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Erste Hilfe - Wiederbelebung

gefragt von mcchrismcchris am 27.04.2008 um 15:12 Uhr

Ständig ändert sich die meinung zu Lebensrettenden sofortmaßnahme. Mal abgesehen davon wie man es richtig macht ist ja wichtig, das man überhaupt was tut. Aber welcher rytmus (Beatmung-Herzmassage) ist nach den neuersten Erkenntnissen der richtige, und stimmt es das man das Pulsmessen komplett weglässt?


Reply


mitra54
beantwortet von mitra54 am 27. April 2008 15:14
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Vielleicht ist bei soviel Unsicherheit und Fragen, die hier immer wieder zu dem Thema auftauchen, ganz vernünftig, wenn man alle paar Jahre den Erste Hilfe Kurs wiederholt.

Kommentar von 6cf11259c16f13176765b100173516b3smallmcchris am 27. April 2008 15:18

DH Das finde ich auch, ich habe schon drei Kurse besucht, aber jedesmal war das vom vorherigem Kurs nicht mehr aktuell.


HerrLich
beantwortet von HerrLich am 27. April 2008 15:14
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Indy72
beantwortet von Indy72 am 27. April 2008 15:18
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Man sollte gerade deswegen seine Erste-Hilfe-Kenntnisse alle paar Jahre auffrischen, weil sich die Erkenntnisse ändern. Ich meine, dass man den Puls auch kontrollieren sollte, um zu prüfen, welche Maßnahmen nötig sind. Man macht ja abwechselnd und nicht allzu heftig Nase-zu-Mund- Beatmung gefolgt von der Herzmassage, mit gleicher Frequenz, aber nur so lange, bis das Unfallopfer wieder atmet.

Kommentar von 86bb33755628454af74f88f047ec894asmallbitmap am 27. April 2008 15:39

Man geht davon aus, dass wenn derjenige nicht mehr atmet, dass man sich das Pulsfühlen sparen kann. Und Mund-zu-Nase ist auch gerade mal wieder out (nachdem es jahrelang gelehrt wurde).

Kommentar von Simple_avatar6smallIndy72 am 27. April 2008 15:47

Nun... Ich habe meinen Erste-Hife-Kurs erst letztes Jahr wiederholt. Lieber Bitmap, man kann sich die Wiederbelebung sparen, wenn weder Pulsschlag noch Atmung feststellbar sind. Ist die Atmung da, sind wiederbelebungsmaßnahmen unnötig. Was meinst du, wie man etzt beatmen sollte? Die Gefahr bei Mund-zu-Mund ist, dass man den Magen aufbläst. Was sagst du dazu?

Kommentar von 86bb33755628454af74f88f047ec894asmallbitmap am 27. April 2008 15:55

Komisch, da wurde uns letztes Jahr was ganz anderes gelehrt. Mal ganz übertrieben gesagt: Wenn man nicht deutlich als Laie erkennt, dass derjenige tod ist (z.B. der Kopf ist ab), dann ist immer erst mal eine Wiederbelebung einzuleiten. Ob im Zweifelsfalle jemand tod ist oder nicht, das stellt nicht der Ersthelfer, sondern ein Arzt fest.

Ich hab auch nicht wieder eingeführt, dass Mund-zu-Mund gelehrt wird. Ich würde im Ernstfall alles versuchen, was (hoffentlich) zum Erfolg führt. Da wärs mir egal, ob Mund oder Nase.

Kommentar von Simple_avatar6smallIndy72 am 27. April 2008 16:00

Wenn es sich die Möglichkeit ergibt, sollte man erst die Unfallstelle Sichern und verletzte Retten. Bevor man sich selbst auf die Verletzten stürzt, sollte man schon den Notrud mit den berühmten Wes absetzen.

Kommentar von 86bb33755628454af74f88f047ec894asmallbitmap am 27. April 2008 16:07

Ääähm, darum gings doch jetzt (ursprünglich) gar nicht. Natürlich sichert man erst und setzt Notruf ab, aber in deiner Antwort klang das so, als ob man sich eine Wiederbelebung als Laie sparen kann, wenn man nicht die typischen Lebenszeichen sieht/spürt und das wurde uns so nicht gelehrt.

Kommentar von Simple_avatar6smallIndy72 am 27. April 2008 21:14

Nun... Wenn einer ganz kalt ist, muss man nichts mehr machen und wenn man sich nicht traut, ist man mit dem Notruf 112 aus dem Schneider.

Kommentar von 86bb33755628454af74f88f047ec894asmallbitmap am 27. April 2008 22:20

Definiere ''ganz kalt''.

Wenn mein Mann und seine Kajakkumpels vor etlichen Jahren nach der Temperatur gegangen wären, dann wäre ihr Kamerad jetzt wirklich tod! Zum Glück haben die sich nicht gesagt ''Der ist ja schon kalt.'' nachdem sie ihn leblos aus dem Wasser gezogen haben.

