Frage von xzxLukasxzx, 49

Erregungsübertragung an einer Synapse?

Wieso wird der Reiz nicht während einer Erregungsübertragung durch erregende postsynaptische potenziale immer kleiner? Ein psp ist viel schwächer als ein AP. Es sind hunderte Neuronen aneinander verknüpft. Wenn jedes AP bei der Übertragung zu einem psp wird, geht doch bei jeder Übertragung sehr viel Information verloren? Wie kommt es dann dazu, dass die Information voll am Ziel ankommt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ReterFan, 24

Das liegt am alles-oder-nichts-Prinzip. Das PSP wird auf dem Weg zum folgenden Axonhügel immer kleiner- da hast du recht. Wenn es dort am Axonhügel aber noch einen bestimmten Schwellenwert (meist ca -50mV) übersteigt, wird ein AP ausgelöst, welches Immer gleich stark geladen ist, also unabhängig von der Höhe des PSP (Hauptsache es war noch höher als der Schwellenwert). Dieses AP ist dann am Ende des Axons genau so groß, wie an den Axonen davor. Deshalb wird die Erregung grundsätzlich nicht schwächer (außer durch Hemmungen, aber das ist hier vermutlich irrelevant). Ich hoffe, es war einigermaßen verständlich. Ansonsten beschäftige dich noch einmal mit dem "alles-oder-nichts-Prinzip", das dürfte deine Frage dann klären :)

Antwort
von Wunnewuwu, 17

Das hast du richtig erkannt.
Pauschal kann man das nicht so leicht beantworten. Aber guck mal was zeitliche und örtliche Summation in diesem Zusammenhang ist.
Aktionspotentiale lassen sich addieren, sodass der Reiz nicht verschwindet.

Verschwindet er, war er zu schwach - ganz einfach. Die Zelle kann dem entgegenwirken - zum Beispiel, wenn der Reiz nicht verschwinden darf, oder immer wieder kommt - indem sie die Synapse besser ausbaut, also empfindlicher für die Übertragung macht. Das findet so ähnlich beim Lernen statt.

LG

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community