Gefühlskarussells offen zeigend.

Die Erziehung von Kindern ist immer eine Aufgabe, die kein Elternteil mit links und im Vorbeigehen erledigt. Die heutigen Zeiten sind allerdings auch immer mehr eine Herausforderung, das ist wahr.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Danke. ich habe schon Filme gesehen über Trans-Kinder z. B. Jazz Jennings. Also geboren als Junge. Sie kommt schon als kleines Kind extrem weiblich rüber. Und das erinnert mich dann nur an meine Tochter. Sie wollte immer lange Haare haben, war ein richtiges Prinzesschen und wußte das auch. Und es kam eben über Nacht mit dem Trans...

Zwei Wochen vorher noch mit ihr Klamotten kaufen, Röcke und so, sie hat mir noch was ausgesucht ich habe nicht sooo Interesse.  Ich freute mich über ihren Geschmack und dachte, dann werde ich in Zukunft besser gekleidet sein.
Ja, ich geb mir immer Mühe mit der Patchwork Familie. Als sie grade heute sagte, die Frau von meinem Ex würde ihr helfen momentan fühlte ich etwas Eifersucht aber so etwas reflektiere ich. Wir haben nie Streit unter den Erwachsenen.

Kommentar von Nashota ,

Kennst du ihren Freundeskreis? Hat sie einen festen Freund?

Was die Frau des Ex angeht, würde ich es eher so bewerten, dass sie von deiner Tochter als neutralste Person gesehen wird zwischen ihrem Vater und dir. Ihr kennt sie am besten, diese Frau ist trotz Beziehung zu deinem Ex jemand Fremdes.

Wenn ihr aber untereinander wisst, wer welche Position hat, sprich, Vater, Mutter und Freundin im Sinne von Freundin, hat jeder seinen "Job".

Und respektiert den jeder untereinander, seid ihr alle eine große Ausnahme unter den vielen Regelfällen, wo sich gegenseitig das Leben schwergenacht wird und die Kinder dann wirklich nicht wissen, wo sie hingehören.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Von einem Freund ist sie Lichtjahre entfernt. Sie liebt ja Männer und definiert sich als homosexueller Transmann. Natürlich denken wir, dass da der Hase im Pfeffer liegt, da sie ja auf keinen zu geht, sich nicht traut scheinbar...


Ja, eben weil ich das Gefühl habe ich geben mir so Mühe, ist es schwer, nicht auf ein "Ergebnis" zu hoffen. Zu den Anstrengungen gehört auch, sie von einem Tag auf den anderen weit weg ziehen zu lassen. Weil sie es so brauchte....

Kommentar von Nashota ,

Sie will ein Mann sein, um mit Männern sexuell verkehren zu können? Hat sie das so gesagt?

Seine Kinder mal gehen zu lassen, gehört zum Leben von Eltern dazu. Und wenn sie jetzt bei ihrem Vater wohnt, ist das in den Augen deiner Tochter wirklich nur ein "Akt der Gerechtigkeit", sozusagen.

Deshalb hast du sie nicht verloren. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass man Kindern auch einen Gefallen tut, wenn man sie ihre eigenen Erfahrungen machen lässt.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Sicher es ist sehr wichtig, sich nicht einzumischen, wenn das Signal kommt, dass man grade nicht mehr gefragt ist als Ratgeber....

Kommentar von Nashota ,

Sage ihr trotzdem, dass sie immer mit dir reden kann. Ich erneuere dieses Angebot auch immer wieder bei meinen Töchtern, auch wenn sie es wissen, dass sie immer mit mir reden können, wenn sie es wollen.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Ja, ich habe auch noch andere Möglichkeiten sie zu unterstützen, sie spricht mit mir über die nicht so heiklen Probleme des Lebens. Eben nicht über Trans, aber dass sie morgen Klausuren hat usw..

Kommentar von Nashota ,

Vielleicht noch nicht, was heiklere Themen angeht.

Aber solange sie dich überhaupt an ihrem Leben teilhaben lässt, ist alles gut.

Kommentar von Draggyblackdots ,

vielen Dank du hast mir heute geholfen  :) Zu viele Freunde sind Kinderlos...

Kommentar von Nashota ,

Denke immer daran: Nur gute Eltern machen sich Gedanken um ihre Kinder.

Ich wünsche dir und deiner Tochter alles Gute.

Und wenn du magst, kannst du mich auch so anschreiben, wenn du ein Problem hast.

