Frage von Jamaicaaa, 61

Erfahrungsberichte von Leuten die Antidepressiva nehmen?

Hey,

ich möchte gerne von Leuten die Antidepressiva nehmen wissen, ob es ihnen hilft ihren Alltag zu bewältigen. Bitte nur Leute die es selbst genommen haben. Ich brauch keinen Crashkurs zum Thema Anti-Depressiva, ich würde nur gern Erfahrungsberichte hören :) Was habt ihr für Probleme und wie hilft euch das Antidepressiva dagegen, falls es überhaupt hilft? Um so ausführlicher, desto dankbarer bin ich.

Hoffe es lassen sich ein paar Leute finden die mir Auskunft geben können.

LG

Antwort
von Andrastor, 35

Ich hab bisher einige Marken durchprobiert, die meisten jedoch nicht besonders lange. Schon nach wenigen Tagen hatten sich so extreme Nebenwirkungen eingestellt, dass ich die Einnahme beendet hatte.

Von verstopften Nebenhöhlen über Dauermüdigkeit bis zu ungezügelter Aggression war alles an Nebenwirkungen dabei.

Momentan nehme ich Mirtabene gegen Depressionen und Schlafstörungen und nach 11 Einnahmen sind zum Glück keine Nebenwirkungen aufgetreten... aber auch noch keine Wirkungen.

Antwort
von Manja1707, 26

Ich nehme seit 15 Jahren Antidepressiva gegen Panikattacken, dagegen helfen sie nämlich auch. Ich leide unter Panikattacken, seit ich 20 bin, habe mich aber damals mit Händen und Füßen gegen Tabletten gewehrt. Ich habe es auch lange geschafft, ohne auszukommen, hatte etliche Gesprächstherapien, aber das hat mich höchstens unterstützt, mir aber nicht meine Ängste genommen. Irgendwann ist die Situation so gekippt, dass ich vor lauter Ängsten und Panikattacken nicht mehr arbeiten gehen konnte und war so ausgelaugt, dass das auch schon Richtung Depression ging. Ich habe dann ein Antidepressiva verschrieben bekommen und nach einigen Wochen ging es mir langsam besser. Nach 3 Wochen ging ich wieder arbeiten, das war aber aus heutiger Sicht etwas zu früh, 4-5 Wochen wären besser gewesen. Mit der Zeit fühlte ich mich immer besser, das Medikament lässt Panikattacken gar nicht erst so richtig hochkommen. Dadurch wird man sicherer und verliert die Angst vor der Angst. Ich hatte nach ca. einem halben Jahr bis Jahr eine Lebensqualität, die ich davor nie hatte, denn ich konnte viele Dinge tun, die wegen meiner Ängste davor nicht gingen, bzw. konnte ich viele Dinge einfach genießen, was vorher nicht möglich war. Es ist aber nicht so, dass alle meine Ängste wie weggeblasen wären, ich leide auch heute noch teilweise unter Ängsten, aber es ist viel besser als früher. In gewissen Situationen fühle ich mich auch heute noch unwohl und habe manchmal Angst eine Panikattacke könnte hochkommen, bzw. fühle, wie es in mir hochsteigt, zB in Situationen die Platzangst bei mir auslösen. Aber so richtig passiert das nicht.

Ich denke es ist so, dass Depressionen und Ängste durch verschiedenste Ursachen ausgelöst werden und unter anderem ist auch ein Teil davon eine genetische Veranlagung, die man hat. Dazu kommen Erlebnisse aus der Kindheit, was einen von den Eltern vorgelebt wurde und Dinge, die man selbst erlebt hat. Wenn bestimmte psychochemische Prozesse im Gehirn nicht richtig ablaufen, dann ist es sicher besser ein Medikament zu nehmen. Wenn man eine Depression aus bestimmten Lebensumständen heraus hat (z.B,. Tod eines Angehörigen), hilft sicher auch eine Gesprächstherapie bzw. kann man auch unterstützend für eine vorübergehende Zeit Antidepressiva nehmen und diese dann langsam wieder absetzen.

