Frage von naathaalieeabcd, 125

Erstausstattung für die erste eigene Wohnung abgelehnt.. Was nun?

Guten Abend zusammen! :) Ich habe ein Riesen Problem und zwar lebe ich mit meiner Mutter in einer so genannten "Bedarfsgemeinschaft", sie kann nicht arbeiten und ich arbeite derzeit für 420€, von denen uns das Jobcenter jeden Monat ca 200€ abzieht. Alles gut so weit. In meiner Ausbildung, die ich am 01.08 beginnen werde wird es genau so sein, ich werde nicht mehr behalten dürften als diese in meinem Fall 200€ im Monat. Da Mama nicht von ihrer Tochter leben möchte, weil sie sich dafür schon fast schämt haben wir kurzfristig beschlossen, dass ich ausziehe, zum 01.07. Der Mietvertrag ist bereits unterschrieben und eingereicht worden am 23.06. Mit ihm habe ich auch meine Beantragung für die Erstausstattung eingereicht. Heute kam der Brief, dass der Antrag auf die Erstausstattung abgelehnt worden ist, da ich meine Möbel von dem Ausbildungsgehalt zahlen soll... Für mich ergibt das keinen Sinn, denn ich kann ja schlecht 2 Monate in einer unmöbilierten Wohnung leben. Mein erstes Ausbildungsgehalt werde ich ja wohl erst am 30.08 bekommen und ich ziehe wie gesagt am 01.07 ein... Ich bin total aufgelöst gerade und wollte fragen, ob die das einfach so machen können beim Jobcenter, ich dachte jeder hat das Recht dazu, wobei Mama und Ich auch kein besonderes Geld haben, da sie ja Harz4 bekommt und ich derzeit noch auf 420€ arbeite... In meiner Ausbildung werde ich zwar mehr Geld haben, aber ich kann ja dann trotzdem keine Erstausstattung kaufen. Ich hoffe jemand hat einen guten Rat für mich. 😢

Antwort
von wilees, 54

Als allererstes - vereinbare bitte mit Deinem Ausbildungsbetrieb, dass Deine erste Ausbildungsvergütung erst am 1. September auf Deinem Konto ist. Sonst mußt Du den für August erhaltenen Regelsatz zurückzahlen.

Da Deine Mutter keinen Unterhalt zahlen kann, stelle einen Abzweigungsantrag bei der Familienkasse, damit zukünftig das Kindergeld direkt auf Dein Konto geht.

Die Arge muß Dir keine Erstausstattung gewähren, da Du unter 25 bist und weiterhin bei Deiner Mutter wohnen könntest.

Allerdings hättest Du auch nicht ausziehen müssen. Du hättest mit Deiner Mutter eine Haushaltsgemeinschaft bilden können und hättest nur die anteiligen Kosten der Unterkunft übernehmen müssen.

Zum Thema Ausstattung sieh mal in die wöchtlichen kostenlosen Wochenblätter und schaue nach Haushaltsauflösungen. Ebay Kleinanzeigen, unter zu verschenken, hör dich im Bekannten-Freundeskreis um - viele haben noch irgendwelche Möbelteile über, die einen neuen Besitzer suchen. Möglichkeiten gibt es viele preiswert oder kostenlos etwas zu erhalten. Schaau Dich beim Sperrmüll um. Dort gibt es oft tolle Teile.


Hartz-IV Übersicht - Gegen Hartz IV

www.gegen-hartz.de/hartz4.html


Kommentar von isomatte ,

Ein Antrag auf Abzweigung ist gar nicht notwendig,wenn die Mutter das Kindergeld freiwillig zukommen lassen will,sie hätte im Endeffekt eh nicht viel davon,weil dieses dann auf max. 30 € Versicherungspauschale auf ihren Bedarf angerechnet würde !

Entweder überweist sie das Kindergeld im Monat des Zuflusses nachweislich an die Tochter oder sie schickt an die Familienkasse eine Veränderungsmitteilung,dann bekommt die Tochter das Geld direkt von der Familienkasse überwiesen.

Denn bei einem Antrag auf Abzweigung würde das Kindergeld erst mal vorläufig eingestellt und dann erfolgt erst mal eine Prüfung durch die Familienkasse,ob und wenn ja,wie viel Unterhalt ans Kind gezahlt wird,dass würde den ganzen Vorgang also nur unnötig hinauszögern,der Tochter würde dann ggf.für Monate das Kindergeld erst einmal fehlen.

