Frage von Sturmside, 135

Erläutere anhand von mind. 5 Geboten,welche besondere Bedeutung diese gebote für uns heute noch hsben?

Hallo Leute, Ich hab ja bald Konfirmation und da muss ich eine abschlussprüfung schriftlich und mündlich ablegen. Und hier meine frage: welche besondere bedeutungen haben die 10 gebote noch immer immer für uns heute? hoffe auf schnelle Antowrt

Antwort
von sarahj, 63

Aus Bei solchen "Prüfungen" geht es ja im allgemeinen nicht darum was wahr, richtig oder Deine Meinung ist, sondern üblicherweise darum, dem Pfarrer/Relilehrer Honig um's Maul zu schmieren.
Sprich: genau das zu schreiben, was er von Dir hören will.
Das weiss ich aber nicht. Da hättest Du mal besser aufgepasst.

Die Wahrheit aber wäre:

Die ersten 3 Gebote kann man schonmal in der Pfeife rauchen, denn sie dienen einzig der Bauchpinselung eines eitlen, selbstsüchtigen, narzistischen Gottes, der es gerne sieht, wenn andere ihn anhimmeln. Was eigentlich ein Paradox ist, da er Eitelkeit bei uns Menschen als "nicht so toll" ansieht.
Merkwürdigerweise scheint ihm diese Bauchpinselei besonders wichtig, sind es ja die allerersten Gebote.
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Das 4. Gebot hat zwei Seiten. Man kann es extrem interpretieren, und jegliche Kritik am Tun der Eltern als Sünde bezeichnen. Also von den Kindern absolut sklavische Unterordnung verlangen. Und so stehen auch manche Dinge im AT, die man heute so nicht mehr sieht. Aufmüpfige Kinder totschlagen ist heutzutage nicht mehr schick. Warum es so prominent an 4. Stelle steht ist fraglich: vermutlich will man damit gleich mal klarmachen, daß Kinder den selben Mist ungefragt akzeptieren sollen, wie einstmals die Eltern. Und damit bleibt immer schön alles beim Alten, und niemand kommt auf die Idee aufzumucken.
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Das 5. Gebot ist Allgemeingut. Da sind andere schon viel früher draufgekommen. Auch ohne Gott. Keine Gesellschaft funktioniert, wenn es Mord und Totschlag gibt.
Allerdings wäre es hier nett gewesen, hinzuzufügen: "außer es handelt sich um einen Tyrann oder Massenmörder", oder "jemand wird angegriffen, und es dient der Verteidigung und es gibt keinen anderen Weg", etc.
Auch muss man differenzeren, zwischen Töten aus Mordlust, aus Gier, aus Versehen, aus Nachlässigkeit, aus Notwehr, usw.

