Frage von ironie21, 22

Erklärung des Prinzips von le chatelier?

Ich weiß, dass sich bei Druckerhöhung das Gleichgewicht auf die Seite mit einer geringeren Teilchenazahl an gasförmigen Stoffen verschiebt und, dass sich bei Temperaturerhöhung das Gleichgwicht in Richtung der endothermen Reaktion verschiebt.

Warum ist das so? Es weicht zwar damit dem kleinsten Zwang aus, aber das ist ja noch keine richtige Erklärung..

Könntet ihr mir helfen?

Antwort
von quanTim, 18

wenn du eine druck erhöhung hast, dann heist das, das auf weniger raum, mehr teilchen sind. jedes teilch hat also weniger paltz um sich zu bewegen. daher streben sie den zustand an, wo es weniger teilchen gibt.

bsp wenn ein buss überfüllt ist, dann stehst du lieber na an deinen freunden dran als an fremden. du folgsts also dem kleinsten zwang

bei einer endothermen reaktion sind die stoffe hinterher energie reicher als voher. bei einer exothermen reaktion wird enerige frei. stell dir vor, du hast eine reaktion wo energie frei wird, und du gibst noch merh energie zu. das ist eher ungünstig. wenn du aber eine reaktion hat, bei der energie umgesetzt wird, dann ist es sehr gut, wenn du neue ernergie in form von tempereatur nachlieferst

Expertenantwort
von vach77, Community-Experte für Chemie, 13

Warum ist das so? - Diese Frage ist durchaus berechtigt.

Ich möchte Dir dazu ein Beispiel aus dem Alltag liefern.

Eine Bank, die genügend Platz für vier Personen bietet, ist von dieser Personenzahl besetzt.

Nun kommt eine Person vorbei, die sich auch gerne hinsetzen möchte. Als hilfsbereite Personen rücken diese vier mehr zusammen, und die fünfte Person hat jetzt auch Platz (Prinzip von LE Chatelier: Der Druck wird größer, und das Volumen, das die vier Peronen vorher einnahmen, wurde kleiner. Nach der Störung des Gleichgewichts stellt sich ein neues Gleichgewicht ein.).

Nach einiger Zeit steht eine der fünf Personen auf und geht (der Druck wurde kleiner). Die restlichen vier Personen werden jetzt sicher nicht so eng beieinander sitzen bleiben, sondern "ihr Volumen" wieder vergrößern.

Ein Beispiel zur Temperatur:

Ein Vormittag im Sommer und eine Anzahl N an Menschen. Viele genießen das Sonnenbaden, andere bleiben im Schatten, weil sie die Sonnenstrahlung nicht vertragen. Es stellt sich ein Gleichgewicht ein.

Es geht auf die Mittagszeit zu, und es wird immer heißer. Jetzt beginnt sich das Gleichgewicht zu verschieben, denn manchen wird es zu heiß, und sie suchen auch den Schatten auf. Es stellt sich ein neues Gleichgewicht ein.

Am Nachmittag beginnt die Temperatur zu sinken, und die "Sonnenanbeter" kommen nach und nach aus ihrem "Schattendasein". Das Gleichgewicht verschiebt sich erneut.

Vielleicht sind diese Beispiele eine Anregung noch viel bessere Modellvorstellungen als meine für das Prinzip von LE Chatelier zu liefern.

Kommentar von Karl37 ,

Mit diesen "anschaulichen Beispielen" habe ich meine Probleme. Eine Druckänderung beeinflusst doch nur die Gleichgewichtslage, wenn sie sich Molzahlen bei der Gasreaktion ändert.

Erhöht man bei einem Gleichgewicht die Temperatur, so verlagert sich das Gleichgewicht unter Energieverbrauch. Bei einer exothermen Reaktion wird die Ausbeute kleiner, bei einer endothermen Reaktion größer.

Antwort
von Karl37, 11

H.L. Le Chatelier formuliert das Prinzip vom kleinsten Zwang.

Ändert man eine der das Gleichgewicht beeinflussenden Größen, so verlagert es sich derart, dass dadurch die Wirkung der Änderung verkleinert wird.

Man kann nun eine Druckänderung, eine Temperaturänderung oder eine Konzentrationsänderung unter diesen Prinzip betrachten.

Mit dem Massenwirkungsgesetz kann man deine Frage beantworten.

Im Beispiel Haber-Bosch-Verfahren erkennt man, dass der Wasserstoffdruck in der 3. Potenz erscheint. Eine Erhöhung des Wasserstoffdruck bringt daher sehr viel.

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