Erleichtern sich die Menschen, die an Gott glauben (im religiösen Sinne), in dem sie die Verantwortung für DInge an eine "höhere Macht" übergeben?

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20 Antworten

Das kann man so pauschal nicht sagen.

Erstens gibt (je nach Religion) die Verantwortung durchaus wieder zurück. Es ist also gar nicht so einfach, sich darum zu drücken.

Zweitens kann ein solcher Glaube durchaus auch sehr belastend wirken. Je nachdem, wie man sich diesen Gott vorstellt, kann er auch Forderungen stellen oder Ängst auslösen, unter denen man zusammen brechen kann. Dabei ist es völlig egal, ob dieser Gott existiert oder nicht existiert. Diese Ängste und Forderungen wirken ganz unabhängig davon.

Drittens ist aber die Welt dermaßen komplex und manchmal auch durch das individuale Schicksal dermaßen belastend bis unerträglich, dass der Glaube an einen Gott, der eine oder einen auch im "finsteren Tal" (Psalm 23) nicht verlässt, das Leben erst lebbar machen kann.

Ich war für Beerdigungen von Atheisten wie für Gläubige Menschen zuständig und weiß, dass beide getröstet Abschied nehmen können. Aber in einem religiösen christlichen Zusammenhang war der Abschied nach meiner Beobachtung leichter zu gestalten, einfach aufgrund der Rituale und Traditionen, die einem da hilfreich zu Verfügung stehen.

Viertens wird es aber in der Tat auch solche Gläubigen geben, die Gott als Lückenbüßer für ihre Verantwortungslosigkeit missbrauchen.

Das kann man alles nicht über einen Kamm scheren und muss im Einzelfall schauen, wie es die Betreffenden halten.

Was die Kriege angeht, fragen viele Gläubige anders herum: Warum führen so viele Menschen Krieg, obwohl Gott ihnen die Möglichkeit gegeben hat, Konflikt auch friedlich zu lösen?

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Es gibt bestimmt viele Menschen, die es so machen. Aber das ist nicht richtig und nicht Sinn der Sache.

Glaube an Gott bedeutet  Verantwortung.

Wir Menschen haben einen freien Willen bekommen und wir können entscheiden, wie wir uns verhalten. Das Böse kommt nicht von Gott, sondern aus unserem freien Willen. Das Böse ist das Abwenden von dem Guten, von Gott.

Warum lässt Gott die Kriege zu? Nun, er lässt sie zu, weil er uns den freuen Willen gegeben hat. Wir entscheiden uns für den Krieg. Wir Menschen führen Krieg. Es liegt in unserer Macht, etwas dagegen zu tun. Wenn Gott als höhere Macht eingreifen würde, dann würde er uns Menschen das Göttliche nehmen, den freien Willen.

Zu sagen,  Gott lässt alles zu, wir können nichts machen. Nein das ist nicht Sinn der Sache, gerade wenn man an Gott glaubt, trägt man große Verantwortung. Und es liegt an uns Menschen, was in der Welt geschieht. Das Böse geschieht, weil wir es tun!

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Kommentar von Giustolisi
16.11.2016, 10:38

Warum lässt Gott die Kriege zu? Nun, er lässt sie zu, weil er uns den freuen Willen gegeben hat.

Der freie Wille ist eine lahme Ausrede für einen jämmerlichen Gott.
Es gibt Menschen, die Krieg führen wollen und es gibt Menschen, die ihr Leben, ihre Familie und ihre Besitz gerne behalten wollen.
Beide haben einen freien Willen und ob ein Gott nun den Krieg zulässt oder verhindert, es ist immer gegen den freien Willen einer der Parteien. Dein Gott entscheidet sich wohl für den freien Willen der Mörder, Vergewaltiger und Kriegsherren und gegen den freien Willen ihrer Opfer.

Das ist als ob Eltern ohne einzuschreiten zulassen würden dass sich ihre Kinder gegenseitig verprügeln, quälen und umbringen, weil sie ja einen freien Willen haben.

Wäre ich allmächtig und könnte verhindern dass ein Mensch einen Krieg anzettelt, einen Anderen ermordet, foltert, vergewaltigt oder sonst wie quält, würde ich es tun, einfach weil ich kein Arsch bin. Das unterscheidet mich von deinem Gott.

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Ich denke es geht darum, Dinge zu verstehen. Wieso passieren sie, etc.