So ganz pauschal ist das also auch nicht korrekt.
Besser wäre es sicher gewesen, die Sache mit dem Massenmörder wäre da erwähnt, dann hätten sich die Christen vielleicht mehr (und manche überhaupt) gegen Hitler gestellt...
Aus obigen Gründen machen weltliche Gesetze Unterschiede und bewerten Mord, Totschlag, Notwehr, fahrlässige Tötung unterschiedlich.
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Das 6. ist schon wieder sehr zwiespälig. Was soll das mit der Keuschheit. Es ist quatsch und dient auch heute noch primär zur Unterdrückung der Frauen. Also weg damit (die protestantische "Interpretation" spricht von Ehebruch; das ist aber eine Sache, die geht nur die zwei Eheleute was an - nicht Gott oder die Kirche). Mal abgesehen, daß die Ehe als solche eine fragwürdige Sache ist, die ja letztendlich auch mehr oder weniger aus den Schriften kommt.
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Das 7. ist wieder Allgemeingut - kaum eine Gesellschaft toleriert stehlen.
Allerdings gibt es auch Naturvölker, die den Begriff "Besitz" als solchen gar nicht kannten, und bei denen alles allen gehörte. Das "nicht-stehlen" Gebot impliziert also sowas wie "ich besitze". Bei manchen Dingen ist es fragwürdig, ob Besitz überhaupt legitim ist. Zum Beispiel, wenn jemand auf seinem Grund Bodenschätze oder eine Wasserquelle entdeckt. Gehört die dann ihm, oder der Allgemeinheit? Ist es dann Diebstahl, wenn ich von ihm Wasser hole?
Also so 100% geklärt scheint mir die Sache hier auch nicht.
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Das 8. ist wieder so ein Fall, wo man gut abwägen müsste. Wer niemals auch nur die kleinste Lüge von sich gibt, wird vermutlich von Partner und Kind verlassen werden und keine Freunde haben. Auch keine Geschäfte mehr machen.
Wie oft fragt man den Partner: "sieht das gut aus" und er antwortet: "ganz ok", obwohl er lieber das kleine Schwarze sehen würde...
Oder die Frisur, die man bestätigt haben will, sieht tatsächlich besch* aus. Wer will das ständig hören.
Oder Diplomaten, die Konflikte verhindern, indem sie Zusagen machen, die sie eigentlich so noch gar nicht unterschreiben könnten. Nun ja - zugegeben in der Politik gibt es vermutlich mehr schlechte Lügen als gute, aber auch da würde nichts vorrangehen, wenn jeder Politiker seinen Wählern die Wahrheit sagte.
Also auch ein strittiger Punkt. Die Menschheit hätte sich vermutlich vermutlich schon lange ausradiert, gäbe es keine (Not-)Lüge.
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Beim 9. und 11. geht es um Haus und Hof und Vieh und Weib. Hier wird von "begehren" gesprochen, denn eigentlich hätte es ja das "Stehlen-Gebot" schon getan. Unstrittig jedenfalls, daß Weib in der Kategorie "Vieh" (und damit "Besitz") zu finden ist. Womit eigentlich schon wieder mal alles klar sein sollte.

Es ist also bereits das "Begehren", also das "Haben wollen" sündig.
Womit wir bei dem Punkt "Gedankenkontrolle" angekommen sind. Die Menschen sind von Natur so und damit werden vermutlich fast alle Menschen Sünder (sind sie es wirklich? - man denke wieder mal an Naturvölker, ohne Besitz und vielleicht sogar ohne Monogamie...).

Das Problem: in der realen Rechtsprechung sind Gedanken nicht strafbar. Schließlich kann man sich ja beherrschen und nichts böses tun, auch wenn man einen Moment lang "gelüstig" war.

Nach diesen Geboten ist aber schon der Gedanke allein "strafbar". Zwar gehört das sicher zu den weniger tragischen Sünden, aber immerhin: es macht vielen wirklich Probleme, das Gefühlt zu haben, ständig zu sündigen.
Insofern würde ich die beiden letzten auch auf den Müll werfen. Entweder es wird gestohlen, dann gilt Gebot #7 oder nicht. Punkt. Und Frauen sind kein Vieh. Und zum Ehebruch gehören immer 3 (der Gehörnte war vielleicht ein Miststück, und damit selbst Schuld).

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Was bleibt:
eigentlich nur 2 uneingeschränkt sinnvolle Gebote, und ein paar über die man noch einmal differenziert reden sollte.
Kriegt man am Ende überhaupt 5 Gebote zusammen die für uns heute nich Bedeutung haben sollten?


Jetzt bin ich gespannt, was der Priester (und die Leser) dazu sagen...

Kommentar von Klaraaha ,

Es gibt noch Fünf, wie ich schon erwähnt habe. Mord und Diebstahl sind ohnehin klar. Aber auch Meineid (kein falsches Zeugnis ablegen) ist strafbar. Gewerbsmäßige Sonntagsarbeit mit Ausnahmen (Sabbatgebot) ist verboten und das Aneignen von Besitztümeren (Begehren von fremden Eigentum). Das ist allerdings heute durch Grundbucheintragungen geregelt. Keiner kann so einfach sich ein Grundstück oder Haus aneignen und behaupten es wäre seines. Land- und Hausfriedensbruch würde man das heute nennen. Die anderen 5 haben keine Bedeutung mehr in unseren heutigen Gesetzen.