Auch bringt es nichts mit dem Ausbildungsbetrieb hier eine Verzögerung der Auszahlung von der Azubi Vergütung zu vereinbaren,denn ab Beginn der Ausbildung hat ein Azubi in betrieblicher Ausbildung in eigener Wohnung / WG - nach § 7 Abs. 5 SGB - ll - keinen Leistungsanspruch mehr.

Es müsste also so oder so zurück gezahlt werden,selbst wenn ggf.erst mal eine Leistung zur Überbrückung gezahlt würde.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Jobcenter, 48

Dein Problem ist ganz einfach das dein Auszug wegen der Ausbildung nicht notwendig ist,deshalb bekommst du auch keine Erstausstattung gezahlt,weil du ab Beginn der Ausbildung dann als Azubi in eigener Wohnung nach § 7 Abs. 5 SGB - ll - keinen Leistungsanspruch mehr hast !

Du hättest auch nicht mit deinem Einkommen deine Mutter unterstützen müssen,sondern nur für deinen eigenen Unterhalt aufkommen,soweit das deine anrechenbare Netto Vergütung zulassen würde.

Das einzige was man deiner Mutter hätte anrechnen können ist der nicht mehr benötigte Teil deines Kindergeldes bzw.max. das volle Kindergeld,wenn du dieses dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würdest.

Dann hast du ja sicher noch dein Kindergeld von min. 190 €,wenn du nicht Unterhalt von min. deinem Kindergeld bekommen würdest und dazu könntest du dann ggf.noch einen Antrag auf BAB - bei der Agentur für Arbeit stellen.

Ob da ein evtl.Anspruch bestehen könnte kannst du dir im Internet von einem kostenlosen BAB - Rechner berechnen lassen,deinen Nebenjob kannst du ja auch weiter ausüben und für den Übergang kannst du paar Sachen von Zuhause mitnehmen.

Kommentar von naathaalieeabcd ,

Ja, aber ich bin ja noch "bedürftig". Ich ziehe ja kein knapp 2 Monate vor der ersten Ausbildungsvergütung aus, da ja sonst wieder das "Zuflussprinzip" angewendet wird, was meiner Meinung nach die größte Schweinerei ist. Mamas Leistungen wurden fast komplett eingestellt und wir mussten jetzt im Mai und Juni von einem Gehalt von mir (420€) leben... Das kann ja wohl auch nicht ganz stimmen, dass ich im Mai angefangen habe zu arbeiten und am 30.05 Lohn bekommen habe und wir trotzdem für Mai keine Leistungen mehr bekommen haben.. Und mir haben mindestens 3 Sachbearbeiter bei uns erzählt, dass in der Ausbildung selbst Mamas Harz4 eingestellt wird und wir nur von meinem Ausbildungsgehalt leben. Und ich von meinem verdienten Geld nur 200€ behalten darf, egal wieviel ich verdiene/arbeite... Und da hat mir meine Sachbearbeiterin gesagt ich sollte lieber ausziehen, da ich dann mein Geld behalten darf und eine Erstausstattung kann ich auch beantragen, da - ich zitiere - JEDER Anspruch auf die Erstausstattung seiner ersten eigenen Wohnung hat. Und darauf habe ich mich verlassen.

Kommentar von isomatte ,

Es geht doch nicht darum das du zur Zeit noch bedürftig bist,sondern ob dein Um / Auszug notwendig ist und das ist meiner Ansicht nach nicht der Fall,du willst ja nur ausziehen weil du Angast hast das etwas bei deiner Mutter angerechnet würde,was nicht der Fall ist,außer das besagte Kindergeld,welches du dann ggf.zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würdest !

Wenn sie euch die Leistungen komplett eingestellt haben und das bei einem Minijob,dann war das auf keinen Fall korrekt,ganz im Gegenteil,dass Einkommen ( Zuflussprinzip ) darf erst nach Eingang auf dem Konto angerechnet werden.

Auf jeden Fall muss es da für euch eine Nachzahlung geben,wenn ihr tatsächlich nur deine 420 € hattet,denn davon würden 164 € auf den Freibetrag entfallen,also nur ein anrechenbares Einkommen von 256 € bleiben und diese würden von deinem,nicht vom Bedarf deiner Mutter abgezogen.

Wenn du auf Grund deiner Ausbildung umziehen müsstest,dann hättest du auch Unterstützung bekommen,dass zumindest bis zu Beginn deiner Ausbildung oder du hättest dem Jobcenter nachweisen müssen,dass es dir nicht mehr zugemutet werden kann weiterhin bei deiner Mutter zu wohnen.

