Frage von YannickGTR, 112

Erster fahrbahrer Untersatz für 500-700 Euro, ist das realistisch?

Hallo,

eine Frage an die KFZ-Versierten unter euch:

Ich bin kurz vor der Anschaffung meines ersten Autos:

(bevor das jetzt wieder kommt, ja, ich habe mir die laufenden Unterhaltskosten genau angeschaut und ja, ich werde diese Kosten bewältigen können ohne in anderen Dingen zu kurz zu kommen, also alles gut (: )

Nun zur eigentlichen Frage, ich will für mein erstes Auto möglichst wenig ausgeben, immerhin ist es nur das erste Auto und pragmatisch gesehen einfach nur ein Übung-Gefährt. :D

Daher dachte ich so an Anschaffungskosten von 500-700 Euro. Dabei ist mir Baujahr, Aussehen, Marke usw. eigentlich auch relativ egal, Hauptsache nicht all zu viel Verbrauch und nicht weniger als 70 PS.

Ist das aber überhaupt realistisch, oder sind solche Autos eher in den Folgekosten so hoch, dass sich das nicht mehr lohnen würde, und man lieber gleich hätte sparen sollen?

Und, wenn es doch geht, welche Marke/Modell etc. könntet ihr bei solch niedrigen Preisen empfehlen?

Danke im Voraus. :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 63

Hallo!

Das ist machbar -------> ich empfehle dir mal einen Audi 80 1.8S Bj. etwa 1989/90. Er ist sparsam, zuverlässig, robust, durch die Vollverzinkung ist Rost kein echtes Thema & etwas mehr als 70 PS (nämlich deren 90) hat er auch!

Ich würde in dieser Klasse keinen Kleinwagen kaufen & erst recht keinen Polo: Sind immer zu teuer & meistens auch ziemlich fertig.. da wäre der Audi 80 auf jeden Fall besser.. oft wurden 80er von Leuten gefahren, die sie anständig behandelt haben & auch Ausgaben wie Wartungen udn Reparaturen nicht für Unnötig hielten was bei Kleinwagen leider oft das große Problem ist.. deren Fahrer sparen nämlich überall -------> zu 'nem Audi 80 habe ich mehr Vertrauen.

Für 700-750 Euro kriegste sowas auf jeden Fall mit einem Jahr TÜV bei, wenn du nicht innerhalb 24 Stunden so einen haben musst.

Auch ein Bombentipp sind Ford-Escorts, der Opel Astra der 90er Jahre (Astra F) oder der Opel-Vectra A bzw. Ford-Mondeo der 90er wenn's 'nen bisschen größer sein darf -------> die Unterhaltungskosten liegen gleichauf! Von denen kannste für 700 Euro auch ggf. mal schöne "Rentnerautos" finden --------> sie sind nicht schlecht sondern für den Markt einfach nur total uninteressant & deswegen billig!

Ich hatte mir 2009 'nen Audi 100 für 500 Euro gekauft.. auch ein gutes Auto, wurde 20 Jahre von einem Opa gefahren & gut gepflegt, ich bin den noch zwei Jahre gefahren. War ein störungsfreies Auto! 

Wer solche Autos pauschal als schlecht oder schrottig bezeichnet hat so eins noch nie gehabt  oder ist nur irgendwelche Neuwagen gewöhnt... wer weiß was für Modelle empfehlenswert sind & keinen Neuwagen erwartet hat 'ne Chance mit so einem billigen Fahrzeug zufrieden zu werden :)

Kommentar von YannickGTR ,

Danke, endlich mal eine Antwort auf die ich gehofft habe. 

Gut, dann werde ich mich dank dir mal gezielt nach einem Audi 80 umschauen, wurde nur bisher immer von relativ hohen Kilometerständen abgeschreckt..

Dankeschön, und schönen Abend.

Kommentar von rotesand ,

Der Audi 80 ist als sehr robust bekannt ------> wenn der Zahnriemen regelmäßig gewechselt wird (alle 120000 Km?), das Kühlsystem dicht ist & man diese Problemzonen im Auge behält, kann der durchaus reelle Chancen haben 400000 oder mehr Kilometer zu packen :) Mein Bruder hatte auch so einen.

Danke, dir auch.. liebe Grüße :)

Expertenantwort
von machhehniker, Community-Experte für Auto, 23

Es ist nicht nur realistisch sondern aus meiner Sicht das einzig Vernünftige!

Um den Preis erhält man gut dastehende Fahrzeuge aus den späten 90ern bei denen allermeist nicht viel an Reparaturen ansteht, bei dem Alter wird es lediglich langsam kritisch mit dem Rostbefall.

Dass Du mit einem Auto um einige tausend Euro mehr vor Reparaturen gefeit bist ist lediglich Wunschdenken, dazu müsstest Du schon eine Dezimalstelle weitergehen und selbst dann können teure Reparaturen aufkommen. Ein Auto dass man für 500,-€ gekauft hat wirft man dann aber einfach weg wenn es teuer kaputtgeht, ein Auto um 5.000,-€ nicht mehr!

