Frage von Ben23954, 154

Erstes Hund aus dem Tieheim?

Hallo, ich bin 14 und würde gerne einen Hund besitzen (das schon seit einem Jahr). Ich habe mit meinen Eltern darüber geredet und sie wären damit einverstanden. Doch jedes Welpchen dass ich gesehen habe war zu teuer oder es passte nicht zu den Vorstellungen meiner Eltern vor. Deshalb habe ich mir die Tierheime in meiner Nähe angeschaut, ich fand da 2-5 Jährige Hunde die schon ausgebildet sind (soweit ich weiss). Findet ihr man könnte ein Hund aus dem Tierheim als Ersthund nehmen? Meine Lieblingsrassen sind Labrador,Deutscher Schäfer,Amstaff und Deutscher Boxer. Und denkt ihr man müsste mit den nochmal auf eine Hundeschule gehen? Falls jemand mir sagt dass ich mir Zeit nehmen soll und Bücher etc lesen soll, in dieser Zeit habe ich locker 6 Bücher über Hunde, Beziehung zwischen Mensch und Hund usw. gelesen. Und noch eine Frage wie sind die Voraussetzungen für so ein Hund.

Antwort
von dogmama, 65

Deutscher Schäfer,Amstaff und Deutscher Boxer.

der Amstaff  ist fast in jedem Bundesland ein Listenhund und mit dem darfst Du mit 14 Jahren gar nicht auf die Strasse. 

Für diese Rasse gelten besondere Bestimmungen. Mindestalter des Halters 18 Jahre,Führungszeugnis, Wesenstest, erhöhte Hundesteuer usw... Google Dein Bundesland und dann Hundegesetz. 

Auch einen Schäferhund darfst Du mit 14 Jahren nicht alleine ausführen, da die Gefahr zu groß ist dass Du in gefährliche Situationen mit der Kraft dieses Hundes nicht klar kommst. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Boxer.

Geht ins Tierheim und lasst Euch beraten welcher Hund zu Euch passt!

Antwort
von JoelJester, 43

Hatte bisher all meine Hunde aus dem Tierheim und war auch immer sehr zufrieden mit ihnen, geh dort mal mit deinen Eltern hin und lass dich beraten. 

Die Pfleger kennen die Tiere und können dich über alle positiven als auch negativen Eigenschaften des jeweiligen Hundes aufklären und dir ein realistisches Bild der Hunde geben. Da weißt du relativ genau was an Erziehung auf dich zu kommt.

Hier gilt allerdings: Such dir einen einfachen Hund aus der gut sozialisiert ist und bereits eine gewisse Grunderziehung besitzt. Gehe nicht auf die Problematischen Fälle ein, nur weil sie in deinen Augen ,,hübscher'' Aussehen. Wenn man einen schwer zu erziehenden Hund oder einen Hund mit ,,Verhaltensproblemen'' als Ersthund wählt, wird man oft nicht glücklich da man sich damit überfordert, auch extrem aktive Hunde würde ich als Ersthund nicht wählen, man unterschätzt den Bewegungs- und Beschäftigungsdrang als Anfänger ohnehin schon oft.

Kann dir auch alte Hunde ans Herz legen, sie sind schon ruhiger, brauchen nicht mehr so viel Bewegung wie ein Junghund und interessieren sich oft kaum mehr für andere Hunde oder Menschen. Sie sind unheimlich glücklich wenn sie einfach ein neues Zuhause finden indem sie den Besitzern hinterher tingeln und alles beobachten können. Problem bei alten Hunden ist die Sache mit den Tierarzt kosten... 

Grundvoraussetzung ist hier wohl das deine Eltern bereit sind sich in vollem Umfang um den Hund zu kümmern, solltest du später ausziehen oder dann doch keine Lust mehr auf den Hund haben. 

