Frage von jokr25, 107

Erweiterte Speiseröhre beim Hund: Hat jemand damit Erfahrungen?

Hey! Unsere 6 jährige Hündin hat eine erweiterte Speiseröhre, dass heißt, dass die Nahrung nicht richtig vom Muskel in der Speiseröhre in den Magen gedrückt werden kann und häufig in der Speiseröhre liegen bleibt. Sie wird immer mit Nassfutter mit der Hand gefüttert, also so, dass sie sitzt und mit dem Kopf so nach oben schauen muss, dass der Hals ganz gerade durchgestreckt ist. Trotzdem geht es ihr nicht gut und sie behält einiges an Futter nicht drinnen. In den letzten Monaten hat sie deshalb sogar 2 Kilo abgenommen. Habt ihr irgendwelche Erfahrung mit dieser Krankheit beim Hund oder andere Ideen wie die Nahrung besser durch die Speiseröhre rutschen könnte? Und noch eine Frage an einen Profi: Könnte man dem Hund nicht Botox spritzen um die Speiseröhre somit enger zu machen? Bei Menschen wird das nämlich so gemacht und denen geht es dann auch für ca. 3 Monate wirklich besser, bis man eben neu spritzen muss. Würde mich mega über Erfahrungen, Ideen oder andere Tippa und Antworten freuen! Danke schon mal :) LG

Antwort
von DogTrainerin, 63

Hallo und Guten Abend Jokr

Als erstes: Seid ihr bei einem Tierarzt? Das würde ich dringend empfehlen! Dort wird man euch gut beraten und zusammen die perfekte Lösung finden.

Tipps, bei Megaösophagus beim Hund;


  • Findet die beste Konsistenz des Futters für den Hund heraus

  • Füttert den Hund in einer erhöhten Position

  • Halte den Hund auch nach dem Essen in einer erhöhten Position
  • Füttere dem Hund 3-4 Mahlzeiten am Tag
  • Kein Wasser zwischen den Mahlzeiten (Wenn der Hund genug Wasser unter das Futter gemischt bekommt)

  • Zweimal täglich ein Magensäure verbindendes Mittel verabreichen (wie z.B. Tagamet oder Pepcid)

  • Gib dem Hund Expektorans 

  • Lass den Hund mit dem Kopf erhöht schlafen

  • Zusätzlich Vitamin B6

  • Verordnete Medikamente des Tierarztes (!!)

  • Akupunktur 



Ein Gang zum Tierarzt wird unumgänglich sein!
Außerdem wird dies dem Hund am besten helfen.

Alles Gute!





Kommentar von jokr25 ,

Danke für die Tipps, viele davon befolgen wir schon.

Ja wir sind bei einem Tierarzt, haben uns auch schon mehrere Meinungen von verschiedenen Ärzten eingeholt.

Leider ist ein Megaösophagus ja nicht sehr häufig daher hat man sich zumindest hier Österreich auch noch nicht so intensiv mit der Krankheit befasst. Auch Tierärzte können einem nur Dinge wie die erhöhte Fütterung empfehlen, da es auch operativ quasi keine Möglichkeiten gibt.

Antwort
von wotan0000, 61

Ich habe ihm Fernsehen mal einen solchen Fall gesehen.

Die haben den Hund nach dem Fressen ewig lange auf den Hinterbeinen stehend gehalten, damit es durchging.

Das Futter bekam er hochgestellt, so dass er auch vorne erhöht stand.

Draussen sammelte er alles auf und durfte daher nur mit Maulkorb raus, damit nichts nicht durchrutschte.

Ich erinnere mich, dass der Hund rundum Betreuung brauchte.

Kommentar von jokr25 ,

Ja das ist wahr, solche Hunde brauchen sehr viel Zeit, aber solange es ihnen möglichst gut geht ist es okay so.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 51

Das hört sich ja echt schlimm an. Kann man da gar nichts machen?

Wie wurde das diagnostiziert? 

Kommentar von jokr25 ,

Nein nichts endgültig heilendes zumindest. Ein Operation ist hier leider nicht möglich, da es sich ja um einen nicht funktionierenden Muskel handelt.

Sie hat immer öfter erbrochen, vor allem nachts und nach dem Fressen. Das Auffällige hier ist allerdings, dass das Futter unverdaut wieder hoch kommt, da es ja gar nie im Magen war.

Eigentlich haben wir das mehr oder weniger über das Internet herausgefunden, indem wir doch beschriebene Symptome mit denen unseres Hundes verglichen haben. Die Krankheit ist nicht besonders häufig, daher konnte uns die Tierärztin erstmal gar nicht sagen, was ihr denn fehlt.

Kommentar von Berni74 ,

Könnte es auch Myasthenia Gravis sein? Wurde sie mal darauf getestet?

Antwort
von wotan0000, 49

Megaoesophagus – - Schweizerische Vereinigung für ...

www.svk-asmpa.ch › pdf › hund › artikel
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Such mal danach, ist eine PDF


Antwort
von pipepipepip, 57

Auf Erfahrungsberichte aus dem Internet würde ich mich nicht verlassen. All die Fragen kann dir nur dein Tierarzt beantworten

Kommentar von jokr25 ,

In diesem Fall sind unterschiedlichste Erfahrungen leider das einzige und somit beste, was man wirklich tun kann, der Tierarzt kann da leider nichts machen. :(

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