Kommentar von sarahj ,

wir haben den Begriff "Bedeutung haben" in der Frage leicht unterschiedlich interpretiert.
Du hast natürlich Recht: sie finden sich auch heute noch (in abgeänderter/angepasster Form) in vielen Rechtssystemen.

Kommentar von Viktor1 ,
Jetzt bin ich gespannt, was der Priester 
(und die Leser) dazu sagen..

Schrott - ein ziemliches Durcheinander mit selbstgefälligem Abschluß.

Kommentar von sarahj ,

na ungefähr sowas habe ich erwartet.

Kommentar von Ryuuk ,

Man sollte anmerken, das die Gebote bezüglich Lügen, Stehlen und Morden, sich eigentlich nur auf Juden gegenüber anderen Juden beziehen, da die 10 Gebote den Bund zwischen Gott und dem Volke Israel besiegelten. Und nur dem Volke Israel.

Die Israeliten haben, in der Bibel, auf Befehl Gottes hin, mehrere andere Stämme überfallen, ausgeraubt und massakriert.

Kommentar von Kheber ,

Ich finde es immer interessant, dass Menschen die Sachen, die das Volk Israel in der Wüste von G'tt bekommen haben, so aussieben, dass die Verpflichtungen und die Strafen immer den Juden gelten. Die Segnungen aber nimmt sich der Heide oder die Kirche zu Eigen. Man sollte sich einmal den gesammten Kontext anschauen und dann gelangt man zu einem Gesamtbild (ich möchte DIch aber nicht verletzen)

Kommentar von Ottavio ,

Ich habe mich mal wieder auf die spannende Reise gemacht durch Deine qualifizierten Beiträge und bin Dein Leser.  Es ehrt mich, dass Du gespannt bist, was ich dazu sage. Ein Priester wird gar nichts dazu sagen, sturmside hat Konfirmation, ist also evangelisch, die haben keine "Priester". (Naja, da gilt das Priestertum aller Gläubigen.)

Du hast alle Gebote sinnvoll eingeschränkt, zum Teil betrifft die Einschränkung aber auch nur eine falsche Auslegung.

Das Gebot, die Eltern zu ehren, richtet sich nicht an Kinder und Jugendliche, sondern an Erwachsene. Es geht darum, die alten Eltern zu ernähren und zu pflegen, wenn sie gebrechlich sind. "Auf dass es dir wohlergehe und du lange lebest auf  Erden."

Im 8. Gebot geht es um Zeugnis ablegen, also um eine Zeugenaussage vor Gericht. Die darf nicht bewusst falsch sein, das ist alles. Sonst ist lügen nicht verboten, ja, oft notwendig.

Das 6. Gebot ist heutzutage natürlich sehr problematisch. Aber zuerst einmal muss festgestellt werden, dass es kein Keuschheitsgebot ist.  Das Gebot heißt "Du sollst nicht ehebrechen." Das ist doch keine "protestantische Interpretation", das ist die deutsche Übersetzung. Lautet es für Katholiken anders ? Wie denn?

Natürlich ist das Gebot heute problematisch, denn die Ehe ist heute eine absterbende Institution, schon jetzt ist fast nichts mehr von ihr übergeblieben.

Ich stimme dem zu, was Du nicht geschrieben, aber wohl auch gedacht hast: Die abrahamitischen Religionen und die Ehe sind geschaffen worden, um das Patriarchat zu stützen, ich gehe weiter: um es überhaupt erst zu schaffen. Älter ist es noch gar nicht. Nicht dass Abraham fast seinen Sohn geopfert hätte, war die Sensation, das war üblich im Lande Kanaan. Wer König werden wollte, war dazu verpflichtet. Diese alte matriarchaische Sitte endete erst mit dem Untergang Karthagos. Die Sensation war, dass er seinen Sohn eben nicht (!) geopfert hat; damit hat er mit dem Matriarchat gebrochen und das Patriarchat eingeläutet.

Patriarchat und Ehe sind heute schon fast untergegangene Institutionen; was danach kommt, wissen wir nicht. Das Gebot ist also obsolet.

Eigentlich lautet das zweite Gebot: "Du sollst Dir kein Götterbild machen. Bete es nicht an und verehre es nicht." Die reformierte Kirche hat es so auch im Katechismus stehen. Ich halte es für sinnvoll.