Manche Menschen glauben, sie müssten sich schämen, wenn sie zu Tabletten greifen, weil es eine Schande ist und ein Beweis dafür, dass sie psychisch krank sind. Das ist aber genauso eine Krankheit wie jede andere, ein Zuckerkranker muss auch regelmäßig sein Medikament nehmen und im Prinzip ist das nichts anderes.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Kommentar von Jamaicaaa ,

Verstehe sehr gut, danke für die Mühe und deinen Beitrag :)

Kommentar von GehOrgel ,

..." Das ist aber genauso eine Krankheit wie jede andere, ein Zuckerkranker muss auch regelmäßig sein Medikament nehmen und im Prinzip ist das nichts anderes. "

Kleiner Irrtum Deinerseits!

Er darf auch seine Fressucht einschränken und die "normale" Ernährung in den Wind schießen, und er wird mehr als gesund!
Das ist natürlich nicht vom System erwünscht, sonst brauchte er ja keine Tabletten mehr! Einnahmeverluste überall im "Gesundheits"- System.

Das Wissen ist dafür da, nur wird es nicht verbreitet!

Und für den Fragesteller gilt:

„Energy flows, where attention goes.“

Er kann einfach einmal anfangen, sich morgens im Spiegel zu betrachten und anfangen zu lachen, lachen, lachen.

"Depression" ist eine ärztliche Diagnose, nichts weiter, wenn dem nicht ein gravierendes Ereignis voraus ging. Evtl reicht allein schon die zeitweise Supplementierung von Tryptophan.
Und Dein Leben wird strahlend - und Du bist frei vom ständigen Tablettenkonsum!

Kommentar von Manja1707 ,

Ja in gewisser Weise magst du schon Recht haben, natürlich kann man auch mit Ernährung oder positivem Denken vieles beeinflussen. Es gibt aber auch Kinder oder auch Erwachsene, die absolut nicht übergewichtig sind und trotzdem zuckerkrank sind.

Außerdem wollte ich damit dieses Stigma aufzeigen, dass der Bezeichnung "psychisch krank" teilweise immer noch anhaftet, sodaß daran erkrankte sich oft schämen und zögern ärztliche hilfe in Anspruch zu nehmen. Was aber Blödsinn ist.

Und mir ging es damals so schlecht, da hätte ich erstens gar nicht mehr lachen können, bzw. damit auch meinen Zustand nicht mehr ändern können. Ich war einfach nur noch ausgebrannt, leer, verzweifelt. Und ich bin der Meinung, dass in es in so einem Fall ein Segen ist, dass es Medikamente gibt, die helfen.

Kommentar von Gemobst ,

Wie wäre es mir einer Kombination aus beidem? Mittels Blut, oder besser Haaranalyse ermitteon ob es Mangelerscheinungen gibt und welche, aber zudem das aktuelle Tief mit Medikamenten bekämpfen. Dann uber Nahrung und Supplements das Defizit an Mineralstoffen/Vitaminen ausgleichen. Somit wäre eine dauerhafte Medikation mit AD's vermieden, und dadurch auch die Schäden der dauerhaften Einnahme von Medikamenten möglichst gering gehalten. 

Kommentar von Manja1707 ,

Glaubst du wirklich, dass man psychische Erkrankungen mit Mineralstoffen und Vitaminen heilen kann? Tut mir Leid aber das kann ich mir nicht vorstellen. Bei leichten Stimmungsschwankungen, Winterdepression aufgrund von Lichtmangel oder so kann man da vielleicht was bewirken aber bei schweren Depressionen oder Angsterkrankungen glaube ich das nicht. 

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 30

Jeder Mensch reagiert anders auf jedes Antidepressiva, so auch ich. Ich habe mittlerweile ca. 10 Medikamente durch. Keines hat mir gegen Depressionen geholfen ausser Duloxetin. Gegen Angststörungen (Panikattacken) hingegen halfen mir viele.

Duloxetin ist für mich auch kein Wundermittel, doch stabilisiert es mich ein wenig. Ich habe keine Tiefschläge mehr. Bin also stabil auf einem tiefen Niveau.