Kommentar von Draggyblackdots ,

danke für das Angebot

Antwort
von Juliadvdfreak, 82

Tut mir leid wenn ich das so sage aber ich denke du solltest dir Hilfe suchen, eventuell in eine Selbshilfe Gruppe für Eltern Transsexueller gehen. Selbstverständlich ist nicht jede Transe als Kind offensichtlich zu erkennen... und jeder verhält sich in so einer Situation unterschiedlich. Mach dir keine Vorwürfe unf versuche zu lernen dies zu akzeptieren.

Kommentar von Draggyblackdots ,

 "Transsexualität" ist nicht die einzige Diagnose die möglich ist. Es gibt auch "Pseudo-Transsexualität im Rahmen einer Adoleszenzkriese". Und andere Bezeichnungen, bin kein Psychologe. 

Kommentar von xXSnowWhiteXx ,

"Transe"...wow...Applaus!

Antwort
von SerenaEvans, 55

Transexualität ist nicht anerzogen und eine solche Geschlechtsanpassung ist ein langer Prozess und nicht einfach von heute auf morgen eine OP.

Keiner kann sagen, ob und was falsch gelaufen ist. Nach Fehlern zu suchen ist also müßig, wichtiger fände ich es sie jetzt zu untestüzen, gerade wenn sie transexuell ist und sich als Mann fühlt.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Sie weiß es nicht. Sie schreibt im Internet: Geschlecht: männlich/ unbekannt.
Ich kann ihr ja nicht sagen, ob sie trans ist. Es ist verständlich, dass sie das mit dem Psychologen rausfinden will. Ich akzeptiere, dass sie nicht mit ihrem Namen angesprochen werden will.

Kommentar von SerenaEvans ,

Dann lass ihr Zeit. Nicht jeder definiert sich eindeutig als Mann oder Frau. Das ist kein Drama.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Das sage ich ja auch immer, ich bin auch tendenziell gar nichts. Habe schon tausendmal über Androgynität gesprochen und dass man doch jeden Tag das anziehen kann was einem grade gefällt und dann ist gut. Aber sie grübelt scheinbar über ein entweder-oder. Tendenz zu Mann aber diese Tendenz wird nicht reichen damit sie Hormone bekommt, also bleibt sie biologisch wie sie ist.

Kommentar von SerenaEvans ,

Na und? Was ist am Grübeln so schlimm? Macht sie eine Therapie? Ansonsten würde ich sie einfach lassen. Grübeln ist normal und menschlich. Solch Dinge klären sich nicht innerhalb von wochen. Das ist ein Prozess.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Ich denk mir auch, ist alles nicht sooo schlimm. Mir sagte nur ein enger Freund sie hätte eine Kriese, schlimmer als andere Jugendliche weil die meistern nicht zum Psychologen gehen und auch nicht müssten. Und da kommt dann der Gedanke, warum. 
Dass es viel schlimmeres gibt, ist mir klar..

Naja, der Freund hat keine Kinder ;) daher hoffte ich, dass hier Eltern antworten.

Ja, Therapie macht sie was der Freund halt als Zeichen sieht  dass ihre Pubertät viel schlimmer verläuft als die von anderen Jugendlichen.

Kommentar von SerenaEvans ,

Ich bin keine Mutter, aber ich gehe auch zur Therapie. Warum auch nicht? Wer Beschwerden hat, geht immerhin auch zum Arzt.
Lass dich nicht von Menschen, die keine Ahnung haben, verunsichern.

Kommentar von Nashota ,

Mir sagte nur ein enger Freund sie hätte eine Kriese, schlimmer als andere Jugendliche weil die meistern nicht zum Psychologen gehen und auch nicht müssten

Dein enger Freund hat offensichtlich keine Ahnung, wie viele Kinder und Jugendliche zum Therapeuten gehen.

Kommentar von Draggyblackdots ,

ich denke mir auch und wie viele Eltern sich wünschen, ihr Kind würde zum Psychologen gehen. Alleine schon die Smartphone Sucht und Internet-Sucht. Unser Kind weiß wenigstens dass sie ein Problem hat und denkt nicht, wir sein das Problem mein Ex oder ich.... ;)

Antwort
von transeltern, 11

Niemand ist schuld an Transsexualität. Ja, es ist angeboren, aber der Zeitpunkt der Selbsterkenntnis variiert stark. Manche mußten erst 50 werden um ihr Problem zu kapieren. Und Du glaubst gar nicht was Eltern alles nicht wissen können. Ich habe versucht dem Bild und den Erwartungen an einer Frau gerecht zu werden, habe mich mit keinem über meine innere Zerissenheit unterhalten. Auch wenn ich meistens als "burschikoses Mädel" wahrgenommen wurde, hatte niemand Zweifel daran, daß ich ein Mädel sei. Ich habe mich lange selbst nicht verstanden und mich selbst für bescheuert erklärt und den inneren Jungen eingekerkert. Die Mutter meiner Freundin kannte nicht mal die männlich pubertär tiefe Stimme ihres Kindes, denn meine Freundin hat von Anfang an aus purem männlichen Selbstekel die Stimme hochgedrückt und das wo auch sie sich selber lange nicht verstanden hat.