Das Sabatgebot hat (zumindest in der Fassung des Deuteronomiums) den Hauptzweck, auch Sklav(inn)en  und dem Gesinde einen Ruhetag zu gönnen. In Maßen ist das sinnvoll.

Die Erkenntnis, dass das letzte Gebot nicht eingehalten werden kann, hat einen zentralen Platz in Luthers Reformation.

Immerhin wäre es (mit einiger Mühe) möglich, fünf Gebote zu benennen, die heute noch eine sinnvolle Bedeutung haben.

Antwort
von Viktor1, 59

1. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
2..........
3..........
4..........
5. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst
Das sind die bedeutensten für uns heute.
Gilt natürlich nur für Christen. Die anderen müssen Gebote, Verbote Vorschriften usw. beachten und noch überlegen was die "wichtigsten" sind und sich immer schuldig fühlen weil das nie so klappt.

Kommentar von Ryuuk ,

Jesus sagt in Matthäus 5, 17 das er gekommen ist, das Gesetz zu erfüllen und das alles darin auch weiter gültig ist...

Und das jeder der auch nur eines der Gesetze bricht, der Geringste sein wird im Himmelreich.

Kommentar von Viktor1 ,

Ja, diese Textstelle wird immer wieder von Bibelgläubigen gebracht, welche unbedingt am "Gesetz" festhalten wollen.
Aber diese Aussage ist ganz bestimmt nicht dazu gebracht um das mos. Gesetz zu fixieren:
Es ist eine rhetorisch provokative Aussage (wie sehr oft bei Jesus).
Das bestätigt auch  Mt.5,20.
Das Liebesgebot ist ".. das ganze Gesetz und die Propheten" und daran gibt es keine Abstriche. Dem Wortlaut nach hat Jesus zu hauf
die "Gesetze" gebrochen was ihm ja vorgehalten wurde.
Außerdem haben wir ja noch Jerem. 31, 31-34  bzw. dazu auch Hebr.8,1-13 wo deutlich gemacht wird, daß die mos. Gesetze nicht mehr für die Erlösten des "Neuen Bundes" gültig sind, sondern veraltet.("Alter Bund") s.Hebr.8,13.

Antwort
von fricktorel, 2

Auch wenn es dir in deiner Sache nicht hilft, es ist die Wahrheit (Joh.17,17):

Diese "beiden Gebote" sind für uns heute "lebensgebend" (Lk.10,27).

Antwort
von DrPanzerfaust, 28

Zunächst sollte man anmerken, dass die 10 Gebote im Original ganz anders formuliert sind, als sie heutigen Christen vermittelt werden. 

Nehmen wir einmal das erste Gebot. Würde ein Staat dieses heute zum Gesetz erheben, verstieße er natürlich gegen die Religionsfreiheit als Menschenrecht. Welch eine lebensunwerte Gesellschaft dann entsteht, sieht man an Staaten in denen die Scharia gilt. Aber dieses Gebot enthält eine versteckte Weisheit:

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/5_mose/5/

>8 Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist.

Das ist im Grunde ein Hinweis, dass man niemals eine naturwissenschaftliche Modellvorstellung mit der Wirklichkeit verwechseln sollte. Den Zusammenhang kapieren aber nur ganz wenige. Die meisten Christen kennen dieses Gebot gar nicht.

Und dann sollte man darauf hinweisen, dass die Gebote immer wieder von einem tiefgründigen Rassismus durchzogen sind. Beispiele gefällig?

>9 Denn ich bin der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der die Missetat der Väter heimsucht über die Kinder ins dritte und vierte Glied, die mich hassen; 10 und Barmherzigkeit erzeige in viel tausend, die mich lieben und meine Gebote halten. ... 16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf daß du lange lebest und daß dir's wohl gehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. 

Das 4. Gebot ist im Grunde eine Aufforderung zum Rassismus, d.h. die Vorfahren zu achten, einfach weil es die Vorfahren sind. Bemerkenswert ist in dem 4. Gebot die Einschränkung der Verheißung "in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird." Also ein Gebot nicht auszuwandern. 