Wirklich günstig zu haben sind Audi 80 bzw A4, mit ansehnlicher Ausstattung und dank Vollverzinkung auch kaum Rostanfällig. Für Fahranfänger meist unbeliebt da etwas groß und bei Älteren unbeliebt da kein Prestigeobjekt.

Wer der Meinung ist um diesen Preis nur Schrott zu bekommen hat keinerlei Erfahrung damit, meine Tochter fährt ein Auto das 150,-€ gekostet hat. Reingesteckt wurden noch <100,-€ Ersatzteile und 3-4 Stunden Arbeit. Nun fährt sie seit über einem Jahr ohne ein Problem damit gehabt zu haben.

Kommentar von YannickGTR ,

Vielen Dank! Schon die zweite Audi-80-Empfehlung, da werd ich mich nach dem Modell mal genau umsehen. :)

Antwort
von Interesierter, 52

Autos dieser Preisklasse sind in der Regel komplett durch und nicht zu empfehlen. Wenn überhaupt, solltest du dich mit der Materie auskennen und kleinere Reparaturen sowie die gängigen Verschleissteile selbst reparieren bzw wechseln können.

Anhand deiner Fragestellung tippe ich mal darauf, dass du diese Kenntnisse nicht hast und daher ein Auto in dieser Preisklasse eher keine gute Entscheidung wäre.

Kommentar von YannickGTR ,

Hätte vielleicht dazu schreiben sollen, das kleinere Reperaturen kein Problem darstellen sollten, da habe ich hilfsbereite Bekannte..

Kommentar von Interesierter ,

Dann sollte die fachkundige Begutachtung einschließlich Auflistung aller anstehenden Reparaturen ja auch kein Problem sein.

In diesem Fall viel Glück. Ältere Ford Focus sind nicht sexy aber recht solide.

Kommentar von YannickGTR ,

Ich mag ja auch Sarkasmus undso, aber du musst aufpassen, dass sowas nicht beleidigend wird, ja? 

Schönen Abend noch.

Antwort
von jbinfo, 15

Ich kenne einige junge Fahranfänger die mit 700,- Euro-Autos gute Erfahrung gemacht haben. Man muss sich nur ein bisschen Zeit bei der Suche lassen, dann findet man auch noch recht Gute.

Allerdings würde ich da eher von den üblichen Kandidaten wie Polo, Golf, Corsa, Ibiza, Clio und Co abraten.

Unter Toyota Corolla, Honda Civic, Mitsubishi Colt, Mazda 3 und jeweils eine Nummer größer, Carina / Avensis, Accord, Carisma, 626 findest du schon noch gute Exemplare.

Die Hinweise auf immer hohe Reparaturkosten stimmen so auch nicht. Das sind alles von mir persönliche Erfahrungswerte aus den letzten 30 Jahren aus dem Bekanntenkreis.

Antwort
von Gina606, 37

Mit den PS könnte es ein bisschen schwierig werden und du kannst immer Pech mit solchen Autos haben genau wie mit teureren Autos! Ein paar Beispiele: seat ibiza, seat arosa, opel corsa b oder c, ford fiesta, nissan micra, opel astra oder vw polo aber gibt natürlich noch viel mehr. ;)

Expertenantwort
von Skinman, Community-Experte für Auto, 18

Es ist ein wenig schwierig, weil man aktuell aufgrund der Stahlnachfrage selbst auf dem Schrott noch ein paar Hunderter bekommen kann. Für machbar halte ich es grundsätzlich durchaus, so lange du dir keine Illusionen machst, wie viele Jahre du so eine Schaukeln noch fahren kannst.

Sonderwünsche wie eine bestimmte Marke oder zum Beispiel einen zeitgemäßen Spritverbrauch solltest du dir ebenso verkneifen wie jegliche teuren Reparaturen. Wenn du nicht sehr viel fährst, kannst du über den Sprit sowieso nicht so viel sparen.

https://docs.google.com/spreadsheets/d/1rtAtEVXo0X7xNvFe5gs0Mb2n9ei6dGYTIJ9DFw_u...

In dem Bereich ist entscheidend, dass das Auto fährt, halbwegs gewartet und gepflegt ist und noch möglichst viel TÜV sowie Profil auf den Reifen hat. Kaufpreis Daumenregel "pro Monat TÜV 50 Euro". Rechne nicht damit, dass es wirtschaftlich noch mal über den TÜV zu bringen sein wird. Das wäre natürlich sehr wilkommen, aber das muss man dann halt sehen.

Das sind natürlich die Autos, die andere nicht haben wollen, und selbstverständlich kann es passieren, dass da nach ein paar Wochen oder Monaten ein Defekt zu Tage tritt, der vergleichsweise teuer zu reparieren ist. Und du kannst im Leben nicht die Kenne erwerben, um so was bei der Besichtigung zuverlässig zu erkennen. Und wenn du jeden potenziellen Kandidaten zum Gutachter schleifen willst, kannst du auch direkt von vornherein mehr ausgeben und ein Auto mit besserer Substanz suchen.

Das ist einfach das Risiko, das du in dem Bereich letztlich eingehen musst.

https://www.gutefrage.net/frage/was-ist-ein-gutes-auto?foundIn=answer-listing#an...