Rund 30% der Personen sind ja auf Psychopharmaka-Therapie sogenannt "therapieresistent". Ich gehöre definitiv dazu. Medikamente (Antidepressiva) sehe ich bei gewissen Menschen als Segen. Sie heilen zwar nicht, doch unterdrücken sie die Symptome (was schon mal nicht schlecht ist). Ich habe in der Klinik viele Menschen kennen gelernt, die sich nach der richtigen Medikamenteneinstellung relativ rasch erhohlt haben.

Andererseits sehe ich Antidepressiva auch nicht als Wundermittel an, da es Menschen wie mich gibt die darauf nur unzureichend Ansprechen.

Grundsätzlich bleibt einem nichts anderes übrig als es einfach zu versuchen. Das Problem dabei ist, dass man immer 2-4 Wochen warten muss bis man weiss, ob das Medikament anschlägt oder nicht. Da die Nebenwirkungen vor allem in den ersten Wochen stark ausgeprägt sind macht man bei jedem Wechsel das Nebenwirkungs-Theater von neuem durch.

Die Nebenwirkungen waren bei fast allen Antidepressiva die gleichen: Kopfschmerzen, innere Unruhe, trockener Mund, Schlafstörungen (ausser sedierende AD's), Libidoverlust usw. Bei mir haben sich jeweils alle Nebenwirkungen nach einigen Wochen wieder gelegt, der Libidoverlust blieb jedoch.

Ich sehe AD's einfach als das kleine Übel an bzw. finde ich die Nebenwirkungen viel weniger schlimm als die Krankheit.

Ich persönlich (und dies ist nur meine subjektive Meinung) rate dir es einfach zu versuchen. Wenns nicht geht dann gehts halt nicht und wenns funktioniert umso besser.

Kommentar von Jamaicaaa ,

Vielen dank :)

Kommentar von samm1917 ,

bitte ;-)

Kommentar von claka ,

Welche Antidepressiva nimmst Du?

Kommentar von Jamaicaaa ,

Keine :)
Und falls du samm1917 meinst, der nimmt Duloxetin.

Kommentar von Einstein2016 ,

Ich habe schon so viele verschiedene Medikamente genommen und tlw. über sehr lange Zeiträume, dass ich fast ganz das Gefühl dafür verloren habe, was bzw. wieviel bzw. wie oft denn wie noch hilft !?

Nach meinem Empfinden findet nach jahrelanger Einnahme von Antidepressiva eine Immunisierung im Körper statt, so dass dieser fast gar nicht mehr richtig drauf reagiert - zumindest nicht positiv.

Was dann mir noch geholfen hat - wenn ich sehr unruhig war - das ist Lorazepam Dura (darf nur bei "Extrem" ein paar Tage nehmen). 

Sowie bedingt auch noch das "Quetiapin" für die Nacht - macht (positiv) etwas müde und hilft daher etwas vorm / beim Schlafen.

Eine Gefahr besteht, wenn man mal - verzweifelt - einiges zuviel nimmt, dass leider auch mal psychotische Störungen (wie bei mir) hinzugekommen sind. Das ergab negative Gefühle "erster Güte" !

Meine schlussfolgernde Meinung zu solchen Medikamenten ist:

Möglichst ganz weg kommen von sämtlichen Psychopharmaka !!

Ich konnte (als nun Frührentner) immerhin deutlich reduzieren und werde es - nach Absprache mit Arzt - langsam weiter versuchen.

Irgendwann - wann immer das auch sein mag - bin ich davon weg und nur die Pharma-Industrie ist dann deshalb evtl. noch traurig !





Antwort
von Spielwiesen, 37

Die Krankheit müsste gar nicht sein, wenn Menschen sich menschengemäß ernähren würden, genug Sonnenlicht abbekämen (ja, auch an der Arbeit, das geht!) und ausreichend Bewegung hätten.

Hat es einer von euch schon mal mit Vitamin B6 (hochdosiert  - nicht diese Drogeriemarktmittelchen) und der Kombination von hochdosiertem Vitamin D, Omega-3-Fetten und Vitamin K2 versucht? Das beseitigt jegliche Ursachen für Depressionen, Panikattacken u.ä., weil es die zugrundeliegenden gravierenden Mangelzustände behebt.


Alles Gute!