P.S. Das Gebot "Du sollst nicht töten." heißt in der exakten Übersetzung "Du wirst nicht meucheln (bzw. nicht grausam töten)". Gemeint ist natürlich immer bei "du wirst nicht" das "du darfst nicht". Warum in der deutschen Übersetzung daraus wurde "du sollst nicht", was ja lediglich von einer Pflicht befreit, weiß der Teufel. Z.B. "Du sollst nicht ehebrechen", bedeutet im deutschen nicht "du darfst nicht ehebrechen", sondern "du hast keine Verpflichtung die Ehe zu brechen."   

Antwort
von sparkydog, 1

11. Gebot: Du sollst dich nicht täuschen!

Erklärung: Glaub nicht, was du in der Kirche oder im Religionsunterricht hörst. Weiters ist auch darauf zu achten, dass das was in der Bibel steht, ständig falsch oder zum Vorteil eines einzelnen ausgelegt wird. Usw..

Antwort
von Answerforall, 48

- Du sollst nicht stehlen: Logisch, wer stiehlt, kann ins Gefängnis kommen

- Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren: Sollte jeder von uns machen, nur wegen ihnen dürfen wir leben

- Du sollst nicht töten: das schlimmste was man einem Menschen antun kann, niemand sollte getötet werden

- Du sollst nicht falsch Zeugnis reden: damit könnte in der heuten Zeit auch Mobbing mit verbunden werden. Wenige Worte können viel Schaden anrichten

- Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir: Man sollte Gott ehren und danken, für das was er mit uns macht, für das was er schon getan hat. 

Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen :-)

Liebe Grüße
Tobi

Kommentar von Sturmside ,

großes danke an dich

Kommentar von Answerforall ,

Bitte, gerne :-)
Gott segne dich und deine Konfirmation!

Antwort
von Meatwad, 54

Für einen klar denkenden, moralisch agierenden Menschen unserer Zeit, haben die 10 Gebote überhaupt keine Bedeutung.

Antwort
von fricktorel, 2

Deren Bedeutung sollte sein, dass wir sie "halten" (Joh.15,10).

Antwort
von Klaraaha, 50

Verstöße gegen 5 von 10 Geboten sind nach unserer heutigen Gesetzgebung noch immer strafbar. Fang mit "Du sollst nicht töten" an. Dann findest du auch den Rest.

Kommentar von Ryuuk ,

Okay, Vor Gericht zu lügen, Stehlen und Morden sind gegen das Gesetz.

Was ist mit dem Rest?

Wir haben Religonsfreiheit, also darf man so viele Götter anbeten wie es einem passt.

Es gibt kein Gesetz dagegen den Namen Gottes zu benutzen,

Es gibt kein Gesetz dagegen den Sabbat zu brechen,

Es gibt kein Gesetz dagegen seine Eltern nicht zu respektieren,

Es gibt kein Gesetz gegen Ehebruch,

Es gibt kein Gesetz dagegen sich Bildnisse zu machen,

Es gibt kein Gesetz dagegen haben zu wollen, was andere haben

Kommentar von Klaraaha ,

Der Rest, wie oben erwähnt, betrifft nur noch das Sonn-und Feiertagsgesetz und den Grundbesitz, Haus-Hof etc. Diese Streitereien wem was gehört, also um das haben wollen, bzw. "begehren" zu wollen was anderen gehört, sind mittlerweile durch Besitzurkunden, Grundbucheinträge usw. geregelt. Das kannten die noch nicht. Nachbarschaftsstreitigkeiten um Grundstücksgrenzen gibt es allerdings auch heute noch. Vor so ca. 3000 Jahren war das anders. Vllt. waren die sich damals ständig in den Haaren gelegen. um Ansprüche die man heute durch "Papiere" belegen kann..

Kommentar von Chichiri ,

Bin ich nicht so ganz d'accord:

Es gibt kein Gesetz dagegen den Sabbat zu brechen

In Deutschland und in vielen anderen Ländern ist es ja so, dass der Sonntag ein Feier- und Ruhetag ist. An dem Tag haben die Geschäfte zu und es wird nicht in allen Branchen gearbeitet. Und auch in der Öffentlichkeit darf man ja z.B. nicht im garten an Sonn- und Feiertagen arbeiten.