Antwort
von Mell1990, 35

Ich schätze auch das die Rassen für dich etwas zu groß sind, bis auf der Labrador.
Wenn es wirklich "dein" Hund sein soll, nimm lieber einen den du auch in schwierigen Situationen halten kannst.
Nur weil die Hunde keine Welpen mehr sind, heißt das nicht das sie schon erzogen sind.
Die meisten Hunde aus dem Tierheim kommen aus schlechter Haltung, werden den Leuten weggenommen, wurden ausgesetzt oder kommen evtl aus dem Ausland.
Und die wenigsten Hunde ( vielleicht 5% ) sind schon erzogen. Viele Besitzer hat die Erziehung nicht interessiert, da muss man dann genau wie beim Welpen oft bei 0 anfangen und gerade als Anfänger solltest du dann mit den Hund in die Hundeschule.

Wenn es ein Tierheimhund sein soll, schaut euch lieber nach was kleinem/mittelgroßen um. Damit du ihn alleine führen kannst.
Oder oft werden auch Hunde privat abgegeben ( wegen krankheit oder weil keine zeit mehr da ist usw ) bei denen könnte man glück haben das die gewisse Begriffe wie Sitz und Platz kennen

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 18

Weshalb meldest Du Dich nicht beim Tierheim (Tierschutzverein) in einer der Jugendgruppen an und hilfst mit aus bei den "Gassigehern"?

So lernst Du praktisch viel über Hunde und auch darüber weshalb Hunde ins Tierheim abgegeben werden. Auch lernst Du Eigenschaften von Hunden kennen welche zu Dir und Deinen Fähigkeiten und zu Eurem Lebensumfeld passend sind.

Der Traum nach einem "starken Hund" ist ja schon der Traum vom Missbrauch des Hundes (gesellschaftlicher Missbrauch) und häufig eine der Ursachen warum Hunde im Tierheim (hoffentlich) dann endlich einen passenden Halter finden.

Antwort
von Else1992, 70

Die Vorraussetzungen für einen Tierheim und liegen immer am Tierheim selbst und an der Rasse des Hundes. Es ist wichtig das du und deine Eltern nachweisen können, dass ihr genug Zeit für den Hund habt und er gerade in der Anfangszeit, wo er bei euch eingewöhnt werden muss, ihn gut betreuen könnt. Als ersten Hund einen Tierheim Hund zu wählen finde ich okay. Außerdem ist es gut diesen Tieren ein schönes Zuhause zu geben. Hundeschule würde ich auf jeden Fall empfehlen!!! Denn das stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier und nur weil der Hund im Tierheim "hört" heißt das nicht, dass er das bei euch auch tun wird. Denn die Pfleger dort ist er ja schon gewöhnt. Mein Tipp: Ruf mal in einem Tierheim an und lass dir einen Termin zusammen mit einen Eltern geben. Die beraten euch dann gut und können euch Tipps geben. Außerdem wäre es gut wenn du vorher ein paar mal erst mit diesem Hund (wenn du einen Favoriten hast) spazieren gehst. Dann lernst du den Hund besser kennen. Viel Glück wünsch :)

Antwort
von BlaBla4758, 58

Dir muss bewusst sein, dass so ein Hund wirklich viel arbeit ist. Jede Rasse ist anders und muss anders gefordert werden. Deutsche Schäferhunde zum Beispiel werden oft als Polizeihunde ausgebildet, haben sehr viel Ausdauer und kraft. Wenn so ein Hund unterfordert ist, kann das schnell schief gehen und er könnte aggressives Verhalten zeigen. Nur mal eben 10 Minuten im Park laufen, funktioniert da nicht. Informier  dich wirklich gut über die Rasse und den Hund im Allgemeinen. Außerdem solltet ihr euch die Frage stellen ob ich zusätzliche Kosten bezahlen könntet. Wir haben seid zwei Jahren auch wieder einen Hund (Samojede) der leider seine Kralle verdreht hatte und wir mal eben 2000€ beim Tierarzt bezahlen durften. Ich kann dir nur ans Herz legen, dass du dich mit dem Hund eine weile auseinandersetzt und vielleicht mal mit einem aus dem Tierheim spazieren gehst. Viel Glück :)