PS Da es ausführlicher sein darf, kann ich die Lektüre aller Artikel empfehlen, die beim Zentrum der Gesundheit unter Anti-Depressiva im Suchfeld erscheinen. Auch wenn jetzt sicher wieder voreingenommene Stimmen aufjaulen, weil sie diese Seite gern unter irgendeinem Vorwand diffamieren  wollen.

Kommentar von Spielwiesen ,

Nachtrag: Bitte einfach mal nachdenken: Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln, fast kaum noch unbelastete LEBENSmittel, Lebensmittelbestrahlung (-->Wikipedia!), multipler Frequenzmüll, ausgelaugte Böden, Lebensmitteltechnologien, lange Transportwege, Mikrowelle (tötet Leben!) - und dann die Pharmaindustrie, die ihre Antidepressiva sehr gewinnbringend verkauft PLUS die Ärzte, die in diesem Spiel mitmachen - tolles Geschäftsmodell, oder?

Da werden preiswerte Vitamine und ein bisschen privates Know-How fast schon zum Geheimtipp. Aber es gibt zum Glück auch einschlägige Forschung dazu: Prof. Dr. Bodo Kuklinski (Vit. B6 und Zink), Prof. Spitz (Vitamin D) und Dr. Schmiedel (von dem ich alle Newsletter aus seiner Zeit bei der Habichtswald-Klinik in Kassel habe -  sein häufigstes Thema. Vitamin D und die Auswirkungen durch die dramatische Unterversorgung in der Bevölkerung.

Irgendwo habe ich mal den Satz aufgeschnappt: "Mit ausreichender Vitamin B6-Versorgung wären die psychiatrischen Krankenhäuser zu Dreivierteln leer." 

Kommentar von Jamaicaaa ,

Hast du jemals so starke Depressionen gehabt wie sie hier teilweise beschrieben werden?

Kommentar von Spielwiesen ,

Ich kann mich mit anderen nicht vergleichen, aber mir hats jedenfalls gereicht. Zum Glück hatte ich damals eine Ärztin, die mir ein B6-Monopräparat empfohlen hat, das mich da regelrecht rausgerissen hat. Heute vergleichbar ist Vit. B6 von Hevert (plus Zink!).

Antwort
von Einstein2016, 34

Ich habe selbst sehr große langjährige Erfahrungen mit "Anti-Depressiva".

Es kann helfen, die depressiven Symptome zu dämpfen bzw. zu lindern,       so dass der Mensch irgendwie evtl. noch im (Arbeits)-Alltag funktioniert.

Die Frage, die sich stellt ist, ob man sich das dauerhaft antun möchte und was dieses langfristig für einen depressiv kranken Menschen bedeuten kann.

Besser ist es, die seelischen Ursachen der Depression " offenzulegen", um die Krankheit so bei ihren negativen "Wurzeln" zu packen und möglichst effektiv nachhaltig - wenn auch meist sehr langsam - zu beseitigen. Es benötigt ZEIT !    

Zeit für ein sozusagen "innerliches seelisches Aufräumen" mit anschließend perspektivisch guten Lösungsansätzen für das JETZT und eine folglich sich daraus ganz bestimmt positiv entwickelnde gesundheitliche Zukunft - für Dich !

Das wäre dann der Weg einer meistens langwierigen Psychotherapie, welche aber zweifelsfrei IMMER der bessere Weg ist, als NUR die Symptome mit Medikamenten zu bekämpfen, was zudem auch körperschädigende, negativ begleitende, hinderliche, unangenehme Nebenwirkungen bedeuten kann, OHNE dass dies auch jemals eine grundlegende Heilung überhaupt bewirken kann !

Je mehr Du Dich in der Gesprächs-Therapie innerlich bereit bis zu "öffnen", desto positiver wird dies bei Dir innerlich für Dich seelisch spürbar "greifen".

Umso eher können die Antidepressiva langsam auf ein meist vernünftiges Maß reduziert werden bzw. bis Du evtl. irgendwann mittel/langfristig sogar ganz ohne diese auskommst ! 

Du wärest somit seelisch auf ganz natürlichem Wege wieder innerlich geheilt.

Alles Gute Dir !


