Frage von adnila86, 53

Ergotherapeutin werden, trotz psychischiatrischer Vorgeschichte?

Ich habe da mal eine sehr wichtige Frage. Als ich 19 war wurde bei mir Borderline diagnostiziert, darauf hin habe ich Therapien gemacht, war in einer Reha und Betreuten Wohnen.

In der Zwischenzeit habe ich meine Ausbildung gemacht und mein Fachabitur nachgeholt. Das letzte mal war ich 2014 in einer Tagesklinik.

Jetzt bin ich mittlerweile 29 und mache eine Ausbildung zu Ergotherapeutin (gerade erst angefangen). Mein größter Wunsch ist es im psychiatrischen Bereich zu arbeiten. Ich habe jetzt bereits schon viel wissen und glaube das ich sehr gut in meinem Job sein würde gerade eben weil ich Selbsterfahrung und Fachwissen gleichzeitig habe.

Also was ich wissen will, (ohne Belehrungen, ob der Beruf jetzt das jetzt das richtige für mich ist oder nicht ist.)

Darf meine Arbeitsstelle von der Krankenkasse meine Arztbriefe ect. Anfordern ? Würde sie dann meine Vorgeschichte erfahren und über meine Diagnose Bescheid wissen ?

Eine Freundin die mit mir die gleiche Ausbildung macht hat mir das erzählt, aber ich kann mir das nicht vorstellen.

Es gibt doch eine Schweigepflicht !? Außerdem können die doch nicht einfach meine Arztbriefe lesen..das wäre total schrecklich, intimer gehts ja gar nicht mehr ! Das wäre für mich eine krasse Verletzung meiner Privatsphäre und meiner Würde.

So lange ich nicht im Knast gesessen habe, oder in irgendeiner Form fremdgefährdend bin, sehe ich dazu überhaupt keinen Grund weshalb jmd. Das Recht haben sollte an derartige Informationen über mich zu bekommen.

Ich würde mich über ein paar hilfreiche Antworten freuen, denn ich habe jetzt schon ziemlich Angst bekommen das mein Berufswunsch an so etwas scheitert

PS: entschuldigt die Rechtschreibfehler, habe das hier gerader sehr hastig geschrieben..

Antwort
von quopiam, 34

Normalerweise ist tabu, was Du mit Deinen Ärzten besprichst. Um Problemen aber vorab schon sicher zu begegnen, kannst Du Deine Krankenkasse dahingehend befragen. Dort wird man Dir gern Auskunft geben, ob AG Deine medizinischen Daten abfragen dürfen. Sie werden Dir bestätigen, daß das nicht geht.

Wenn Du in der Psychiatrie arbeiten willst, kannst Du dort auch mal vorfühlen, und zwar ganz unverfänglich, welche Unterlagen und Informationen man dort haben will. Dabei brauchst Du noch gar nichts über Dich selbst zu erzählen. Und schließlich gibt es noch die Berufsberatung beim Arbeitsamt, wo Du Dich nach solchen Details erkundigen kannst. Auch da brauchst Du keine medizinischen Geschichten offenzulegen. 

Hol einfach mal Auskünfte ein, dann bekommst Du ein sicheres Gefühl dafür, was ein zukünftiger AG fragen darf und was nicht. Viel Glück! q.

Kommentar von adnila86 ,

Vielen Dank. Ich wolte nächste Woche mal bei der Krankenkasse anrufen und mich erkundigen. Die Berufsberatung ist auch eine sehr gut Idee !

Antwort
von Ostsee1982, 23

Ich habe jetzt bereits schon viel wissen und glaube das ich sehr gut in
meinem Job sein würde gerade eben weil ich Selbsterfahrung und
Fachwissen gleichzeitig habe. 

Ich arbeite selbst seit 12 Jahren in diesem Beruf und wenn du mit der Ausbildung gerade erst begonnen hast kann ich dir sagen, dass du nichts weiß bzw. theoretisches Wissen hast, was man im ersten Ausbildungsjahr so haben kann und Erfahrung als Patientin, mehr nicht. Die Ausbildung verleiht das Instrument in diesem Beruf arbeiten zu können, die Praxis macht dann die Erfahrung.

