Frage von sara0815, 55

erst geringfügig,dann sv-pflichtig?

Hallo zusammen,

angenommen ein AN möchte zum 01.05. bei einer neuen Firma anfangen. Da die neue Firma aber zu sofort Unterstüzung braucht und der neue MA bei seiner alten Firma (Vertrag bis 30.04) bereit freigestellt ist/Resturlaub hat kann er bei der neuen Firma schon zum 15.04. anfangen. Ist eine Beschäftigung auf 450,- Euro-Basis oder kurzfristig möglich?

Kann man einen Mitarbeiter für einen halben Monat auf 450,- Euro-Basis bzw. kurzfristig anstellen, wenn anschließend eine SV-pflichtige Festanstellung folgt? Oder ist das Arbeitsverhältnis so bereits von Beginn an SV-pflichtig und somit nur in Steuerklasse 6 möglich?

Und was ist, wenn der AG unbedingt auf 450,-Euro-Basis bzw. kurzfrisitg das Beschäftigungsverhältnis beginnen möchte? Hat der AN dadurch Nachteile?

Viele Danke für Eure Hilfe

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 25

Der AN darf während einer Freistellung bzw. dem Freizeitausgleich des Resturlaubs einen Minijob genau so annehmen wie wenn er noch weiter dort arbeiten würde.

Er sollte nur nicht bei einem Konkurrenten arbeiten, das kann ihm der (noch)derzeitige AG untersagen. Außerdem sollte er das dem AG mitteilen.

Nachteile des AN für die zukünftige Beschäftigung sehe ich nicht. Es ist sogar ein Vorteil für den AN, er kann jetzt keinen kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrag mehr bekommen, da der Minijob ja eine Vorbeschäftigung ist und daher außer einer unbefristeten Beschäftigung nur noch eine Sachgrundbefristung möglich wäre

Antwort
von Halbammi, 31

Der AN darf in seinem Resturlaub nicht bei der neuen Firma arbeiten. Er wird schliesslich immer noch vom alten AG bezahlt. Somit ist keine Beschäftigung möglich. Das gleiche gilt für die Freistellung. Wenn der alte AG das spitzkriegt lieferst du ihm auf dem Silbertablet einen Grund dich fristlos zu kündigen.

Kommentar von sara0815 ,

man darf doch neben seiner Hauptbeschäftigung noch einen/mehrere Nebenjob(s) haben, mehr wäre es in diesem Fall ja nicht, deswegen kann er die ersten zwei Wochen nur auf Steuerklasse 6, bzw. geringfügig abgerechnet werden.

Kommentar von Halbammi ,

Nur mit Zustimmung des Arbeitgebers. Und ob die hier vorliegt wissen wir nicht. Ich gehe nicht davon aus, denn dann müsste die Frage hier nicht gestellt werden.

Kommentar von kevin1905 ,

Arbeitgeber sind grundsätzlich immer zustimmungspflichtig zu Nebentätigkeiten.

Es gibt nur gewisse Gründe, wann sie das Recht haben die Nebentätigkeit zu untersagen, z.B. bei Konkurrenztätigkeit oder Überschreitung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit, etc.

Zum einen ist der Fragesteller frei gestellt und von möglicher Tätigkeit beim Mitbewerber lese ich nichts in der Frage.

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