Meine Freundin ist 39 und hat vor 5 Wochen ihren Traumtypen kennengelernt. Sie wird bis Ende des Monats ihren Job und Wohnung kündigen und zu ihm 300 km entfernt ziehen. Mir geht das alles viel zu schnell, aber sie meint, mit ihren Erfahrungen weiß sie mittlerweile ganz genau, wer zu ihr passt. Ist da was dran?
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Mit 39 ist man sicher schon abgeklärter und schätzt das Risiko anders ein. Es gibt ja durchaus die Liebe auf den ersten Blick, also warum soll sie es nicht versuchen? Eine Garantie für eine dauerhafte und glückliche Beziehung gibt es nirgends und für niemanden. Also, lass sie ihre Erfahrungen sammeln und drück ihr die Daumen, dass sie es richtig macht.
Also nach 5 Wochen Beziehung (Kennenlernen) und dann noch bei einer Entfernung von 300 km ist das Nachziehen wahrlich zu schnell.
Sie weiss es vermutlich nicht, da hast du schon Recht. Aber mit 39 ist sie erwachsen genug die Risiken abzuschätzen und auch einmal einen Schritt ins Ungewisse zu tun - mit der Chance auf´s grosse Glück.
Naja, wissen kann man so etwas vermutlich nie. Es ist das Gefühl, was einen antreibt und man muss es einfach ausprobieren, sonst wird man nicht erfahren, ob es der Richtige ist! Sei für sie da, aber die Erfahrung muss sie selber machen.
Das ist mutig. Viel Glück.

Ich finde es auch zu schnell aber was solls. Es gibt Paare die haben sich Zeit gelassen sind nach 5 Jahren zusammengekommen und haben sich nach 6 Monaten wieder getrennt. Wenn du das mal siehst spaart Deine Freundin sehr viel Zeit. Und was solls, wenns nach einem halben Jahr in die Brüche geht. Man hat es eben versucht.

Ich denke, nicht!Jedes mal ist ein anders mal! Neues Spiel, neues Glück! Mit dem Alter lässt man sisch schwerer hinreißen und wird anspruchsvoller und wählerischer, skeptischer...

Klingt vielleicht hart, aber ich glaube, wenn die Hormone sich melden, setzt meistens der Verstand aus (alters- und lebenserfahrungsunabhängig!) Wenn sie einen Fehler macht, merkt sie es erst, wenn die erste Leidenschaft verraucht ist. Das Sprichwort heißt nicht umsonst: "Liebe macht blind!"
Zumindest sitzt sie nicht irgendwann zu hause und ärgert sich, dass sie nicht den Mut hatte. Anscheinend ist 39 aber ein gefährliches Alter für Frauen. Ich (Jahrgang 1966) habe letztes Jahr im September meinen Mann kennengelernt. Wir haben am 28. März diesen Jahres geheiratet. Bei uns kommt noch "erschwerend" dazu, dass er Ausländer und Moslem ist. Meine Mutter redet seit unserer Hochzeit kein Wort mehr mit mir, weil sie der Meinung ist, das war Torschlußpanik. Ich muß dazu sagen, dass ich so lange allein gelebt habe. Wünsche Deiner Freundin Glück und zeige ihr, dass Du für sie da bist. Und denk daran. Es hat irgendwo alles seine guten Seiten. Wenn man sie manchmal auch sehr lange suchen muß.

Einige hier sehen es ja sehr locker - TV lässt grüßen!
Arbeit und Freunde hinter sich lassen nach fünf Wochen (!!!!!)Bekanntschaft, na, das ist doch mal "mutig", was?
Die fünf oder fünfzehn oder fünfundzwanzig Jahre, die sie ihre Entscheidung hinterher wahrscheinlich bereuen wird, von denen kriegt man ja - gottlob - nichts mehr mit hier. ... Und wenn, gäbe man eben die Empfehlung, sich scheiden zu lassen.
Wenn's meine beste Freundin wäre, würde ich ein ruhiges Gespräch unter vier Augen mit ihr führen. Es wird wohl nichts nützen, aber... vielleicht bringt es sie langfristig zum Nachdenken und verhindert noch endgültigere hastige Schritte.

Es kann natürlich gut gehen. Klar. Und das sei ihr gekönnt. - Aber: Wir sind viel zu sehr Opfer unserer Gefühle, Emotionen... und: Bedürfnisse. Die UNBEFRIEDIGTEN Bedürfnisse steuern uns bei aller Bewusstheit und Abgeklärtheit und allen Erfahrungen zum Trotz viel stärker als uns lieb ist. Ich kann da nur sagen: Ein bisschen mehr Muße wäre schon gut. Mein Fazit: Ich kann sie verstehen - vielleicht sind hinreichend Enttäuschungen und auch einsame Jahre voraus gegangen (da möchte man das Glück halten, wenn es greifbar nah erscheint). Aber gerade mit 39 und gerade, wenn man durch Jahre des Alleinseins in seiner (Lebens-)Geduld geprüft ist, dann sollte man noch die Zeit haben, sich selbst für den neuen Lebensabschnitt und auch den anderen als neuen Partner doch mit etwas Distanz zu beobachten.
Am Ende mit Sorgen auf der Stirn und einem gequält abgerungenen Lächeln: Glück auf ihren Weg. Möge sie nicht irgendwann in Trauer, in Wut, in Enttäuschung und Verbitterung erwachen müssen, sondern möge, was jetzt einfach traumhaft erscheint, ihr Leben bleiben.