Dann hört man oft, dass ein "grösserer Plan" dahinter steckt.

Es geht dabei nicht darum, Verantwortung abzugeben oder den Schuldigen zu suchen. Es geht mehr darum, die Unsicherheit (Sinnsuche) zu beseitigen.

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LeFerdinand,

diese Frage kann man nur beantworten, wenn man sich in Gottes Wort an die Menschen (Bibel)  gut auskennt.

In der Bibel wird davon gesprochen, daß "alle Dinge erlaubt, aber nicht alle Dinge von Vorteil sind". (1.Ko.6:12).

Die Menschen entscheiden sich seit dem Sündenfall selbst dafür, ob sie nach Gottes Grundsätzen leben oder nicht.

Jeder Mensch sollte sein Leben - soweit es geht - selbst in die Hand nehmen. Auch ein religiöser Mensch sollte ein selbständiger , verantwortungsvoll handelnder Mensch sein.

Das bedeutet auch darüber zu entscheiden, ob man z.B. Kriege unterstützt oder es nicht tut! Das ist erst einmal die Eigenverantwortung eines jeden Menschen!

Die andere Frage ist die, weshalb Gott Kriege zuläßt. Das ist der "Rote Faden", der sich durch die ganze Bibel zieht.

An der Rebellion in Eden waren nicht nur Adam und Eva beteiligt, sondern auch ein anderes Geistgeschöpf: Satan, der Teufel.

Heute sagen viele Menschen - und ich habe es oft nach dem Terroranschlag in Berlin gelesen und gehört -.".. der Teufel ist los...." und so ist es auch: der Teufel ist im Moment noch der Herrscher über diese Welt (Offenbarung 12:9). Es geht seit dem Eklat im Paradies darum, ob Gott (sein Name ist Jehova) rechtmäßig der Souverän über diese Erde und auch über das Universum ist  /sein wird und ob Menschen ihm nur dienen, wenn es ihnen dabei gut geht (siehe Geschichte von Hiob). Daher läßt Gott diese Zeit zu, aber läßt die Menschen nicht im Dunkeln, sondern läßt ihnen durch Propheten und auch seinen Sohn, Jesus, verkünden, daß er eingreifen wird, um das Paradies wieder herzustellen.

Auch sollen und sollten die Menschen erfahren, ob sie allein die Erde gut verwalten können.

Das ist in Kurzform die Begründung. Ich wollte es nicht zu lang machen! :-))

Ausführlicher steht es in der Bibel!


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Die Menschen, die an Jesus Christus glauben, übergeben keine Verantwortung an Gott, sondern sie versuchen, so gut sie können, "liebevoll" zu handeln (Mt. 22,37-40).

http://www.bibleserver.com/text/GNB/Matthäus22

Allerdings dürfen sie ihren Seelenmüll getrost an Jesus übergeben (Mt. 11,28-30) und bei ihm abladen und sie dürfen mit ihm Gespräche führen, diskutieren um Rat fragen (=beten). Und sie dürfen Kraft tanken, weil ihnen ihre (aus Schwachheit begangenen) Fehler vergeben werden.

http://www.bibleserver.com/text/GNB/Matthäus11

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Es ist nicht "der Mensch", der Kriege verursacht, sondern es sind immer bestimmte Menschen (Gott natürlich nicht).

Ich selbst verursache ganz bestimmt keinen Krieg, jedenfalls nicht bewusst, und in meinen kleinen Dingen, die ich tun kann, tue ich alles, um Kriege zu verhindern (selbst friedlich sein bis hin zur friedlichen Antikriegsdemonstration).

Dass trotzdem Kriege _möglich_ sind, gehört zum Unheilen der Schöpfung, für das letzten Endes Gott verantwortlich ist. Alles, was ich bei aller Anstrengung nicht zum Guten ändern kann, gebe ich in Gottes Hand. Denn mehr verlangt er auch nicht von mir, wobei er noch sehr verständnisvoll ist, wenn ich nicht immer mein Bestes gebe, ja sogar hin und wieder mich gegen meine Vorsätze verfehle.

Natürlich ist der Gedanke an ein "höheres Wesen", was die letzte Verantwortung hat, tröstlich. Die Alternative, dass alles hier nur zufallsgesteuert geschieht und dass es keine höhere Macht gibt, die das Unheile letzten Endes heilen wird, ist wirklich keine attraktive Sicht.