Und lass dir bloß kein 20 Jahre altes Auto andrehen. Das ist Veteranensport. Da kann jeden Tag ein poröser Kabelbaum oder Gummischlauch zu irgendwelchen kaum zu diagnostizierenden Spinnereien führen und du bist im Eimer.

Kommentar von YannickGTR ,

Vielen Dank, auch für die beiden Links. 

Du sagst, keine 20 Jahre alten Autos am besten. Der Großteil der Wagen in dieser Preisklasse ist aber so um die 20 Jahre alt.. 

Was empfiehlst du dann? Lieber mehr ausgeben? 

Ich finde nämlich deine im Link erwähnte 500-Euro-Taktik ziemlich gut, also Billigschleuder holen und sobald etwas größeres damit ist oder sie nicht mehr über'n TÜV kommt, "gnadenlos ab 1 Euro bei Ebay rein und den nächsten in der Preislage her".

Welche Modelle empfiehlst du für diese Strategie?

Kommentar von Skinman ,

Modelle sind unerheblich. In dem Bereich muss man nehmen, was man kriegen kann und es zählen andere Kriterien - Zustand, Pflege, TÜV, Reparaturbedarf, Fahrbereitschaft. Wenn es ein gutes und gesuchtes Modell wäre, dann wäre es wohl kaum in dieser Preislage. Einfach beim mobile.de auf 500 Euro filtern oder zur Not auf 1000 (runterhandeln kann man ja auch immer noch versuchen) und auf absteigendes Baujahr sortieren.

Ist natürlich etwas doof, wenn man auf dem Land wohnt, wo das Angebot dünn ist und weit auseinander liegt und man im Grunde bereits zum Angucken der Autos ein Auto bräuchte. In so einer Situation müsste man echt noch mal überdenken, ob das die
richtige Strategie ist.

Vor allem da die Anbieter in dem Segment grundsätzlich lügen, dass sich die Balken biegen und man ganz oft vor Ort feststellt, dass schon die offensichtlichsten Angaben nicht stimmen, wie Kilometerstand , Baujahr oder Schadstoffklasse (E2 im Brief bedeutet nebenbei "Euro 1", nicht Euro 2.) Die Anbieter haben das Ziel, auf Biegen und Brechen Interessenten herzulocken, damit sie wenigstens vor Ort die Chance haben, sie zu beschwafeln. Bei fünfstelligen Km-Ständen kann man in dem Bereich fast immer davon ausgehen, dass da eine Zahl am Anfang "vergessen" wurde oder der fünfstellige Tacho schon ein paar mal rum ist oder dergleichen.

Andererseits ist auf dem Land (statistisch) das Risiko geringer, eine Kurzstreckengurke zu erwischen.

Antwort
von troublemaker200, 14

geht!! ich finde Deine Vorgehensweise gut!!!

Nimm jemanden mit der sich auskennt. Guck das das Auto so lange wie möglich TÜV hat und die Verschleißteile einigermaßen OK sind.

Antwort
von bastidunkel, 48

Wenn du eine Schleuder für 700 Euro kaufst, dann hast du eine Woche später schon die erste Reparatur für mindestens den gleichen Betrag. Das ist absolut sinnfrei. Sowas machen nur Leute, die KFZ-Bastler/Mechaniker etc.  sind und fähig, Reparaturen an ihren Autos selber durchzuführen.

Kommentar von YannickGTR ,

Stimmt, möglicherweise. Kleinigkeiten könnte ich jedoch selber machen, habe im Bekanntenkreis viele, die sich mit sowas beschäftigen. Es geht eher um die "großen" Reparaturen..

Kommentar von bastidunkel ,

Es nutzt dir nichts, wenn du "im Bekanntenkreis" Leute hast, die sich mit sowas beschäftigen. Die sind nämlich dann nie da, wenn man sie braucht oder machen nichts umsonst. Das musst du schon selber können und dich mit gebrauchten Ersatzteilen vom Schrottplatz auskennen, sonst wird das ein Fass ohne Boden.

Kommentar von YannickGTR ,

Stimmt, objektiv betrachtend eine Realistische Einschätzung. 

Werd ich im Hinterkopf behalten, danke. :)

Kommentar von bastidunkel ,

Dann hol dir ein Massen-Auto, sowas wie VW Golf, für den es an jedem Schrottplatz viele Ersatzteile gibt.

HIer mal was zu lesen für dich:

http://www.focus.de/auto/videos/die-haertesten-automarken-schrottplatz-report-so...

Der VW lebt am längsten von allen Automarken.

Antwort
von Mageleo, 47

Also ich habe etwas mehr ausgegeben für ein ford focus 1.8l bj 99 4 Türen habe ich ca 1200 Euro bezahlt
Und zahle 121 Euro steuern im Jahr finde dies ein super preis

Kommentar von Mageleo ,

und die Maschine hält bei vernünftige Benutzung locker 300tkm wenn auch immer brav der zahnriemen gemacht worden ist dafür verlangt meine Werkstatt 350 euro alle 10 Jahre bzw 120tkm

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten