Erfolge und Misserfolge der Umweltpolitik?

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5 Antworten

Der wohl größte Misserfolg ist das Kyoto-Protokoll, weil es nicht umgesetzt wurde. Ein weiterer Misserfolg in Deutschland ist die Umweltplakette, weil die eigentlich jedes Auto bekommt aber einige Städte trotzen nur so von Umweltverschmutzung, weil die Grenzwerte für die gesunde Luft kaum bis gar nicht eingehalten wird. Deswegen muss die blaue Plakette ran, um wieder mal klar zu machen in welche Richtung es gehen soll und damit die Städte keine Millionen an Strafe zahlen müssen. 

Des weiteren braucht es hier in Deutschland endlich mal einen konkreten Fahrplan für den Kohleausstieg. Erst hat man sich vor ein paar Jahren mit der Energiewende zum Vorreiter gemacht und nun laufen uns andere schneller davon, weil wir irgendwie einen Rückzieher machen. Wir müssen konsequent dran bleiben, sonst schaffen wir unsere ehrgeizigen Ziele nicht.

Ein weiteres Problem dabei ist, dass die Energiewende bisher fast ausschließlich die Stromproduktion betrifft aber auch z.B. der Verkehrssektor, sowie die Landwirtschaft als größte Emittenten müssen in einen Zukunftsplan mit einbezogen werden. Die emissionsfreie Mobilität vor allem die Sache mit den Elektroautos wird hier nur halbherzig angegangen und die Hersteller haben lange Zeit auch nicht viel dafür gemacht. Da muss man auch mal etwas Risiko eingehen, wie Tesla zum Beispiel. 

Ein weiteres Problem sind Schiffe, die Schweröl verbrennen. Das sind mit die größten Emittenten von Treibhausgasen. Allerdings hat man jetzt beschlossen, dass ab 2020 kein Schweröl mehr für den Betrieb von Schiffen verbrannt werden darf. Wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.

Das wären ein paar Sachen, die mir jetzt auf die Schnelle einfallen.

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Gerade in den 80-er Jahren wurde eine ganze Menge für den Umweltschutz getan. Wer nun meint, das dies den Grünen zu verdanken wäre, der irrt gar sehr. Es waren vielmehr die Umweltschutzverbände, die gute Arbeit leisteten. Dies griff dann der damalige Umweltschutzminister Töpfer von der CDU auf und setzte eine ganze Menge davon um. Danach geschah dann nicht mehr viel, so dass der Umweltschutz sich teils auf den Lorbeeren von einst ausruht, teils vor sich hintümpelt. Jedenfalls große "Würfe" gab es danach nicht mehr.


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Als vollkommen gescheitert muss man wohl die Fischereipolitik der EU ansehen. Die Quoten für fast alle Fischarten sind viel zu hoch. Die EU will die Fischer nicht verprellen und sie nicht in die Arbeitslosigkeit treiben, nimmt ihnen jedoch mit diesen viel zu hohen Quoten die Grundlage ihres Berufes. Wenn kein Fisch mehr in den Meeren schwimmt, ist es vorbei mit der Fischerei.

Als Erfolg würde ich unsere saubere Luft und unsere sauberen Flüsse sehen. Bis in die siebziger-achtziger Jahre hinein haben viele Fabriken ihren Dreck einfach mit hohen Schloten in den Himmel geblasen. Das ist vorbei, Es wurden per Gesetz Filter vorgeschrieben und das Abendland ist nicht unter gegangen. Obwohl das viele Propheten voraus gesagt haben, wegen der hohen Kosten für die Industrie. Doch der Industrie geht es gut. Sie verkauft ihre Filtertechnik in die ganze Welt. Bei den Flüssen ist ähnlich. Viele Kläranlagen wurden gebaut und man kann sogar wieder im Rhein baden gehen.  

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Erfolge:

EU-Verordnungen haben dazu geführt dass mehr Naturschutzgebiete ausgewiesen wurden.

Abgasnormen haben bewirkt, dass der viele Autodreck wenigstens kaum noch Blei enthält.

Durch Immissionsschutz-Regelungen werden die Wälder wieder gesünder, das Ozonloch wächst nicht weiter.

Misserfolge:

Der "Grüne Punkt" führt dazu, dass Mülltrennung nicht mehr ernst genommen wird. Denn ein Großteil des in den Haushalten getrennten Mülls wird mangels Recyclinganlagen dann doch verbrannt.

Gegen die Feinstaub- un NOx-Belastung der Städte wird praktisch gar nichts getan, genauso wie gegen die Belastung des Wassers mit hormonell wirksamen Abfällen.

Die Energiewende scheitert an einem belastbaren Stromleitungsnetz, die Verkehrswende an bezahlbaren Öffi-Tarifen. Da fast alle verantwortlichen Betriebe privatisiert wurden, hat die Politik ihren Einfluss darauf verkauft.

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wo ist der erfolg wenn palmöl mit schiffen herangeschafft wird  um das zeug hier zu verbennen? lebensmittel gehören eigentlich auch nicht in biogasanlagen.

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