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Zunächst einmal lässt Gott keine Kriege zu - wie kommst du darauf? Man sagt, des Menschen Wille ist sein Himmelreich! Was der Mensch sät, wird er ernten. Kriege und Ungerechtigkeiten, Lügen und alle Bosheit und Sünde verursacht der Mensch selbst. Warum? Weil er böse ist und gottlos! Der Mensch ist zwar Gottes Schöpfung, aber keine Marionette. Er ist nicht frei, aber er hat einen eigenen Willen. Das Problem ist, daß er die Beziehung mit Gott aufgegeben hat und lieber ungläubig statt gläubig ist - das hat eben Konsequenzen.

Nicht weil Gott beleidigt wäre, sondern weil der Mensch es bitter nötig hat Erlösung zu finden und Frieden mit Gott. Dafür hat Gott eine Lösung geschaffen im biblischen Evangelium von der Vergebung der Sünden durch Tod und Auferstehung von Gottes Sohn Jesus Christus (Johannes 3,16). Jeder muss für sein Leben einmal vor Gott Rechenschaft abgeben. Mit dem Tod ist nicht alles aus. Der Mensch ist nicht autonom, sondern hat das Recht und die Pflicht im Sinne Gottes zu leben. Aber die Sünde hat alles kaputt gemacht - das müssen wir einfach einsehen und uns erlösen und heilen lassen.

Warum sollte an das ablehnen wollen? Weil es nicht wahr ist? Man muss sich nur in der Welt mal umschauen und auch in sich selbst hinein sehen, dann kann man nicht leugnen, daß man mehr Probleme hat, als man einsieht. Gott ist existent, ebenso der Teufel und Engel. Wer das als Märchen wahrnimmt und Christen für Idioten hält, soll das eben tun. Am Ende wird sich alles aufklären. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14,6) und der einzige Weg zur Erlösung und in den Himmel.

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Kommentar von Mbartho
15.11.2016, 08:24

"Gott lässt Kriege zu" man kann es so formulieren. Überspitzt fomuliert will er sogar, dass es passiert.

Alles kommt von Gott und wird durch ihn geführt. Nichts kann ohne Gottes Willen passieren. Selbst, wenn etwas absolut böses passiert, muss es an Gott vorbei. Es gibt einfach nichts was Gott quasi verpasst oder hinter seinem Rücken passiert. Daher kann man es so formulieren.

Das Leid in der Welt ist die Folge des Sündenfalls. Wir leben in einer gefallenen Welt, die sterbend Richtung Endzeit steuert. Alles ist dem Verfall erlegen.

Gott ist aber so erhaben über alles Leid und allen Ungehorsam, dass er auch diese Dinge zu seinem Zweck nutzt - seine Verherrlichung. Er ist auch über Kriege, Krankheit und Mord usw. souverän, sonst wäre er nicht Gott!

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Wenn man sich irgendein Phänomen nicht erklären kann, denkt man darüber nach, sucht nach einer plausiblen Erklärung, eben nach einer Antwort auf die Frage. Manche Fragen sind leicht zu beantworten, bei anderen Fragen ist der Aufwand bedeutend höher, Einige kann man gar nicht alleine beantworten und es gibt auch Fragen, auf die man keine Antwort finden wird.

Die Antwort "Gott war's" bedeutet eigentlich nur, dass man aufgehört hat nachzudenken und einem eine an den Haaren herbei gezogene Erklärung lieber ist als zu sagen "ich weiß es nicht".

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Der Eine oder Andere mag das so tun. Es ist nun einmal normal, dass sich Menschen für Schlechtes nicht verantwortlich fühlen wollen.

Das hat nichts damit zu tun, ob jemand an Gott glaubt. Wer so gestrickt ist und nicht an Gott glaubt, macht den Zufall, den Nachbarn oder sonstwen für alles Mögliche verantwortlich.

Sich für einen Krieg verantwortlich zu fühlen, ist auch schwer, weil über einen Krieg meistens Instanzen entscheiden, die von den meisten Menschen sehr weit weg sind. Und es gibt immer noch mindestens eine Gegenpartei.

Gott für einen Krieg verantwortlich machen ...? Letztendlich sind es immer Menschen, die einen Krieg anzetteln. Es sind auch Menschen, die einen drohenden Krieg verhindern können und konnten.