Würdest du weiterhin bei deiner Mutter wohnen und angenommen einen Bedarf von 600 € haben,also ab 18 derzeit 324 € Regelsatz und dazu 50 % ( Kopfanteil ) der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) von angenommen 276 € und dann 1200 € Brutto und 900 € Netto verdienen,dann würdest du aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter raus sein.

Du hättest dann auf die 1200 € Brutto den derzeit max. Freibetrag von 300 € und dieser würde dir theoretisch von deinen 900 € Netto abgezogen.

Es blieben dann angenommen diese 600 € Netto als anrechenbares Erwerbseinkommen übrig und dein Bedarf läge bei 600 €,also könntest du deinen Bedarf aus eigenem Einkommen ohne dem Kindergeld decken.

Das Kindergeld würde dann bis auf max. 30 € Versicherungspauschale zum Einkommen deiner Mutter,sie würde dann 160 € weniger Leistungen vom Jobcenter für sich bekommen,dafür hätte sie aber 190 € Kindergeld,also hätte sie sogar 30 € mehr gehabt.

Für dich hätte deine Mutter gar nichts mehr bekommen,du hättest dann aber deine 900 € Netto.

Davon hättest du deiner Mutter dann deinen Kopfanteil der KDU - geben müssen,also angenommen 276 € und dazu dann noch mal 50 % für den Haushaltsstrom und was eben dann noch geteilt werden müsste,wie z.B. Telefon / Internet.

Dann müsstest du ihr noch Kostgeld für deine Verpflegung geben oder du würdest das dann selber machen und der Rest deines Einkommens gehört dann dir und das wären sicher mehr als nur 200 €.

Antwort
von Laury95, 20

Der Mietvertrag ist bereits unterschrieben und eingereicht worden am
23.06. Mit ihm habe ich auch meine Beantragung für die Erstausstattung
eingereicht

Heißt das, du hast auf eigene Faust, ohne das JC zu fragen, einen Mietvertrag unterschrieben, ohne vorher die Kosten bestätigen zu lassen??

Das wäre sehr dumm und genau das ist jetzt das Problem. Wenn das Jobcenter dir keine Erstausstattung bewilligt, dann wahrscheinlich auch deswegen, weil du keinen triftigen Grund hast, von zuhause auszuziehen. Und wenn du keinen Grund hast, dann muss das Jobcenter den Antrag auch nicht bewilligen.

D.h. du hättest vorher fragen müssen, ob du überhaupt vom JC eine Unterstützung bei der Miete bekommst und die Erstausstattung.

Hoffentlich kannst du den Mietvertrag irgendwie zurückziehen. Da hilft auch kein Widerspruch einlegen. Das Jobcenter ist im Recht.

Außer, deine Ausbildungsstätte wäre zu weit entfernt, um sie vom Elternhaus in einer angemessenen Zeit zu erreichen.

Viele Kinder haben das Problem, dass sie von ihrem verdienten Geld nichts haben und vieles angerechnet wird. Aber das ist kein Grund, auf eigene Faust Mietverträge zu unterschreiben, und sich dann zu wundern, warum das Jobcenter keine Erstausstattung leisten will.

Kommentar von naathaalieeabcd ,

Nein, nein. Meine Sachbearbeiterin vom Jobcenter hat gesagt ich soll besser ausziehen und auf meine Frage nach der Erstausstattung meinte sie, dass jeder, der seine erste eigene Wohnung bezieht Anspruch darauf hat und darauf habe ich mich dann verlassen.

Kommentar von naathaalieeabcd ,

Im übrigen habe ich dann in der Ausbildung genug Geld zum Leben, aber halt nicht für eine Ausstattung.. Und ein Kind bin ich auch nicht mehr, ich bin fast 20. 😁

Kommentar von Laury95 ,

Dann hast du aber eine sehr nette Sachbearbeiterin, da eben keine Gründe vorliegen, die einen Umzug rechtfertigen. Hat den Ablehnungsbescheid jemand anderes gefertigt?

Denn jeder Sachbearbeiter sieht das anders. Rede noch mal mit der, die dir das gesagt hat..

Antwort
von bikerin99, 50

Du hast doch Möbel in deinem Zimmer, die du mitnehmen kannst. Für das andere Notwendigste kannst du dir bei Flohmärkten, Secondhandläden oder div. sozialen Einrichtungen besorgen.
Sorry, ich verstehe nicht, dass du erwartest, dass der Staat für deine private Situation sorgen soll. Du bist selbst verantwortlich, dass du ausziehst, obwohl du deine finanzielle Situation kennst.
Wie glaubst du, lösen Studenten/innen dasselbe Problem, wenn sie keine finanzielle Unterstützung der Eltern haben?