Darf meine Arbeitsstelle von der Krankenkasse meine Arztbriefe ect.
Anfordern ? Würde sie dann meine Vorgeschichte erfahren und über meine
Diagnose Bescheid wissen ?

Offiziell nein, inoffiziell sieht das oft anders aus. Was aber in vielen Betrieben üblich ist, ist eine Einstellungsuntersuchung durch den Betriebsarzt.

Ich persönlich vertrete die Ansicht, dass man für einen solchen Beruf oder generell im sozialen Bereich selbst durchaus gesund sein sollte. Es soll nicht darum gehen den Beruf als Statussymbol zu sehen sondern zu erkennen, dass man eine große Verantwortung übernimmt, für Menschen mit Beeinträchtigungen, die ein hohes Maß an Stressresistenz, Flexibilität, Stabilität erfordert und musst mit schwierigen Situationen umgehen können. Ob du das nötige Mindset mitbringst obwohl deine letzte Therapie gerade mal zwei Jahre zurück liegt wage ich anzuzweifeln.

So lange ich nicht im Knast gesessen habe, oder in irgendeiner Form fremdgefährdend bin

Wie gesagt, im Fokus steht die Verantwortung dem Patienten gegenüber, die muss in jedem Fall gewahrt sein und dafür guckt der Arbeitgeber auch dreimal hin.

Kommentar von adnila86 ,

Genau deshalb wollte ich ja auch keine Beurteilungen von anderen Meschen..... Du kennst mich ja überhaupt nicht ! Mit Erfahrung meine ich meine Selbsterfahrung  die ich habe und die ich mir damit zum Vorteil mache.

Da ich mehr dadurch gelernt habe als manch anderer in dem Beruf vielleicht durch sein Fachwissen erlangt.

Das Fachwissen möchte ich mir wärend der Ausbildung und nach der Ausbildung aneignen.

Außerdem habe ich schon etwas medizinisches/Handwerkliches Fachwissen durch vorherige Ausbildungen..

Wie gesagt..du kennst mich gar nicht und kannst mich daher = 0 beurteilen, wie viel ich weiß, oder nicht weiß..

Ich habe ein sehr hohes Verantwortungsgefühl, insbesonders anderen Gegenüber.

Außerdem habe ich in keinem Wort erwähnt das ich diesen Beruf als "Statussymbol" sehe.

Außerdem möchte ich nicht den Beruf erklärt bekommen bzw. was auf mich zukommen wird..als hätte ich mich nicht informiert, oder hätte nie mal darüber nachgedacht.

Du Beurteilst mich aufgrund von einer Vorgeschichte, ohne mich zu kennen, soclhe Leute liebe ich ja :-D :

"Ob du das nötige Mindset mitbringst obwohl deine letzte Therapie gerade mal zwei Jahre zurück liegt wage ich anzuzweifeln. "

Und mal so nebenbei..was Teilweise so für angeblich Gesunde Menschen in sozialen Berufen arbeiten die überhaupt nicht mit anderen Menschen umgehen können finde ich viel erschreckender. Da habe ich schon einiges gesehen..Fachkompetenz hin oder her..der Umgang mit den Menschen war ne Kathastrophe

und sehr Interessant das alle meine Therapeuten inklusive Ergotherapeutin und Oberarzt mir selbst empfohlen haben den Beruf zu erlernen.

Also..spar dir bitte jeden weiteren Kommenta....Keine Meinung nur Fakten bitte.

Kommentar von Ostsee1982 ,

Du Beurteilst mich aufgrund von einer Vorgeschichte, ohne mich zu kennen, soclhe Leute liebe ich ja :-D :

Schon anhand dieser Antwort merkt man, dass du wenig reflektiert und kritikfähig bist. Wenn du denkst mir erklären zu können, welche Fertigkeiten in diesem Beruf notwendig sind und der Meinung bist, dass man mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung in diesem Beruf gut aufgehoben ist dann kann ich dir weiterhin nur alles Gute wünschen.... vorallem aber den folgenden Patienten.

Antwort
von Getter5, 27

Bin mir sicher das du Ausbildung machen kannst sollang du nicht wieder rückfällig wirst

Kommentar von Ostsee1982 ,

Rückfällig? Eine Persönlichkeitsstörung ist kein Suchtproblem sondern eine Störung des Selbst- und Weltbezuges.

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