Frage von MarytoJane, 64

Erzieherausbildung vorbei, was nun?

Hallo, Ich beende nächstes Jahr im Sommer meine Ausbildung und bin dann staatlich anerkannte Erzieherin. Ich habe Praktika in Kindergärten und in einer Jugendwohngruppe gemacht, war auch schon im Ausland und habe dort als Kinderanimateurin gearbeitet. Doch jetzt stellt sich mir die Frage, wohin ich nach der Ausbildung gehe/ in welchem Bereich ich arbeiten will. Ich habe nämlich absolut keine Ahnung!!! Habt ihr Empfehlungen oder kennt ihr tolle Arbeitsbereiche für Erzieher?

Ich freue mich auf eure Antworten!

Antwort
von SailorMoonFan1, 34

Die Frage ist, was hat dir am meisten Spaß gemacht?
Das wäre für mich der erste Punkt auf der Liste. Danach sollte es doch aber auch interessieren, wo du mehr verdienst und bessere Aufstiegschancen hast.

Ich gehe z.b. dieses Jahr ins Ausland an eine Deutsche Schule und werde (vorerst) grübeln Jahr dort als Erzieherin arbeiten. Ich verdiene mehr Geld als hier in Deutschland, arbeite weniger und habe mehr frei. Außerdem sind meine Aufstiegschancen sehr hoch.

Hoff ich könnte dir irgendwie helfen, denn im Endeffekt musst du wissen was du machen möchtest!

Kommentar von MarytoJane ,

Danke für die Antwort, so wie du es machst, klingt es auf jeden Fall toll und nach einem vernünftigen Plan!  Viel Glück! 

Antwort
von Volkerfant, 10

Das hilft dir gar nicht weiter, wenn ich dir tolle Arbeitsbereiche aufzeige, denn es heißt ja nicht, dass diese Arbeit dir auch Spaß machen wird.

Du hast so viele Praktikas gemacht und schon die verschiedensten Erfahrungen gesammelt. Stell dir doch mal die Frage, wo es dir am besten gefallen hat, wo du dir vorstellen könntest, einige Jahre zu arbeiten.

Bewerbe dich an vielen verschiedenen Stellen und warte ab, was sich daraus ergibt. Du kannst immer wieder die Stelle wechseln, wenn du feststellst, dass es dir nicht so gut gefällt.

Wenn du jung und frei bist, nütze die Gelegenheit, um nochmals im Ausland zu arbeiten, um deine Fremdsprachen zu verbessern oder um neue zu lernen.

Antwort
von Rockige, 20

Du hattest doch in der Ausbildung genug Einblicke in die verschiedensten Richtungen.

Während meiner Ausbildung haben ich und die Klassenkameradinnen uns nach und nach für verschiedene Richtungen entschieden. Man merkt ja dann welche Arbeitsbereiche einem liegen/ zusagen und welche nicht. Ich beispielsweise entschied für mich das die Arbeit im Kindergarten nix ist für mich, meine Stärke liegt in der Pflege und Betreuung Behinderter. Andere dagegen waren perfekt für den Kindergarten oder fürs Kinderheim geeignet, sie fühlten sich in der Behindertenpflege dagegen absolut deplaziert.

Sorry, die Entscheidung ist so individuell, das kann dir niemand abnehmen oder erleichtern. Du wirst dich selbst ausprobieren müssen und dadurch entscheiden.

Kommentar von MarytoJane ,

Nein, leider hatte ich nicht viele Einblicke so wie du es beschreibst. Genau das habe ich allerdings von der Ausbildung erwartet. Ich kenne einfach immer noch viel zu wenig und hatte auf ein paar inspirierende Erfahrungen gehofft.

Und viel mit ausprobieren ist in der  schulischen Ausbildung leider nicht ;)

Kommentar von Rockige ,

Also, man hat das Vorpraktikum, dann ein Praktikum (mindestens) im ersten schulischen Jahr, mindestens ein Praktikum im zweiten schulischen Jahr.... und dann hatte ich das Anerkennungsjahr.

Zwischendrin lernt man zumindest noch in der Theorie etwas über die verschiedenen Konzeptionen, und wir haben auch mal die eine oder andere besondere Einrichtung besichtigt (beispielsweise ein Mal ein Kinderheim).

Gut, das macht vielleicht jede Schule in jedem Bundesland etwas anders... und bei mir ists auch schon ein paar Jahre her...

Dann überlege was absolut nicht in Frage kommt für dich. Das grenzt alles schon mal etwas ein.

Als Nächstes überlegst du dir was bei dir in der erreichbaren Umgebung überhaupt für Möglichkeiten bestehen.

Überlege dir ob du an deinen aktuellen Wohnort gebunden bist - oder ob du auch umziehen würdest (mancher kann sich so etwas ja absolut nicht vorstellen, für andere ists kein Problem).

Du könntest auch die Ferienzeiten für Schnupperpraktikas nutzen.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Wir hatten in den ersten beiden Jahren jeweils eine Einrichtung und dann in den nächsten beiden Jahren nochmal 5 blockpraktika in Krippe, Schule, ferienarbeit (Jugendzentrum, Zeltlager Kinderheim mit Ferienprogramm, oder ähnliches), Hort und Einrichtung für Behinderte (egal ob integrativ oder nicht, von kiga über Schule bis hin zur behindertenwerkstatt)

Kommentar von Rockige ,

Oh ja, das Zeltlager hab ich auch vergessen (Stadtranderholung)... Nach Ende der Ausbildung hab ich im Folgesommer das nochmal freiwillig gemacht :D War toll.

Ich kannte dieses "Ich weiß nicht wohin" damals garnicht. Ich begann die Ausbildung mit dem Wunsch später im Bereich der Behindertenbetreuung zu arbeiten.

Aber ich kann es gut verstehen.

Man könnte doch erst mal eine Liste machen und wenn man dann einen Schritt weiter ist mal ein Schnupperpraktikum (beispielsweise).

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