Frage von Raidy, 45

Erfährt mein neuer / zukünftiger Arbeitgeber von meiner vorherigen Tätigkeit?

Meine Frage betrifft das Thema Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wie und wann kann mein neuer Arbeitgeber ggf. über meine vorherige Tätigkeit erfahren.

Es hat sich folgende Situation ergeben: Seit einem Jahr habe ich mich bei anderen Unternehmen in der Privatwirtschaft wie auch im öffentlichen Dienst beworben. Mittlerweile habe ich eine Zusage im öffentlichen Dienst in NRW erhalten und seit knapp 2 Wochen befinde ich mich im Dienst. Mein Status ist Beamtenanwärter. Der Beruf ist für mich soweit OK. Es ist nicht so, dass er mir nicht gefällt aber eine wirkliche Leidenschaft kann ich dafür nicht entwickeln. Auch wenn viele Leute mir immer sagen, dass es doch toll sei, in Zukunft einen "sicheren" Beruf als Beamter zuhaben und dann noch im gehobenen Dienst, ist es mir doch wichtiger etwas zu finden, bei dem ich mit voller Leidenschaft dahinter stehe!

Vor wenigen Tagen erhielte ich dann einen Anruf zu einer Bewerbung welche ich bereits vor mehreren Monaten versendet habe und wurde zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Durch das Telefonat bekam ich sofort ein positives Gefühl über das Unternehmen.

Mit meinen Kenntnissen und meiner Berufserfahrung passe ich perfekt zu dieser Stelle. Die Informationen über das Unternehmen und die Mitarbeiterbewertungen auf den verschieden Jobportalen sind ebenfalls sehr ansprechend.

Das Problem besteht für mich nun darin, dass die Stelle die ich vor kurzem erst angetreten habe, absolut nicht zu der beworbenen Stelle passt und dieses Wohl ein großer Minuspunkt im Vorstellungsgespräch für mich wäre.

DAHER DIE KONKRETE FRAGE: Wie kann mein Arbeitgeber erfahren dass ich als Beamtenanwärter angemeldet war bzw. bin. Spontan fallen mir dazu die Themen Krankenversicherung, Finanzamt, Arbeitsamt( Arbeitslos wahr ich nie gemeldet), Steuernummer, Identifikationsnummer usw. ein?.... Wie kann ich mich in dieser Situation schützen oder vorbeugen? Allgemein welche Möglichkeiten hat der Arbeitgeber über den Angestellten und seine vorherigen Tätigkeiten zu erfahren?

Es geht mir nicht darum dem potentiellen neuem Arbeitgeber nicht die Wahrheit zusagen! Es wäre nur sehr ärger- und bedauerlich, sollte die Einstellung daran scheitern, dass ich vor kurzem erst einen ganz anderen Beruf angetreten habe welcher mich nicht erfüllt. Viel lieber will ich meine Arbeitskraft einem Unternehmen anbieten, bei dem ich beruflich voll "dahinter stehe".

Für eure Hilfe und Antworten wäre ich sehr dankbar!

Antwort
von Virginia47, 21

Ja, er erfährt es. Schon durch deinen Lebenslauf und gegebenenfalls durch ein Arbeitszeugnis. 

Aber das sollte kein Hinderungsgrund sein, dich einzustellen. 

Viele Menschen suchen etwas länger nach einer geeigneten Stelle. 

Vielmehr zählt, was du für einen Eindruck beim Vorstellungsgespräch hinterlässt. 

Antwort
von tommy4gsus, 21

Hallo Raidy, ich verstehe nicht ganz deine panische Angst, dass Dein neuer Arbeitgeber etwas über die Stelle, wo Du Dich vorher beworben hattest, erfährt. Wo ist Dein Problem?

Ich selbst bin auch Unternehmer und stelle Leute ein. Mich interessiert es brennend, welche Tätigkeiten die Leute, die ich einstelle, vorher gemacht haben - aber nicht, um sie abzuurteilen, sondern vielmehr damit ich sehe, wie vielfältig jemand ist. Und warum um alles in der Welt hast Du Angst davor, dass dein neuer Arbeitgeber davon erfährt, dass Du Beamter warst bzw. sein wolltest? Gerade Dein Umdenken beweist doch, dass Du für den neuen Job besser geeignet bist!

Das solltest Du keineswegs verschweigen, sondern sogar vielmehr stolz erzähen!

Kommentar von Raidy ,

Hallo tommy4gsus,

bei der angetretenen Stelle handelt es ich um die eines Polizeibeamteten. Diese passt vom Profil absolut nicht zu der neu beworbenen Stelle. Habe mich beim Bewerbungsgespräch dazu entschieden, dieses begründet mitzuteilen und dann leider gemerkt, dass man mir dieses negativ ausgelegt hat. 

Kommentar von tommy4gsus ,

Hallo Raidy, das tut mir echt leid für Dich! Für mich völlig unlogisch, dass die Dir das negativ auslegen. Das klingt für mich so, als hätten die eine Lüge erwartet und dass Wahrheit bestraft wird.

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