Frage von meisje85, 99

Erstattet die Haftpflichtversicherung die Kosten bei einer Körperverletzung oder muss derjenige selbst dafür aufkommen?

Vor einigen Wochen hatte ich leider einen heftigen Streit mit meinem Exfreund. Dieser enstand, da ich in seine Wohnung "eingedrungen" bin (ich bin ich den Flur gesprungen, nachdem er die Tür geöffnet hat). Daraufhin wurde er handgreiflich und es kam zu einer Rangelei. Er schupste mich, zog an meinen Haaren, Armen, Beinen... Bis das ich am Boden lag, weil ich ausrutschte. Letztendlich hatte ich mehrere Hematome am ganzen Körper und ein Veilchen. Die Verletzungen sind nicht mutwillig entstanden. Er hat mich nicht "bewusst" geschlagen, sie aber billigend in Kauf genommen. Anzeige habe ich nicht erstattet, aber ich war bei meiner Ärztin. Nun erhalte ich einen Brief meiner Krankenkasse, die wissen möchte, wodurch die Verletzungen zu stande gekommen sind. Sie würden den "Verantwortlichen" dann dazu auffordern, die Kosten zu übernehmen.

Meine Fragen sind nun: Zahlt das dann seine Haftpflichtversicherung?

Wie hoch sind denn solche Kosten? Zählt dazu auch, dass Ausfallgeld, dass der Arbeitgeber erhalten hat? (War 4 Tage krank geschrieben)

Habe ich evtl. eine Teilschuld und muss auch mit anteiligen Kosten rechnen?

Was würde passieren, wenn er abstreiten würde mir überhaupt ein Haar gekrümmt zu haben?

Vielen Dank für eure Meinungen und Antworten!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo meisje85,

Schau mal bitte hier:
Krankenkasse Haftpflichtversicherung

Antwort
von andie61, 61

Nee,natürlich zahlt das seine Haftplichtversicherung nicht,dafür ist die nicht da.Es fallen darunter alle Kosten der Krankenkasse,und was passiert wenn Du es abstreitest weiss ich nicht,aber Du hast einen Hausfriedensbruch begangen,und er kann das als Notwehrhandlung bezeichnen,ob er das so anerkannt bekommt ist eine andere Frage,aber Dein unberechtigtes Eindringen ist Ursache für Deine Verletzungen.

Kommentar von meisje85 ,

Ich bin nicht gewaltsam in seine Wohnung eingedrungen und schon gar nicht eingebrochen!

Wer kommt nun für den "Schaden" auf? er? ich? seine
Haftpflichtversicherung oder meine Krankenkasse? wenn ich bei rot über die Ampfel renne und vom Auto angefahren werde, zahlt ja auch die Haftpflicht des Fahrers oder meine Krankenversicherung die aufkommenden Kosten und ich bekomme keine "Schuld", nur weil ich nicht an die Verkehrsregeln gehalten habe. Ich kann mir also kaum vorstellen, dass ich eine "Vollschuld" trage und selbst schuld bin daran, dass er mich "schlägt".

Kommentar von andie61 ,

Ich habe von Hausfriedensbruch gesprochen,nicht von gewaltsam eindringen,noch von einbrechen!Du hast Deine Verletzungen dadurch das Du unberechtigt seine Wohnung betreten hast selber verursacht,ob er mit seinen Abwehrhandlungen das erforderliche Maß der Notwehrhandlung überschritten hat ist eine andere Frage.Den grössten Anteil für Deine Verletzungen musst Du die selber anrechnen,nur dafür kann Dich die Kasse nicht zur Kostenübernahme ranziehen.Eine Haftpflichtversicherung ist für solche Kosten in keinem Fall zuständig,und dafür auch nicht gedacht.Dein Vergleich hinkt,Du hättest ein erhebliches Verschulden für Schäden an dem Auto das Dich angefahren hat und müsstest da für die Kosten aufkommen,und ob Deine Haftpflichtversicherung da voll die Kosten übernimmt ist erher fraglich.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

oh doch, genau das ist der Fall..... Auch bekommst du schuld bei deinem Ampel Beispiel