Kommentar von Jamaicaaa ,

Was Psychologen betrifft bin ich sehr skeptisch.
Hab mich mal einem bezüglich meiner ehem. Drogenprobleme anvertraut, dieser meldete mich anschließend bei der Polizei.
Danach hab ich mich nochmal aufgerappelt und hab mich erneut entschieden mich einem Therapeuten anzuvertrauen, diesmal aber nicht wegen Drogen, denn zu diesem Zeitpunkt war ich schon wieder clean. Es ging um meine Psychischen Probleme, allerdings hat sich diese Person (Heilpraktiker) dann als ein Narzist entpuppt und mittlerweile tue ich mich schwer mich jemandem nochmal anzuvertrauen. Hab zwar schon wieder einen Termin beim nächsten Psychologen, nur was Gesprächssitzungen udgl. angeht bin ich sehr skeptisch geworden und hab die Hoffnung schon fast verloren dass ich dadurch vorankomme. Aber ich werd trotzdem solange zu Therapeuten gehen bis ich wieder klarkomme. Hoffe dass es was bringt.
Im moment bin ich hauptsächlich mit mir selbst am Ringen ob ichs mir nicht einfacher machen soll und Antidepressiva schlucken soll um mir den Alltag zu vereinfachen bzw. die Möglichkeit habe arbeiten zu gehen und etwas zu leben.
Bin absolut unbelastbar im Moment und kann einfach nicht viel machen ohne gleich richtig platt zu sein, Psychisch.
Wobei ich dazu sagen muss dass ich Anti-Depressiva mein Leben lang abgelehnt habe und das tue ich noch heute, nur irgendwie will ich auch wieder ein geregelteres Leben führen können und in meinem momentanen Zustand fühle ich mich dazu nicht im Stande.

Kommentar von Einstein2016 ,

Ich möchte dazu sagen, dass ich auch schon mit einigen meiner Therapeuten (bzw. Therapeutinnen) wirklich zufrieden war und auch gut zurecht gekommen bin. Mit anderen aber auch eher nur wenig.

Festgestellt habe ich dabei, dass besonders die jüngeren davon - welche quasi erst vor ein paar Jahren von der Uni gekommen sind -mit vielen Dingen im Detail völligst überfordert sind ! Es mangelt da vielen an der notwendigen Erfahrung sowie Einfühlungsvermögen. 

Letztlich ist es so und läuft es darauf hinaus, dass man aus der erhaltenen Hilfe die für sich richtigen Schlüsse zieht und folglich entsprechend für sich richtig handelt - mit allen Konsequenzen ! 

Ich finde es gut, wenn Du nicht locker lässt, weiter an Dir arbeitest und jede sinnvolle Hilfe annimmst. Medikamente eher aber nicht !

Antwort
von Silo123, 25

Habe gute Erfahrungen damit gemacht. Mit Nebenwirkungen habe ich bei meinem keine Probleme.

Ich fühle mich jetzt einfach wieder normal, die extremen Tiefphasen sind weg. Und ich kann mein Leben wieder leben.

Natürlich verschwinden mit einem Antidepressivum nicht die Probleme, die man hat. Aber wenn die Stimmung nicht mehr so im Keller ist, ist man handlungsfähiger . Und ja der Alltag läßt sich besser bewältigen.

Ich sehe Antidepressiva als Segen für die Menschheit - und als wesentlich wirkungsvoller als Psychotherapien, weil die an einer entsprechenden Stoffwechsellage nichts ändern können. Man könnte genauso gut, einen Beinbruch auch psychotherapeutisch behandeln, dürfte aber kaum was bringen (-;

Kommentar von Jamaicaaa ,

Sehr aufschlussreich danke :)

Kommentar von Midlife16 ,

Tja.so sieht es jeder anders.Mich haben die Dinger total "verrückt" gemacht.Ich hatte Citalopram und Escitalopram.Die haben mich in meiner Persönlichkeit dermassen verändert, dass mich meine Freunde und Verwandten und auch ich mich selbst nicht mehr wiedererkannten...erst nach monatelangem Ausschleichen, da ich auch mit Enzugssymptomen reagierte, geht es mir besser.Für mich sind AD ein Fluch für die Menschheit und es ist erschreckend, wie häufig diese unkritisch innerhalb von Minuten verordnet werden.Sie haben Suizide vursacht, Amokläufe ausgelöst und Morde.Schön, dass sie Dir geholfen haben, aber es gehört eine eindeutge Diagnose dazu und die Studien haben alle gezeigt, dass lediglich bei schweren Depressinen die Wirkung über Placebo liegt.