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Kommentar von Giustolisi
15.11.2016, 23:19

Gott für einen Krieg verantwortlich machen ...? Letztendlich sind es immer Menschen, die einen Krieg anzetteln.

Du vergisst die Menschen, die in den Krieg ziehen weil es ihr Gott so will.

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"Warum lässt Gott die Kriege zu ?"

Das tut Gott nicht.

Gott und seine Heiligen sind nur für die guten Dinge zuständig, z. B. Kranke heilen wenn man nach Lourdes oder Altötting pilgert. Das nennt man Wunder, und wen ein Mensch ein paar davon vollbracht hat, wird er ein Heiliger.

Für Kriege und andere schlechte Sachen sind die normalen Menschen verantwortlich, kein Heiliger und kein Gott.

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Kommentar von nachdenklich30
16.11.2016, 14:36

Das heißt, für Krankheit oder Unfall oder Behinderung ist im schlimmstender Fall der Teufel zuständig, und das sagst Du den Betreffenden auch so ins Gesicht?

Sorry, wenn ich das so zuspitze, aber ich halte Deine Behauptung für höchst problematisch.

Lesetipp: http://www.ulrich-bach.de

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Es mag Gläubige geben, die so verfahren. Aber ich hatte es mir in meiner Zeit als Christ nie einfach gemacht. Außerdem können wir für viele Dinge keine Verantwortung übernehmen, weil sie außerhalb unseres Handlungsradius liegen. Egal ob wir an Gott glauben oder nicht. An Kriegen hat niemand Schuld, weil sie zum menschlichen Territorialverhalten und somit zur menschlichen Natur gehören. Krieg gibt's auch im Tierreich. 

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Das machen viele Menschen so. Jeden Tag.

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Im Sinne eines "Gläubigen" ist es tatsächlich "Gott", der lenkt, denn wir sind, wenn wir es richtig begreifen, "tot" (Röm.6,4).

Der Großteil der Menschheit ist jedoch verführt (Offb.12,9) und tut das, was der "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4) ihm vorgibt (Offb.17,1-6).

Unser Heiland wird zur gegebenen Zeit eingreifen (Offb.20,2) und den Fehler von Eva korrigieren (1.Mose 3,1-7; 1.Kor.15,22).

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Kommentar von nowka20
15.11.2016, 15:10

alles richtig, aber unser heiland wird nur eingreifen bei den menschen, die eines guten willens sind!

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Ich erleichtere mich, indem ich aufs Klo gehe.
An Gott glaube ich nicht.

Wenn es einen Gott geben würde, wäre er wohl ein großes xxx.

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Kommentar von BiggerMama
15.11.2016, 07:46

Das war keine Antwort auf die gestellte Frage.

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Klare Antwort: Nein. Glaube setzt immer auch Verantwortung für das eigene Handeln voraus. 

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Eine Religion kann keine Rechtfertigung für einen Krieg sein. Das ist krank und erleichtert mit Sicherheit kein Gewissen, sofern solche Leute überhaupt ein Gewissen haben

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Im Christentum und im Islam wird davon ausgegangen, dass der Mensch sein Handeln - oder auch sein Nicht-Handeln! - vor Gott verantworten muss. Er kann nichts "nach oben" abschieben.

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der dottesglaube stärkt die lebenskraft in unserer "grausamen" welt

die schuld an kriegen liegt NICHT bei den menschen, die sind nur ausführende organe!

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die Menschen haben von Gott einen freien  Willen bekommen : gut oder böse zu sein...

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Kommentar von nachdenklich30
16.11.2016, 14:38

Das wäre mir neu. Welcher Mensch kann aus eigener Entscheidung gut sein? Nenne mir bitte auch nur einen Einzigen, dem dies gelungen wäre!

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1. Gott ist nicht schuldig für die Kriege, sondern sein Widersacher, der aber bald sein Ende finden wird. Dann sind auch die Kriege auf diesem Planeten endgültig beseitigt.
2. Der Mensch hat bewiesen, dass er sich selbst nicht regieren kann. Es gibt keine Regierungsform, die sich bewährt hat, oder die nicht irgendwann sein Ende gefunden hat.
3. Damit ist bewiesen, dass der Mensch ohne Gott nicht existieren kann. Der Sohn Gottes wird die Herrschaft über die Erde erhalten. Das ist alles gut in der Bibel erklärt.

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