Es gibt kein Gesetz gegen Ehebruch

Nicht mehr jedenfalls. Bis in die 60-er Jahre hinein war es in Deutschland tatsächlich unter Strafe gestellt - aber du hast natürlich insofern Recht, dass es diesen Tatbestand nicht mehr gibt.

Es gibt kein Gesetz dagegen haben zu wollen, was andere haben

Hmmmm das Wollen an sich ist nicht unter Strafe gestellt - aber man kann deinen Satz auch weiter interpretieren als Diebstahl und das wäre dann wieder strafbar.

Kommentar von Ryuuk ,

Der Feiertag, den das Gebot meint, ist aber der Sabbat im jüdischen Verständnis. Und der schreibt vor das man absolut keine Arbeit tun darf, einschließlich essen zu kochen und lange Strecken zu gehen. Das Gebot so wie es eigentlich gemeint ist, ist also nicht im Gesetz verankert. Und da wir hier über das Gesetz reden ist diese Art von Haarspalterei vollkommen legitim.

Zugegeben, früher gab es Gesetze gegen Ehebruch, aber wie du gesagt hast, die wurden in Deutschland Ende der 60er abgeschafft.

Es ist aber nicht als Diebstahl gemeint. Das Gebot schreibt vor, das der bloße Gedanke, haben zu wollen, was dein Nächster Jude hat, schon ein Verbrechen ist. Es verbietet nicht, auf diese Gefühle Taten folgen zu lassen, sondern diese Gefühle überhaupt zu haben.

Kommentar von Chichiri ,

Der christliche Sonntag entstand ja aus dem jüdischen Sabbat. Von daher ist es durchaus angemessen zu sagen, dass dieses Gebot auch heute noch Bedeutung in unseren Gesetzen findet.  

Wo genau steht denn, dass mit den Geboten nicht das Stehlen an und für sich verurteilt wird, sondern nur der Gedanke etwas haben zu wollen? Ich kenne das Gebot nur als "Du sollst nicht stehlen" und da ist es ja eindeutig ein Gebot gegen den Diebstahl.

Kommentar von Zicke52 ,

@Chichiri: "Du solltest nicht stehlen" ist das 7. Gebot.  Also kann mit dem 10. Gebot ("Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut") nicht das gleiche gemeint sein.

Ähnlich ist es mit dem 6. (Du sollst nicht ehebrechen) und dem 9. Gebot (Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau). 

Das 9. Und das 10. Gebot verbieten also eindeutig blosse Gedanken oder Gelüste,  die aber von unserem Willen unabhängig sind. Die entsprechenden Taten sind ja ohnehin im 6. Und 7. Gebot verboten.

Kommentar von Ryuuk ,

Funfact: Das 9. und 10. Gebot sind eigentlich nur das 10. Gebot. Es gab Ursprünglich das Gebot man solle sich kein Bildniss von irgendetwas das Welt vorkommt machen.

Das Gebot existiert im Christentum nicht mehr, also wurde das 10. Gebot aufgeteilt damit es 10 Gebote bleiben.

Kommentar von Ryuuk ,

Vielleicht im losesten Sinne, weil der christliche Sonntag und der jüdische Sabbat doch sehr verschiedenen sind. 

Das 10. Gebot

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Wie du siehst, zählt der bloße Gedanke, haben zu wollen, was dein Nächster hat, schon als eine Sünde. Nicht es zu stehlen oder so, sondern einfach nur, es haben zu wollen.

Kommentar von Chichiri ,

@zicke stimmt ja... Jetzt versteh ich, was Ryuuk gemeint hatte.... Ich hatte im Kopf immer noch das siebte gebot im Kopf und hab den Satz von Ryuuk weiter interpretiert ^^ merci

Antwort
von LordPhantom, 49

Gar keine

Kommentar von Sturmside ,

also sind es immer noch die gleichen als sie erschaffen wurden?

Kommentar von LordPhantom ,

Was?

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