Frage von CashFlow20, 53

ermäßigter Steuersatz bei Essen?

Wenn Ich in einem Imbisstand Essen Verkaufe z.b. ein Brot dann fällt dies doch unter den ermäßigten Steuersatz oder?

Im § 12 abs. 2 UStG steht aber nur das die Lieferung, Einfuhr, vermietung und der innergemeinschaftliche Erwerb ermäßigt wird.

Quelle: http://www.steuerberater-mundorf.de/ustg/12.htm

Antwort
von wurzlsepp668, 33

wenn du schon einen Paragrafen angibst, solltest du den auch komplett lesen ...

Lieferung von Essen (nur Essen! keine Getränke!) von Imbisständen, die KEINE Möglichkeit zum Verzehr am Ort verkaufen (eine Sitzgelegenheit mit Tisch ist bereits eine Möglichkeit, Essen vor Ort zu verzehren) fällt unter § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG

sobald das Essen vor Ort verzehrt wird, sind jedoch 19% Märchensteuer fällig.

http://www.etl.de/aktuelle-themen/weniger-mehrwertsteuer-fuer-essen-ausser-haus

Kommentar von wfwbinder ,

Viele lesen eben selektiv, nur das, was sie lesen wollen.

Antwort
von Silverbear, 23

Beim reinen Verkauf von Lebensmitteln, also kein Verzehr vor Ort vorgesehen. Sind es 7%.

Beim Verzehr vor Ort erliegt der Steuersatz der Nebenleistungen (7% Lebensmittelverkauf) der Hauptleistung (19% Service). Hier muss also alles mit 19% versteuert werden.

Steuerfreie Einfuhr hättest du nur wenn du deine Wurst dir aus beispielsweise Frankreich liefern lassen würdest.

Antwort
von Wago1956, 10

Das meiste ist alter Käse, was hier verbreitet wird.

FRÜHER genügte es für den hohen Steuersatz, dass in der Nähe Sitzgelegenheiten waren, auch solche von Fremden. Es genügte die Möglichkeit, die Speisen vor Ort verzehren zu können.

Noch nicht gemerkt, das viele Imbissbetriebe plötzlich breitere Bretter am Wagen, Plastik Tische und Stühle rumstehen haben und NICHT fragen, hier essen oder mitnehmen ?

Sollten die alle freiwillig 19 statt 7 Prozent bezahlen ?

Die Lösung liegt in der Rechtsprechung der Europäischen Gerichtshofes.

Popcorn, Nachos, Apfeltaschen... im Kino unterliegen inzwischen auch nur dem ermäßigten Steuersatz.

Diesen Speisen sei eine „einfache, standardisierte Zubereitung wesenseigen“, sagt der EUGH, somit also unbeachtlich, wenn vor Ort verzehrt

Partyservice ist was anderes, da wird Geschirr, teils sogar Personal uvm. bereits gestellt, das kostet insgesamt 19 %

Kommentar von Wago1956 ,

Ergänzung aus dem BMF Schreiben.

 

„Unschädliche“ Dienstleistungen

Die folgenden Dienstleistungen sind notwendig mit der Vermarktung verzehrfertiger Speisen verbunden:

Darbietung von Waren in Regalen,

Bereitstellung von Waren in Verkaufsautomaten,

Zubereitung von Speisen,

Transport der Speisen und Getränke zum Ort des Verzehrs inklusive Kühlen bzw. Wärmen,

Übliche Nebenleistungen wie Verpackungen, Einweggeschirr und -besteck,

Bereitstellung von Papierservietten,

Abgabe von Senf, Ketchup, Mayonnaise, Apfelmus, Gewürze etc.

Bereitstellung von Mülleimern,

Bereitstellung von Verkaufseinrichtungen wie Ablagebretter, Verkaufstheken und -tresen,

Leistungsbeschreibungen wie Speisekarten oder -pläne,

Allgemeine Erklärungen des Leistungsangebots,

Einzug des Entgelts für Schulverpflegung von den Konten der Eltern.

Diese Dienstleistungen sind „unschädlich“ und führen nicht zur Einordnung als sonstige Leistung. Vielmehr bleibt es bei einer ermäßigt besteuerten Lieferung (= derzeit 7 % USt

Antwort
von Helmuthk, 24

Was ist ein "Verkauf"? Richtig, eine Lieferung gegen Entgelt.

Und Vermietung: Lebensmittel können nicht vermietet werden. Aber in der Anlage 2 sind auch Pferde usw. aufgeführt.

Die kann man liefern, also verkaufen, oder auch als Reitpferde vermieten.

Und der ermäßigte Steuersatz bei Imbissständen ist so eine Sache: Wenn nämlich Einrichtungen zum Verzehr an Ort und Stelle bereit gehalten werden, entfällt die Steuerermäßigung.

Wenn die Waren eingepackt verkauft werden, gilt wieder der ermäßigte Steuersatz, denn der Käufer wird die Speise kaum am Imbissstand wieder auswickeln und sofort verspeisen.

Antwort
von Barolo88, 27

wenn du in einem Imbissstand Essen verkaufst dann musst du nur den ermäßigten Umsatzsteuersatz berechnen und an das Finanzamt abführen. 

also statt 19 %  sind es dann nur 7%  die du an das Finanzamt zahlen musst

Kommentar von CashFlow20 ,

aber wieso steht davon dann nichts im Gesetz? oder ist das mit dem innergemeinschaftlichen Erwerb gemeint?

Kommentar von Barolo88 ,

du musst halt alles lesen,  innergemeinschaftlicher Erwerb ist, wenn du Waren innerhalb der EU kaufst oder verkaufts

Antwort
von AntwortMarkus, 17

Bei Essen vor Ort fallen 19% an. Nimmt der Kunde die Speisen mit,  fallen 7% an.

Deshalb die mc drives bei mc Donalds. Die Ersparnis  wird da ja nicht an den Kunden weiter gegeben.

Antwort
von Omikron6, 17

Der Verkauf an den Imbisskunden ist doch eine Lieferung!

Kommentar von BlumigeElfe84 ,

Nicht, wenn ein "Verzehr an Ort und Stelle" möglich ist, also Tische uns Stühle bereitstehen. Nur Essen "zum Mitnehmen" darf zu 7% verkauft werden.

LG

Kommentar von Omikron6 ,

Der anzuwendende Steuersatz hat doch nichts damit zu tun, dass der Verkauf  an den Imbisskunden eine Lieferung darstellt... Ob 7 % oder 19 % Steuersatz... es ist immer noch eine Lieferung an den Imbisskunden...

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