Zweifel sind normal, sie bewahren einen davor blindlinks in eine Sache reinzurennen. Sich stets zu reflektieren, zwischendurch einfach mal inne halten und sich selbst hinterfragen ist besser als mit Scheuklappen auf etwas zuzurennen.

Die Behauptung man müsse schon als Kind derartige Anzeichen haben ist reines Klischee von den Medien bedient und wird gerne von Betroffenen behauptet, die Zweifel haben, diese aber vor sich selbst und anderen leugnen. Es gibt genug Betroffene, die erst später ihr Problem kapieren und versucht haben, der gesellschaftlichen Erwartung gerecht zu werden oder die ihr inneres Wissen all die Jahre verheimlicht haben bis es nicht mehr ging. Wir haben ein Forum auch für Angehörige.

LG transeltern

Kommentar von Draggyblackdots ,

mir fällt grade auf das das das Forum ist, wo meiner Tochter das Ganze eingeredet wurde. Mit genau den Formulierungen. Meine Tochter versuchte aber nicht irgendwelchen gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden. Denn niemand erwartete endlos lange Haare und lila Ballerina Schuhe mit einem dicken Glitzerstein drauf. Im Gegenteil, ich fand diese Schuhe schrecklich. Sie kaufte die dann mit dem Geld von Opa. 
Bevor sie sich in diesem Forum angemeldet hatte, kannte sie nichts von solchen Stories. Selbst war sie nicht so. Daher hatte sie keinerlei solche Ideen.
Genau wie du hier erzählst, wie da jemand die männliche Stimme aus purem Selbstekel hochdrückt, haben ihr die Leute im Forum alles mögliche erzählt wie sich eben Frau zu Mann  Transleute so verhalten. Brust abdrücken usw.  seit dem hat sie diese Themen drauf. Aus ihr selbst kam genau gar nichts in der Art. 

Kommentar von transeltern ,

Sorry Draggy, wenn Du einen Schuldigen suchst mußt Du woanders suchen. Nur das doofe ist, es gibt keine Schuldigen.

Wir reden niemanden was ein. Wo bitte ist denn das Problem, wenn Transsexuelle über ihre Erfahrungen reden wenn sie danach gefragt werden? Und davon ab gehört es zur Selbstfindungsphase dazu, mit sich selber zu experimentieren und Dinge auszutesten und ja, auch Übertreibungsphasen sind nicht ungewöhnlich, es dauert halt bis es "klick" macht und die Übertreibungsphase aufhört und ein natürlicheres Verhältnis zum empfundenen Geschlecht entsteht. Und nochmal davon ab, das Forum ist nicht verantwortlich für die Äußerungen anderer User.

Schaue doch selber im Forum nach und mache Dir ein eigenes Bild, anstatt als Außenstehende pauschal gegen das Forum zu wettern.

Wir sagen allen Betroffenen, daß sie in aller Ruhe schauen sollen, nichts überstürzen sollen, sich einen erfahrenen Therapeuten suchen sollen, denn schnell kann man im Eifer des Gefechtes auch mal einen Schritt zu weit sein und dann ist Holland in Not. Und wie bitte soll ich für mich herausfinden ob etwas für mich stimmig ist wenn ich es nicht ausprobiere?

Ich hatte damals noch kein Internet und was habe ich es schwer gehabt um überhaupt mal vernünftige Infos zu finden. Ich habe massiv gelitten. Als ich das erstemal erfahren habe, wie man Brüste kaschieren kann, ist mir der Himmel in den Schoß gefallen und von da an habe ich kaschiert, weil ich mit den Dingern nie klargekommen bin. Wie auch wenn ich innerlich Mann bin. Ich wollte die Dinger nicht, ich wollte sie nicht sehen müssen und daher wollte ich auch nicht daß andere sie sehen. Und genauso lief es mit dem kaschieren des breiten Beckens und mit dem stuffen "da unten". Als ich erfahren habe, wie man die "Beule da unten" hinzaubern kann, habe ich nicht lange gefackelt.

Ich bin zudem nie hinter Akzeptanz hergerannt, es war mir schlicht egal was andere davon gehalten hätten, denn ICH wollte glücklich werden und nicht die Bequemlichkeit der Denkbirnen anderer Leute bedienen. Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gerne hätten, nur um in deren Weltbild zu passen.

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