Antwort
von turnmami, 49

DIe Krankenkasse prüft bei jedem "Unfall", ob jemand regresspflichtig für den zu zahlenden Schaden ist. Hier ist es aber unwahrscheinlich, dass dein Freund für deine Krankenkosten aufkommen muss. Viel eher wird da die Krankenkasse auf DICH zurückkommen, da du schließlich widerrechtlich in die Wohnung deines Ex eingedrungen bist! Wünsche dir viel Spass beim Bezahlen

Kommentar von meisje85 ,

Er ist nicht mehr mein "Freund". Ich hatte eben schon mal erwähnt, dass ich ja nicht in seine Wohnung eingebrochen bin o.ä. Es war nur nicht so, dass er mich ausdrücklich hineingebeten hat. Er hat einfach nur weit die Tür geöffnet (stand nicht im Gang, sondern neben der Haustür) und ich bin rein. Es gibt nicht mal Zeugen. Letztendlich stünde eh Aussage gegen Aussage.
Die Krankenkasse wird mir doch wohl nicht erzählen: "Pech gehabt, dann zahl du" Das kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen...

Kommentar von turnmami ,

Warte es ab. Deine Krankenkasse wird versuchen die Kosten für deine Behandlung auf jemand anderes abzuwälzen. Und hier wirst du einiges erklären müssen

Kommentar von meisje85 ,

Letztendlich stünde Aussage gegen Aussage... Wie gesagt... Ich denke, er hätte ja auch einfach die Polizei rufen können, wenn er sich bedroht gefühlt hätte. Alles kein Grund handgreiflich zu werden...

Kommentar von RudiRatlos67 ,

in dem Fall war aus seiner Sicht Gefahr in Verzug, in dem Fall wird ihm kaum jemand vorwerfen das er die Polizei nicht gerufen hat.

Kommentar von Everybodyhater ,

Rudi hat absolut Recht. Du wirst große Probleme haben und das völlig zurecht...

Antwort
von Reanne, 38

Das wird ein längeres Verfahren geben, wenn er es denn seiner Haftpflichtvers. meldet. Es könnte sogar sein, dass die Meldefrist schon verstrichen ist, so etwas muß man sofort melden, ob eine Anzeigepflicht besteht, weiss ich nicht. Auch die Kosten des Arbeitgebers sind in der Vers.Pflicht enhalten. Hat er eine Haftpflichtversicherung? Er kann auch alles abstreiten, von wegen nicht absichtlich usw oder Du bis gestolpert, gefallen etc.

Antwort
von Everybodyhater, 51

Nein du musst nicht mit einer Teilschuld rechnen, sondern mit der VOLLSCHULD. Du bist gewaltsam in seine Wohnung eingebrochen und er hat nur sein Eigentum vor dir geschützt. Und nein in diesem Fall bezahlt es nicht deine Haftpflicht, weil du es mutwillig begangen hast

Kommentar von meisje85 ,

Ich bin nicht gewaltsam in seine Wohnung eingedrungen und schon gar nicht eingebrochen! Es geht nicht um meine Haftpflicht! Ich habe gefragt, ob seine Haftpflichtversicherung die Kosten für die meine Verletzungen übernimmt. Ich war nicht handgreiflich ihm gegenüber (siehe meine Antwort)

Kommentar von RudiRatlos67 ,

gegen seinen Willen, das ist Hausfriedensbruch und aus deiner Sicht bist du während der Ausübung einer Straftat verletzt worden. Damit hat er Anspruch auf Schadensersatz von Dir, falls er sich bei der Verteidigung seines Hausfrieden verletzt hat, oder während eurer Rangelei etwas beschädigt wurde.

Kommentar von Everybodyhater ,

Rudi hat absolut recht. Da du gewaltsam (er wollte es nicht, aber du hast es einfach durchgesetzt) in seine Wohnung eingedrungen ist es Hausfriedensbruch. Auch das mit dem Schadenersatz stimmt. 

Jetzt mal ehrlich. Wie du dich benommen hast, hast du es auch nicht anders verdient...