Also, vorsicht mit diesen Medikamenten!

Antwort
von yungeskidd, 6

hei also ich bin w/unter 18. ich habe vor etwa 1 1/2 Jahren schwere Depressionen bekommen. Die Ärzte haben das sofort gewusst, ich habe mich freiwillig auf ne psychosomatikstation einweisen lassen da ich zusätzlich Schilddrüse habe. 3monate. Ich wollte wirklich gesund werden und habe mich selbst bemüht, auch an mir gearbeitet und aus Fehlern gelernt.. direkt in der 1. Woche im Krankenhaus bekam ich fluoxetin(antidepressiva) das nahm ich über 5wochen obwohl man eigentlich schon merkte dass es bei mir nicht mehr wirke.. Stattdessen kam die schwerste und belastendste Nebenwirkung überhaupt; verstärktes suizidrisiko. das ist sehr stark ausgeartet. nachdem ich endlich komplett runter war von dem Zeug bekam ich abilify(antipsychotika) und das schon 1-2wochen später. es hat mir ebenfalls nichts gebracht obwohl ich das ca 1monat genommen hatte.. Stattdessen war ich sehr müde hab bis zu 15h am Tag geschlafen.. nachdem das auch nicht gewirkt hatte bekam ich ein seroquel (antipsychotika) aber das ist bei mir auch komplett eingeschlagen, leider ohne positive wirkung: ich bin tatsächlich überall eingeschlafen in den dümmsten situationen. in der schule, beim essen, Bahn fahren.. obwohl ich eig auch schon wieder über 15h im Bett lag. sowas wünscht man niemandem, unvorstellbar ist das. so und zu allerletzt; mir wurde gesagt dass anscheinend keine antidepressiva und antipsychotika wirken würden, da diese, die ich genommen hab schon sehr stark waren und andere auch wegen meiner Schilddrüse eher nicht in frage kommen würden. das letzte was mir die Ärztin vorschlug waren ANTIEPILEPTIKA!? ich habe schwere Depressionen und eventuell eine affektive psychose (ohne stimmen hören oder hallus oderso) aber warum bitte antiepileptika? dafür müsste ich auch wieder auf Station, da körperliche Beschwerden wie krampfanfälle möglich sind.......... und das würde mir dann zu krass und auch echt krank. ich habe abgelehnt. ich habe mir zu dem Thema natürlich mehrere Meinungen verschiedener Ärzte eingeholt, viele sagen das ist der größte Schwachsinn und ich soll die Finger davon lassen, und paar wenige (von denen ich dachte die sind echt gut) meinten ja ich Solls mal ausprobieren. aber niemals. so dumm das jetzt auch klingen mag.. aber mein FAZIT bzw meine Meinung ist; also ernst gemeint, ich verstehe die Leute nicht die bei Medikamenten nein sagen. die Ärzte wissen wirklich fast immer was das beste ist und wenn einem Medikamente vorgeschlagen werden (im Bezug auf antidepressiva undso) würde ich sie jederzeit annehmen! selbst wenn ich keine so guten Erfahrungen damit gemacht habe.. mich ärgert es schon etwas dass manche Leute die die Möglichkeit auf ein eventuell besseres leben haben, diese Chance dann nicht nutzen. das einzige bei dem ich aufpassen würde und mich in kurzen Abständen blutabnahmen und Gesprächen unterziehen würde sind Medikamente bei denen suizidgedanken oderso als nebenwirkungen aufgelistet sind. man sollte sich auch gut über diese Medikamente aufklären lassen, viele denken das ist wie ne Droge, zur belustigung, aber nein das ist nicht so, es ist bewiesen dassbei solchen Krankheiten die glückshormone zu schnell verschwinden und solche Medikamente diese Hormone einfach länger im Kopf behalten. und bei jeder Person wirken diese Medikamente anders! Ich kenne so viele bei denen selbst das fluoxetin so gut gewirkt hat, dass das Leben gleich viel mehr wert ist und das hat man denen auch angesehen! haha okay der Text ist ziemlich lang geworden:D weshalb fragst du denn eigentlich wenn ich fragen darf? ^^ 