Antwort
von Boxerfrau, 9

Keiner dieser Rassen ist für ein Mädel in deinem Alter geeignet, vorallem dann nicht wenn in der Familie niemand ist der genug Hundeerfahrung hat um den Hund aus zu bilden und ihn zu fordern. Den Amstaff darfst du nicht mal alleine Gassi führen. Der Schäferhund wurde jahrelang auf Leistung und Triebigkeit gezüchtet, wenn so einer dann im TH landet war er meist vorher schon in unqualifizierten Händen, denen die Erziehung dann doch über den Kopf gewachsen ist. Im Tierheim bekommt er dann erst recht einen Schlag weg. Weil er keine richtige Bezugsperson, keine Bewegung und keine Auslastung bekommt. Der Boxer hat von Grund auf ein liebes Wesen, allerdings braucht auch er Führung, Erziehung und Geistige Auslastung. Bekommt er das nicht, kann selbst ein Boxer ziemlich ekelig werden. Du gehst zu Schule, willst dich mit deinen Freunden treffen und wirst sicherlich bald auf Partys gehen. Was macht der Hund in dieser Zeit?

Antwort
von Nico2946, 72

Meine liebe bevor du so ein grossen Hund nimmst ,Überlege es dir . Hast grossen Auslauf Platz für denn Hund habt ihr ein Haus dann ja . Mietwohnung vergiss es . Ich weis das ein Hund möchtest ,denke viel Arbeit ein leben lang ,Irgend wann gehst du dann haben deine Eltern Hund .Sind aber dann auch älter können nicht mehr und dann ??  nimm am Anfang einen kleinen Hund zum Lernen . Hundeschule ob gross oder klein Immer damit du und der Hund lernt . Erziehen müssen die alle die süssen Racker . Ich hoffe habe dir etwas geholfen ,,.Viel Glück wenn es soweit ist .

Kommentar von Ben23954 ,

Haben ein Garten 5 Min. entfernt zu Fuß

Kommentar von TheFreakz ,

Ein Garten ersetzt das spazieren gehen nicht!

Kommentar von Berni74 ,

Die Größe der Wohnung hat nichts mit der Größe des Hundes zu tun. Ein Garten ist schön, aber nicht zwingend Voraussetzung für die Haltung eines Labrador, Boxers oder Schäferhundes. Letzteren halte ich aus anderen Gründen nicht für geeignet für den Fragesteller.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 35

Du schreibst, kein Hund paßte zu den Vorstellungen deiner Eltern - welche Vorstellungen haben sie denn genau? Daß zu wissen, ist sehr wichtig, denn nicht DU würdest dir einen Hund anschaffen, sondern IHR als Familie.

Auch bezüglich des Geldes solltet ihr euch die Kosten, die ein Hund im Laufe seines Lebens verursacht, nochmal bewußt machen - das können locker bis 30.000 Euro werden. Und da du kein Geld verdienst, müssen ja zwangsläufig deine Eltern dafür aufkommen.

Grundsätzlich finde ich es für Anfänger gut, sich einen Hund aus dem Tierheim zu holen, der auch schon etwas Grunderziehung hat.

Allerdings solltet ihr euch vorher nochmal zusammensetzen und Antworten auf folgende Fragen finden:

Was könnt ihr dem Hund bieten?
Was erwartet ihr (auch deine Eltern!) von den Hund?
Wieviel und welche Beschäftigung wollt und könnt ihr mit dem Hund realisieren?
Was wird mit dem Hund, wenn ihr in den Urlaub fahrt?
Wie lange muß der Hund alleine bleiben, wenn du in der Schule und deine Eltern auf Arbeit seid?
Würde es ein Wohnungshund, oder müßte er draußen bleiben?
Wer geht mit dem Hund zur Hundeschule? Wenn du das bist, wie kommst du dahin? Würden dich deine Eltern fahren?

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 19

Meine Lieblingsrassen sind Labrador,Deutscher Schäfer,Amstaff und Deutscher Boxer-

Mit keinem dieser Hunde sollte man seine Hundehaltung beginnen. Wenn du Bücher gelesen hast, dann solltest du das wissen.

Ein Tierheimhund könnte eine Möglichkeit sein - aber kein Tierheim wird einem Anfänger einen Dt. Schäferhund oder einen Boxer in die Hand drücken. Vom American Stafford gar nicht zu reden.

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