Frage von alimpova, 55

Erneuter entzug? Hilfe!?

Hallo, ich brauche eure Hilfe, falls sich jemand damit auskennt. Mein Freund hat heute seinen Führerschein zurück bekommen nach dem er ihn für 3 Monate entzogen bekommen hatte. Er hatte vor den 3 Monaten Entzug eine verlängerte Probezeit und einen Aufbauseminar hintersich wegen einigen A- Verstößen. So jetzt zum Punkt: wir wurden vor einer Stunde innerorts geblitzt, weil ich ihm sagte er könne jetzt schneller fahren er kannte die Straße nicht und vertraute mir, ich wusste allerdings auch nicht dass ca. 200- 100 meter vor dem Außerorts schild noch ein Blitzer stand.

Wir wissen auch nicht mehr genau wie schnell er war auf jeden fall nicht über 80. Wisst ihr was ihm jetzt passieren könnte ? Kennt sich jemand einwenig damit aus?

Falls es was zur Frage bringt: Er hat nie Drogen oder Alkohol Verstöße begangen

Vielen Dank für die Antworten im Voraus

Antwort
von Parhalia, 55

Du müsstest mal etwas konkreter in Deiner Beschreibung werden, denn wenn Du von "Entzug der Fahrerlaubnis" sprichst, so wäre der Führerschein in diesem Verwaltungsprozedere für mindesten 6 Monate weg gewesen. Somit wäre hier eher ein "Fahrverbot" zu vermuten, welches zwischen 1-3 Monate betragen kann.

Kommen wir jetzt zur "Probezeitregelung" und den begangenen Verstössen . Bitte beantworte folgende Fragen :

 - weswegen genau wurde bei ihm ein Aufbauseminar samt verlängerter Probezeit angeordnet ?

 - Weswegen bekam er NACH dieser Auflage erneut ein Fahrverbot von 3 Monaten ? Hat er zudem schon diesbezüglich Post bekommen mit der Empfehlung, doch jetzt bitte an einer "verkehrspsychologischen Beratung" teilzunehmen ? 

( das wäre nämlich die Folge, wenn nach rechtskräftiger Erstentscheidung samt Anordnung des Aufbau-Seminars und PZ-Verlängerung ein weiterer "A" / oder 2 "B" - Verstösse erfolgten ) 

 - um wie viel war Dein Freund jetzt in der letzten Radarkontrolle ungefähr zu schnell unterwegs ?

Denn GANZ GENAUE Aufschlüsselung der Vorgeschichte ist jetzt ganz wichtig. 

Denn wenn NACH Ablauf von 2 Monaten ab der letzten -> " Verwarnung mit der Empfehlung der Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung binnen 2 Monaten " <- ERNEUT ein "A" oder 2 "B" - Verstösse folgten, dann wird die Fahrerlaubnis wirklich für MINDESTENS 6 Monate ENTZOGEN und daran im anschliessenden Antrag der "Wiedererteilung" wird er erst einmal zur "MPU" antreten dürfen.

Denn entgegen der Handlungsroutine bei einem " FAHRVERBOT " bekommt er den Führerschein nach einer " ENTZIEHUNG " nicht automatisch zurück, sondern DANN muss er bei der Führerscheinstelle einen "Antrag auf Wiedererteilung" seiner Fahrerlaubnis stellen.

Kommentar von alimpova ,

Auf dem Brief vom Landratsamt steht Entziehung der fahrerlaubnis. der erste Verstoß War überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 22 kmh ( 05.04.13) deshalb musste er ein Aufbauseminar absolvieren. der zweite Verstoß War er fuhr bei schlechter Sicht-oder Wetterverhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Es kam zum Unfall. (07.08.13) durch dem Unfall wurde jedoch keiner verletzt falls dies relevant ist. er hatte die Möglichkeit innerhalb 2 Monaten einen Verkehrspsychologen aufzusuchen und bekam die Warnung bei einem weiter Verstoß die fahrerlaubnis Kraft Gesetz zu entziehen der dritte Verstoß War zulassen des Fahrens ohne fahrerlaubnis (25.07.14) ihn wurde die Möglichkeit eingeräumt innerhalb 14 Tagen eine Stellungnahme anzugeben davon machte er keinen Gebrauch. nach dem dritten Verstoß hatte er 3 Monate sein Führerschein abgegeben und heute fuhr er wie gesagt bei einer 50 er Zone auf jeden Fall unter 80 es kann auch sein das auf dem tacho 70 - 75 stand davon geht er zumindest aus.

Kommentar von Parhalia ,

Dann sind wir doch auf jeden Fall schon mal in der "Phase Gelb".

Bedeutet : er bekam nach der ersten Sanktion ( Aufbauseminar + Probezeit-Verlängerung ) nach einem weiteren "A" - Verstoss sogar schriftlich schon die "Verwarnung". 

( Verursacht wegen des Deliktes vom 07.08.13 - Unangepasste Geschwindigkeit bei schlechter Sicht und Unfall ... also nochmal "A". )

Sind wir beim 25.07.2014. " Zulassen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis " Das wäre der dritte "A" geworden und normalerweise wäre die Fahrerlaubnis damit schon entzogen worden. Demnach ergibt es ab hier schon irgendwie keinen "Sinn" mehr. ( hat er die Fahrerlaubnis dann freiwillig abgegeben, oder wurde sie "ENTZOGEN" ? )

Aber nun die "Preisfrage" : WANN hat er die Fahrerlaubnis erworben ? ( und hatte er vor "Klasse B" bereits eine andere probezeitrelevante Fahrerlaubnis inne ? )

Edit : oder vereinfacht die Frage, ob er überhaupt noch in der Probezeit war zum Zeitpunkt der letzten Übertretung ?