Antwort
von Vivibirne, 25

Ich wurde müde und schlief viel, wenn ich aber in die schule musste, war ich tod müde, weil ich erst spät einschlafe & nicht ausschlafen kann. Manchmal war ich wie weg gebeamt, geistig nicht anwesend.
Es kamen extreme stimmungshochs, dann extreme tiefs.
Es machte mich "taub" - auf englisch: numb.

Kommentar von Jamaicaaa ,

Bevor du es genommen hast oder danach?

Kommentar von Vivibirne ,

In der zeit als ichs nahm

Antwort
von Menuett, 15

Fluoxetin, 60 mg - nach einer Weile ist die Stimmungsaufhellung da und arbeiten und Alltag flutschen wieder.

Kommentar von Jamaicaaa ,

Gingst du davor nicht arbeiten oder hattest dich schwer damit getan?
Und wie lange nimmst es schon?

Kommentar von Menuett ,

Ich ging arbeiten, war aber häufig krank und habe mich schwer damit getan.

Antwort
von Thomas19841984, 19

Ich nehme seit fast 15 Jahren Cipramil/Citalopram 30 mg ein.

Es hat mich überhaupt erst befähigt, eine Psychotherapie zu machen.

Vor allem die Angst vor Menschen und die Melancholie wurden stark gemindert.

Doch durch die Tabletten habe ich 45 Kilo zugenommen, außerdem habe ich oft Kopfschmerzen, starkes Schwitzen und Mundtrockenheit.

Kommentar von Midlife16 ,

15 Jahre..wahnsinn.Schlimm, dass es Dir so schlecht geht/ging.

Ich finde es furchtbar, was die Ärzte mit den Patienten machen.

Es gibt keine Erfahrungen über derartig lange AD-Einnahme.Hast Du mal versucht es auszuschleichen?Natürlich nur in Absprache mit dem Arzt?

Antwort
von MindFuckerHoch2, 12

Hey,

also ich nehm täglich eine Cipralex 20 mg, am Morgen, und

eine Seoquel Prolang 50 mg am Abend um ein - und durchschlafen zu

können.

Meine Erfahrungen sind bis jetzt sehr positiv ( nehme

Ciraplex nun seit ca. 6 Wochen), hatte davor Amineurin genommen

(aufgrund extremer Nebenwirkungen abgesetzt).

Mein Zustand ist

zur Zeit recht stabil - Aufhellungen am Tag erkennbar - bei mir ist es

aber so, das ich seit zwei Wochen halbstationär (also in einer

Tagesklinik) behandelt werde.

Wer Probleme mit Depressionen hat,

dem kann ich (wer nicht vollstationär behandelt werden möchte) die

Tagesklinik nur empfehlen! Vor der Tagesklinik habe ich mich nur noch in

meiner Wohnung verkrochen, mit kaum einen gesprochen, mich total

abgeschottet - durch die Tagesklinik kommt man in sozialen Kontakt -

redet über die Probleme mit den Mitpatienten (vorallem das hilft mir

extrem).

Zu Nebenwirkungen von Cipralex kann ich garnichts sagen

- da ich einfach keine habe - im Vergleich zu den Amineurin sind die

Cipralex einfach ein Traum.

Auch Orgasmusprobleme hab ich keine. o.o

Liebe Grüße

Kommentar von Jamaicaaa ,

Okay danke dir :)
Wenn du deinen vorher - nachher zustand mit jeweils 3 ausschlaggebenden stichworten beschreiben müsstest, welche würdest du wählen?

Kommentar von MindFuckerHoch2 ,

Depressiv, Ausgelaugt und zu nichts in der Lage - Aktzeptabler zustand, kann wieder besser kommunizieren und bin auch seit ich sie bekomme wieder fähig einen kurs zu besuchen.

Kommentar von Jamaicaaa ,

Super danke :)

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