Frage von dschini88 26.03.2011

Erwerbsminderungsrente. muß ich zum Gutachter?

  • Hilfreichste Antwort von Laredo 26.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Du wirst mit Sicherheit zum ärtzlichen Dienst der Rentenversicherung beordert und dieser ist nicht an die Vorgutachten gebunden. Sollte deine Rente abgelehnt werden, was sogar höchst wahrscheinlich ist (die wollen nichts zahlen!), verklage sie sofort. Ich gehe davon aus, dass man dir erst einmal Rehabilitationsmaßnahmen anbieten wird um die ganze Sache in die Länge zu ziehen. Dass man Verzögerungstaktik betreibt, ist allein an der 6-monatigen Bearbeitungszeit deines Rentenantrages erkennbar.

  • Antwort von hubkon 28.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo Alissa,

    leider ist es in der Praxis so, daß die Beurteilung des ärztlichen Dienstes der Agentur für Arbeit nicht undedingt mit dem medizinischen Begutachtungsverfahren der Rentenversicherung übereinstimmen muß.

    Das sind meist zwei verschiedene Paar Stiefel.

    Oft finden sich Betroffene in einem regelrechten Verwaltungskarussell wieder und der schwarze Peter wird von einem Schreibtisch zum anderen geschoben.

    Sowohl in meinem eigenen Fall aber auch bei verschiedenen Bekannten konnte ich feststellen, daß Agentur für Arbeit, Krankenkasse und Rentenversicherung "eigene Brötchen" backen.

    Die Attestierung einer Erwerbsminderung unter 3 Stunden pro Arbeitstag wird in der Praxis nur noch sehr selten erfolgen.

    Denn wer auf Grund seines Alters und seiner letzten beruflichen Tätigkeit keinen Berufsschutz geltend machen kann, der wird oft auch auf Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt auch für leichte Tätigkeiten verwiesen.

    Da heißt es dann oft, Museumswärter, Pförtner usw. und dann spielt es überhaupt keine Rolle, ob überhaupt ein solcher Arbeitsplatz verfügbar ist.

    Wie Urteile der letzten Zeit beweisen, schützt auch eine Schwerbehinderung von 80% nicht vor einer Ablehnung des Antrags auf Erwerbsminderungsrente.

    Sie sollten unbedingt sicher gehen und einen kompetenten Rechtsbeistand hinzuziehen.

    Kompetent sind hier die Juristen der Sozialverbände:

    Wenn Sie z.B. Mitglied bei einer Gewerkschaft oder bei einem anderen Sozilalverband sind, haben Sie eventuell Anspruch auf Rechtsbeistand. Fragen Sie ggf. dort unter Angabe Ihrer Mitgliedsnummer nach.

    Wenn Sie bisher noch keinem Sozialverband angehören, dann ist die Mitgliedschaft beim VDK eine gute Wahl.

    Dort erhalten Sie kompetenten Rechtsbeistand im Extremfall bis vor die Sozialgerichte gegen einen relativ geringen Monatsbeitrag von z.Z. ca. 5 Euro und dies ohne Wartezeiten.

    Wer keinen Rechtsbeistand zu Hilfe nimmt der läuft große Gefahr, wichtige Fakten zu übersehen und Verfahrensfehler zu machen.

    Wer bereits eine Rechtsschutzversicherung hat, dem werden die Kosten für einen Fachanwalt sowie ggf. ein Privatgutachten im Zusammenhang mit einem Verfahren vor den Sozialgerichten übernommen.

    Voraussetzung für Deckungszusagen sind Wegfall von Wartezeiten von 3 Monaten bis Verfahrensbeginn und positive Vorabbeurteilung des Verfahrensausgangs durch den Rechtsanwalt.

    Bitte beachten:

    Rechtsschutzversicherungen leisten in der Regel nicht bei Vergleichen.

    Gute Infos zum Thema finden Sie neuerdings auch auf 

    http://eu-rente-antrag-erfolgreich.de

    Das unabhängige Hilfs- und Infoportal ist derzeit im Auf- und Ausbau.

    Viel Erfolg und beste Grüße

    Konrad

  • Antwort von mama64 26.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Also du musst auf jeden Fall zu einem Gutachter, den die RV bestimmt, es interessiert die icht, was da vorher für ärztliche Ergebnisse vorliegen. Es wird so sein, dass die sowieso erstmal ablehnen - das ist schon Standart , wenn man eine EU-Rente beantragt. Da sollte man dann sofort in Widerspruch gehen. Aber das würde ich mit einem Experten tun, z.B. trete in den VdK ein - kostet in der Regel ca. 50 Euro Jahresgebühr, dafür hast du kostenlos nen Anwalt, der alles für dich regelt. Außerdem wird dann dein Antrag auch schneller bearbeitet. Glaub mir, ich weiss genau Bescheid, denn ich hab es erlebt. Könnte ein Buch darüber schreiben, was da alles vom Antrag bis zur Entscheidung passiert ist. Und dann muss man ja aller zwei Jahre (manchmal auch ein oder eineinahalb Jahre - höchstens aber drei) neu beantragen. Auf alle Fälle darf man sich nichts gefallen lassen und immer wieder  einen Widerspruch einlegen. Übrigens - eine Begutachtung bei einem der Gutachter von der RV muss man genau vorher wissen, wie man sich verhält. Die stellen dir Fangfragen und testen dich - furchtbar!!! Ich habe das vorher nicht gewusst - und erst danach von einer Bekannten, die das schon erlebt hat, erfahren. Beim nächsten Mal wusste ich dann besser Bescheid. ünsch dir viel Glück und vorallem Durchhaltevermögen!!!

  • Antwort von stadtpflanze 26.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo alissa,

    kurz und knapp: Ja.
    
    Der Gutachter der DRV kann - muss aber nicht -zu einem anderen Ergebnis kommen.
    
    Und in der Regel muß man nach Einreichung der EM-Rente auch zu einem Gutachter.
    
    In unserem Forum habe ich noch von keinem gehört, dass die Rente nur nach Aktenlage bewilligt bzw. abgelehnt wird. Die Gutachtereinladung kommt sicher noch.
    
    Wenn du noch Fragen hast, schau mal bei <a href="http://www.krank-ohne-rente.de" target="_blank">www.krank-ohne-rente.de</a> rein.
    
    Schöne Grüße
    
     
    
     
    
  • Antwort von Stadtreinigung 26.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Nein der ärztliche Dienst wird das nischt machen,wird sich sogar hüten davor,aber sag mal hast du beim Arbeitsamt einen Antrag gestellt auf Gleichstellung mit Schwerbehinderte?Warte mal wir machen das anders,gehe zu www sozialgesetzbuch de klicke da mal SGB III und SGB IX an da findest du bestimmt was,

     

  • Antwort von user761 26.03.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn Gutachten von anderen Medizinischen Diensten bei der Rentenversicherung vorliegen,müssen die dich nicht unbedingt nochmals zum Gutachter schicken.Die Gutachten von anderen medizinischen Diensten müssen allerdings gleichlautend sein.Medizinische dienste können vom Arbeitsamt oder Krankenkasse sein.Die mußt allerdings bei antragstellung angeben damit die Rentenversicherung sich die Gutachten einholen kann.

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