Frage von AlexisMason, 95

Ermittlungsverfahren oder nicht?

Habe vor kurzem meinen Einbürgerungsantrag ausgefüllt und bei Bürgeramt abgegeben; bei «9. Strafen/Ermittlungsverfahren (in Deutschland und im Ausland)» habe ich angekreuzt, dass ich unbestraft bin und gegen mich keine strafrechtliche Ermittlungsverfahren laufen. Gerade jetzt habe ich mich daran erinnert, dass ich vor zwei Jahren bei Polizei eine erkennungsdienstliche Behandlung hatte und ungefähr 1 Stunde in einem Haftraum verbracht habe (wo nur ein "Bett" aus Holz da war und nichts mehr). Der Grund: ich war mit meinem Bekannten, der tatsächlich an dem Tag in einer Schlägerei teilgenommen hat, im Krankenhaus und habe übersetzt, als die Polizei hereinkam und uns beide befragte, woher wir kommen, beide kamen aus gleichem Land. Nach einiger Zeit erschienen 2 Freunde von ihm, und wir drei wurden in einem Raum aufgehalten, bis wir dann in einem Polizeiwagen zum Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke fuhren. Danach ist auch der ganze am Anfang beschriebener Prozess durchgelaufen. Nach 1 Stunde wurde ich entlassen. Alle drei oben erwähnte Bekannte von mir haben Briefe von Polizei bekommen, mussten vor Gericht aussagen und eine Geldstrafe bezahlen. Ich habe nichts bekommen; jetzt sind auch mittlerweile 2 Jahre seit dem Fall vorbei. Jedoch mache ich mir jetzt Sorgen und habe Angst, dass mein Einbürgerungsantag und all die Arbeit in die Binsen geht. Also — war das Ganze ein Ermittlungsverfahren, welches man auch angeben sollte, oder kann ich heute Nacht in Ruhe schlafen?

Für eure Hilfe würde ich mich sehr freuen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von keinname852, 54

kommt drauf an wo genau du herkommst

Kommentar von AlexisMason ,

Ich komme aus Russland. 

Spielt das so eine große Rolle, woher man kommt? 

Kommentar von keinname852 ,

Also wenn ich des richtig verstanden hab bist du nur Zeuge. Wenn das in Deutschland war dann haben die dich Eingebuchtet weil du kein deutscher Bürger zu dem Zeitpunkt warst und somit Fluchtgefahr (also aus Sicht der Polizei) besteht. Ist aber nicht allso tragisch wenn die keine Anzeige gegen dich gestellt haben. Und davon wüsstest du eigentlich dann.

Kommentar von AlexisMason ,

Ja, das passierte in Berlin. 

Ich habe und hatte damals einen unbefristeten Niederlassungserlaubnis; wohne schon seit 6 Jahren in Deutschland. Deswegen habe ich auch den Einbürgerungsntrag gestellt. 

Somit, wie ich es verstanden habe, muss ich mir keine Sorgen machen, oder? 

Kommentar von keinname852 ,

Musst dir keine Sorgen machen. Ist keine Straftat wenn du übersetzt. Aus Sicht der Polizei bist du Zeuge und eingebuchtet haben die Dich weil du noch nicht eingebürgert warst. Das ist total normal.

Kommentar von AlexisMason ,

*eine unbefristete Niederlassungserlaubnis 

Ich danke Ihnen vielmals! Jetzt ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. 

Kommentar von keinname852 ,

Kein Problem, kannst gerne auch du sagen ist auch in Ordnung.

Antwort
von luggux, 15

Wenn es zu keinem Ermittlungsverfahren und keiner Verurteilung gekommen ist, dann musst du es nicht melden.

Antwort
von vitus64, 41

Es hat ja offenbar nicht einmal eine Strafanzeige gegeben.

Macht also nichts.

Kommentar von AlexisMason ,

Ja, die gab es nicht. 

Der einzige Kontakt mit Polizei, den ich seit diesem Fall hatte, war, dass ich draußen die Polizei gesehen hab' und die Polizei — mich. 

Wenn ich Zeuge war, ist die Frage erledigt. Habe ich es richtig verstanden? 

Kommentar von vitus64 ,

Ja, richtig.

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