Erörterung Magersucht Einleitung?

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3 Antworten

"Viele Menschen wünschen es sich nicht zu dick zu sein und einen flachen Bauch zu haben. Um dies zu erreichen treiben sie Sport und essen gesünder. Andere widerrum versuchen dies nicht durch Sport, sondern durch das sogenannte "Hungern" zu erreichen, indem sie einfach viel weniger essen. Dadurch verlieren sie zwar unter anderem auch Fett, aber auf der anderen Seite auch Muskeln. Zusätzlich fehlen ihnen essenzielle Nährstoffe, die sie nur durch die Nahrungsaufnahme zu sich nehmen können. Sind sie relativ stark abgemagert, wird diese Essstörung als Magersucht bezeichnet. Warum sich Leute bis in die Magersucht hungern und warum dies sehr gesundheitsgefährlich ist, wird im Folgenden diskutiert."

Das hab ich mir grad auf die schnelle ausgedacht, also keine Gewähr auf vollständige Perfektion. Ich fange Einleitungen über ein Thema gerne so an, dass ich in den ersten Zeilen nicht direkt das Thema anspreche, sondern erst dort hin führe. Ich bin also vom Schönheitsideal "flacher Bauch" und "nicht zu dick" auf den Weg zu diesem Schönheitsideal gekommen, indem Leute magersüchtig werden.

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Kommentar von ayanaratz
01.10.2016, 12:56

Dankeschön! ;)

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Kommentar von Johannax31
01.10.2016, 13:12

Du musst aufpassen, da haben sich nämlich viele Klischees eingeschlichen: 

"essen gesünder" 

Es ist ein Mythos, dass Übergewichtige sich ausschließlich ungesund ernähren und ständig Süßkram und Fast Food essen, und dabei tausende Kcal verdrücken. 

Abnehmen tut man übrigens nur durch ein Kaloriendefizit. Wie das aussieht, also ob man einfach weniger Kalorien konsumiert oder ob man seinen Bedarf durch Sport steigert, bleibt jedem selbst überlassen. Ungesünder ist nichts von beidem. Wichtig ist nur, dass man alle benötigten Nährstoffe zu sích nimmt, nicht eine bestimmte Menge an Kalorien. Es wurde sogar wissenschaftlich erwiesen, dass die Meisten Normalgewichtigen, also die, die eine "normale" Menge zu sich nehmen und bei denen man es am wenigsten vermuten würde, eine Mangelernährung haben. Wenn man bewusst isst, dann passiert das nicht. Es gilt: Qualität statt Quantität ;) 

"Andere widerrum versuchen dies nicht durch Sport, sondern durch das sogenannte "Hungern" zu erreichen, indem sie einfach viel weniger essen." 

Daran ist nichts falsches, siehe oben. Wenn jemand z.B. 150kg oder mehr wiegt, also stark adipös ist, dann ist es sogar angebracht, "viel weniger" zu essen und die einzig gesunde Möglichkeit, da es so schnell wie möglich gehen muss. Mit einem Kaloriendefizit von 100kcal zieht sich das alles über mehrere Jahre. Sport darf bzw. sollte man in dem Fall nicht machen. Übergewicht ist schädlich, eine geringe Kalorienzufuhr nicht, vorausgesetzt man nimmt alle wichtigen Nährstoffe zu sich. Was "Hungern" ist, definiert jeder anders. Für die einen bedeutet das schon, dass man den Nachtisch weglässt. 

Daher solltest du das "viel weniger" entweder ersetzen oder genauer definieren.

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Das Selbstbild vieler Kinder ist heut zu Tage, wo das ganze Leben von FB, Insta , ... Dominiert wird sehr gestört...

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Kommentar von Johannax31
01.10.2016, 13:15

Falsch. Das ist KEINE Ursache für Magersucht. Btw. auf Facebook, Instagram, etc. findet man keine unterernährten Figuren. Und dreht man das ganze um, dann müsste man auch behaupten können, dass Plus-Size-Models oder Übergrößenladen andere in die Fettsucht treiben..

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Beginne doch mal über Models und das Idealbild der Frau in der heutigen Zeit oder über die Jahre hin zu schreiben. Das wäre ne gute Einleitung.
Könntest natürlich auch dann zu Anorexie oder diese " Sekten" von pro-ana schreiben

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Kommentar von Johannax31
01.10.2016, 13:34

Als Ideal gilt eine Figur weltweit, wenn: 

  • Der Taille-Hüft-Quotient 60-70% entspricht
  • Man einen BMI unter 19 hat (bei Erwachsenen)

(Psychology Today, 2014) 

Das entspricht auch der gesündesten Körperform, also der Körperform, die mit den wenigsten gesundheitlichen Risiken behaftet ist.  

Männer stehen also tatsächlich auf Kurven, jedoch stehen Kurven nicht für einen fülligeren Körper. 

Wissenschaftler fanden übrigens heraus, dass auch von Geburt an Blinde solche Figuren bevorzugten (Karremanns et al., 2009). Das Bild kann also nicht medial geprägt sein. 

Eine solche Figur galt schon immer als Ideal. 

Marilyn Monroe sagte z.B. "Es gibt nichts positives am Fettsein. Das Leben ist schöner wenn man schlank und schön ist. Ich war noch nie fett und ich werde es auch nie sein" und dennoch gilt sie als Zeichen der Fatacceptance-Bewegung und es wird argumentiert, sie sei schließlich auch eine Größe 42 gewesen. Eine DAMALIGE Größe 42, zu ihrer Zeit existierte die Size 0 einfach noch nicht. Das liegt aber nicht am angeblichen Magerwahn, sondern an der Größeninflation. 

https://en.wikipedia.org/wiki/Vanity_sizing 

Sie war etwa 166cm groß, wog 53.5kg, und hatte damit einen BMI von 19,5, also war sie keinesfalls Übergewichtig. 

Ihre Maße waren ca. 89 – 56 – 89. Laut dt. Größentabelle wäre sie damit von der Oberweite eine Größe 38, Hüfte lediglich eine 34 und ihre Taille war sogar schmaler als Größe 32. Im Jahr 2011 sollte eines ihrer Kleider versteigert werden. Dem anwesenden Model mit Größe 32 passte es jedoch nicht, da es zu eng war. 

Ich kann gerne noch weitere Beispiele aufführen, die heute als "Vollweiber" gelten, an denen im Gegensatz zu den heutigen "Hungerhaken" wenigstens noch etwas dran war.. 

Dem ist NICHT so. 

Damals unterschieden sich die Schauspielerinnen und Models nicht so sehr von der Durchschnittsfrau, nur hatten sie tolle Sanduhrfiguren, wohingegen die Durchschnittfrau eben "Durchschnitt" war. Der heutige Durchschnitt liegt im Übergewichtigen Bereich, da ist der Kontrast stärker.

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