MiriSigi89 am 07.11.2009 um 23:10 Uhr
Ich habe einen Dalmatiner namens Anton. Er ist 2 Jahre und ist taub. Ich habe ihn mit 6 Monaten bekommen. Anfangs war es unerträglich weil er sehr hyperaktiv war/ist und unglaublich schwierig zu erziehen. Er brauchte gut ein ganzes Jahr um sich einzuleben und sich zuhause zu fühlen. Denke das kann auch an seiner Taubheit liegen weil er mehr Sicherheit braucht. Mitlerweile ist er ein toller Hund...Nicht perfekt aber ich kann gut mit ihm leben und er kann viele zeichen und fühlt sich wohl... Er selber hat kein problem...
Würde mich freuen wenn jemand Fragen an mich hat. Oder jemand der Erfahrungen hat mit den man sich austauschen kann...

ich kannte vor Jahren eine Hundesportlerin mit einem tauben Hund, sie hat mit ihm sogar mehrere tuniersiege errungen. Über Handsignale konnte sie den Hund perfekt steuern, toll so was mal gesehen zu haben. Hab leider keinen Kontakt zu der Frau. Aber versuch Dir geisse Handsignale anzugewöhnen + einer deutlichen körpersprache. du wirst sehen, nach kurzer zeit weiß Dein Hund genau was Du von ihm möchtest. ich hatte damals eine Mixhündin, die durch ihr Alter blind wurde. Sie hat sich an meinen jüngerem Hund orientiert und über meine Stimme. Fremde Menschen haben erst spät mit bekommen, das sie blind war. Tiere lernen sehr schnell so ein Handycap zu überwinden. Toll, das Du so einem Hund ein Zuhause gibst, das ist wahre Tierliebe... Danke schön, das tut gut so was zu lesen.

wunderschön das er sich jetzt richtig eingelebt hat. ich hätte auch einen tauben hund genbommen. passe gut auf ihn auf und verwöhne ihn richtig. er wird dein bester freund sein.

Ich habe zwar keinen tauben Hund aber ich arbeite mit meinem sehr viel nonverbal. Es tut der Beziehung Mensch/Hund sehr gut den Hund nonverbal zu erziehen. Der Hund achtet sehr auf den Menschen.
Was genau machst Du mit ihm? Apportiertraining auch oder ähnliches oder bleibt es bei den einfachen Signalen wie Bei, Sitz, Platz, Bleib oder so?
MiriSigi89 am 8. November 2009 11:09 Also mein Hund Anton kann Sitz,Platz,herkommen,Pfötchen,Nein,Super. Das sind wohl so die üblichen. Auf kommando graben kann er auch Ein zeichen für komm wie gehen jetzt gassi Ein zeichen für essen
Apportiertraining da musste ich gar nicht lange mit ihm üben. Er ist gerade zu süchtig danach. Er legt mir seine Spielsachen auch genau vor die Füße wenn ich dran vorbei gehe schnappt er sich es wieder und legt es mir wieder vor die füße so geht es die ganze SPaziergänge lang.
Naja die ganzen Handzeichen kann er jedenfalls...Manchmal hat er lust zu manchmal nicht...Wenn er keine lust hat dreht er sich um und schaut mich nicht an...Er hat schon seinen Kopf... Aber er ist tolL!
Jademuschel am 8. November 2009 13:08 Das hört sich fast alles super an. Bis auf die Tatsache das er die Sachen vor Dir weg schnappt. Du solltest Sie dir bringen lassen und er sollte sie dir abgeben und nicht vor die Füße spucken. Das ist ein ziemlich respektloses Verhalten. Du kannst ihm auch rechts und links beibringen. Forder ihn mehr, dann macht er nicht soviel Spökes mit der Beute. Dann ist er auch hundgerecht ausgelastet.
Viel Spaß mit Deinem Dalmatiner.