Kommentar von naathaalieeabcd ,

Ich habe leider nur ein Bett und eine kleine Kommode und damit komme ich nicht weit. 😧

Kommentar von Laury95 ,

Es geht hier nicht darum, dass sich die Steuerzahler wieder über ihre Gelder aufregen, sondern, wie das Problem mit dem Ablehnungsbescheid gelöst werden kann.

Antwort
von herakles3000, 50

1 Lege wiederspruch ein den du Wurdes auch falsch informiert den Mit Ausbildungsbegin gehörst du nicht mehr zur bedarfsgemeinschaft und hättest nur dein Mitanteil zahlen müssen.Das kann mit absicht oder aus dummheit von Seiten des amtes passieren.

 2 Begründe im Wiederspruch auch das du Auch kosten in deiner Ausbildung haben wirst die du nicht immer vorhersagen kanst zb Moantsticket das schnell um die 100 € kosten kann und dazu auch noch zb Arbeitskleidung,schulbücher ,kopien usw.

3 Lass dir von deiner Muter ein Brief gebn das du dort nicht mehr wohnen kanst dan mus das mat sogar erstmal deine miete zahlen.

4 Versuche wen es auch zwecklos sein kann den umweg über das Sozialmat den die konnten Früher oft helfen entweder mit kurzfristieger leistungen oder Anders.

5 Der Bescheid mit de rBegründung du kanst das von deinem Ausbildungsgehalt zahlen deutet darauf hin das dein antrag gar nicht ernsthaft bearbeitet wurde den jeder weis _Heute das nur Menschen mit einen Einkommen von mehr als 1020€ Überhaupt noch einen Ratenkauf machen können

Nim dir notfals einen Anwalt den zahlt dan auch das Amt.!

6 Wen du die Wohnug hast versuche doch mal zb übe rCaritas und co an sachen zu kommen eventuel an eine Waschmaschine und einen eherd, oder auch an möbel das ist auch möglich aber bitte sei da wen die lieveren damit nichts fehlt..

Kommentar von turnmami ,

DAS klappt aber nicht! Ansonsten würden alle Eltern ihren Kindern einen Brief geben und die Kinder sich die Wohnung vom Staat zahlen lassen. Hier benötigt man eine Bescheinigung vom Jugendamt, die hier wohl nicht erteilt wird!!

Kommentar von EstherNele ,

Lieber Herakles3000,
das ist Wunschdenken!!!

Vor Beginn der Ausbildung gibt es tatsächlich keinen Grund, auszuziehen und mit Beginn der Ausbildung hat sie Anspruch auf eine "Übernahme der ungedeckten Kosten für Unterkunft und Heizung", aber auf keine andere Leistung nach dem SGB II - also ist das JC dann aus dem Rennen.

Und auch der Plan, der Brief der Mutter, man kann nicht mehr gemeinsam wohnen, würde helfen - schöne Theorie.

Selbst wenn man sich das Jugendamt mit ins Boot holt - da müsste schon richtig was passiert sein und nicht erst gestern erstmalig, damit das JA eine Empfehlung für eine eigene Wohnung gibt.
Der Versuch ist schon ein paar Mal zu oft strapaziert worden.

Lege wiederspruch ein den du Wurdes auch falsch informiert... 
Das kann mit absicht oder aus dummheit von Seiten des amtes passieren.

Problem - du musst die falsche Beratung des Jobcenters beweisen.

Und außerdem könnte das Amt darauf hinweisen, dass du a) im Netz zu so ziemlich allen Fragen eine Antwort findest und b) außerdem hätte die FS gezielt Fragen stellen können. Und c) jeder Leistungsempfänger ist mit einer Broschüre über die Eckdaten in bestimmten Situationen informiert worden - also bei beabsichtigtem Wohnungswechsel, Auszug vor dem 25. Geburtstag und ... und .... Dass die meisten Leute diese Broschüre nach kurzer Zeit wegschmeißen, ist nicht das Problem des Amtes. Es hat mit diesem Heft sogar schriftlich informiert.
Dem Amt Absicht zum eigenen (finanziellen) Vorteil nachzuweisen - das dürfte fast unmöglich sein.

Versuche wen es auch zwecklos sein kann den umweg über das Sozialmat den die konnten Früher oft helfen entweder mit kurzfristieger leistungen oder Anders.

