Frage von Outcast4Ever, 24

Erklärung DIESES Bürgerrechts von 1789 gesucht?

Hi, ich soll Artikel 17 der Bürgerrechte 1789 (Frankreich) in Zusammenhang mit den Bauern von damals bringen. In dem Bürgerrecht wird gesagt, dass das Eigentum eines Bürgers heilig ist und nur in öffentlicher Notwendigkeit weg genommen werden darf und auch nur gegen eine gerechte Entschädigung. Was hat das mit den Bauern zu tun? So viel ich weiß, hatten die Bauern damals grundherren und mussten an Diese Abgaben leisten und wollten das verhindern.

Antwort
von BisschenAhnung2, 15

Wenn alle Männer/Menschen gleich waren (Art. 1 Satz 1), gab es im Grundsatz keine Über-Unter-Ordnung. Der Bauer war ein Mann mit Eigentum wie alle anderen auch. Es galten dieselben Rechte für alle. Wurde die Frage wirklich so abstrakt gestellt?

Antwort
von Maxieu, 10

Ich weiß ja nicht, ob du Mittel- oder Oberstufenschüler bist.

Falls OSS, solltest du nicht nur die Beschlüsse der Nationalversammlung
vom 4. August ("Abschaffung des Feudalsystems") zur Kenntnis nehmen,
sondern auch die redaktionellen Änderungen an diesen Beschlüssen in den Tagen danach sowie die Klarstellung, was sie bedeuten, durch die Konstituante vom 15.6.1791.

Insgesamt wäre zu beachten,

a) dass die "Bauern" keine einheitliche Masse sind, sondern sich schon mal nach den Vermögensverhältnissen unterscheiden, was bei der Möglichkeit, sich von den "nicht-feudalen" Lasten des Bodenbesitzes freizukaufen, eine große Rolle spielt,

und

b) dass der Boden längst nicht nur Eigentum von adeligen Grundherren (und im realen Besitz von Bauern) war, sondern dass Kirchen- und Klostereigentum einen großen Anteil ausmachen und  im Weiteren dann ja auch eine wichtige Sonderrolle spielen (was natürlich die Frage aufwirft, inwieweit die Bestimmung des Art. 17 auch für dieses Eigentum gilt oder eben nicht).


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