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Erfahrungen bei Dyskalkulie /Wer kann mir Tipps geben?

gefragt von ghostwriterghostwriter am 02.08.2008 um 22:58 Uhr

Bei meiner 8-jährigen Tochter wurde Dyskalkulie festgestellt. Wer hat Erfahrungen damit u. kann mir Tipps geben. Wie fördere ich sie am besten? Was muß ich wissen? Bin für alle Ratschläge dankbar.


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pippi60
beantwortet von pippi60 am 2. August 2008 23:10
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Bist Du oder ein Bekannter einigermaßen handwerklich geschickt? In unserem Verein haben wir für einen Kindergarten ein Set didaktischen Lehrmaterial nachgebaut. Da haben wir Leisten genommen, die z.B. einen Zentimeter dick waren. Die wurden zersägt. Auf einen Zentimeter, auf zwei, drei usw. Das ging bis zu zehn Zentimeter. Auf jedes Stück wurde die Zahl und ein Bild ( ein Käfer, eine Krone usw. zwei Käfer, zwei Kronen usw.) aufgemalt. Daran können Kinder sehen, dass zwei "Fünfer" eine "Zehn" ergeben oder auch ein "Vierer" und ein "Sechser". Ich denke, dass so etwas auch Deinem Kind helfen könnte. Denn dadurch entwickeln die Kinder ein Gefühl für Zahlen.

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 2. August 2008 23:14

Da hab ich schon mal von gehört.Danke für den Tipp, denn gerade das Vorstellungsvermögen fehlt ihr, was Zahlen anbelangt, gänzlich.


Liberator
beantwortet von Liberator am 2. August 2008 23:10
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Bei meiner Cousine wurde es in etwa im gleichen Alter festgestellt. Sie war deswegen in einer Therapie irgendwo in Bonn.

Heute ist sie 12, kann viel besser rechnen als damals (man merkt, dass sie es versteht und nicht einfach irgendwelche Antworten rät).

Ich spiele oft mit ihr Spiele, bei denen man rechnen muss, z. B. Monopoly etc.

Das einzige was ich persönlich sehr schlimm fand: Sie musste wegen dieser Eigenschaft auf eine Sonderschule, da die anderen Schulen hier im Umkreis sie "nicht wollten".


Wyatt
beantwortet von Wyatt am 2. August 2008 23:12
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Meist sind für eine diagnostizierte Rechenstörung andere psychische Probleme verantwortlich, die man zunächst im Gespräch herausfinden muß. Dazu ist der Besuch eines Arztes für Kinder- und Jugendpsychatrie, Fachrichtung Psychotherapie, erforderlich. Auf das Kind Ruhe ausstrahlen ist immer wichtig. Oft wird von Ärzten bei der Diagnostik aber auch ADS/ADHS nicht erkannt und falsch gedeutet. Diese Erkrankung wäre mit Medikamenten (z.B. Ritalin) gut behandelbar.

Kommentar von 2dc2eb05e9572248e799d07e41b51ec6smallghostwriter am 2. August 2008 23:17

Danke, aber der ausführliche Test wurde in der Kinder/Jugendpsychiatrie durchgeführt.Was die Problematik ADHS betrifft,da bin ich bestens informiert.Habe je 1 Sohn mit ADHS u.ADS.Das trifft auf meine Tochter nicht zu.Sie hat absolut kein Gefühl für Zahlen.Trotzdem dank ich dir.

Kommentar von Skidrow am 12. April 2009 12:35

Ich hab selbst ADHS... ADHS hin oder her... Aber Ritalin macht aus aufgeweckten Kindern sabbernde Idioten... wer sein Kind wegen ADHS mit Ritalin behandelt gehört erschlagen.

