Frage von Butterfliege1, 86

Erneute Pfändung über den Anwalt?

Der Vater meines mittlerweile 12jährigen Sohnes ist seeehr unwillig den Unterhalt für unseren Sohn zu zahlen, daher wurde vor 1,5 Jahren eine Lohnpfändung vom Jugendamt veranlasst.

Diesen Monat kam kein Unterhalt worauf ich das JA anrief um nachzufragen ob ihnen bekannt sei, woran das liegen könnte. Es war noch nicht aufgefallen das der Unterhalt noch nicht eingegangen ist und ich erfuhr, das die Lohnpfändung aufgehoben wurde, er zahle jetzt ja von selbst.

Wie kann ich eine erneute und dauerhafte Lohnpfändung erwirken?

Als damals die Pfändung vorgenommen wurde, ist mir gesagt worden, das diese solange bestehe, bis kein Unterhalt mehr gezahlt werden muss.

Ich bin auf diese Zahlung sehr angewiesen und es tut diesen Monat doppelt weh, mein Sohn fährt mit der Schule zum Skikurs und das kostet auch ganz schön.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Butterfliege1,

Schau mal bitte hier:
Anwalt Unterhalt

Antwort
von NSchuder, 48

Ich sehe das im Grunde wie User "Vyled".

Du musst genau denselben Prozess noch einmal durchlaufen. Das JA weiß ja jetzt Bescheid. Da die auch die erste Pfändung veranlasst haben, würde ich mich auch genau dorthin wieder wenden.

Vielleicht kannst Du dort auch einen Vorschuss auf die zu erwartende Nachzahlung bekommen. Ich würde es auf jeden Fall mal anfragen / versuchen.

Antwort
von lohne, 45

Du solltest dich tatsächlich mit einem Anwalt in Verbindung setzen. Es ist schon traurig, dass einige Väter  versuchen sich zu drücken.

Antwort
von Vyled, 58

Du musst den Prozess zur Einwirkung der Lohnpfändung wohl erneut durchgehen und darauf hinweisen, das diese ja bereits mal war und er dennoch (danach) immer noch nicht zahlt und eine dauerhafte Pfändung infrage kommen muss

Antwort
von Taimanka, 29

Wie, die Lohnpfändung wurde aufgehoben weil er von sich aus zahlt, zahlt aber nicht. Was soll das?

Ich gehe davon aus, dass Du eine Unterhaltsbeistandschaft beim Jugendamt hast. Und einen Titel auf Unterhalt vom Gericht.

Nun mein Tipp in der Sache: 

Ich würde dem Jugendamt Beine machen. Setze Dich mit dem Landesjugendamt Deines Bundeslandes in Verbindung, lass Dich mit der entsprechenden Stelle verbinden und schildere die Situation. Bitte um Rat und Unterstützung, wie Du weiter vorgehen sollst.

Die örtlichen Jugendämter leiden oft an Mangel von Leidenschaft, den Unterhalt säumiger Kindespapas einzutreiben. Wenn man weiß, was genau deren Pflicht ist, das Geld für die Kinder einzutreiben - und das wird Dir das Landesjugendamt sagen- kann man die damit konfrontieren und plötzlich, oh Wunder, läuft die Sache.


Ggf. auch mal beim VAMV - Landes-, Bundes- und Ortsverband - reinschauen.

Viel Glück


🙋

Kommentar von autmsen ,

Von mündlicher Auskunft sollte in einem solchen Fall dringend Abstand genommen werden. Der Mensch schwätzt Viel wenn der Tag lang ist, nimmt aber nur die schriftlich festgehaltenen Dinge ernst. 

E-Mail reicht da ja aus.

Kommentar von Taimanka ,

Das sehen ich anders; Bei Gesprächen mit verantwortungsbewußten Mitarbeitern des Landesjugendamtes durfte ich den Namen der Gesprächspartnerin als Bezug nennen, ggf. kann man auch genau nachfragen, ob das okay ist. 

Ich denke es ist, wie so oft, die berühmte "Waldfrage"; So wie man hineinruft, schallt es zurück. Dann natürlich besser schriftlich.

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