Frage von Ehab12, 28

Erfüllt die Elektronische Unterschrift - am SmartHandy Display- die gesetzlichen Schriftform?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einen Mietwagen gemietet. Bei der Fahrzeugübergabe bzw. Rückgabe habe ich meine Unterschrift in elektronischer Form am Handy Display ( Smartphone) abgegeben. Daher wurden keine Unterlagen übergegeben. Und diese Unterschrift habe ich lediglich Zweck die Fahrzeugübernahme/Rücknahme abgegeben. dass bedeutet, ich habe davon gar nichts gewusst, dass es sich mit diesem elektronischen Unterschrift um einer Übergabe/Rückgabeprotokoll handelt, das wurde auch von der zuständigen Mitarbeiter vor Ort nicht erklärt. Jetzt behautptet der Autovermieter, dass neue Schaden von mir verursacht worden sind. Ein Schadenfall wurde gegen mich geöffnet.

Ich habe die Schadenbehauptung bzw. Schadenersatzforderung abgelehnt und erklärt, dass der Mitarbeiter nur mündlich bestätigt hat, dass diese Schäden am Auto ihm bekannt sind und schon am Auto waren. Außerdem habe ich auch Fotos mit Datum/Uhrzeitstempel gefordert, um den Zustand des Fahrzeugs vergleichen zu können. Das wurde leider nicht nachgekommen.

Autovermieter mitgeteilt hat, dass Fotos aufgenommen werden, nur nachdem die Schäden festgestellt werden. Der Autovermieter hat noch wörtlich geantwortet: “Ein Übergabeprotokoll wurde erstellt und auch von Ihnen unterzeichnet. Den Neuschaden haben Sie auf dem Rückgabepokoll mit Ihrer Unterschrift bestätigt. Die Beschädigung am Fahrzeug wurde bei Rückgabe des Fahrzeugs ordnungsgemäß erfasst und anhand Digitalfotos dokumentiert. So ist ausgeschlossen, dass eventuell nachfolgende Beschädigungen zu Ihren Lasten gehen“. Vieles deutet für mich darauf hin, dass ich als Opfer der Schadensregulierung ausgewählt wurde.

In diesen Fall, Erfüllt diese Elektronische Unterschrift - am SmartHandy Display- die gesetzliche Schriftform?

Stellen diese Übergabeprotokoll/Rückgabepokoll - als elektronisches Dokument mit elektronischen Unterschrift versehen sowei auch als die einzige Beweismittel- Urkundenbeweis im Sinne des Gesetzes dar?

Ich freue mich sehr auf Ihre Anrwort und vielen Dank im voraus Mit Freundlichen Grüßen

Antwort
von Toskanakalle, 25

Interessanter Fall. Dass sich Leihwagenfirmen mit ihren ehemaligen Mietern über tatsächliche oder angebliche Schäden streiten, kommt aber gar nicht so selten vor.

Was die Unterschrift auf einem Display anbelangt, denke ich, dass sie den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Zu vielen Gelegenheiten wird einem ja heute eine solche Unterschrift abverlangt; wenn der Paketbote kommt, bei Kreditkartengeschäften etc.

Ich habe aber nicht ganz verstanden, was jetzt unterzeichnet wurde: Angeblich das Eingeständnis, Schäden verursacht zu haben? Wenn ja, wäre es ziemlich schwierig, das Gegenteil zu beweisen, insbesondere, wenn tatsächlich Schäden am Fahrzeug sind (die ja vielleicht von einem Vormieter oder von dritten im Parkhaus verursacht worden sein können.)

Also, wenn hier zu Unrecht Geld verlangt wird, dann würde ich einen Anwalt einschalten. Sonst hat man wohl gegen die Maschinerie keine große Chance.

Viel Erfolg wünscht Toskana-Kalle

Kommentar von Ehab12 ,

Toskana-Kalle, vielen Dank für Ihre Antwort.

ja genau, bei der Fahrzeugübergabe ist mir aufgefallen, dass das Auto schon mehrere Schäden an unterschiedlichen Stellen besitzt, besonders am Tür vorne , Fahrseite und Stoßanfänger einige waren ganz leicht bzw. schwer zu sehen. Ich habe darauf sofort vor Ort den zuständigen Mitarbeiter , aufmerksam gemacht. Er hat mich nur mündlich (kein Papier, kein Protokol ) bestätigt, dass diese Beschädigungen und Spuren bereits am Auto vorhanden waren und bekant sind, ich habe Ihm mit guten Glauben meine Unterschrift in elektronischer Form am Handy Display abgegeben.

Zum Zeitpunkt der Rückgabe hat ein anderer Mitarbeiter das Auto entgegen genommen. Er hat das Auto von außen geprüft und behauptet, dass er neue, leichte Beschädigungen an mehreren Stellen entdeckt hätte. Ich habe sofort mit den Zuständigen Mitarbeiterin drin am schalter daüber angesprochen, das diese Schäden schon bei der Anmietung am Auto waren. Um eine Klarheit zu schaffen , habe ich zwei dings gefordert, 1- Fotos mit Datumstempel und 2- Aussage von der Mitarbeiter die Übergabe ausgeführt hat. Meine Forderung wurde nicht wahrgenommen, Beide haben mir eventuel gesagt ( besser formuliert, betrugen) das, diese Schäden vielleicht nicht protokoliert oder übersehen worden waren. Sie hat mich danach darum gebeten, die Fahrzeugrücknahme zu unterschreiben. Dann habe ich meine Unterschrift wieder in elektronischer Form am Handy Display eingegeben. Sie hat mir erklärt, dass ich für keinen Schaden haftbar gemacht werde. Sixt hat jetzt einen Schadenunfall gegen mich geöffnett und eine Schadenersatzforderung in höhe von 795,40 für Schäden, die ich nicht verursacht habe, zu bezahlen.

Das war ein fehler,  dass Ich mich auf die Aussagen der Mitarbeitern bei der Anmietung verlassen und war ohne zu prüfen losgefahren. aber das kann immer passieren wenn man kein angemessene Erfahrung hat.

hat jemand vielleicht Erfahrung, in solchen Fall wie ist die Erfolgsaussichten bei Gerichtsverfahren? wird ich ein Klageverfahren verlieren?

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