MiriSigi89 am 8. November 2009 13:22 Ich habe jetzt nicht ganz verstanden wo der Unterschied zwischen vor die füße leben und herbringen ist. Er bringt es mir ja her. Und wenn ich es nicht aufhebe versucht er es anders hinzulegen weil er denkt es ist nicht nah genug an mir dran.
Jademuschel am 8. November 2009 13:53 Vor deinen Füßen sollte deine Tabuzone sein. Das sollte der Hund akzeptieren. Ein hinwerfen der Beute vor Deine Füße oder auch neben Dich heißt auf hündisch soviel wie: Hier hast Du deinen Scheiß. Der Dummy sollte interessant und wichtig für den Hund sein. Das ist er bei Dir definitiv nicht. Aber das liegt sicherlich am gesamten Aufbau bei Dir. Du hast es schon immer zugelassen, da wird es schwierig ihm das abzugewöhnen. Wenn er sich einfach von Dir abwendet und keine Lust hat, dann hat er ja die Entscheidungsgewalt darüber wann er "Spielt" und wann nicht.
MiriSigi89 am 9. November 2009 19:29 Und woher weißt du das es heißt hier dein scheiß? Weil wenn man Hunden beibringt zu apportieren bringt man ihm ja bei er soll es einem wiederbringen?! Hm also ich hab es mit meinem Hund so gelernt in der Hundeschule... Das man das Ding schmeißt und er bringt es wieder... Das nennt sich doch apportieren...Und nicht hier hast du dein scheiß
Buddysuperdog am 8. November 2009 14:15 im Apportierhundesport gehören Handzeichen zum A+O der Ausbildung. Das geht beim "Einweisen" des Hundes los und Endet bei "Stopp-Richtungsänderung" sicherlich noch nicht. Der Pfiff unterstütz es nur, wobei ich mir einen Hund auch ohne Pfiffsignal in der Arbeit vorstellen kann. War gestern auf einem Profiseminar und hab gerade extrem vilee neue Körpersprachetipps erfahren...genial...

unser ist im Alter taub geworden,er hats noch gelernt auf Handzeichen zu reagieren,und wenn er mich nicht sehen kann, hab ich ihn etwas hinten angetickt mit der Hand Zeichen gegeben und er wußte was ich wollte Zumindes toll was du machts
wie machst du das, beim gassi gehen, mit dem freilauf?
es gibt zwar hunde, die ständig blickkontakt zum halter haben, immer wieder hinschauen,..... aber das tun nicht alle.
ich weiß, daß es dafür solche pagerfunktionshalsbänder gibt. denn sichtzeichen funktionieren ja nur, wenn der hund schaut.
ich hab in der übungsstunde einen tauben hund mit dieser pagerfunktion trainiert. vibration am halsband wurde mit blickkontakt verknüpft und positiv belegt. danach konnte der kleine wusel dann endlich auch wieder frei an uneingezäunten stellen laufen.
hat wirklich klasse funktioniert. es gibt sogar solche pagerfunktionshalsbänder, mit unterschiedlichen signalen, allerdings sind die schweine teuer. :(
man kann das sicher aber auch mit nem normalen konditionieren. dafür müßte man allerdings schauen, wie die umsetzung zwischen sender und empfänger ist, ist die prompt und schnell, dann geht es sicher auch via knopfdruck.
zB langes vibrieren stehen bleiben und schauen, zweimal kurz platz, ... so hat man auch in der dunkelheit und auf entfernung die möglichkeit mit seinem hund kontakt zu halten.
MiriSigi89 am 8. November 2009 13:27 Also wir habe ja das Glück dass wir viele freie Felder um uns herum haben. So kann er ohne Leine laufen. Er hat keinen Jagdtrieb und hält guten Blickkontakt. Jede 5 Sek. ungefähr. Allerdingst ist es manchmal schwer wenn plötzlich was entgegen kommt und man kann ihn nicht herrufen (allerdings klappt das auch bei vielen hörenden Hunden nicht) Aber ich werde immer wieder schlauer aus solchen Erfahrungen und wähle jetzt die perfekten Felder... Wenn man in alle Richtungen ein weiter Überlick ist lasse ich ihn ohne Leine ich kann dann sehen wenn irgendwas oder wer kommt. Im Dorf ist natürlich eh Leinenpflicht Und in fremden Umgebungen lasse ich ihn auch nicht laufen. Aber einer von seinen 3 Gassigängen am Tag ist mindestens ohen Leine. Die problemlos und entspannt ablaufen. Und mit dem Vibrationshalsband habe ich auch nachgedacht. Allerdings möchte ich das in einer Hundeschule antrainieren damit ich kein Fehler mache. Das ist ja auch viel Arbeit dass er erstmal weiß dass vibration=aufmerksamkeit ist.