Kommentar von alimpova ,

Ja er War bei allen delikten in der probezeit auch die von heute und nein sein Führerschein wurde nicht freiwillig abgegeben sein Führerschein hat er das aller erste mal am 11.01.13 bekommen nach der praktischen Prüfung da War er bereits 18 davor hatte er gar keinen anderen Führerschein. Und seit heute hat er jetzt nach dem entzug wieder seinen Schein 

Kommentar von Parhalia ,

Dann wäre er jetzt "fällig", wenn er "rechtsverwertbar" mit 21 ( oder mehr ) innerhalb geschlossener Ortschaften geblitzt wurde.

Wartet daher einfach mal ab, was im kommenden Bescheid dieser Geschwindigkeitsübertretung Deinem Dad dann zugestellt wird. Unter 60 Euro ( also weniger als 21 innerorts zu viel ) einfach rein standardisiert bezahlen und "gut".

Über "21 zu viel" hätte ICH als "Dein Dad" ( selbst 20 Jahre absolut unbescholten...nicht mal ein "Verwarngeld" ... ) aber durchaus ein Problem damit, für fremde Leute einen Punkt zu kassieren. Täte mich in dieser Fragestellung selbst bei meinem EIGENEN Kind WIRKLICH schwer. ( wenn es mir DIESEN Verlauf in der Probezeit "hingelegt" hätte )

UND wenn Dein Dad nun auch "nein" sagt, so verstehe ihn in DIESEM Bezug bitte auch nicht falsch. Irgendwann sind gewisse Grenzen halt erreicht...😕

Kommentar von Ontario ,

Mal ohne die Einzelpunkte die zu Verstössen führten, bewerten zu wollen, würde ich sagen, dein Freund ist zum Führen eines Fahrzeugs im öffentlichen Verkehr  n i c h t  geeignet. Hoffentlich sieht man das auf dem Amt auch so.  Normalerweise sollte man nach einem Verstoss daraus lernen und grösste Vorsicht walten lassen. Wer Verstösse in der von dir genannten Art begeht, dem sollte auf lange Zeit die Fahreraubnis entzogen werden. Ich würde sagen, dein Freund ist beratungsressistent.Die Häufung der Verstösse ist keinesfalls normal.

Kommentar von alimpova ,

Was meinen Sie mit fällig? muss er wieder für 3 Monate abgegeben werden oder kommt da eine mpu mit einer Frist die beim nicht einhalten oder nicht bestehen der mpu prüfung den Führerschein dann entzieht? also falls er über 21 kmh War. Und kann es eigentlich sein das der Gegenverkehr geblitzt wurde da der blitzer auf der anderen Seite stand und Gegenverkehr (nur 1 Auto) zur ungefähr selben Zeit vorbei fuhr?

Kommentar von Parhalia ,

Wenn er zuletzt innerorts mit 21 KM/h zu viel geblitzt wurde, so ist das halt erneut ein "A"-Verstoss in der Probezeit. Dann wird die Fahrerlaubnis entzogen und eine MPU angeordnet werden. Ein "positives" MPU-Gutachten wäre dann Vorraussetzung, damit ihm die Fahrerlaubnis neu erteilt werden könnte.

Ob er überhaupt geblitzt wurde, bzw. mit wie viel über der erlaubten Geschwindigkeit, dass müsst Ihr jetzt erst einmal abwarten. Wenn ab dem Tattag nach 3 Monaten noch kein Anhörungsbogen oder Bussgeldbescheid gekommen ist, so ist die Angelegenheit vom Tisch. ( entweder hat es dann nicht wegen ihm geblitzt, oder der Vorfall wäre wegen Fristüberschreitung nicht mehr verfolgbar )

Wären es höchstens 20 ( oder weniger ) KM/h innerorts zu viel gewesen, so gibt es nur ein Verwarngeld, welches dann keine probezeitrelevanten Auswirkungen hätte. ( also keinen Punkt und keinen Führerscheinentzug )

Expertenantwort
von Franticek, Community-Experte für Führerschein, 32

Die drei Monate Entzug waren die dritte Stufe der Probezeitmaßnahmen. Ist die Überschreitung nun 21 oder mehr km/h, dann ist das ein A-Verstoß und es kommt die Stufe 4. Das ist dann leider die MPU. Innerhalb einer gewissen Frist muss er eine positive MPU vorlegen, sonst wird die Fahrerlaubnis entzogen. Sie kann erst wieder nach einer positiven MPU erteilt werden. In dieser Zeit ruht natürlich auch die Probezeit und läuft erst wieder weiter, wenn er die Fahrerlaubnis wieder hat.

Glück hätte er gehabt, wenn er max. 20km/h drüber war. Dann käme nur ein geringes Verwarnungsgeld auf ihn zu.

Kommentar von alimpova ,

okey vielen dank für die ausführliche Kommentare und Ratschläge. dann offen wir mal das dass 20 kmh waren.

Antwort
von alimpova, 49

Das Auto ist allerdings nicht auf meinem Freund sondern auf meinem Vater geschrieben

Kommentar von Parhalia ,

Dann bekommt zumindest in diesem Fall Dein Vater als Halter den Bussgeldbescheid, wenn es ein "stationärer Blitzer" war und nur anhand der Kennzeichen-Identifikation eine Anschrift des Bescheides "generiert" wurde.

Mehr sage ich jetzt aber bewusst nicht dazu...😕

Antwort
von Spockyle, 49

Laut dem Rechner muss er nur zahlen und bekommt einen Punkt: http://zu-schnell-gefahren.de/

Kommentar von Parhalia ,

Ab vorwerfbaren 21 zuviel "Innerorts" ist das automatisch der nächste "A" - Verstoss laut Probezeitregelung samt Punkt und mindestens 60 Euro Bussgeld.

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