Kommentar von hilarious am 27. April 2008 23:22

"Lieber Bitmap, man kann sich die Wiederbelebung sparen, wenn weder Pulsschlag noch Atmung feststellbar sind." Sorry, aber das ist absolut FALSCH. MAN KANN ALS ERSTHELFER (fast) NICHTS FALSCH MACHEN. Und den Tod dürfen nicht mal wir als Rettungssanitäter feststellen. (ausser bei unverwechselbaren Todesanzeichen (Kopf ab, Körper total zerfetzt, oder Leichenflecken, etc.) Den Tod feststellen darf nur ein Arzt. Der Puls wird als Erstehelfer sowieso nicht gemossen, da man den in der Eile und Hektik mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit falsch misst. Das heißt --> Person nicht ansprechbar, keine Vitalfunktionen vorhanden (Atmung, Kreislauf) --> NOTRUF UND REANIMATION (Rhytmus: 30 mal Drücken, 2 mal Beatmen) - Und zwar bis die Rettungskräfte vor Ort sind! Zu der Diskussion Nase oder Mund: völlig egal, Hauptsache man beatmet. Und wenn man den Kopf gut überstreckt, dann passiert auch das mit der Magenblähung nicht. Abwechseln zwischen beiden Arten bringt ja keinen sichtbaren Vorteil --> unnötig.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 27. April 2008 15:37
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Nach neuesten Erkenntnissen beatmet man gar nicht mehr (außer bei Ertrinkungsfällen), sondern macht nur eine Herzmassage. Für diese wiederum ist ja nur eine Anregung wichtig, die Frequenz interessiert dabei weniger, da du dem Herzen ja nicht zu schlagen hilfst (also in der körpereigenen Frequenz drückst). Du gibst dem Herz nur den Anfangs-Impuls. Demnach ist eine Messung des Pulses auch nicht notwendig.

Kommentar von hilarious am 27. April 2008 15:57

Sorry, dem kann ich nicht ganz zustimmen. Ich habe die Rettungssanitäterprüfung im Oktober letzten Jahres und die Qualitätssicherung vor 2 Monaten gemacht. Da war von so einer Maßnahme noch nicht die Rede. Ich checke mal jeden Morgen im Rettungswagen den Beatmungsbeutel, denn bei uns in Österreich wird bei einer Reanimation IMMER beatmet. Und zwar mit Sauerstoff. (10 - 15 l/min)

Kommentar von 1e984dbe12c8a779526c498701b8bc73smallKnowledge am 27. April 2008 16:05

Im Krankenwagen ist das etwas ganz anderes (und nicht im Sinne der "Ersten Hilfe" zu verstehen). Da wird die Eigenatmung mit Kontrolle der Körperfunktionen unterstützt; das geht nur mit genauer Messung und Regelung der Atmung; nicht bei "Erster Hilfe". Du könntest auch keinen Laien eine Infusion anlegen lassen, was meist bei Rettungseinsätzen und Reanimation pauschal gemacht wird.

Kommentar von hilarious am 27. April 2008 23:09

Es ist in der Ersten Hilfe nur so, dass neuerdings der Stellenwert der Beatmung nicht mehr ganz so hoch ist. Vom Weglassen der Beatmung bei der Ersten Hilfe redet indes in Europa aber noch niemand. Nur in Amerika ist das im Gespräch. (zu lesen bei spiegel.de (link siehe in einer Antwort oben)) In Europa ist man aber mehr als nur skeptisch: "Etwas skeptischer ist der europäische Expertenrat, der European Resuscitation Council (ERC). "Zu diesem Schritt sind wir derzeit nicht bereit, da eindeutige wissenschaftliche Beweise fehlen", sagt Prof. Bernd Böttiger, Vize-Präsident des ERC und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Universität Köln. Bei den Studien, auf die sich die US-Kollegen stützten, handele es sich um unkontrollierte, beobachtende Erfahrungsstudien, bei denen die Teilnehmer im Nachhinein befragt wurden. Die Beweiskraft solcher Studien, so Böttiger, sei grundsätzlich gering." Eine Reanimation ohne Beatmung ist eben doch keine "vollständige Reanimation".


Seelenlos
beantwortet von Seelenlos am 27. April 2008 22:15
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1x beatmen, 30x Herzmassage im Sekundentakt, Puls messen weglassen




Kommentar von hilarious am 27. April 2008 23:11

Korrigiere: 2x Beatmen, 30x Herzmassage im Sekundentakt, kein Puls Messen, kein Nachsehen ob die Mundhöhle auch wirklich komplett leer ist.

Kommentar von D174be97c270d6577352800253e65751smallSeelenlos am 27. April 2008 23:39

Danke dir. Die Betonung liegt auf komplett leer? Man sollte doch schon grob nachschauen, die Atmung kontrollieren, dann den Kopf überstrecken, den Mund geschlossen halten und los geht es. Oder?




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