Auf welcher Basis denn? Es gibt keine aktuelle Bedürftigkeit über den Bezug von ALG II hinaus, es gibt keinen Anspruch auf eine eigene Wohnung und es gibt kein triftiges Argument, das für eine Ausnahmeregelung reichen würde.

Also gibt es auch keine Notwendigkeit einer Hilfe durch das Sozialamt.

 Der Bescheid mit de rBegründung du kanst das von deinem Ausbildungsgehalt zahlen deutet darauf hin das dein antrag gar nicht ernsthaft bearbeitet wurde den jeder weis _Heute das nur Menschen mit einen Einkommen von mehr als 1020€ Überhaupt noch einen Ratenkauf machen können

Es gibt keinen Anspruch auf eine eigene Wohnung, also - folgerichtig auch keinen auf eine Erstausstattung. Ja, das Amt hat Recht - wenn man diese Wohnung partout will, dann muss man sie selbst bezahlen. Das würde das jeweilig zuständige JC auch jedem anderen Leistungsempfänger so sagen.

Allein die Tatsache, dass aufgrund der Einkommenshöhe Ratenkauf nicht möglich sein soll, macht die Sache nicht anders. Dann muss man sich erst mal mit Second hand oder Gebrauchtem begnügen.  Allein damit, dass du von deinem zukünftigen Gehalt dir keine Wohnung einrichten kannst, wird die Forderung nach der Erstausstattung auch nicht realistischer.

Nim dir notfals einen Anwalt den zahlt dan auch das Amt.!

Nein - hol dir erst mal einen Beratungshilfeschein, solltest du raten. Denn wenn man leichtfertig ein Mandat erteilt und dann geht die Übernahme der Kosten doch nicht, dann ist man Selbstzahler.

Außerdem zahlt den nicht das Amt, sondern der Steuerzahler.

Um eine Kostenübernahme zu bekommen, müssen ein paar Bedingungen erfüllt sein:
1. der Betreffende muss bedürftig sein
2. das Thema, wegen dem er einen Anwalt braucht, muss im öffentlichen Interesse sein (die Durchsetzung berechtigter sozialrechtlicher Forderungen wäre das, Nachbars störender freizügiger Gartenzwerg wäre es nicht)
3. Die Klage muss Aussicht auf Erfolg haben.

Und mit Punkt 3 könnte die Prozesskostenhilfe schon fraglich sein.

Denn Forderungen, für die es keine rechtliche Grundlage gibt, werden nicht berechtigter, wenn ein Anwalt sie vorträgt.

Antwort
von macqueline, 57

Wie wäre es mit gebrauchten Möbeln erst mal anzufangen?

Kommentar von naathaalieeabcd ,

Habe ich vor, aber man bekommt halt nichts geschenkt..

Kommentar von macqueline ,

Wenn man sich bei Bekannten und Familie umhört, kann man auch viele Möbel geschenkt bekommen, denn das ist oft einfacher, als die Sachen für die Sperrmüll Abholung rauszustellen. 

Als ich nach längerer Zeit im Ausland wieder nach D zurückkam, habe ich ein kleines Haus fast komplett mit Second Hand Ikea eingerichtet. Sollte nur für kurze Zeit sein, jetzt nach einigen Jahren lebe ich immer noch sehr gut damit!

Kommentar von EstherNele ,

Dann hast du dich noch nicht richtig bei ebay Kleinanzeigen umgeschaut. Außerdem hilft es manchmal auch, bei eben dieser Plattform eine Suchanzeige reinzustellen.

Außerdem gibt es in vielen größeren Städten auch lokale Second Hand-Börsen.

Kommentar von EuleVanDark ,

Von dem Anspruch bekommt man eh nur einen gewissen Teil, davon kann man sich auch nicht die neuesten Möbel leisten und schon gar nicht die komplette Wohnung mit ausstatten.

Antwort
von FoxundFixy, 46

Ach, ist ja interessant.Als ich meine erste Wohnung bezogen habe, hat es Jahre gedauert bis die Wohnung komplett war. Am Anfang hatte ich nur eine Matratze auf dem Fußboden und meine Jugendzimmereinrichtung. Aber ich habe ja auch gearbeitet und mir von den Gehalt alles nach und nach gekauft. Ich wußte gar nicht, daß man ein Recht auf Erstausstattung hat

Kommentar von macqueline ,

Falsch geclickt, wollte FoxundFixy zustimmen.

Antwort
von EuleVanDark, 52

Widerspruch einlegen und mit einem Anwalt in Kontakt treten! Nicht klein kriegen lassen.

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