Kommentar von Simple_avatar6smallOrchidee1 am 3. November 2009 18:11

Wenn man ein ruhiges Kind hat, dass durch ständige Störungen wegen ADHS-Kinder in der Klasse Probleme bekommt denkt man da anders rüber. Wenn es in einer Klasse mehrere gibt ist kein vernünftiger Unterricht mehr möglich. Und dann kann es bei einem ruhigen Kind zur Dyskalkulie kommen, da die Grundlage für Mathe fehlt. Selber Probleme mit gehabt. 30 Kinder, 2 mit ADHS - na danke. Die ADHS werden beachtet - die ruhigen werden abgeschoben auf die Förderschule - wenn mehr Zeit da gewesen wäre hätte es nicht sein müssen.

Kommentar von silverfusion am 18. September 2009 19:44

Bohh, wenn ich dies höre, dann fühle ich mich ins Amerika von heute versetzt! Rechenstörungen, Aufmerksamkeits-Störungen, was sind denn dies für Störungen?! Für alles eine Pille parat?! Fühle genauso! Keine Pille den Kindern! Warum auch?! Eine einfühlsame was-ist-wofür-gut-Klärung sollte eigentlich alles klären! Auch die mathematischen "Probleme"! Gibt es eigentlich solche?! Oder ist es nur deren Darstellung das eigentliche Problem?! Es sollte mal die Kompetenz der derzeitigen "Lehrer" angefragt werden (nicht angezweifelt)!

Gruss, siverfusion


anonym
beantwortet von Lalill am 16. September 2009 17:02
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Zu Wyatt: Dyskalkulie wird meistens vererbt bzw. taucht auf, ohne das einer der Verwandten das hatte, kommt aber nur ÄUßERST selten von psychischen Störungen. Ich sage nur Therapie, wenn möglich (sind leider sehr teuer!). Es kommt auf darauf an, wie stark die Dyskalkulie ausgeprägt ist. Wenn sie nur leicht ist und das Kind ansonsten eine gute Schülerin ist, kann man sogar das Abitur schaffen (ich gehe jetzt in die 10. Klasse und habe auch Dyskalkulie). Also niemals aufgeben und sich nie anmerken lassen, dass man genervt etc. ist, wenn das Kind wieder einmal nichts versteht. Viele Kinder beschreiben sich nach einer gewissen Zeit als "dumm", obwohl Dyskalkulie rein gar nichts mit dem Intelligenzquotienten zu tun hat. Immer schön dagegenhalten. WIchtig ist auch, dass das Kind dafür in anderen Bereichen (z.B. Sport etc.) Erfolgserlebnisse hat um nicht komplett zu resignieren. Es kommt auch immer auf die Schule an, also vorher gut überlegen. Ich durfte z.B. in der 5. Klasse niemals sagen, dass ich Dyskalkulie habe, da die Schule der Meinung war, Kinder mit Dyskalkulie gehören nicht aufs Gymnasium (in unserem Umkreis gab es aber ansonsten kein weiteres). Also musste ich es verheimlichen. Das geht bei schwerer Dyskalkulie natürlich nicht, aber auch die Lehrer spielen eine wichtige Rolle.

Das Kind braucht auf jeden Fall jemanden, der ihm beisteht, denn sonst sind die ewigen Misserfolge unerträglich. Wie gesagt, ich würde eine Therapie machen (leider ziemlich teuer ca. 200 euro. habe zu kostenlosen dyskalkulie therapien aber eine frage reingestellt!), wenn es im Bereich des Möglichen liegt. Das ist wichtig, da in Mathe alles aufeinander aufbaut...Hoff ich konnte helfen :)

Kommentar von Simple_avatar6smallOrchidee1 am 3. November 2009 18:12

Seit wann wird Dyskalkulie vererbt? Das ist ja was ganz neues.


Orchidee1
beantwortet von Orchidee1 am 3. November 2009 18:13
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Meine Tochter war bei einem Zentrum vom www.arbeitskreis-lernforschung.de Dort findest Du auch Symptomfragebögen, Das Journal "Kopf und Zahl" und viele hilfreiche Bücher.



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