Macht es einen Unterschied, ob man das Salz sofort oder erst wenn es kocht ins Nudelwasser tut?

Der Siedepunkt von Salzwasser in minimal höher als der von nicht gesalzenem Wasser. Das kochende Salzwasser ist also ein ganz winziges bisschen heißer als das ungesalzene kochende Wasser. Das macht aber in der Küche in der Praxis keinen merkbaren Unterschied.

Für alle praktischen Zwecke ist es im Grunde egal, wann man das Salz ins Wasser schüttet. Wenn es Unterschiede gibt, sind sie minimal. Allenfalls schonen Sie den Topf, wenn er nicht so lange dem Salzwasser ausgesetzt ist. Wichtig ist, daß man vorsichtig ist, wenn man Salz ins kochende Wasser gibt, da das Wasser kurz aufschäumt.
Man sollte also mit der Nase (oder mit der Hand) nicht so nahe am Topf sein!
Eine Website, welche die geringen Unterschiede erklärt ist diese:

Es ist Küchentechnisch kein Unterschied, in der Gastronomie machen es die Meisten gleich rein. Dies ist aber nur damit man es in der Hektik nicht vergisst, also eine unphysikalische Angewohnheit.

Wenn man das Salz gleich am Anfang ins Wasser gibt, erhitzt sich das Wasser etwas schneller. Das muss am Anfang gar nicht viel sein, wenn man, wie fourseasons rät, seinen Topf schonen will.
Vielleicht bilde ich mir das ein, aber mir kommt es immer vor, als würde es ewig brauchen, um zu kochen, wenn kein Salz drin ist.
ich habe schon oft gehört, dass gesalzenes wasser länger zum kochen braucht als ungesalztes. allerdings weiß ich weder ob das wirklich stimmt, noch kenne ich eine physikalische Erklärung dafür...
Mit vorher Salz im Wasser braucht es geringfügig länger bis zum kochen.
Eine gesättigte Kochsalzlösung hat einen Gefrierpunkt von -21 °C, einen Siedepunkt von 108 °C und enthält 356 g NaCl pro Liter bei 0 °C (359 g/l bei 25 °C). Gegenüber reinem Wasser hat Salzwasser, obwohl es schwerer ist, eine geringere spezifische Wärmekapazität. Diese Eigenschaft lässt sich beim Kochen nutzen, wenn man Salz in kaltes Wasser zugibt (ca. 1 % Energieersparnis)