Frage von polarino, 65

Erhält mein Hausarzt für jede Überweisung zum Facharzt von meiner Krankenkasse eine Vergütung?

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von Romaschka42, 58

Nein, Überweisungen kann man nicht berechnen, es gibt keine Ziffer in der EBM oder in der GOÄ dafür.

Kommentar von Tessa1984 ,

ich hätte echt gedacht doch. immerhin ist es ja aufwand des arztes, der vergütet gehört...

Kommentar von Romaschka42 ,

ne dafür gibt es keine Ziffer. Es gibt in der GOÄ, für Privatpatienten, lediglich die Position 2 für das Ausstellen von Wiederholungsrezepten (ca 3 Euro) plus ggf. Porto wenn dies zugeschickt wird. Aber diese Ziffer muss alleine stehen, heißt kann nur angewendet werden, wenn der Patient bei der Praxis anruft oder vorbeikommt und nur das Rezept an der Anmeldung anfordert, ohne andere Leistungen. Gilt jedoch nicht für Überweisungen. Und als gesetzlich Versicherter gibt es überhaupt keine Ziffer dafür in der EBM.

Kommentar von Romaschka42 ,

Unsere Ärzte werden eben doch nicht so gut bezahlt wie alle denken ;-)

Kommentar von Halbammi ,

Der Hausarzt erhält einmal im Quartal Geld, wenn er deine Karte in die  Hände kriegt. Für die Überweisung an sich bekommt er nichts, aber es ist ja erstmal eine Diagnose fällig, die er sich zu 99,99% vergüten lässt ;-)

Kommentar von Romaschka42 ,

Der Arzt darf nicht Abrechnen nur weil er die Karte in die Hände kriegt, er muss auch schon eine Leistung erbracht haben z. B. Gespräch mit Patient, Blutentnahme etc.

Kommentar von Ontario ,

Ich möchte keinen Arzt an den Pranger stellen. Es gibt aber auch "schwarze Schafe"unter der Ärzteschaft. Wenn ein Patient in die Praxis kommt, wird seine Karte eingelesen. Dann führt man das Gespräch mit dem Arzt und es folgt, evtl. eine Untersuchung. Soweit so gut. Die Untersuchungsleistung kann der Arzt abrechnen. Was aber, wenn der Patient nur ein Mal in die Praxis kommt und die Praxis rechnet dann mehrere Besuche ab ? Eine Kontrolle hierüber gibt es nicht. Die wäre dann gegeben, wenn der Patient bei all seinen Besuchen einen Nachweis unterschriftlich bestätigen würde. Eine solche Massnahme wird aber strikt abgelehnt, weil man damit gegen die Ehre des Berufsstandes der Ärzte verstossen würde. Ihnen quasi Unredlichkeit unterstellt. So bleibt also die Türe offen, mehr abrechnen zu können, als geleistet wurde.

Kommentar von Romaschka42 ,

Leider ist dies wahr. Geprüfte wird die Abrechnung durch die Kassenärztliche Vereinigung, jedoch wird kein Patient angeschrieben und nachgefragt ob man tatsächlich dann und dann und in der Praxis war. So sollte es jedenfalls nicht sein.

Antwort
von Halbammi, 24

Der Hausarzt erhält einmal im Quartal Geld, wenn er deine Karte in die Hände kriegt. Für die Überweisung an sich bekommt er nichts, aber es ist ja erstmal eine Diagnose fällig, die er sich zu 99,99% vergüten lässt  ;-)


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