Frage von Rotti1975, 12

Erfahrungen mit sogen. "Fördermittelanalysen"?

Hat jemand Erfahrung mit sogen. "Fördermittelanalysen", die im Internet allenthalben von fragwürdigen Beratern und Instituten angeboten werden? Durch einen Fragebogen mit Fragen zum Unternehmensgegenstand, Art der geplanten Investitionen und Unternehmenskennzahlen, den man zuvor ausfüllen soll, wird einem zunächst vorgegaukelt, dass dort eine individuelle, auf die konkrete Investition abzielende "Analyse" des Investors und seines Projektes im Hinblick auf branchenspezifische Fördermöglichkeiten stattfindet. Als Leistung wird einem später eine Liste mit allgemeinen Förderprogrammen vorgelegt, die unabhängig von einer bestimmten Branche und Unternehmensgröße schlicht jedem Unternehmer bzw. Existenzgründer offenstehen. Das selbe Resultat hätte man, wenn man einmal selbst die Begriffe "Fördermöglichkeiten für Existenzgründer" gegoogelt hätte. Abgerechnet wurde die vermeintliche "Analyse" in meinem Fall mit über € 1.500. Meine Frage lautet, ob so etwas juristisch hält? Gibt es bereits Urteile zu diesem Problem und lohnt sich der Gang zu einem Anwalt? Oder sollte man den Betrag notgedrungen bezahlen? Danke für jeden Erfahrungsbericht und oder fundierten Ratschlag! BG R. Rottländer

Antwort
von Poena, 4

Hallo,

derartige Angebote kommen im Mittelstand häufiger vor. Erst hauen sie einem 1.500 Euro aus der Tasche für die "Analyse". Dann bekommt man das Angebot, dass die Firma einem die Fördermittel auch beantragt und dafür bescheidene 20% der Förderung als "Erfolgshonorar" erhält.

Allgemein:

IHK/HWK anfragen und einen kompetenten Unternehmensberater empfehlen lassen, der meist gar auf Basis einer geförderten Beratung (Eigenanteil rd. 50 Euro pro Stunde) mit 10-15 Stunden Aufwand auch größere GRW-Anträge in die Wege leitet.

In diesem Einzelfall:

Die Frage ist , was denn vertraglich vereinbart wurde. Hat man sich schlicht zu "Fördermittelrecherche" gegen Pauschalhonorar überreden lassen, hat man die vereinbarte "Leistung" am Ende ja doch erhalten und muss ggf. zahlen, wenn nicht gerade Leitung und Honorar in grobem Mißverhältnis stehen. Einen Anwalt würde ich auf jeden Fall einmal hinzuziehen.

Beste Grüße

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