Frage von Reflex16, 53

Erneut vor Gericht nach Verurteilung?

Bonjour,

vor zwei Jahren habe ich Anzeige gegen einen Mann erstattet, durch den ich neun Jahre sexuell missbraucht worden bin. Die Staatsanwalt hat gegen ihn ermittelt und ich bin mit meiner Anwältin als Nebenkläger aufgetreten. Dadurch, dass sich die Gesetze in den Jahren dreimal verändert hat und er es zugegeben hat, hat er eine Strafmilderung bekommen. Zusätzlich war er nicht vorbestraft. Somit war die Strafe 3 Jahre Bewährung und 1500 € an mich in monatlichen 150 € Raten.

Wisst ihr, ich wünschte, ich könnte mich damit abfinden, aber was habe ich bitte von 1500 €, wenn er nach wie vor mit 2 Kindern sein Leben weiterführen kann? Nach wie vor täglich auf die Arbeit geht und das beste: seine Kinder sind beide minderjährig, das Mädchen noch unter 10 und die Frau hat mal erwähnt, dass er sich auch an den Kindern vergreift. Doch es wurde nie ermittelt, auch kein Jugendamt eingeschaltet.

Habe ich irgendeine Möglichkeit, ihn nochmal selbst vor Gericht zu zerren. Auf Schmerzensgeld oder anderes verklagen? Irgendwas?

Antwort
von Panazee, 34

Du hättest Widerspruch gegen das Urteil einlegen können, wenn dir die Strafe zu gering erscheint.

Ansonsten hast du natürlich selbst jederzeit die Möglichkeit das Jugendamt zu verständigen, wenn du Kenntnis davon hast, dass er sich an seinen Kindern vergreift.

Zwei Dinge erscheinen mir aber merkwürdig. Eine Strafe kann nur dann zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn sie nicht höher als 2 Jahre ist. Oder meinst du, dass die Bewährungszeit 3 Jahre dauert? Wenn man eine Bewährungsstrafe bekommt ist man vorbestraft.

Kommentar von Reflex16 ,

10 Monate Haftstrafe welche als 3 Jahre Bewährung ausgelegt worden sind

Kommentar von martinunfall ,

ey sory aber da brauchen wir harte tatsachen.

auslegung gibts im strafrecht nicht.

darfs auch nicht geben weil es das härteste mittel überhaupt ist in der brd.

wenn du willst pn me.

der sack

Antwort
von martinunfall, 39

greetz,

nicht mein rechtsgebiet.

unverbindliche hilfe:

strafrecht: niemand darf wegen seiner tat zweimal bestraft werden (im grundsatz).

zivilrecht: hoffe es wurde gleichzeitig schmerzensgeld gefordert (-> adhäsionsverfahren !?), wenn nicht und neue umstände dazu getreten sind, die den betrag erhöhen würden, nachtragsforderung denkbar.

ansonsten ggf. falsch oder unzureichend beraten worden mit 1500 ocken.

greetz und kopp hoch

der alte sack

Antwort
von kevin1905, 10

Dadurch, dass sich die Gesetze in den Jahren dreimal verändert hat

Das ist vollkommen uninteressant. Es kann nur angeklagt werden was zur Tatbegehung strafbar war. Es wird auch immer nach diesem Rechtsstand verhandelt.

Habe ich irgendeine Möglichkeit, ihn nochmal selbst vor Gericht zu zerren.

In deiner Strafsache ist ein Urteil ergangen, welches rechtskräftig ist. Damit ist ein vollständiger Strafklageverbrauch eingetreten.

Ob zivilrechtliche Ansprüche noch nicht verjährt sind, sagt dir ein Anwalt.

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