Antwort
von meisje85, 47

Ja, ich fühl mich auch gerade ziemlich ratlos. Auf der einen Seite gebe ich mir die Schuld, weil ich ohne Erlaubnis in die Wohnung hineingekommen bin. Auf anderen Seite habe ich ja nicht die Tür aufgestoßen o.ä. Ich bin einfach nur rein, weil er eben gleich nen Schritt zurück gegangen ist, als er die Tür geöffnet hat. Natürlich hat er versucht seine Wohnung zu "verteildigen", aber habe ich deshalb meine Verletzungen die er mir zugefügt hat in Kauf genommen? Sprich eine VOLLSCHULD?! Ich meine er hätte ja auch einfach die Polizei rufen können?! (was er mir zwar angedroht hat, aber es nicht getan hat). Ich war NICHT handgreiflich ihm gegenüber! Ich war ruhig und habe nur normal versucht mit ihm zu sprechen. Zeugen gibts auch keine...

Ich weiß nicht, ob er eine Haftpflichtversicherung hat. Danach fragen kann ich auch nicht. Wir haben keinen Kontakt mehr.
Wer kommt nun für den "Schaden" auf? er? ich? seine Haftpflichtversicherung oder meine Krankenkasse? wenn ich bei rot über die Ampfel renne und vom Auto angefahren werde, zahlt ja auch die Haftpflicht des Fahrers oder meine Krankenversicherung die aufkommenden Kosten und ich bekomme keine "Schuld", nur weil ich nicht an die Verkehrsregeln gehalten habe. Ich kann mir also kaum vorstellen, dass ich eine "Vollschuld" trage und selbst schuld bin daran, dass er mich "schlägt".

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Wenn er Dich gebeten hat die Wohnung zu verlassen, ist es sein hausrecht. Sich dem zu widersetzen ist Hausfriedensbruch und somit eine Straftat. Sein hab und Gut und auch den Hausfrieden zu verteidigen ist Notwehr. Deinen ex trifft augenscheinlich keine Schuld sondern Dich allein. Bist Du gesetzlich Krankenversichert, wird einzig und alleine deine GKV die Behandlungskosten zahlen. Eine private Krankenversicherung wird in solch einem Fall nicht zahlen weil die Verletzungen Folge einer von Dir begangen Straftat sind. gleiches gilt für eine private Unfallversicherung. Das Beispiel mit der Ampel: wenn Du fahrlässig bei Rot über die Ampel läufst und angefahren wirst, zahlt Deine gesetzliche oder private Krankenversicherung die Behandlungskosten, Deine private Unfallversicherung würde auch leisten und für den Schaden am Fahrzeug und deren Insassen wärst Du haftpflichtig.... Und zwar mit deinem gesamten gesamten Vermögen und Deinem, auch zukünftigen, pfändbarem Einkommen bis zur vollständigen Bezahlung der Sach- und Personenschäden sowie dem dadurch entstandenen Verdienstausfall bis hin zu lebenslangen Rentenzahlungen falls durch deine Unachtsamkeit jemand derart verletzt würde, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. All diese Kosten würde eine private Haftpflicht Versicherung für Dich übernehmen sofern sofern der Unfall auf Deiner fahrlässigkeit beruht.... Und natürlich nur wenn Du eine private Haftpflicht Versicherung abgeschlossen hast und die Beiträge regelmäßig bezahlt werden.

Antwort
von alarm67, 37

Das wird wohl die Haftpflichtversicherung Deines Freundes nicht übernehmen. Hematome und Veilchen, lach, sorry, das erkläre mal jemanden!!! Versehentlich!!! Mal ehrlich, wenn Dir jemand so eine Geschichte erzählt, würdest Du das selbst glauben???

Nur einen Tipp: Richtig in die Sche iße kommst Du, wenn Du/ihr anfangt Unwahrheiten zu erzählen! Das würde man dann Betrug nennen! Wenn Dein Freund alles abstreitet, woher sollte es dann sonst kommen? Dann möchte ich Dich mal sehen/hören, was Du deiner KK erzählst! Und dann kommt alles raus und Du zahlst womöglich alles und hast zusätzlich eine Betrugsanzeige am Hals! Bleibe bei der Wahrheit!

Antwort
von basiswissen, 14

Nein, diese Kosten übernimmt eine Haftpflichtversicherung definitiv nicht.

Kommentar von meisje85 ,

Aber die Verletzungen sind doch nicht mutwillig entstanden?

Kommentar von basiswissen ,

Wie sollen Blutergüsse und ein Veilchen versehentlich entstehen? Und Du bist dann noch illegal in die Wohnung eingedrungen? Wer soll Euch das glauben???

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