Naja mal sehen... :)
deine überlegung, das training in einer hundeschule zu machen ist sehr gut, denn in der tat kann es bei solchen dingen schnell zu fehlverknüpfungen kommen. alleine schon, weil der hund vor allem am anfang nicht weiß, woher es kommt und könnte es aus unsicherheit mit angst belegen.
allerdings rate ich dir dazu an dafür einen wirklich einfühlsamen hundetrainer heranzu ziehen und nicht irgend einen zu nehmen.
besser wäre natürlich, einen zu finden, der selbst schon erfahrung mit tauben hunden machen durfte, daß es aber auch ohne diese erfahrung mit ner menge einfühlungsvermögen geht, weiß ich aus eigener erfahrung.
zudem dürfte es recht schwer werden, einen trainer zu finden, der damit erfahrung hat, die sind schließlich nicht vorhanden, wie sand am meer.
daß er von sich aus schon blickkontakt hält ist doch schonmal prima, daß du auf übersichtliches gelände zum gassi gehen ausweichst finde ich auch gut, das zeigt, daß du bereit bist, dich auf deinen hund einzustellen und nicht stur dein ding durchziehst.
wenn du ihn nur 1-2 mal am tag körperlich wirklich richtig auslasten kannst, weil er "nur" 1-2 mal am tag von der leine kommt, wie wäre es mit rad fahren, da bleibt er an der leine und kann rennen oder mit auslastung mittels kopfarbeit und tricks, denn auch ein tauber hund will ausgelastet werden, ansonsten sucht er sich ne auslastung oder dreht leicht am rädchen.
vor allem das am rad laufen ist, denke ich, gerade für einen dalmatiner eine gute auslastung.
MiriSigi89 am 9. November 2009 19:32 Ja Rad fahren tut er auch sehr gerne und viel... Habe vergessen es zu erwähnen. Das machen wir öfters um auch im Dorf rumzufahren und nicht immer auf dem Feld... Hat er mal was zu gucken... Fahrrad fahren kann mein Anton wohl besser als viele andere Hunde. Menschen haben ihre "kläffer" ja gerne mal hinterm Zaun und die fangen an ein Theater zu machen wenn wir vorbei fahren aber er hört es nicht und läuft ganz artig weiter das natürlich ein vorteil. ;)
das galube ich gerne.*g denn ich würde genau zwei beller lang auf dem rad sitzen, danach würde hannibal wohl die andere seite des zaunes zieren und ich sehr wahrscheinlich das pflaster. :(
dein Hund ist nicht hyperaktiv!!! Dein Hund ist ein Dalmatiner!!!
MiriSigi89 am 9. November 2009 19:33 Haha ja du hast recht. Das sagen ja wirklich viele die einen haben.... ;)
es war früher nicht umsonst ein Kutschenbegleithund!!!
ausserdem sind dalmatiner eh keine einfachen hunde.
vor allem, läßt sich das gelernte (kontrolle der eiogenen körpersprache) auch super bei allen hörenden hunden einsetzen, die reagieren in der regel nämlich auch super darauf.
Ja. Ich muss auch bei meinem Hund immer sehr Böse oder sehr freudig gucken in kombination mit meinen Zeichen. Sonst klappt das nicht. Ein gut Zeichen ohne Grinsen versteht er nicht. Sieht zwar oft sehr albern aus wenn ich gassi gehe und meine Fratzen ziehe aber es hilft :D